{"id":94095,"date":"2026-09-14T09:26:36","date_gmt":"2026-09-14T07:26:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=94095"},"modified":"2026-09-14T09:26:36","modified_gmt":"2026-09-14T07:26:36","slug":"zwei-klassen-medizin-diskussion-ist-verfehlt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/09\/14\/zwei-klassen-medizin-diskussion-ist-verfehlt\/","title":{"rendered":"Zwei-Klassen-Medizin: Diskussion ist verfehlt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_94098\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1469px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94098 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Juerges-Presse.jpg\" alt=\"\" width=\"1459\" height=\"1124\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Wuppertaler Gesundheits\u00f6konom Prof. Dr. Hendrik J\u00fcrges &#8211; \u00a9 UniService Third Mission<\/span><\/div>\n<p>Der Wirtschaftswissenschaftler G\u00e9rard G\u00e4fgen hat einmal gesagt: &#8222;Ein Gesundheits\u00f6konom ist jemand, der die Gesundheitsausgaben nicht schon deshalb f\u00fcr zu hoch h\u00e4lt, weil sie zu hoch sind&#8220;. Gesundheits\u00f6konom Hendrik J\u00fcrges von der Bergischen Universit\u00e4t schlie\u00dft sich dieser Meinung an und spricht \u00fcber die Entwicklung der deutschen Krankenversicherungen.<\/p>\n<h4>Krankenversicherung ist in Deutschland Pflicht<b><\/b><\/h4>\n<p>In Deutschland gilt eine allgemeine Krankenversicherungspflicht, d.h., jede Person mit Wohnsitz im Land muss eine Krankheitskostenversicherung besitzen. Angestellte unter einer bestimmten Einkommensgrenze sind automatisch pflichtversichert. Wer viel verdient, verbeamtet oder selbstst\u00e4ndig ist, kann zwischen gesetzlichen und privaten Angeboten w\u00e4hlen. \u201eDie gesetzliche Krankenversicherung ist ja keine reine Versicherung\u201c, erkl\u00e4rt J\u00fcrges, \u201e, sondern sie dient ja auch in gewisser Weise indirekt der Umverteilung. Aufgrund des Solidarprinzips sind die Beitr\u00e4ge, die man zahlt, einkommensabh\u00e4ngig und nicht, wie bei einer normalen Versicherung, risikoabh\u00e4ngig.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_44822\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-44822\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Logo-Transfergeschichten.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p>Ohne Versicherungspflicht, betont der \u00d6konom, w\u00fcrden tendenziell ges\u00fcndere Menschen mit h\u00f6herem Einkommen, aufgrund der Tatsache, dass sie mehr einzahlen als rausbekommen, gar nicht daran teilnehmen. \u201eAlso muss man die Leute zwingen in einer Versicherung zu sein.\u201c Andernfalls m\u00fcssten die Pr\u00e4mien f\u00fcr Kranke und Geringverdiener kontinuierlich steigen, und immer weniger Menschen k\u00f6nnten sich dann eine Versicherung leisten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Diskussion der Zwei-Klassen-Medizin ist verfehlt<b><\/b><\/h4>\n<p>Privatversichert oder gesetzlich versichert, die Diskussion ist wieder entbrannt. Parteien wie die SPD, die Gr\u00fcnen und Die Linke fordern seit Langem eine Einheitsversicherung (B\u00fcrgerversicherung), w\u00e4hrend die Bundesregierung und der PKV-Verband (Private Krankenversicherung) am dualen System festhalten. Die Gefahr einer Zwei-Klassen-Medizin, die viele Kritiker seit Jahren anprangern, sieht der Wissenschaftler allerdings nicht und sagt: \u201eAus meiner Sicht ist die Diskussion \u00fcber die Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland verfehlt, denn ob man im Wartezimmer im Lederfauteuil sitzt oder auf einem Holzstuhl, \u00e4ndert nichts an der Qualit\u00e4t der medizinischen Versorgung.\u201c Auch das oft genannte Argument, Privatpatienten erhalten bessere Medikamente ist f\u00fcr J\u00fcrges nicht haltbar. Im Gegenteil: \u201eEs besteht eher die Gefahr bei Privatversicherten, dass sie \u00fcberversorgt werden und z.B. Medikamente erhalten, die gar nicht wirklich helfen.