{"id":92046,"date":"2026-05-21T13:26:26","date_gmt":"2026-05-21T11:26:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=92046"},"modified":"2026-05-21T13:26:26","modified_gmt":"2026-05-21T11:26:26","slug":"ausstellung-was-haelt-gemeinschaften-zusammen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/05\/21\/ausstellung-was-haelt-gemeinschaften-zusammen\/","title":{"rendered":"Ausstellung: Was h\u00e4lt Gemeinschaften zusammen?"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_92049\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 873px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-92049 \" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild-5-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"863\" height=\"561\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Kunstprofessorin Dr. Katja Pfeiffer ist Leiterin der Barmer Kunsthalle. Sie freut sich auf die neue Ausstellung \u2013 \u00a9 Sebastian Jarych<\/span><\/div>\n<p>Die Vernissage zur Ausstellung findet am Tag des Grundgesetzes (23.05.) um 19 Uhr statt. Interessierte sind herzlich eingeladen. Ob Familien, Communities, k\u00fcnstlerische Kollektive oder Forschungsnetzwerke \u2013 Menschen organisieren sich in unterschiedlichsten Formen des Miteinanders. Gemeinschaften bieten Schutz, Resonanz und Zugeh\u00f6rigkeit, sie er\u00f6ffnen R\u00e4ume f\u00fcr Austausch und neue Ideen. Zugleich sind sie oft auch von Konflikten und Machtverh\u00e4ltnissen gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Die Ausstellung \u201emerry company\u201c untersucht diese Spannungen anhand historischer und zeitgen\u00f6ssischer k\u00fcnstlerischer Positionen und l\u00e4dt Besucherinnen und Besucher dazu ein, Gemeinschaft nicht nur zu betrachten, sondern im gemeinsamen Spielen, Mitwirken und Ausprobieren zu erleben.<\/p>\n<p>Der Titel der Ausstellung verweist auf ein Motiv aus der niederl\u00e4ndischen Malerei des 17. Jahrhunderts: Dort war das Thema der \u201emerry company\u201c beliebt.<\/p>\n<div id=\"attachment_92051\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 870px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-92051 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild-2-1.jpg\" alt=\"\" width=\"860\" height=\"581\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die K\u00fcnstlerin Kati Heck pr\u00e4sentiert eine Holzbildhauerei mit dem Titel \u201eUnrasiert und fern der Heimat \u2013 Randgruppenstammtisch\u201c &#8211; \u00a9 Kati Heck<\/span><\/div>\n<p>\u201eAusgangspunkt ist ein Gem\u00e4lde von Jan Steen, das eine ausgelassene Gesellschaft auf einer Terrasse zeigt. Hinter der scheinbar heiteren Szenerie offenbart sich bei genauerem Hinsehen ein chaotischer Exzess mit humorvollen Anspielungen auf die Beziehungen der Dargestellten\u201c, so Prof. Katja Pfeiffer, Leiterin der Kunsthalle Barmen, \u00fcber das Motiv, das sich auch auf dem aktuellen Ausstellungsplakat wiederfindet.<\/p>\n<h4>Kollektive Prozesse und gemeinsame Autorschaft<\/h4>\n<p>Die Ausstellung spannt einen weiten Bogen von historischen Genrebildern \u00fcber urbane Alltagskulturen bis hin zu Fragen kollektiver Wissensproduktion. Ausgestellt werden unter anderem k\u00fcnstlerische Kollektive: Das studentische Kollektiv \u201eWir sollten eine Gruppe gr\u00fcnden\u201c, dessen Mitglieder sich zuvor nicht kannten und aus drei Hochschulen zusammengebracht wurden, entwickelte eine raumgreifende malerisch-bildhauerische Arbeit, die sich w\u00e4hrend der Laufzeit der Ausstellung ver\u00e4ndert und so in einem sogenannten \u201eAushandlungsprozess\u201c sichtbar macht &#8211; also in einem gemeinsamen Dialog einen Kompromiss findet. Ein weiteres studentisches Kollektiv \u00fcbersetzt individuelle Zeichnungen in Stickereien und l\u00e4dt Besucherinnen und Besucher ein, mitzuwirken und selbst Teil des anonymen Kollektivs \u201emackerinnenanstalt\u201c zu werden.<\/p>\n<div id=\"attachment_92052\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 710px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-92052 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild-1-1.