{"id":92363,"date":"2026-06-03T10:32:07","date_gmt":"2026-06-03T08:32:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=92363"},"modified":"2026-06-05T10:32:40","modified_gmt":"2026-06-05T08:32:40","slug":"kulturservice-fuer-deutschland-stipendiaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/06\/03\/kulturservice-fuer-deutschland-stipendiaten\/","title":{"rendered":"Kulturservice f\u00fcr Deutschland-Stipendiaten"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_92365\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1522px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-92365 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Museumsfuehrung-Wilmanns.jpg\" alt=\"\" width=\"1512\" height=\"1013\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die F\u00fchrung zum Thema \u201eZeiten und R\u00e4ume. Klassiker der Sammlung\u201c moderierte die K\u00fcnstlerin Cara Wilmanns &#8211; \u00a9 UniService Third Mission<\/span><\/div>\n<p>Dieses Thema hat Autor Uwe Blass in der beliebten, lehrreichen Uni-Reihe &#8222;Transfergeschichten&#8220; n\u00e4her beleuchtet.\u00a0\u201eIm Rahmen des Deutschlandstipendienprogramms sind wir zust\u00e4ndig f\u00fcr die Zuordnung der Stipendiatinnen und Stipendiaten zu den F\u00f6rdernden, f\u00fcr die Organisation der Veranstaltungen im Stipendienjahr mit Vergabefeier, Sommerfest und Mentorenprogramm sowie f\u00fcr ca. 4-5 Exkursionen\u201c, sagt Mareen Dusi, Mitarbeiterin der Abteilung. Auch die Beratung der Stipendiaten und die Kommunikation mit den F\u00f6rdernden sowie die Einwerbung von Stipendien geh\u00f6re in diesen Aufgabenbereich.<\/p>\n<p>Die F\u00f6rderung umfasst einen meist auf zwei Semester angelegten finanziellen monatlichen Zuschuss, der nicht zur\u00fcckgezahlt werden muss und weder auf Baf\u00f6g oder Elterneinkommen angerechnet wird. Zudem profitieren Stipendiaten von den engen Kontakten zur Wirtschaft in den angebotenen Veranstaltungen.<br \/>\nMittlerweile k\u00f6nnen durch das Deutschlandstipendium, aufgrund der umfassenden Mithilfe von regionalen Stifterinnen und Stiftern, knapp 300 Studierende aller Fachrichtungen auf ihrem erfolgreichen Bildungsweg unterst\u00fctzt werden. Dazu Dusi: \u201eDas ist eine sehr hohe Anzahl, die im deutschlandweiten Vergleich selten von Universit\u00e4ten in unserer Gr\u00f6\u00dfenordnung erreicht wird. Daher steht die Chance f\u00fcr Bewerbende gut, ein Stipendium zu erhalten.\u201c<\/p>\n<h4>Noten sollten besser als 2,3 sein<\/h4>\n<p>Jede Studentin und jeder Student, der in Wuppertal studiere, sich in Regelstudienzeit befinde und Noten habe, die in der Regel besser als 2,3 seien, k\u00f6nne sich ab dem 1. Semester und auch noch im Master bewerben. Zwar k\u00f6nnten diese Kriterien je nach Studienfach und der damit verbundenen Nachfrage von F\u00f6rdernden etwas variieren, erkl\u00e4rt die Fachfrau weiter, aber auch soziales und gesellschaftliches Engagement sowie H\u00fcrden im Lebenslauf w\u00fcrden ebenfalls gewertet und k\u00f6nnten Noten ein wenig optimieren. Generell sei das Deutschlandstipendium aber leistungsabh\u00e4ngig und auf eine langfristige F\u00f6rderung ausgelegt. \u201eIm besten Fall k\u00f6nnen Stipendiatinnen und Stipendiaten also eine F\u00f6rderung vom 1. Bachelor-Semester an, bis hin zu ihrem Masterabschluss erhalten. Auslandsaufenthalte w\u00e4hrend des Studiums werden ebenfalls unterst\u00fctzt und meistens auf die Regelstudienzeit angerechnet.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_44822\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-44822\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Logo-Transfergeschichten.