{"id":94208,"date":"2026-09-20T13:47:00","date_gmt":"2026-09-20T11:47:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=94208"},"modified":"2026-09-20T13:47:00","modified_gmt":"2026-09-20T11:47:00","slug":"eine-architektur-ikone-feiert-60-geburtstag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/09\/20\/eine-architektur-ikone-feiert-60-geburtstag\/","title":{"rendered":"Eine Architektur-Ikone feiert 60. Geburtstag"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_94212\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94212 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/260913-Nelken-Line-von-Pina-Bausch_Claudia-Ortiz-Arraiza-und-Teinehmender_Foto-Ralf-Silberkuhl-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die T\u00e4nzerin Claudia Ortiz Arraiza bei der Performance &#8222;Nelken Line&#8220; von Pina Bausch mit einem interessierten, engagierten Teilnehmer &#8211; \u00a9 Ralf Silberkuhl<\/span><\/div>\n<p>Lothar Leuschen, Chefredakteur der Westdeutschen Zeitung (WZ), schrieb 2019 anl\u00e4sslich des 90-j\u00e4hrigen Stadtjubil\u00e4ums. \u201eDer Auftakt war ein Donnerschlag. Die Rede des sp\u00e4teren Literatur-Nobelpreistr\u00e4gers Heinrich B\u00f6ll wurde nicht nur im Wuppertaler Schauspielhaus vernommen. Der Schriftsteller sprach am 24. September 1966 zur Er\u00f6ffnung des Gerhard Graubner-Baus \u00fcber die Freiheit der Kunst. Er tat dies im Umfeld eines Staates, der gerade dabei war, den j\u00fcngeren Teil seiner Bev\u00f6lkerung zu verlieren\u2026\u201c<\/p>\n<p>Der Architekt Prof. Gerhard Graubner wurde 1963, gemeinsam mit Dr. Akira Sato, einem der renommiertesten japanischen Landschaftsarchitekten, mit dem Bau des Schauspielhauses beauftragt. Es entstand ein vision\u00e4res Ensemble, das Architektur und Umgebung in besonderer Weise miteinander verbindet. Der Bau wird zur Architekturikone.<\/p>\n<p>Das Schauspielhaus entwickelt sich zu einem Zentrum f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische B\u00fchnenkunst und war \u00fcber Jahrzehnte ein kultureller M\u00f6glichkeitsraum. Hier begegneten sich gro\u00dfe Namen der Theater- und Tanzgeschichte. Pina Bausch wurde zur Spielzeit 1973\/74 vom damaligen Intendanten Arno W\u00fcstenh\u00f6fer als Leiterin des Wuppertaler Ballett, das sie bald in Tanztheater Wuppertal umbenennt, verpflichtet.<\/p>\n<div id=\"attachment_94213\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94213 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/SB_083119-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1580\" \/><span class=\"wp-caption-text\">In den 60er Jahren, als das imposante Schauspielhaus an der Bundesallee noch eine Gro\u00dfbaustelle war &#8211; \u00a9 Stadt Wuppertal<\/span><\/div>\n<p>Gemeinsam mit dem F\u00f6rderverein Pina Bausch Zentrum wird vom 23. bis zum 27. September das 60. Jubil\u00e4um im zuk\u00fcnftigen Pina Bausch Zentrum mit unterschiedlichen Formaten gefeiert, gerade auch mit jungen Menschen und f\u00fcr die kommenden Generationen.<\/p>\n<p>Das Jubil\u00e4umswochenende versteht sich zugleich als R\u00fcck- und Ausblick. Gefeiert wird ein Haus, das voller kultureller und pers\u00f6nlicher Erinnerungen steckt und das mit dem geplanten Pina Bausch Zentrum ein offener Ort der Begegnung, der Innovation und der internationalen Kunst bleiben soll.<\/p>\n<p>Das Jubil\u00e4umsprogramm startet am 23.09.2026 mit \u201eAn Evening with Germaine Acogny\u201c im Schauspielhaus. Der internationale Austausch mit spannenden Ensembles wird ein in Zukunft sehr wichtiger Bestandteil des Pina Bausch Zentrums sein. Acogny gilt als die Mutter des zeitgen\u00f6ssischen afrikanischen Tanzes, \u00fcberdies ist sie eine der wichtigsten k\u00fcnstlerischen Stimmen des gesamten Kontinents. Die K\u00fcnstlerin, Choreografin, T\u00e4nzerin und Leiterin der \u00c9cole des Sables stellt ihre bahnbrechende Arbeit mit Videomaterial der Produktionen und im Gespr\u00e4ch vor.