{"id":93637,"date":"2026-08-22T15:36:53","date_gmt":"2026-08-22T13:36:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=93637"},"modified":"2026-08-22T15:36:53","modified_gmt":"2026-08-22T13:36:53","slug":"wsv-auftaktpleite-aber-die-hoffnung-lebt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/08\/22\/wsv-auftaktpleite-aber-die-hoffnung-lebt\/","title":{"rendered":"WSV-Auftaktpleite &#8211; Aber die Hoffnung lebt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_93639\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-93639 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Classen-21-08-2026-0246-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Mit dem irakischen U20-Nationalspieler Arian Amyn kam frischer Wind in die Angriffs-Aktionen des Wuppertaler SV &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>WSV-Cheftrainer Trainer Tim Schneider brachte es nach Spielende auf den Punkt: \u201eEs war eine bittere Lernerfahrung.\u201c Nachdem das Team mit Pfiffen in die Halbzeitpause verabschiedet worden war, konnte man im zweiten Abschnitt erkennen, welches Potential eigentlich in der Mannschaft steckt. Tim Schneider hatte wirksame und notwendige Korrekturen mit einem Dreifach-Wechsel eingeleitet. Das bis dahin taktisch eher defensiv ausgerichtete Team bekam mit der Einwechselung der Offensiv-Akteure Sam Sausmikat (18), dem irakischen U20-Nationalspieler Arian Amyn (19) sowie dem aus Ennepetal gekommenen Kroaten Duje Goles (23) eine v\u00f6llig anderes Gesicht. Man musste sich Fragen, warum da nicht schon fr\u00fcher der Knoten platzen konnte. WSV vermeldete nach der Partie, dass der Nachwuchsspieler Sam Sausmikat nach der Partie vom WSV ein Vertragsangebot angenommen hat. Eine tolle Nachricht!<\/p>\n<h4>Sam Sausmikat unterschrieb beim WSV einen Vertrag<\/h4>\n<p>W\u00e4hrend die Mannschaft im ersten Abschnitt mit 0:3 in der R\u00fcckstand geraten war, nicht einen einzigen Torschuss, geschweige auch nur eine einzige \u201eEcke\u201c zu verzeichnen hatte, brannte es pl\u00f6tzlich im Schonnebecker Strafraum vor dem bis dahin arbeitslosen Keeper Lukas Lingk lichterloh. Innerhalb einer guten Viertelstunde hatten die Rotblauen gut drei herausragende Torm\u00f6glichkeiten, die aber leider nicht genutzt werden konnten. Es schien ein Desavouier zum Pokalsieg gegen den gleichen Gegner zu werden, als man vor zwei Wochen ebenfalls schon mit 0:3 hinten lag, die Partie aber sensationell noch erfolgreich drehen konnte.<\/p>\n<div id=\"attachment_93640\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-93640 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Classen-21-08-2026-0125-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Noel Westenberger (l.) hinterliess noch den besten Eindruck in der WSV-Abwehr. Subaru Nishimura (r.) hatte nicht seinen besten Tag erwischt &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Diesmal hatte der WSV weniger Gl\u00fcck: Als der blitzschnelle Sausmikat mit dem starken Amyn alleine durchbrach und frei vor dem Tor auftauchte, ging sein Geschoss knapp am Tor vorbei. Dann last but not least wurde Semir Saric in letzter Sekunde gestoppt (69.) und auch Linus Fr\u00f6hlich traf aus der Distanz das Tor nicht (72.).<\/p>\n<h4>Schonnebecks Trainer T\u00f6nnies \u00fcbergl\u00fccklich<\/h4>\n<p>Der WSV griff weiter an, immer in der Gefahr, sich einen Konter zu fangen. Essens \u00fcbergl\u00fccklicher Trainer T\u00f6nnies dr\u00fcckte es so aus: \u201eWir haben in der zweiten Halbzeit alles wegverteidigt.\u201c Dennoch kam der WSV zum verdienten Ehrentreffer, als der agile Arian Amyn einen an ihm selbst verursachten Elfmeter zum 1:3 (88.) verwandelte.