\u201c<\/p>\n<p>Die wesentliche Ungleichbehandlung, die jeder Patient selber bei Doctolib testen kann, sieht der Wissenschaftler in der potentiellen Wartezeit auf einen Facharztbesuch. \u201eDa sieht man z. B. beim Orthop\u00e4den, dass der Privatversichertentermin in drei Tagen und der gesetzliche Versichertentermin in drei Monaten ist. Hier gibt es eine Ungleichbehandlung \u00fcber die man diskutieren kann, denn wenn es sich um eine ernstzunehmende Krankheit handelt, spielt Zeit eine wichtige Rolle.\u201c Ebenso k\u00f6nne man \u00fcber die in K\u00fcrze steigenden Zuzahlungen, etwa f\u00fcr Medikamente, sprechen, die der Privatversicherte nicht entrichten muss. Abgesehen davon konstatiert J\u00fcrges: \u201eDie medizinische Qualit\u00e4t in der deutschen gesetzlichen Versicherung ist sehr gut. Nach meiner Einsch\u00e4tzung gibt es da keine Besserversorgung f\u00fcr Privatpatienten.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_94099\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94099 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Kassen-geben-die-Richtung-vor-Foto-Colourbox-1-scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1527\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Kassen geben die Richtung vor &#8211; \u00a9 Colourbox<\/span><\/div>\n<h4>Einheitsversicherung nur bei freier Versicherungswahl der B\u00fcrger sinnvoll<\/h4>\n<p>Die Frage der Einheitsversicherung werde auch in der Wissenschaft diskutiert, sagt J\u00fcrges, das gro\u00dfe Problem sei einfach, so etwas verfassungskonform hinzubekommen. \u201eEine B\u00fcrgerversicherung sagt sich so leicht hin, aber man kann nicht mal eben alle Beamten und Selbstst\u00e4ndigen in die gleiche Versicherung packen. Es gibt Bestandsvertr\u00e4ge, da kann man nicht ran und es ist sicher auch nicht der richtige Weg, eine Einheitsversicherung von oben zu bestimmen.\u201c Daher schl\u00e4gt der Fachmann vor, die institutionellen Voraussetzungen so zu \u00e4ndern, dass erst einmal jeder B\u00fcrger die Wahlfreiheit zwischen gesetzlicher oder privater Versicherung habe, unabh\u00e4ngig vom Beruf und vom Einkommen. Dazu m\u00fcsse man gleichzeitig die private Krankenversicherung in den sogenannten Risikostrukturausgleich einbeziehen, damit der Wettbewerb fair bleibe.<\/p>\n<h4>Einheitliche Verg\u00fctungsstruktur schaffen \u2013 Zusatzversicherungen m\u00f6glich<\/h4>\n<p>\u201eDie Ursache allen \u00dcbels in Bezug auf die Diskussion der Zwei-Klassen-Medizin ist f\u00fcr mich die unterschiedliche Verg\u00fctung\u201c, sagt J\u00fcrges. \u201eBei der GKV gibt es einen Katalog, den einheitlichen Bewertungsma\u00dfstab, und da steht drin, was jede Leistung kostet. Das gleiche gibt es mit der Geb\u00fchrenordnung der \u00c4rzte f\u00fcr die PKV. Und wenn man die nebeneinanderlegt, dann sieht man, dass der einfache Satz in der Geb\u00fchrenordnung und der einheitliche Bewertungsma\u00dfstab ungef\u00e4hr den gleichen Preis ausmachen. Das Problem bei Privatversicherten ist, dass der Arzt bei vorgeblich besonderer Schwierigkeit des Falles den 2,3-fachen Satz berechnen oder den 3,5-fachen Satz mit Begr\u00fcndung nehmen darf.\u201c<\/p>\n<p>Da verdiene der Arzt bei der gleichen Leistung also mehr bei Privatversicherten. Und das sei die Ursache, warum die Privaten \u00fcberhaupt bevorzugt w\u00fcrden \u201eIn einer m\u00f6glichen B\u00fcrgerversicherung w\u00fcrde der Arzt aber bei einem Privatversicherten nicht mehr den 2,3-fachen oder gar 3,5-fachen Satz abrechnen k\u00f6nnen, sondern nur den einfachen Satz der gesetzlich Krankenversicherten, was sicherlich zu Milliardeneinbu\u00dfen f\u00fchren w\u00fcrde, wenn nicht gleichzeitig die Beitragss\u00e4tze insgesamt steigen\u201c, sagt J\u00fcrges.