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p>Die Brennscheidt-Stiftung f\u00f6rdert allein 14 Deutschlandstipendien und lud zum ersten Mal alle Stipendiaten zu einem Vortrag und einer F\u00fchrung ins Von der Heydt-Museum ein. Knapp 50 Studierende kamen dieser Einladung nach und informierten sich vor Ort \u00fcber die Aufgaben einer Stiftung, sowie die spannende Arbeit mit Kunstwerken aus der Zeit des 17. \u2013 21. Jahrhunderts mit vielen Hintergrundinformationen.<\/p>\n<h4>Brennscheidt-Stiftung \u2013 F\u00f6rderung von Kunst, Kultur und Jugend<\/h4>\n<p>Der Abend begann f\u00fcr die eingeladenen Stipendiaten zun\u00e4chst mit einem Vortrag der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Bettina Vonderreck, die im Foyer des Museums allumfassend \u00fcber die Entstehung und Entwicklung von Stiftungen im allgemeinen und der Brennscheidt-Stiftung im speziellen informierte. Auch Zahlen, Daten und Fakten, f\u00fcr Studierende in vielen Studienbereichen unerl\u00e4sslich, gaben interessante Einblicke in die Stiftungsgeschichte. So erfuhren die angehenden Akademiker von der mutma\u00dflich deutschlandweit ersten Stiftung aus dem Jahr 917, die tats\u00e4chlich bis heute besteht, \u00fcber die wechselvolle Anzahl von Stiftungen, die sich vor hundert Jahren auf \u00fcber 100.000 beliefen, aber durch Krieg und politische Ver\u00e4nderungen auch wieder dezimierten, bis zu den aktuellen Aussch\u00fcttungen der 60 gr\u00f6\u00dften Stiftungen<i> <\/i>in Deutschland, die sich 2024 auf mehr als 6,8 Milliarden Euro f\u00fcr das Gemeinwohl beliefen.<\/p>\n<p>Die Brennscheidt-Stiftung wurde 1993 durch den Unternehmer Heinz-Olof Brennscheidt gegr\u00fcndet, der mit seiner Firma Wicke GmbH + Co. KG<b> <\/b>durch die Herstellung von R\u00e4dern und Rollen f\u00fcr G\u00fcter, Apparate oder M\u00f6bel bis heute weltmarktf\u00fchrend ist. Urspr\u00fcnglich zur F\u00f6rderung von Kinderheimen gegr\u00fcndet, erweiterte der Unternehmer 2003 die Stiftungsaufgaben um die F\u00f6rderung von Kunst und Kultur. Seitdem werden vor allem das Von der Heydt-Museum mit dreiviertel der F\u00f6rdergelder sowie der Bereich Kinder und Jugend mit einem Viertel unterst\u00fctzt. Die enge Bindung zum Museum hat dabei auch schon zu vielen Kulturveranstaltungen im Hause gef\u00fchrt.<\/p>\n<h4>Flotte F\u00fchrung mit Zeitbezug<b><\/b><\/h4>\n<p>Die Studierenden wurden nach dem Vortrag in zwei Gruppen aufgeteilt und nahmen an unterschiedlichen F\u00fchrungen mit den Titeln &#8218;Museum A bis Z. Von Anfang bis Zukunf&#8216; und &#8218;Zeiten und R\u00e4ume. Klassiker der Sammlung&#8216; teil, die entweder Hintergr\u00fcnde \u00fcber die ver\u00e4nderte Arbeit mit Kunstwerken informierte, oder die Entwicklung der Kunst erkl\u00e4rte.<\/p>\n<div id=\"attachment_92366\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2026px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-92366 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Museumsfuehrung-Deutschlandstipendiaten-Presse.jpg\" alt=\"\" width=\"2016\" height=\"1230\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Museumsf\u00fchrung der Brennscheidt-Stiftung &#8211; \u00a9 UniService Third Mission<\/span><\/div>\n<p>Wer nun meinte, durch fachliche Informationen ins G\u00e4hnen geraten zu k\u00f6nnen, wurde durch die spritzige Moderation eines Besseren belehrt. Den zweiten Themenschwerpunkt erkl\u00e4rte die freiberufliche K\u00fcnstlerin Cara Wilmanns und begeisterte mit am\u00fcsanten Hintergrundinformationen zu Gem\u00e4lden des 17.