<\/p>\n<p>Die zweite Spielh\u00e4lfte ging mit 1:0 klar an die Wuppertaler, w\u00e4hrend in der ersten Spielh\u00e4lfte die in der Oberliga favorisierten G\u00e4ste eindeutig dominieren konnten. Der WSV scheiterte da nicht nur aufgrund eklatanter Schw\u00e4chen und Fehlern im Mittelfeld und Angriff, sondern vor allem durch herbe Abwehrschw\u00e4chen. Man war schon erstaunt, wieviel Raum dem als torgef\u00e4hrlich bekannten Niko Bosnjak (24) von Kilian Bielitza und Abwehrchef Serhat Kacmaz gelassen wurde. Beide wurden sp\u00e4ter ausgewechselt.<\/p>\n<div id=\"attachment_93641\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-93641 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Classen-21-08-2026-0143-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1515\" \/><span class=\"wp-caption-text\">In dieser Szene soll der Ball hinter der Torlinie gewesen sein. Torh\u00fcter Fotios Adamidis und Noel Westenberger konnten nichts mehr ausrichten. Tim Kuhlmann wurde als Torsch\u00fctze gewertet &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Der routinierte Deutsch-Kroate Bosnjak bedanke sich mit zwei Treffern. Aber auch der Dominikaner Yan Marcos Friessner Montas (er hatte im Pokalspiel die ersten drei Tore erzielt) konnte zu oft nach Belieben schalten, blieb aber diesmal ohne einen Z\u00e4hler. Das 0:3 besorgte noch vor dem Seitenwechsel Tim Kuhlmann (41.). Ein umstrittener Treffer. Nach Ansicht der Unparteiischen soll der Ball der die Torlinie \u00fcberschritten haben. Fernsehaufzeichnungen konnten dies weder widerlegen noch best\u00e4tigen.<\/p>\n<h4>Fotios Adamidis vereitelte eine h\u00f6here Niederlage<\/h4>\n<p>Ein Sonderlob verdiente sich beim WSV einmal mehr Torwart Fotios Adamidis, der mit gl\u00e4nzenden Paraden eine h\u00f6here Niedrige vereitelte. Erw\u00e4hnt werden mu\u00df freilich auch, dass der WSV nach wie vor ersatzgeschw\u00e4cht auflaufen mu\u00dfte, so dass Kritiker auch dieses Faktum in de Bewertung einfliessen lassen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Schonnebecks Trainer Dirk T\u00f6nnies: \u201eEs ist nicht vermessen, wenn ich sage, dass\u00a0 mir einige Steine vom Herzen gefallen sind. Besser als wir kann man die ersten 45 Minuten nicht spielen, wir m\u00fcssen auch h\u00f6her f\u00fchren.\u201c Er kam zu dem Ergebnis: \u201eWir hatten zwei Top-Mannschaften zu Saisonbeginn, wir sind der verdiente Sieger.\u201c WSV-Coach Schneider nahm das Beispiel eines Stop-Schildes: \u201eSo wie in der ersten Halbzeit d\u00fcrfen wir nicht mehr spielen. Das habe ich den Jungs im Kreis nach dem Spiel gesagt. Wir haben vieles vermissen lassen, was wir im Pokalspiel und in Velbert zuletzt gezeigt haben.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_93642\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-93642 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Classen-21-08-2026-0220-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Leiden eines Trainers. Tim Schneider war nach dem dritten Treffer f\u00fcr die G\u00e4ste aus Essen restlos bedient &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<h4>Coach Tim Schneider bekam G\u00e4nsehaut<\/h4>\n<p>Und weiter: \u201eDen jungen Spieler, vor allem aus der U19, denen mache ich gar keinen Vorwurf.\u201c Ein besonderen Lob hatte er vor allem f\u00fcr Fans und Ultras bereit, die nicht nur mit einem neuen gro\u00dfem Transparent \u201e1954 Jahrzehnte Auf und Ab\u201c f\u00fcr eine positive Grundstimmung sorgten und die Mannschaft bis zuletzt anfeuerten. \u201cDie Fans heute waren \u00fcberragend, haben immer Gas gegeben, daf\u00fcr ein gro\u00dfes Dankesch\u00f6n, da bekomme ich G\u00e4nsehaut, so etwas habe ich noch nie erlebt.\u201c<\/p>\n<p>In Aufbruchstimmung auch der Vorstand (Lennart Strufe und Ralf Bartsch) sowie Verwaltungsrat (Dirk Polick), die es gleich zu Spielbeginn an Danksagungen und Erkl\u00e4rungen nicht fehlen liessen. Diese waren an die Zuschauer, aber auch an die Stadt Wuppertal gerichtet. Die Stadt hatte im Stadion mit neuen Flutlichtlampen f\u00fcr eine bessere Ausleuchtung mit hellerem Licht gesorgt.