<\/p>\n<p>Der Weg zu einer einheitlichen Verg\u00fctungsstruktur sei jedoch gar nicht weit, denn man m\u00fcsse lediglich eine institutionelle Fairness im Wettbewerb zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung schaffen und dann den Markt alles Weitere entscheiden lassen. \u201eWo das dann endet, wei\u00df niemand im Moment. Beide Versicherungen werden sich dann anpassen m\u00fcssen. Wichtig dabei ist die freiwillige Wahl der Versicherten.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_94102\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94102 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/parentingupstream-stethoscope-840125-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Gesundheitsexperten kritisieren, dass in der BRD auch zu viele Medikamenten verschrieben werden &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Eine einheitliche Versicherung k\u00f6nnte aber auch dazu f\u00fchren, dass Nutzer durch Zusatzversicherungen an bessere medizinische Leistungen kommen. \u201eZusatz-versorgungen an sich sind ja nicht ehrenr\u00fchrig\u201c, antwortet J\u00fcrges darauf, \u201edenn man kann selber bestimmen, welche medizinische Leistung man in Anspruch nehmen m\u00f6chte.\u201c<\/p>\n<h4>Milliardenschweres Sparpaket zur Beitragsstabilisierung<\/h4>\n<p>Rund 90 Prozent der Bev\u00f6lkerung, das sind ca. 75 Millionen Menschen, sind gesetzlich versichert. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in Deutschland steht unter gro\u00dfem finanziellem Druck, weshalb Bundestag und Bundesrat im Juli 2026 ein milliardenschweres Sparpaket zur Beitragsstabilisierung beschlossen haben. Das neue Gesetz begrenzt u.a. den Verg\u00fctungsanstieg f\u00fcr \u00c4rzte und Krankenh\u00e4user, streicht Extra-Verg\u00fctungen in Praxen und k\u00fcrzt den regul\u00e4ren Bundeszuschuss. Da ist Gegenwehr vorprogrammiert. \u201eDie Reformen, die jetzt zur Finanzierung beschlossen sind, beruhen auf den Vorschl\u00e4gen einer Expertenkommission. Diese Kommission hat ca. 60 Vorschl\u00e4ge vorgelegt. Davon haben einige den Diskussionsprozess \u00fcberlebt und sind verabschiedet worden. Wir haben gerade im Gesundheitswesen starke Interessengruppen, und es geht da nicht, ohne Leuten auf die F\u00fc\u00dfe zu treten\u201c, erkl\u00e4rt der Wissenschaftler, wobei er sich w\u00fcnscht, dass sich die Politik in dieser Debatte weniger auf das Erh\u00f6hen der Einnahmen als vielmehr auf sinnvolle Einsparungen konzentriert. Was hierzulande wirklich fehle, sei eine Kosten-Nutzen-Bewertung medizinischer Leistungen, denn es werde einfach sehr viel bezahlt. \u201eAndere L\u00e4nder machen das, Gro\u00dfbritannien ist da Vorreiter, die gehen da rationaler ran.\u201c<\/p>\n<h4>350 Milliarden Euro Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen reichen nicht<\/h4>\n<p>Mehr als 350 Milliarden Euro nehmen die gesetzlichen Krankenkassen pro Jahr ein. \u201eDen Fehler, den man h\u00e4ufig macht, ist, dass man sich die Zahl absolut anguckt. 350 Milliarden h\u00f6rt sich erst einmal nach viel Geld an. Wir haben eine Gesundheitsquote, also Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt von 12,4 Prozent, Stand 2024. Damit geh\u00f6ren wir tats\u00e4chlich zusammen mit Frankreich und der Schweiz zu den L\u00e4ndern mit der h\u00f6chsten Gesundheitsquote.\u201c Die Ausgaben steigen zudem seit \u00fcber 50 Jahren kontinuierlich an. Allerdings ist auch unser Wohlstand und die Qualit\u00e4t der Behandlung gestiegen. J\u00fcrges zitiert in diesem Zusammenhang in seinen Vorlesungen gerne den US- Gesundheits\u00f6konomen Dana Goldman mit den Worten: \u201eWould you rather have today&#8217;s health care at today&#8217;s cost, or 1970s health care at 1970s cost?\u201c (H\u00e4tten Sie lieber die heutige Gesundheitsversorgung zu heutigen Kosten oder die Gesundheitsversorgung der 1970er Jahre zu den Kosten der 1970er Jahre? Anm. d. Red.) und sagt: \u201eIn meinen Vorlesungen m\u00f6chte niemand in die 1970er Jahre zur\u00fcckkehren. Der medizinisch-technische Fortschritt erh\u00f6ht nat\u00fcrlich die Ausgaben, aber eben auch die Lebensqualit\u00e4t.