{"id":93411,"date":"2026-08-10T12:57:25","date_gmt":"2026-08-10T10:57:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=93411"},"modified":"2026-08-10T14:46:32","modified_gmt":"2026-08-10T12:46:32","slug":"der-neue-wsv-haette-nicht-besser-starten-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/08\/10\/der-neue-wsv-haette-nicht-besser-starten-koennen\/","title":{"rendered":"Der neue WSV h\u00e4tte nicht besser starten k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_93414\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-93414 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Classen-09-08-2026-0238-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1760\" \/><span class=\"wp-caption-text\">WSV-Kapit\u00e4n Herzenbruch (l.) war im Pokalfight gegen die SpVg Essen-Schonnebeck einmal mehr Turm in der Abwehrschlacht &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Und das im Elfmeterschie\u00dfen mit 7:6<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>(0:2 &#8211; 3:3 &#8211; 3:3). Dabei lagen die Wuppertaler zeitweise schon mit 0:3 zur\u00fcck und spielten zudem in Unterzahl. Damit lieferte die Mannschaft von Cheftrainer Tim Schneider einen beeindruckenden Saisoneinstand ab, den wohl kaum jemand der v\u00f6llig neuformierten Mannschaft zugetraut hatte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr das Team von Trainer Tim Schneider war es nach gro\u00dfem Kampf erst der zweite Sieg in den bisherigen sieben Begegnungen vor dem Saisonstart in die Oberliga Niederrhein \u00fcberhaupt. Es schien fast so, als wollte die Mannschaft ihre Kritiker L\u00fcgen strafen, die angesichts der schwachen Vorbereitungsspiele schon die Alarmglocken hatten l\u00e4uten h\u00f6ren.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Das &#8222;Geisterspiel&#8220; h\u00e4tte viele Zuschauer verdient gehabt<\/h4>\n<p>Dabei konnte G\u00e4ste-Trainer Dirk T\u00f6nnies im Zoo-Stadion seine Schonnebecker \u201eSchwalben\u201c in Bestbesetzung aufbieten. Die Partie, die eigentlich eine gro\u00dfe Kulisse verdient gehabt h\u00e4tte, war aufgrund eines Urteils der Verbandsspruchkammer wegen der bekannten Ausschreitungen im letzten Pokalwettbewerb ein \u201eGeisterspiel\u201c, also unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit. Hoffentlich war das den sogenannten WSV-Fans, die in B\u00fcderich f\u00fcr Randale und Zerst\u00f6rung gesorgt haben, eine heilsame Lehre!Zugelassen im Stadion am Zoo waren deshalb nur Offizielle und einige Pressevertreter.<\/p>\n<p>Etwa 200 Fans verfolgten die Partie bei einem Public Viewing im Barmer Bahnhof, einige am Boettingerweg, von wo oft spontane Reaktionen kamen. Eine ungewohnte Atmosph\u00e4re, bei denen die Dialoge zwischen Trainer und Mannschaft vom und neben dem Spielfeld auf den ansonsten menschenleeren Trib\u00fcnen akustisch gut vernehmbar waren.<\/p>\n<div id=\"attachment_93415\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-93415 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Classen-09-08-2026-0268-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1913\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Beim &#8222;Geisterspiel&#8220; im Stadion am Zoo wurde mit harten Bandagen gek\u00e4mpft: Semir Saric (M.) &#8211; diesmal als Mannschaftskapit\u00e4n aufgelaufen &#8211; und der Schonnebecker Adjei Oteng stehen sich hier Kopf an Kopf gegen\u00fcber &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<h4>Keeper Fotios Adamidis wurde der Held der Partie<\/h4>\n<p>Mithin ein kurioses Spiel, dessen eigentlicher Wert am Ende in der gezeigten gro\u00dfartigen Moral zu sehen ist, als die Mannschaft nach einem klaren 0:3-R\u00fcckstand schon am Boden schien, sich aber dann trotz eines Platzverweises gegen Angreifer Eren Albayrak (Foulspiel in der 86.) sogar in Unterzahl noch einmal m\u00e4chtig aufb\u00e4umte. Trainer Tim Schneider erkl\u00e4rte nach dem Krimi eher n\u00fcchtern: \u201eWir sind wieder aufgestanden. Normalerweise ist ein 0:3 der Genickbruch, wir haben aber zu jeder Zeit an uns geglaubt!