<\/p>\n<div id=\"attachment_94214\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94214 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/B20-BANTU-credit-Maxime-Dos-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1544\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das exzellente Ensemble von \u201eBantu\u201c auf der B\u00fchne, in Szene gesetzt vom Choreografen Gregory Maqoma &#8211; \u00a9 Maxime Dos<\/span><\/div>\n<p>Am 25. und 26.09. besteht die M\u00f6glichkeit, die Proben von \u201eBantu\u201c, Choreografie Gregory Maqoma, zu erleben. Am 24.09. wird im Opernhaus \u2013 da im Schauspielhaus nur die Foyers bespielt werden k\u00f6nnen \u2013 \u201eMoving with Pina &#8211; Cristiana Morganti\u201c eine eine sogenannte \u201eLecture Performance\u201c \u00fcber die Poetik, Technik und Kreativit\u00e4t von Pina Bausch gezeigt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das Zukunftsprojekt: Anl\u00e4sslich des 60. Geburtstags des Wuppertaler Schauspielhauses wird ein ganzer Tag der Zukunft und dem gr\u00f6\u00dften Kapital unserer Stadt gewidmet: Den Kindern!<span class=\"Apple-converted-space\"> \u00a0<\/span>Bereits vom 14. &#8211; 18. September 2026 besuchen 22 K\u00fcnstlerinnen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>und K\u00fcnstler 20 Kitas und arbeiten dort mit den Kindern.<\/p>\n<p>Mit \u201eF\u00fcr Kinder \u2013 Children Take the House\u201c wird das Haus am 25.09. \u00fcber den Tag verteilt zu einem kreativen Raum f\u00fcr die Kinder aus 20 Wuppertaler Kitas &#8211; gemeinsam mit den K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern. Am gleichen Tag \u00fcberbringen Roland Brus und die Mobile Oase mit \u201eDas Flo\u00df \u2013 Ambassy of Oberbarmen\u201c Botschaften.<\/p>\n<div id=\"attachment_94215\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94215 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Germaine-Acogny-\u00a9-Antoine-Tempe-1.jpg\" alt=\"\" width=\"2500\" height=\"1822\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Germaine Acogny, K\u00fcnstlerin, Choreografin, T\u00e4nzerin und Leiterin der \u00c9cole des Sables &#8211; \u00a9 Antoine Temp\u00e9<\/span><\/div>\n<p>Am 26.09. laden der Pina Bauch Zentrum F\u00f6rderverein und BDA (Bund Deutscher Architektinnen und Architekten) zu zwei Salongespr\u00e4chen ein. Schauspielerin Luise Kinner und Thomas Braus, Wuppertaler Schauspiel-Intendant, lesen die B\u00f6ll-Rede Die Freiheit der Kunst. Nach der zweiten Probe von \u201eBantu\u201c und einem Workshop zur Partizipation des Forum Wupperbogen ist die Urauff\u00fchrung des Kurzfilms \u201eKann ein Haus mehr sein als ein Haus?\u201c von Horst Jesu\u00e9 Wegener.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Mit dem S\u00e4nger Omar Jatta und einem DJ Set von Golow klingt der Tag aus. Sonntag (27.09.) ist dann zum Abschluss der Film Pina Bausch von Anne Linsel (2006) zu sehen und au\u00dferdem das Tanztheaterst\u00fcck \u201eWas bewegt uns? Cross Generation Tanztheater\u201c von Annika Kompart.<\/p>\n<h4>Raum f\u00fcr Begegnung \u2013 Die Architektur des Graubner-Baus<\/h4>\n<p>Eine architektonische Ikone der Demokratiegeschichte des 20. Jahrhunderts soll zum Raum f\u00fcr die Gesellschaft im 21. Jahrhunderts und zum Motor f\u00fcr die Stadtentwicklung werden. Dar\u00fcber diskutieren im Salongespr\u00e4ch am 26.09. (14:30 &#8211; 17:30 Uhr)<span class=\"Apple-converted-space\"> \u00a0<\/span>Prof. Dr. Christoph Grafe, die Architektin und ehemalige BDA-Pr\u00e4sidentin Susanne Wartzeck und Bettina Milz, Leitung Vorlaufphase Pina Bausch Zentrum. Moderiert wird das Gespr\u00e4ch von Markus Rathke, Architekt, BDA Wuppertal<\/p>\n<div id=\"attachment_94216\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94216 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/260913-Nelken-Line-von-Pina-Bausch_Frank-Willems-und-Teinehmende_Foto-Ralf-Silberkuhl-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Impressionen von der Performance &#8222;Nelken Line&#8220; von Pina Bausch. Vorne der T\u00e4nzer und Choreograf Frank Willems &#8211; \u00a9 Ralf Silberkuhl<\/span><\/div>\n<h4>Die Transformation zum Pina Bausch Zentrum<\/h4>\n<p>Das Pina Bausch