{"id":94108,"date":"2026-09-14T13:03:01","date_gmt":"2026-09-14T11:03:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=94108"},"modified":"2026-09-14T13:03:01","modified_gmt":"2026-09-14T11:03:01","slug":"paradox-wsv-verliert-erneut-zeigt-aber-krallen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/09\/14\/paradox-wsv-verliert-erneut-zeigt-aber-krallen\/","title":{"rendered":"Paradox: WSV verliert erneut, zeigt aber Krallen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_94109\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1360px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94109 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Bild-1-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1350\" height=\"900\" \/><span class=\"wp-caption-text\">WSV-Torh\u00fcter Maurice Horn (gr\u00fcnes Trikot) zeigte im Ausw\u00e4rtsspiel bei St. T\u00f6nis eine starke Leistung &#8211; \u00a9 Archivfoto Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>WSV-Trainer Tim Schneider erkl\u00e4rte nach dem Spiel: \u201eDas ist bitter! Es war \u00fcber weite Strecken unser bestes Spiel, darauf l\u00e4sst sich aufbauen\u201c. Dabei war die Ausgangslage f\u00fcr sein Team maximal\u00a0 ung\u00fcnstig. Niederrhein-Pokalfinalist SC St. T\u00f6nis (1:4 gegen den Drittligisten MSV Duisburg !) war ungeschlagen in die neue Oberliga-Niederrhein-Saison gestartet und belegte mit acht Punkten aus den ersten vier Spielen den 6. Tabellenplatz. Der WSV hatte dagegen die ersten vier Ligaspiele allesamt verloren und rangierte mit einem Torverh\u00e4ltnis von 1:7 sieglos auf dem vorletzten Tabellenplatz. Hinzu kamen die Ausf\u00e4lle von Stamm-Torwart Amidis (verletzt, Ausfall 6 Wochen) sowie die erkrankten Linus Fr\u00f6hlich und Ariyoh Ayinla.<\/p>\n<p>Der WSV hatte auf seine d\u00fcnne Personaldecke noch vor dem Spiel mit der Verpflichtung von Efe Tirpan (22) reagiert, der als \u201evertragsloser Spieler\u201c sofortige Spielberechtigung erlangte. Der 22j\u00e4hrige Mittelfeldspieler kam aus der U21 von Arminia Bielefeld. In den vergangenen beiden Jahren absolvierte der Rechtsfu\u00df in der Oberliga Westfalen insgesamt 59 Eins\u00e4tze f\u00fcr die Bielefelder U21. In der vergangenen Saison kam er auf 33 Eins\u00e4tze f\u00fcr die Nachwuchsmannschaft des Zweitligisten. Efe Tirpan wurde in der 67. Minute f\u00fcr Genc Laiqi eingewechselt.<\/p>\n<h4>Ersatz-Torwart Maurice Horn gl\u00e4nzte<\/h4>\n<p>Die\u00a0T\u00f6nisvorster Gastgeber hatten in ihrer Jahn-Sportanlage bei str\u00f6menden Regen den besseren Start, w\u00e4hrend der WSV erkennbar \u201eschwamm\u201c. Bereits in der 8. Minute sorgte WSV-Erstztorwart Maurice Horn mit einer starken Parade gegen Julian Suaterna dann aber aber f\u00fcr Sicherheit in der WSV-Abwehr. Auf nassem Rasen entwickelt sich ein Kampfspiel, in dem der WSV immer besser zur Geltung kam. Ein Kopfball von Noel Westenberger, nach Flanke von Duje Goles\u00a0 (27.), verfehlte das Tor nur knapp. Ein Treffer f\u00fcr die Gastgeber durch Montenegro Romero fand wegen einer Abseitsstellung im Gegenzug (31.) keine Anerkennung. Der WSV konnte spielerische Akzente setzen, blieb aber, wie der FC St. T\u00f6nis auch, vor dem Strafraum noch viel zu harmlos.