{"id":94304,"date":"2026-09-24T08:14:25","date_gmt":"2026-09-24T06:14:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=94304"},"modified":"2026-09-24T08:14:25","modified_gmt":"2026-09-24T06:14:25","slug":"mozarts-oper-figaro-erklingt-im-ratssaal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/09\/24\/mozarts-oper-figaro-erklingt-im-ratssaal\/","title":{"rendered":"Mozarts Oper &#8222;Figaro&#8220; erklingt im Ratssaal"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_94307\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94307 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/figaro2_72ppi-00166-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Pr\u00e4sentiert Mozarts abgewandelte Oper &#8222;Figaros Stimmen&#8220; im Essener Ratssaal: Das Ensemble der Komischen Oper am Rhein &#8211; \u00a9 Komische Oper am Rhein<\/span><\/div>\n<p>Die Komische Oper am Rhein pr\u00e4sentiert ihre Interpretation, das an das Meisterwerk des ber\u00fchmten Komponisten angelehnt ist, ohne B\u00fchne und ohne Orchestergraben. Der Begriff \u201eWandeloper\u201c ist dabei w\u00f6rtlich zu nehmen: Das Publikum geht mit den S\u00e4ngerinnen und S\u00e4ngern durch die Flure des Rathauses und nimmt im Ratssaal auf den Pl\u00e4tzen der Gew\u00e4hlten Platz. Gespielt wird eine Fassung f\u00fcr vier Solistinnen und Solisten, Klavier und zwei Ch\u00f6re.<\/p>\n<p>\u201eFigaros Hochzeit\u201c erz\u00e4hlt von Dienenden, die kl\u00fcger sind als ihr Herr, und von der Frage, wer mitredet und wer geh\u00f6rt wird. Beaumarchais schrieb die Vorlage 1778, Ludwig XVI. lie\u00df sie verbieten. In einem Saal, in dem tats\u00e4chlich \u00fcber die Stadt entschieden wird, klingt diese Frage anders als im Theater.<\/p>\n<p>Die Oper ist von Anfang an ein Spiel mit vertauschten Identit\u00e4ten: Cherubino, der jugendliche Page, wird seit der Urauff\u00fchrung von einer Frau gesungen. Das Ensemble dreht diese Tradition um. Die Gr\u00e4fin, bei Mozart eine Sopranpartie, singt der argentinische Tenor und Drag-K\u00fcnstler Ignacio Mu\u00f1oz.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Tenor singt die Partie der Sopranistin<\/h4>\n<p>Er verk\u00f6rpert sie vollst\u00e4ndig, in Kost\u00fcm und Maske, vom ersten Auftritt bis zum Schlussensemble. \u201eDie Partie liegt f\u00fcr Sopranistinnen in einer heiklen Mittellage, eine Oktave tiefer liegt sie im Kern der Tenorstimme. F\u00fcr das Publikum vertraut und dennoch anders&#8220;, so Elsa Garc\u00eda T\u00e1rraga, k\u00fcnstlerische Leiterin des Ensembles. Dass ein Tenor eine der gro\u00dfen Frauenpartien Mozarts vollst\u00e4ndig \u00fcbernimmt, ist nach Kenntnis des Ensembles bisher nicht geschehen.<\/p>\n<p>Neben den vier Solistinnen und Solisten singen zwei B\u00fcrgerch\u00f6re aus der Region, von vierzehn bis \u00fcber achtzig. Sie proben seit dem Sommer. \u201eM\u00fcsste ich Figaro auf einer B\u00fchne inszenieren, w\u00fcrde ich ihn in einen Ratssaal verlegen. Dort geht es um Menschen, die eine Stimme haben und sie einsetzen. Also gehen wir gleich in den echten Saal und machen ihn zur B\u00fchne&#8220;, sagt Elsa Garc\u00eda T\u00e1rraga. Gesagt, getan!<\/p>\n<p>Das K\u00fcnstlerkollektiv aus NRW wurde 2017 gegr\u00fcndet und spielt Oper an Orten, die Teil der Aussage sind: Mozart im Aquarium zwischen Haien, in einer Bibliothek, in einem Club. Mit Figaros Stimmen schlie\u00dft es seine Mozart-Da-Ponte-Trilogie ab, nach Cos\u00ec fan tutte und Don Giovanni. Weitere Vorstellungen finden im Haus der Geschichte in Bonn und im Goethe-Museum D\u00fcsseldorf statt.<\/p>\n<div id=\"attachment_94308\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94308 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Figaros_Stimmen_Essen_web.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"855\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Plakat zur Opernauff\u00fchrung &#8211; \u00a9 Komische Oper am Rhein<\/span><\/div>\n<p><strong>Termin:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Komische Oper am Rhein<\/strong><\/p>\n<h4>\u201eFigaros Stimme\u201c<\/h4>\n<p><strong>Freie Fassung der Oper \u201eFigaros Hochzeit\u201c von Wolfgang Amadeus Mozart<\/strong><\/p>\n<p>Montag &#8211; 12.10.2026 &#8211; 17:00 Uhr &#8211; Premiere<\/p>\n<p>Rathauses Essen &#8211; Ratssaal &#8211; Porscheplatz 1 &#8211; 45121 Essen<\/p>\n<p>Dauer: ca. 2 Stunden mit Pause. Gesungen auf Italienisch, gesprochen auf Deutsch.<\/p>\n<p><strong>Tickets:<\/strong> 20 bis 36 Euro, unter <a href=\"http:\/\/www.komischeoperamrhein.de\">www.komischeoperamrhein.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Weitere Termine:<\/strong><\/p>\n<p>Donnerstag &#8211; 08.10.2026 &#8211; 19:00 Uhr &#8211; Haus der Geschichte &#8211; Bonn<\/p>\n<p>Samstag &#8211; 10.10.2026 &#8211; 18:30 Uhr &#8211; Goethe Museum\/Schloss J\u00e4gerhof &#8211; D\u00fcssseldorf<\/p>\n<p>Montag &#8211; 09.11.2026 &#8211; 17:00 Uhr &#8211; Rathaus Essen &#8211; Ratssaal<\/p>\n<p>Samstag &#8211; 14.11.2026 &#8211; 18:30 Uhr &#8211; Goethe Museum\/Schloss J\u00e4gerhof &#8211; D\u00fcsseldorf<\/p>\n<p>Sonntag &#8211; 06.12.2026 &#8211; 19:00 Uhr &#8211; Haus der Geschichte &#8211; Bonn<\/p>\n<p>Freitag &#8211; 11.12.2026 &#8211; 17:00 Uhr &#8211; \u00a0Rathaus Essen &#8211; Ratssaal<\/p>\n<p>In Kooperation mit der Stadt Essen, dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und dem Goethe-Museum D\u00fcsseldorf. Gef\u00f6rdert von kubia, Kompetenzzentrum f\u00fcr Kulturelle Bildung im Alter und inklusive Kultur sowie Musik f\u00fcr alle! (BMCO).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diskutiert und in der Sache gestritten wird im Ratssaal des Essener Rathauses regelm\u00e4ssig! Aber gesungen? Das auch, jedenfalls am 12 Oktober. Da feiert hier die die Wandeloper \u201eFigaros Stimme\u201c, eine freie Fassung von Wolfgang Amadeus Mozarts Klassiker \u201eFigaros Hochzeit\u201c Premiere.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-94304","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-10-01 10:21:08","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94304","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=94304"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94304\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":94312,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94304\/revisions\/94312"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=94304"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=94304"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=94304"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}