<\/p>\n<p>Nach den beiden n\u00e4chsten Spielen wird man vermutlich sehen, in welche Richtung sich der WSV in dieser Oberligasaison noch bewegen kann. Weiter geht es am \u00fcbern\u00e4chsten Sonntag (30. August) ab 15:30 Uhr in B\u00fcderich (wo man zuletzt derbe Ausschreitungen erlebt hatte) und am 4. September im Stadion am Zoo gegen BW Dingden (19:30 Uhr).<\/p>\n<p><b>Text: Siegfried J\u00e4hne\u00a0<\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_93643\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-93643 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Classen-21-08-2026-0036-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Subaru Nishimura st\u00fcrzte sich immer wieder engagiert in die Zweik\u00e4mpfe, zog aber oft den K\u00fcrzeren &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<h4>Wuppertaler SV &#8211; SpVg Schonnebeck 1:3 (0:3)<\/h4>\n<p><b>Aufstellung des Wuppertaler SV:<\/b> 1 Fotios Adamidis (TW) &#8211; 2 Subaru Nishimura (ab 63. Bajrami), 4 Noel Westenberger, 5 Jaden Korzynietz, 6 Genc Laqji (ab 74. Ignibadolor), 7 Semir Saric (K), 20 Fabrizio Fili (ab 46. Goles), 21 Dario Biancardi, 26 Linus Fr\u00f6hlich, 39 Kilian Bielitza (ab 46. Amyn), 44 Serhat Kacmaz (ab 46. Sausmikat) &#8211;\u00a0<strong>Trainer: <\/strong>Tim Schneider |<\/p>\n<p><b>Aufstellung der SpVg Schonnebeck:<\/b> 1 Lukas Lingk (TW) &#8211; 5 Matthias Block, 7 Moritz Isensee, 9 Kevin Kehrmann (ab 90.+1 Mayer), 10 Niko Bosnjak (ab 89. Linnig), 16 Henrik Scheibe, 18 Yan Marcos Friessner Montas (ab 79. Do Vale), 24 Noah Kloth, 25 Tim Kuhlmann, 27 Denzel Oteng Adjei (ab 71. Kosthorst), 30 Youseff Kamboua (ab 84. Korouma) &#8211;\u00a0<strong>Trainer: <\/strong>Dirk T\u00f6nnies<b><\/b><\/p>\n<p><strong>Tore<\/strong>: 0:1 Bosnjak (11.) &#8211; 0:2 Bosnjak (15.) &#8211; 0:3 Kuhlmann (41.) &#8211; 1:3 Amyn (88. Foulelfmeter)<\/p>\n<p><b>Zuschauer:<\/b> 1.755 (davon 211 Kinder kostenlos)<\/p>\n<p><b>Ecken:<\/b> 3:6<\/p>\n<p><b>Karten:<\/b> Goles (66.) &#8211; Kehrmann (48.), Kuhlmann (90.+1)<\/p>\n<p><b>Schiedsrichter<\/b>: Marco Lechtenberg (35, SV Blau-Wei\u00df Meer, M\u00f6nchengladbach)\u00a0 Assistent 1: Matti Lambertz (TuS Wickrath, Viersen) | Assistent 2: Kevin Zitzen (Sportfreunde 06 Neuwerk, M\u00f6nchengladbach)<\/p>\n<div id=\"attachment_93644\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-93644 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Classen-21-08-2026-0280-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"754\" data-wp-editing=\"1\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ernste Miene bei WSV-Trainer Tim Schneider (r.) bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. Schonnebecks Coach Dirk T\u00f6nnies (l.) schaut aber auch nicht gerade wie ein strahlender Sieger in die Runde &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war ein Spiel voller Kontraste und alles andere als ein Heim-Traumstart in die neueSaison. Sichtbar wurden sowohl die Entwicklungsm\u00f6glichkeiten, wie auch die Risiken, die in dieser neuen WSV-Mannschaft stecken. Trotz der 1:3 (0:3) Niederlage zuhause gegen die favorisierten SpVg Schonnebeck gingen 1.755 Zuschauer nach dem mi\u00dflungen Heim-Auftakt und vieler offenen Fragen, nicht g\u00e4nzlich unzufrieden auf ihren Heimweg. Zwei Spiele, null punkte, aber das Prinzip Hoffnung gilt.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-93637","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-29 17:22:37","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/93637","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=93637"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/93637\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":93650,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/93637\/revisions\/93650"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=93637"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=93637"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=93637"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}