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_94103\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94103 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/sasint-surgery-1807541-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1690\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Viele Experten sind sich einig, dass in Deutschland zu h\u00e4ufig zum Skalpell gegriffen wird &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<h4>Zu viele OP`s, zu viele Medikamente<\/h4>\n<p>Die gr\u00f6\u00dften Ausgabenposten, die sich in den vergangenen Jahren verteuert haben, sind Krankenhausbehandlungen, Arzneimittel und \u00e4rztliche Behandlungen. Kritiker sagen, dass auch seit Jahren zu schnell operiert und zu viele Medikamente verschrieben w\u00fcrden. \u201eDa komme ich wieder auf das soeben genannte Fehlen einer Kosten-Nutzen-Bewertung\u201c, sagt J\u00fcrges, \u201ewir erfassen schlicht nicht systematisch, was im Gesundheitssystem passiert.\u201c Als Beispiel nennt er die enorme Anzahl an H\u00fcft- und Knieoperationen und erkl\u00e4rt, dass Deutschland darin Weltmeister sei. \u201eWenn man sich die Statistiken ansieht, dann operieren andere L\u00e4nder im Schnitt knapp die H\u00e4lfte davon.\u201c<\/p>\n<p>Der Patient vertraue dem Arzt, weil er sich nicht auskenne, der Arzt wiederum habe zwei Motive. \u201eEr ist am Wohlergehen des Patienten interessiert, aber auch an seinem Einkommen. Deshalb gibt es immer diese Tendenz zur \u00dcberbehandlung.\u201c Gestiegene Ausgaben im Gesundheitswesen, bei Kliniken, Praxen und Medikamenten zwingen die Kassen zu Anpassungen, die zu Zusatzbeitr\u00e4gen f\u00fchren. Dazu J\u00fcrges. \u201eWir n\u00e4hern uns ja den 50 Prozent des Einkommens f\u00fcr Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge, das geht nicht mehr lange gut.\u201c<\/p>\n<p>Um das deutsche Gesundheitssystem gesunden zu lassen, k\u00f6nne man sich auch am englischen Vorbild orientieren, r\u00e4t der Fachmann. Die dort bereits existierenden Kosten-Nutzen-Analysen w\u00e4ren ein erster Schritt. Zudem erhalte das englische Gesundheitsministerium ein j\u00e4hrliches festgeschriebenes Budget von derzeit 200 Milliarden Pfund, womit es auskommen m\u00fcsse. \u201eDa liegt nahe, dass man versucht, bei gegebenem Budget die gesundheitsbezogene Lebensqualit\u00e4t der Bev\u00f6lkerung zu maximieren, indem man teure, unwirksame Behandlungen einfach nicht bezahlt.\u201c Diese Herangehensweise sei uns bisher fremd. \u201eUnd dann\u201c, formuliert er abschlie\u00dfend, \u201ew\u00fcrde ich die Ungleichbehandlung von privaten und gesetzlich Versicherten durch einen einheitlichen Markt ver\u00e4ndern, wo private und gesetzliche Krankenversicherungen mit gleichen Voraussetzungen agieren, um zu sehen was passiert.\u201c<\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_94100\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 210px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-94100 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Juerges-Presse-2.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"273\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Hendrik J\u00fcrges &#8211; \u00a9 UniService Third Mission<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Prof. Dr. Hendrik J\u00fcrges<\/h4>\n<p>Prof. Dr. Hendrik J\u00fcrges leitet den Lehrstuhl f\u00fcr Volkswirtschaftslehre, insb. Gesundheits\u00f6konomik in der Schumpeter School of Business and Economics an der Bergischen Universit\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist Gesundheit ein Luxusgut? Gesetzliche und private Krankenkassen sind am Limit. Parteien fordern eine Einheitsversicherung, weil die Kosten explodieren. 350 Milliarden Euro im Jahr scheinen nicht mehr auszureichen. Aber sind die Ausgaben tats\u00e4chlich zu hoch? Wie denkt die Wissenschaft dar\u00fcber? Gesundheits\u00f6konom Hendrik J\u00fcrges h\u00e4lt die Diskussion f\u00fcr verfehlt. 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