<\/p>\n<div id=\"attachment_94110\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94110 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Bild-14.09.26-um-12.52.png\" alt=\"\" width=\"1600\" height=\"900\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Efe Tirpan (22) ist einer Neuzugang des WSV. Der 22j\u00e4hrige Mittelfeldspieler war zuletzt vertragslos. Er lief davor f\u00fcr die U21 des Zweitligisten Arminia Bielefeld auf &#8211; \u00a9 WSV<\/span><\/div>\n<h4>Eigentlich sollte Torj\u00e4ger Benktib geschont werden<\/h4>\n<p>Dies sollte sich im zweiten Spielabschnitt \u00e4ndern. In der 51. Minute gelang den Bergischen zum ersten Male in dieser Saison der F\u00fchrungstreffer. Sausmikat brachte das Leder auf das Tor, das T\u00f6nis Schlussmann Sell nicht festhalten konnte, so dass Eren Albayrak es \u00fcber Linie dr\u00fccken konnte. Nur f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter verlor Subaru Nishimura einen Zweikampf, den Bilal Brusdeilins zum 1:1- Ausgleich nutzte. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.<\/p>\n<p>Interessant, dass der T\u00f6niser Torj\u00e4ger Benslaiman Benktib gegen den WSV wohl geschont werden sollte. Er wurde erst in der 51. Minute nach der Wuppertaler 1:0-F\u00fchrung\u00a0 eingewechselt und trat sogleich gef\u00e4hrlich in Erscheinung, als er aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf und dann an WSV-Torwart Mauirice Horn scheiterte. Aber auch der WSV hatte mit David Widlarz (63.) und Sam Sausmikat (65.) zwei gro\u00dfe M\u00f6glichkeiten auf den F\u00fchrungstreffer, die sie freilich nicht nutzen konnten. Anders die Gastgeber: In der 90. Minute zog Julian Suaterna f\u00fcr den SC St. T\u00f6nis ab und traf pr\u00e4zise ins lange Eck zum f\u00fcr den WSV so bitteren 2:1-Endstand. Von den R\u00e4ngen klang es im Refrain: \u201eOhh Wuppertal\u201c!<\/p>\n<h4>WSV-Trainer kritisiert den Verband<\/h4>\n<p>Chef-Tra\u00edner Schneider: \u201eDann ist es halt bitter, wenn du beim Spielstand von 1:1 so ein Laufduell zul\u00e4sst und in der 90. Minute das Ding noch verlierst, weil du vorne die Konter nicht sauber zu Ende spielst und nicht in der Lage bist, vielleicht ein taktisches Foul zu machen \u2013 und bekommst dann ungl\u00fccklich das 1:2. Spielerisch hat St. T\u00f6nis in der zweiten Halbzeit nicht mehr stattgefunden, bis auf die eine Situation, wo unser Keeper Kopf und Kragen riskierte.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_93642\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-93642 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Classen-21-08-2026-0220-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">WSV-Cheftrainer Tim Schneider musste am Ende erneut eine Niederlage seiner Mannschaft erkl\u00e4ren. Doch es war eine sehr ungl\u00fcckliche Niederlage, die sogar Mut macht &#8211; \u00a9 Archivfoto Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>St. T\u00f6nis Trainer Bekim Kastrati (47), ein ehemaliger albanischer Fu\u00dfball-Nationalspieler, der von 2010 bis 2012 als Spieler beim damaligen Wuppertaler SV Borussia 45 Eins\u00e4tze in der ersten und zweiten WSV-Mannschaft hatte: \u201eEs tut mir f\u00fcr die Wuppertaler schon etwas leid. Ein Unentschieden w\u00e4re am Ende gerechter gewesen.\u201c WSV-Sportvorstand Lennart Strufe: \u201eEinen Punkt muss man sich auch verdienen. Ich bin schon etwas von dem einen oder anderen entt\u00e4uscht, in den letzten Minuten nicht alles rein geschmissen zu haben. Wir sind immer noch nicht torgef\u00e4hrlich genug. Das werden wir intern noch einmal genau besprechen. Ansonsten war ich im Vergleich zum Dingden-Spiel sehr zufrieden mit dem Auftritt.\u201c Strufe m\u00f6chte den Kader noch mit einem weiteren Spieler verst\u00e4rken. Es geht um einen erfahrenen Fl\u00fcgelspieler.