{"id":9196,"date":"2016-11-09T10:16:42","date_gmt":"2016-11-09T09:16:42","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2016\/11\/09\/andreas-mucke-seine-persoenliche-jahresbilanz\/"},"modified":"2022-01-29T19:47:46","modified_gmt":"2022-01-29T18:47:46","slug":"andreas-mucke-seine-persoenliche-jahresbilanz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2016\/11\/09\/andreas-mucke-seine-persoenliche-jahresbilanz\/","title":{"rendered":"Andreas Mucke: Seine pers\u00f6nliche Jahresbilanz"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_48239\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-48239\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/2015.09.27-OB-Stichwahl-Print3-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein strahlender Andreas Mucke nach der gewonnenen Stichwahl &#8211; \u00a9 Monika Asmus<\/span><\/div>\n<p><strong>DS: Sie sind als Oberb\u00fcrgermeister an den Start gegangen, der besonders volksnah sein und ein Ohr f\u00fcr die Sorgen aller Wuppertaler haben wollte. Wie viele Ihrer Ziele haben Sie aus Ihrem Blickwinkel bislang erreicht?<\/strong><\/p>\n<p>Andreas Mucke: \u201eIch hoffe, die Wuppertalerinnen und Wuppertaler beurteilen meine Arbeit ebenfalls als b\u00fcrgernah und pragmatisch. Ich jedenfalls m\u00f6chte den Menschen auf Augenh\u00f6he begegnen und mit ihnen \u00fcber die Zukunftsentwicklung unserer Stadt diskutieren. Deshalb bin ich f\u00fcr alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ansprechbar. Sie k\u00f6nnen mir ihre Sorgen, Probleme, Kritik und Vorschl\u00e4ge jederzeit vortragen. Ich verspreche, dass ich mich darum k\u00fcmmern werde und jeder dann auch eine R\u00fcckmeldung erh\u00e4lt. Dies ist mein Verst\u00e4ndnis von B\u00fcrgern\u00e4he.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie wird diese B\u00fcrgern\u00e4he sichtbar?<\/strong><\/p>\n<p>Andreas Mucke: \u201eIch habe im ersten Jahr als Oberb\u00fcrgermeister sehr viele Gespr\u00e4che gef\u00fchrt, Einrichtungen, Institutionen, Vereine und Organisationen besucht, um zu erfahren, wie die Menschen unsere Stadt sehen, was sie gut finden und wo sie Handlungs- und Verbesserungsbedarf erkennen. Denn als Oberb\u00fcrgermeister m\u00f6chte ich dieses Potenzial und diese R\u00fcckmeldungen f\u00fcr die positive Zukunftsgestaltung unserer Stadt nutzen. Von meinen Zielen habe ich schon einige erreicht: Die Pr\u00e4ventionsarbeit ist gest\u00e4rkt worden. Es stehen 160.000 \u20ac mehr im Haushalt bereit, und ich habe Bewusstsein daf\u00fcr geschaffen, dass wir zuk\u00fcnftig mehr in Pr\u00e4vention investieren m\u00fcssen, weil sie nachhaltigen Erfolg hat und Folgekosten vermeidet. Dar\u00fcber hinaus sind die Wuppertaler B\u00fchnen auf gutem Wege der strukturellen Sicherung, und wir verf\u00fcgen wieder \u00fcber ein festes Opernensemble. Mein Ziel, schwerpunktm\u00e4\u00dfig in Bildung und Familie zu investieren, werde ich auch in Zukunft weiter mit Nachdruck verfolgen. Dazu werden wir die Weichen im kommenden Haushaltsplan stellen. Insgesamt hat Wuppertal im vergangenen Jahr eine gute Entwicklung genommen, dies zeigt sich an vielen Beispielen und Projekten!\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Welche Ziele haben Sie noch nicht erreicht?<\/strong><\/p>\n<p>Andreas Mucke: \u201eF\u00fcr die kommende Zeit habe ich mir noch viel vorgenommen: Ich habe die Eckpunkte eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes erarbeiten lassen, das ich noch in diesem Jahr in den Rat einbringen werde. Denn wir brauchen eine Strategie, die die Frage beantwortet, wohin sich unsere Stadt in den kommenden 15 Jahren auf allen wichtigen Feldern entwickeln soll. Dieses Konzept muss kurzfristig erarbeitet werden. Der Ausbau der U-3-Betreuung und der Offenen Ganztagsschule muss weiter vorangehen. Hier sind wir auf einem guten Wege; in den kommenden Jahren werden viele Kindertageseinrichtungen erweitert und neu gebaut. Unsere Schulen werden saniert und ausgebaut. Durch das Landesprogramm \u201eGute Schule\u201c stehen uns bis 2020\/2021 zus\u00e4tzlich rund 50 Mio. \u20ac zur Verf\u00fcgung.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wo sehen Sie noch Verbesserungsbedarf?