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"874\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Auch die Wuppertaler K\u00fcnstlerin Babu Noella ist Teil der neuen, spannenden Ausstellung in der Kunsthalle Barmen &#8211; \u00a9 Babu Noella<\/span><\/div>\n<p>Auch Forschungsnetzwerke und ihre Verkn\u00fcpfungen \u2013 vom kleinsten Austausch bis hin zu globalen Strukturen \u2013 werden thematisiert, ebenso wie Gesellschaftsspiele, zu denen der K\u00fcnstler und Spieleentwickler Josef Kirschner vor Ort einl\u00e4dt. Weitere k\u00fcnstlerische Positionen untersuchen, welche systemischen Einfl\u00fcsse Gemeinschaften f\u00f6rdern oder verhindern.<\/p>\n<p>So wird bei Cornelia Schleime deutlich, wie drastisch politische Eingriffe durch die Stasi in der DDR gemeinschaftliches und individuelles k\u00fcnstlerisches Arbeiten beeinflussen konnten. Meltem Er zeigt mit ihrer Fotoserie \u201eT\u00fcrkler in Deutschland \/ Zwischen Blicken\u201c, wie sich Communities innerhalb einer Gesellschaft dynamisch entwickeln, w\u00e4hrend Valerie Feldhaus in einer Videoinstallation den Mikrokosmos der Caf\u00e9 Bar Mazzino in Wuppertal mit literarischen Zitaten Else Lasker-Sch\u00fclers \u201everwebt\u201c.<\/p>\n<p>Auch institutionell versteht sich das Projekt als gemeinschaftlicher Prozess: Die Kunsthalle Barmen kooperiert f\u00fcr die Ausstellung thematisch mit dem Pina Bausch Zentrum und setzt damit ihren Ansatz fort, Kunst, Wissenschaft und Stadtgesellschaft miteinander zu verbinden.<\/p>\n<div id=\"attachment_92053\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 870px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-92053 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild-3-2.jpg\" alt=\"\" width=\"860\" height=\"573\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Foto-K\u00fcnstlerin Meltem Er pr\u00e4sentiert in der Ausstellung u.a. dieses Foto aus ihrer Serie \u201eT\u00fcrkler in Deutschland \/ Zwischen Blicken\u201c &#8211; \u00a9 Meltem Er<\/span><\/div>\n<p><strong>Regelm\u00e4\u00dfige Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:<\/strong><\/p>\n<p>Jeden Sonntag um 15 Uhr: F\u00fchrung durch die Ausstellung<\/p>\n<p>Jeden ersten Samstag im Monat: FAMILY AND FRIENDS mit Kreativstationen f\u00fcr Kinder, Jugendliche und alle, die Lust haben!<\/p>\n<p>Jeden ersten Donnerstag im Monat: SILENT MODE &#8211; gleiche Ausstellung &#8211; weniger Barrieren<\/p>\n<p><strong>F\u00fchrungen &amp; Workshops f\u00fcr Gruppen:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"trommer@uni-wuppertal.de\">trommer@uni-wuppertal.de<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_92054\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-92054 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Bild-5.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"469\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Plakat zur Ausstellung &#8211; \u00a9 Barmer Kunsthalle<\/span><\/div>\n<p><strong>Link zur Webseite der &#8222;Barmer Kunsthalle&#8220;:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.barmerkunsthalle.de\">http:\/\/www.barmerkunsthalle.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was h\u00e4lt Gemeinschaften zusammen \u2013 und woran scheitern sie? Mit der Ausstellung \u201emerry company \u2013 Formen der Gemeinschaft\u201c geht die Kunsthalle Barmen vom 23. Mai bis 13. September diesen Fragen auf den Grund und stellt das Thema in den Fokus, das die Gegenwart pr\u00e4gt wie kaum ein anderes. \u00a0Im Mittelpunkt steht das Zusammenleben in Gruppen, Netzwerken und Gemeinschaften.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-92046","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-28 15:22:09","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92046","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=92046"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92046\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":92058,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/92046\/revisions\/92058"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=92046"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=92046"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=92046"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}