<\/p>\n<h4>Tim Schneider: \u201eIch mache drei Kreuze&#8220;<\/h4>\n<p>Der WSV muss am kommenden Dienstag um 19:30 Uhr ausw\u00e4rts beim zwangsabgestiegenen, jetzigen Tabellenzweiten Fortuna D\u00fcsseldorf II im Paul-Janes- Stadion antreten. Am kommenden Samstag (18 Uhr) trifft die Mannschaft im Heimspiel auf die bisher ebenfalls sieglose SG Holzheim. WSV-Cheftrainer Schneider geht mit der zeitlichen Ansetzung des D\u00fcsseldorf Spieles hart ins Gericht: \u201eUnm\u00f6glich, wer das auch immer entschieden hat, du gehst nicht zwei Tage sp\u00e4ter wieder in ein Match. Ich habe das nirgends gesehen, nicht in der Champions League, nicht im Pokal, in keiner Liga. Wenn es Sicherheitsbedenken gibt, dann muss man halt an einem anderen Tag spielen. Da gibt es genug Nachhol-Spieltermine. Aber das gilt f\u00fcr beide Mannschaften. Wenn da alle gesund rausgehen, dann mache ich drei Kreuze.\u201c<\/p>\n<h4>Das Damoklesschwert \u201ePunkte-Abzug\u201c<\/h4>\n<p>Eine andere Baustelle ist f\u00fcr den Wuppertaler Traditionsverein aufgrund des \u201eRekrutierungsverfahrens in Eigenverantwortung\u201c. Ein nach \u00a7 52 (9) der Spielordnung theoretisch drohender Abzug von neun Punkten. Eine Entscheidung des Westdeutschen Fu\u00dfballverbandes (WFBV) war bereits f\u00fcr letzte Woche angek\u00fcndigt. Branchenkenner halten ein Verzicht des Verbandes f\u00fcr unwahrscheinlich, da dies ein Pr\u00e4zedenzfall f\u00fcr die Liga w\u00e4re. Es ist indes zu w\u00fcnschen, dass man die Einw\u00e4nde des Wuppertaler SV gelten l\u00e4\u00dft, weil das \u201eInsolvenzverfahren\u201c de facto nicht w\u00e4hrend der laufendenden Spielzeit begann und f\u00fcr Verbindlichkeiten aus der laufenden Spielzeit Sicherheiten geboten sein sollen. Wenn man so will, sicher auch ein \u201ePr\u00e4zedenzfall\u201c, dem man Rechnung tragen sollte!<\/p>\n<p><strong>Text: Siegfried J\u00e4hne<\/strong><\/p>\n<h4>FC St. Tonis &#8211; Wuppertaler SV 2:1 (0:0)<\/h4>\n<p><b>SC St. T\u00f6nis:<\/b> Sell \u2013 Darwish, Sugoro (51. Benslaiman Benktib), Heffungs (78. Kanu), Montenegro Romero (46. Ogbeide), Nakano (46. Brusdeilins), Suaterna, Pohlig, Castrop (68. Esposito), Okihara, Theuerzeit<\/p>\n<p><b>Wuppertaler SV: <\/b>Horn \u2013 Nishimura, Herzenbruch, Westenberger, Korzynietz \u2013 Sausmikat (83. Amyn), Biancardi, Laiqi (67. Tirpan) \u2013 Widlarz (67. Saric), Albayrak, Goles (81. Fili)<\/p>\n<p><b>Schiedsrichter<\/b>: Maik Heinen (Uedemer SV) |<\/p>\n<p><b>Zuschauer:<\/b> 250<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es klingt paradox! Der WSV blieb auch im f\u00fcnften Spiel in der Oberliga ohne Sieg und ist nach einer ungl\u00fccklichen 2:1-Niederlage beim heimstarken SC St. T\u00f6nis noch ohne einen einzigen Punktgewinn, damit auf Rang 18 und nunmehr das Schlusslicht der Tabelle. Und doch zeigten die Rotblauen eine mehr als respektable Leistung, aus der Hoffnung gesch\u00f6pft werden kann. Das Siegestor f\u00fcr die hochfavorisierten Gastgeber fiel vor nur 250 Zuschauern erst in der 90. Spielminute.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-94108","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-09-21 14:34:33","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94108","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=94108"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94108\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":94111,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94108\/revisions\/94111"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=94108"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=94108"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=94108"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}