\u201c<\/p>\n<p>Sport ben\u00f6tigt wahre, nahbare Helden, die mitreissen und ihre Fans durch Leistungen begeistern. Am Sonntag war es beim WSV vor allem der junge Schlussmann Fotios Adamidis (19), der die Partie mit seinen Paraden lange offen hielt und beim abschlie\u00dfenden Elfmeterschiessen den entscheidenden Strafsto\u00df von Simon Skuppin hielt.<\/p>\n<p>Vorher hatten seine Mitspieler Jaden Tom Korzynietz, Felix Herzenbruch, Dario Biancardi sowie Semir Saric Nerven behalten und sicher verwandelt. Der folgende Jubel im Stadion am Zoo war nach bekannt langer Durststrecke riesig. Nicht auszudenken, wie dieser bei voll besetzten R\u00e4ngen ausgefallen w\u00e4re.<\/p>\n<h4>Trainer Schneider: \u201eSind wieder aufgestanden\u201c<\/h4>\n<p>In der Analyse waren sich die Trainer beider Teams einig, dass es sich um einen verdienten Wuppertaler Sieg handelte, bei dem aber beide Seiten auch M\u00f6glichkeiten hatten, das Ding f\u00fcr sich zu drehen. Erst war es der WSV der eine halbe Stunde lang dominierte und zu vier glasklaren Chancen durch Arlind Bajrami (30. Sekunde) Semir Saric (Pfostenschuss), Duje Goles sowie Ayriyoh Yussu Ayinla kam und eine deutliche F\u00fchrung h\u00e4tte erreichen m\u00fcssen.<\/p>\n<div id=\"attachment_93416\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-93416 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Classen-09-08-2026-0287-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Eren Albayrak (rotes Trikot), Torsch\u00fctze zum zwischenzeitlichen 1:3, k\u00e4mpft hier mit vollem K\u00f6rpereinsatz &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Doch dann gelang den G\u00e4sten aus heiterem Himmel durch den \u00fcberragenden Yan Marcos Friessner Montas 1:0 (30.). In der Folge erzielten die G\u00e4ste bis zur 53. Minute zwei weitere Treffer, bei denen die rotblaue Abwehr nicht gut aussah. So lag der WSV nach knapp zehn Minuten in der zweiten Halbzeit mit 0:3 zur\u00fcck. Der WSV hatte beim 0:2 das Pech, dass sich Jaden Korzynietz zuvor verletzt hatte und die Abwehr hier zu diesem Zeitpunkt nicht ganz auf der H\u00f6he war.<\/p>\n<p>Trainer Schneider reagierte auf den Spielverlauf nach einer Stunde mit einigen Spielerwechseln, wobei er hier eine gl\u00fcckliche Hand haben sollte. Ein Weckruf war dann der Anschlusstreffer von Eren Albayrak (61.) per Kopf nach Vorlage des eingewechselten Arian Amyn, welcher auf Anhieb zu gefallen wu\u00dfte. Gleich darauf fiel das 2:3 durch den ebenfalls eingewechselten Linus Fr\u00f6hlich (65.), der aus 18 Metern traf. Jaden Tom Korzynietz schaffte nur wenige Minuten sp\u00e4ter sogar den Ausgleich zum 3:3, als er einen Abpraller einschoss.<\/p>\n<h4>Eine \u201eRote Karte\u201c machte den Unterschied<\/h4>\n<p>F\u00fcr Eren Albayrak war das Spiel vier Minuten vor dem regul\u00e4ren Schlusspfiff indessen zu Ende, als er von dem nicht immer konsequenten Schiedsrichter Jens Laux (Erkenschwick) nach einem Foul die Rote Karte (86.) sah.<\/p>\n<p>WSV-Coach Schneider konnte mit den Entscheidungen des Referees nicht immer einig gehen und handelte sich daher nach Protesten ebenfalls eine Karte ein, die gelbe n\u00e4mlich. Zum Feldverweis von Albayrak meinte er: \u201eDie Rote Karte muss man nicht geben, aber wir<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>haben das zu akzeptieren.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_93417\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2293px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-93417 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Classen-09-08-2026-0391.jpg\" alt=\"\" width=\"2283\" height=\"1380\" \/><span class=\"wp-caption-text\">WSV-Torh\u00fcter Fotios Adamidis (19) verdiente sich die Bestnote. Neben vielen herausragenden Paraden wurde er zum Matchwinner, als der den entscheidenden Elfmeter hielt &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>F\u00fcr Schonnebecks Trainer Dirk T\u00f6nnies war die Rote Karte gar ein Nachteil. Seine Analyse: \u201eWir haben danach keine R\u00e4ume mehr gefunden.\u201c Er ging damit auf die massierte WSV-Deckung ein, die auf Defensiv-System 5:3:1 umgestellt worden war.