-20. Jahrhunderts. Sie erkl\u00e4rte die historischen Maltechniken aus vier Jahrhunderten jungen Studierenden des 21. Jahrhunderts. Dabei nahm sie auch Bezug auf moderne Techniken, die f\u00fcr uns z. B. in Handys oder Laptops verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<p>Bilder, die auf Distanz scharf wirken, bei n\u00e4herem Hinsehen aber verpixeln, hat es auch schon in der Kunst Anfang des 20. Jahrhunderts gegeben. Vom opulenten Stillleben mit Wildschweinkopf und exotischen Fr\u00fcchten, die als Statussymbol in Repr\u00e4sentationsr\u00e4umen hingen, \u00fcber Naturgem\u00e4lde, die alle nach Skizzen in Ateliers gefertigt wurden, da die Farben im Freien nicht verf\u00fcgbar waren, bis hin zu Gem\u00e4lden, die den Einzug der Psychoanalyse in die Kunst zeigen. So warb Wilmanns auch f\u00fcr ein Verst\u00e4ndnis der Werke, die sich manchmal dem Betrachter nicht sofort erschlie\u00dfen. \u201eErst die Erl\u00e4uterung der Gem\u00e4lde f\u00fchrt dazu, dass man die Werke zu sch\u00e4tzen lernt\u201c, war dann auch die Meinung einiger Studierender im Nachgang.<\/p>\n<h4>Come together<\/h4>\n<p>Zum Schluss kamen alle Besucherinnen und Besucher wieder im Museumscaf\u00e9 &#8218;muluru&#8216; zusammen, um sich auszutauschen, Fragen zu stellen und zu Netzwerken. Nicht zum ersten Mal stellten viele Studierende dabei fest, dass die Museumssammlung auf hohem internationalem Niveau rangiert, international bekannt ist und schon oft Kunstwerke pr\u00e4sentierte, die erst viel sp\u00e4ter weltbekannt wurden. So erwarb das Von der Heydt-Museum bereits im Jahr 1911 als erstes Museum \u00fcberhaupt ein Picasso-Gem\u00e4lde f\u00fcr seine Sammlung. Das Werk \u201eAkrobat und junger Harlekin\u201c (1905), ist heute leider nicht mehr im Besitz des Wuppertaler Museums. Es wurde 1937 von den Nationalsozialisten als \u201eentartete Kunst\u201c beschlagnahmt und sp\u00e4ter verkauft. Der genaue Verbleib des Originals gilt heute als unbekannt.<\/p>\n<p>Die Frage, welchen Einfluss die Kunst nun auf die eigene Studienrichtung haben k\u00f6nnte, nahmen die Teilnehmenden an diesem Abend zur weiteren Besch\u00e4ftigung mit nach Hause.<\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<p>Ansprechpartnerinnen des Stiftungs- &amp; Kooperationsmanagement der Abteilung UniService Third Mission der Bergischen Universit\u00e4t sind Annika Gr\u00fcbler (Leitung) und Mareen Dusi. Bewerbungen k\u00f6nnen unter <a href=\"mailto:stipendium@uni-wuppertal.de\">stipendium@uni-wuppertal.de<\/a> eingereicht werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Deutschlandstipendium \u2013 eine finanzielle Studienunterst\u00fctzung! Die Brennscheidt-Stiftung hat Studierende der Bergischen Universit\u00e4t jetzt ins Von der Heydt-Museum eingeladen.\u00a0Seit 15 Jahren richtet sich der Bereich Stiftungs- &#038; Kooperationsmanagement der Abteilung UniService Third Mission der Bergischen Universit\u00e4t an s\u00e4mtliche Unternehmen, Stiftungen oder interessierte Privatpersonen, die eine Kooperation mit der Universit\u00e4t eingehen m\u00f6chten. Daraus entstand 2010 auch das Engagement im Deutschlandstipendium.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-92363","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-06-12 13:56:05","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92363","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=92363"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92363\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":92372,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92363\/revisions\/92372"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=92363"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}