Zentrum, offen f\u00fcr alle und als \u201eDritter Ort\u201c sowie als \u201ekulturelles Wohnzimmer der Stadt\u201c (so Oberb\u00fcrgermeisterin Miriam Scherff) konzipiert. Hier soll<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>ein zeitgen\u00f6ssischer und transdisziplin\u00e4rer Raum f\u00fcr die Menschen der Stadt und der Welt, f\u00fcr das internationale Kulturerbe \u2013 als Labor f\u00fcr die Zukunft entstehen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Dar\u00fcber sprechen Kirsten Ha\u00df, Vorstand und Verwaltungsdirektion der Kulturstiftung des Bundes, der bekannte Film- &amp; TV-Schauspieler Schauspieler Harald Krassnitzer, der Vorsitzenden des Pina Bausch Zentrum F\u00f6rdervereins MdB Helge Lindh, Dr. Hagen Lippe-Wei\u00dfenfeld und Dr. Kati Trempler, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin F\u00e4rberei e.V.. Die Moderation \u00dcbernimmt Olaf Kupfer, Stellv. Chefredakteur Westdeutsche Zeitung<\/p>\n<h4>Kann ein Haus mehr sein als ein Haus?<\/h4>\n<p>Die Premiere des interdisziplin\u00e4ren Kurzfilms \u201eKann ein Haus mehr sein als ein Haus?\u201c von Horst Jesu\u00e9 Wegener findet am 16.09. um 20:00 Uhr statt. Er ist Ausl\u00f6ser und k\u00fcnstlerischer Auftakt f\u00fcr einen Abend, der die Frage weitertr\u00e4gt: Was kann ein Haus f\u00fcr eine Stadt, f\u00fcr die Kunst und f\u00fcr die Menschen bedeuten? Daf\u00fcr bringt er Menschen aus Kunst, Politik und Stadtgesellschaft in Bewegung.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_94221\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1289px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94221 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Bild-12.jpeg\" alt=\"\" width=\"1279\" height=\"672\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der beliebte Film- &amp; TV-Schauspieler Harald Krassnitzer (u.a. bekannt als Kommissar Moritz Eisner im &#8222;Tatort Wien&#8220;) ist Teilnehmer des &#8222;Salongespr\u00e4chs&#8220; \u00fcber die Transformation Schaupielhauses zum Pina Bausch Zentrum &#8211; \u00a9 Andreas Fischer<\/span><\/div>\n<p>Die Protagonisten des Films beantworten die besagte Frage nicht in klassischen Interviews mit Worten, sondern mit Gesten, Haltung, Tanz, Pr\u00e4senz und Performance. Zu sehen sind u.a. die Film &amp; TV-Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer, der Vorsitzende des Pina Bausch Zentrum F\u00f6rdervereins MdB Helge Lindh, die Universit\u00e4tsdozentin Mariam Muwanga, der Fitness-Coach Mayip Sala Ndiaye, die Antirassismus-Beauftragte Stadt Wuppertal Suzan \u00d6cal, die Rentnerin Eva Ouargaga, die Oberb\u00fcrgermeisterin Miriam Scherff und der Taxifahrer Selcuk Y\u00fccel.<\/p>\n<p><strong>Das komplette Programm von \u201eSCHAU! &#8211; SPIEL! &#8211; HAUS!\u201c finden Sie unter: \u00a0<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.pinabauschzentrum.de\">http:\/\/www.pinabauschzentrum.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie Kunst muss zu weit gehen, um herauszufinden, wie weit sie gehen darf\u201c, diesen denkw\u00fcrdigen Satz schmiedete der ber\u00fchmte Schriftsteller Heinrich B\u00f6ll am 24. September 1966 bei der Er\u00f6ffnung des Schauspielhauses an der Bundesallee. Jetzt feiert das Pina Bausch Zentrum under construction das 60. Jubil\u00e4um des Graubner-Baus unter dem Titel \u201eSCHAU! &#8211; SPIEL! &#8211; HAUS!\u201c\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-94208","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-09-28 16:56:19","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94208","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=94208"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94208\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":94223,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94208\/revisions\/94223"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=94208"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=94208"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=94208"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}