<\/p>\n<p>So war es am Ende eine Werbung f\u00fcr den Fu\u00dfball und einen \u201eneuen WSV\u201c. Coach Tim Schneider verwies nicht ohne Stolz auch auf seine A-Jugendspieler: \u201e Die haben es toll gemacht! Aber auch die anderen Wechsel haben gefruchtet\u201c, freute er sich. Und in der Tat ragte nicht nur der gerade erst erst 18 gewordenen Sam Sausmikat heraus, auch Genc Lajqi (18) und Linus Fr\u00f6hlich (17) hatten starke Szenen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Torsch\u00fctze Fr\u00f6hlich h\u00e4tte sogar noch zum Helden und Matchwinner werden k\u00f6nnen, als er nach Traumpass von Amyn in der letzten Spielminute (120.) abzog, der Ball aber \u00fcber das G\u00e4ste-Tor flog.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Strufe: Eine Mentalit\u00e4t, die wir gef\u00f6rdert haben<\/h4>\n<p>Sehr zufrieden war auch Sport -Vorstand Lennart Strufe, der dass Spiel mit seiner zweij\u00e4hrigen Tochter verfolgte: \u201eWir sind gut gestartet, nach den Gegentoren gingen bei unserer jungen Mannschaft etwas die K\u00f6pfe runter. Aber wie sie gek\u00e4mpft und gearbeitet hat, das war schon etwas Besonderes. Es bedarf dieser Mentalit\u00e4t, die wir gef\u00f6rdert haben\u201c.<\/p>\n<p>Mit Spannung wartet man beim Traditionsverein jetzt auf den Meisterschaftsauftakt, der am n\u00e4chsten Sonntag (15 Uhr) beim Mit-Absteiger SSVg Velbert steigt und dort bereits eine gro\u00dfe Zuschauer-Resonanz verspricht.<\/p>\n<p>Hier wird den Rotblauen leider Neuzugang Felix Herzenbruch fehlen, der sich in Velbert, seinem alten Verein, in der letzten Spielzeit noch eine Sperre eingehandelt hatte und daher f\u00fcr den WSV in der Meisterschaft noch nicht spielberechtigt ist. Daf\u00fcr hofft man hier wieder auf den Einsatz von Subaru Nishimura, der nach einer Verletzung das Training wieder aufgenommen hat.<\/p>\n<p>In Velbert wird es dann zur ersten Standortbestimmung dieser Meisterschaft kommen. Der Start der neuen WSV-Mannschaft aber konnte kaum besser gelingen.<\/p>\n<p><b>Text: Siegfried J\u00e4hne<\/b><b><\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_93418\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-93418 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Classen-09-08-2026-0324-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1754\" \/><span class=\"wp-caption-text\">&#8222;Rots\u00fcnder&#8220; Eren Albayrak dr\u00fcckte seinen Mannschaftskameraden nach einer umstrittenen Roten Karte von der Trib\u00fcne aus die Daumen &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<h4>Wuppertaler SV &#8211; SpVg Schonnebeck 7:6 (0:2 &#8211; 3:3 &#8211; 3:3)<\/h4>\n<p><b>Wuppertaler SV:<\/b> Adamidis &#8211; Westenberger, Korzynietz, Bielitza (54. Lajqi), Bajrami (60. Fr\u00f6hlich) &#8211; Goles (80. Igbinadolor), Saric, Biancardi, Ayinla (32. Herzenbruch), Albayrak &#8211; Sausmikat ( 60. Amyn),<\/p>\n<p><b>SpVg Schonnebeck<\/b>: Fauseweh &#8211; Kuhlmann, Oteng, Lopes da Silva (72. Skuppin), Kanat &#8211; Kehrmann, Kloth, Brandner, Scheibe, Isensee (97. Linnig) &#8211; Friessner Montas<\/p>\n<p><b>Tore:<\/b> 0:1 Montas (29.), 0:2 Montas (30.), 0:3 Montas (53.), 1:3 Albayrak (61.), 2:3 Fr\u00f6hlich (67.), 3:3 Korzynietz (78.)<\/p>\n<p><b>Rote Karte:<\/b> Albayrak (85.)<\/p>\n<p><strong>Zuschauer:<\/strong> &#8222;Geisterspiel&#8220; ohne Zuschauer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So ein Spiel bekommt man, wenn \u00fcberhaupt, nur alle zehn Jahre einmal zu sehen! Der \u201cneue WSV\u201c warf den ambitionierten Liga-Konkurrenten SpVg Schonnebeck in einer dramatischen Partie in der ersten Rundes des Niederrhein-Pokals v\u00f6llig \u00fcberraschend aus dem Wettbewerb.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-93411","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-17 15:02:58","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/93411","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=93411"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/93411\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":93439,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/93411\/revisions\/93439"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=93411"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=93411"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=93411"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}