<\/strong><\/p>\n<p>Andreas Mucke: \u201eWuppertal muss sich weiter als Stadt der Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und des Klimaschutzes profilieren. Hier haben wir gro\u00dfes Potenzial und wir werden in engem Kontakt mit der Universit\u00e4t, dem Wuppertal-Institut und anderen Beteiligten weitere Projekte dazu umsetzen. Die Weiterentwicklung Wuppertals zur Fahrradstadt werde ich voranbringen und bin hier in engem Kontakt mit den Akteuren und Interessenvertretungen der Radfahrer. Besonders freut mich, dass wir mit der Wuppertalbewegung einen Weg gefunden haben, die Nordbahntrasse \u00fcber die Schwarzbach nach Langerfeld zu verl\u00e4ngern. Die Tr\u00e4ger der Freien Wohlfahrtspflege leisten hervorragende Arbeit. Deshalb halte ich es f\u00fcr gerechtfertigt, die Zusch\u00fcsse in diesem Bereich zu dynamisieren. Vor uns steht die gro\u00dfe Herausforderung der Integration der Menschen, die vor Gewalt, Terror, Krieg und Unterdr\u00fcckung zu uns gekommen sind und dauerhaft bei uns bleiben werden. Hier hat Wuppertal schon Gro\u00dfartiges geleistet \u2013 dank des Engagements vieler Einrichtungen und Initiativen. Deshalb bin ich sicher, dass uns auch die weitere Integration gelingen wird. Und: Ein wichtiges Ziel, das wir 2017 erreichen, ist der Haushaltsausgleich \u2013 erstmals seit 25 Jahren!\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie sehr treffen Sie Vorw\u00fcrfe \u2013 z.B. von den Gr\u00fcnen, Sie w\u00fcrden als OB das \u201eRegieren\u201c und das angek\u00fcndigte Leiten der Stadtverwaltung vernachl\u00e4ssigen und noch mehr repr\u00e4sentieren als Ihr Vorg\u00e4nger Peter Jung?<\/strong><\/p>\n<p>Andreas Mucke: \u201eIch sehe das v\u00f6llig anders und teile daher die Kritik nicht. Als Oberb\u00fcrgermeister habe ich drei Funktionen zu erf\u00fcllen: Ich bin Vorsitzender des Rates, leite die Sitzungen von Rat und Hauptausschuss und muss f\u00fcr geordnete, korrekte Beratungsabl\u00e4ufe und Entscheidungen sorgen. Dar\u00fcber hinaus bin ich oberster Repr\u00e4sentant der Stadt. In dieser Funktion besuche ich viele Einrichtungen, Organisationen und Institutionen und f\u00fchre Gespr\u00e4che, nehme an Veranstaltungen und Jubil\u00e4en teil und werde zu unterschiedlichsten Anl\u00e4ssen eingeladen. Und schlie\u00dflich bin ich Chef der Stadtverwaltung mit knapp 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Und diese Aufgabe nehme ich sehr ernst. T\u00e4glich f\u00fchre ich Gespr\u00e4che mit den F\u00fchrungskr\u00e4ften der Stadtverwaltung zu den unterschiedlichsten Themen. Ich muss mich in Sachverhalte und Vorg\u00e4nge einarbeiten, interne Arbeitsgruppen und Lenkungskreise leiten, Personalgespr\u00e4che f\u00fchren und auch Konflikte l\u00f6sen. All dies \u2013 und das ist gut so \u2013 findet in der Regel keinen Niederschlag in den Medien, nimmt jedoch einen Gro\u00dfteil meiner Arbeitszeit in Anspruch.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Der Stachel der Kritik scheint bei Ihnen sehr tief zu sitzen&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Andreas Mucke: \u201eIch habe unmittelbar nach Amtsantritt den Verwaltungsvorstand als oberstes Koordinierungsorgan gest\u00e4rkt. Er tagt jetzt w\u00f6chentlich f\u00fcr mindestens zwei Stunden. Die F\u00fchrungskr\u00e4fte werden von mir regelm\u00e4\u00dfig informiert und in wichtige Entscheidungsprozesse unmittelbar mit einbezogen. Im \u00dcbrigen habe ich den Auftrag erteilt, ein umfassendes Personal- und Organisationsentwicklungskonzept zu erarbeiten, damit wir unsere Stadtverwaltung weiter zukunftsorientiert und b\u00fcrgernah aufstellen. Die Situation im Einwohnermeldeamt habe ich zur Chefsache gemacht und den Auftrag erteilt, ein Gesamtkonzept zu erarbeiten, das strukturelle Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung enthalten muss. Die Zust\u00e4nde, wie sie unmittelbar vor den Sommerferien am Steinweg zu verzeichnen gewesen sind, darf es nicht mehr geben. Sie sind sowohl f\u00fcr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger unzumutbar!<br \/>\nAll das sind Aufgaben, die ich als Leiter der Verwaltung zu erf\u00fcllen habe.<\/p>\n<p><strong>DS: Wor\u00fcber haben Sie sich im ersten Amtsjahr besonders gefreut?<\/strong><br \/>\nAndreas Mucke: \u201eBesonders gefreut hat mich der Zuspruch der Menschen, die mir mit Offenheit begegnen. Ich bin auf hochmotivierte Mitarbeiter in der Stadtverwaltung getroffen, die unter den gegebenen Rahmenbedingungen ihre Aufgaben kompetent und b\u00fcrgerorientiert erledigen und mich in den ersten Monaten sehr unterst\u00fctzt haben. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass ganz viele Menschen f\u00fcr unsere Stadt aktiv sind. B\u00fcrgerschaftliches Engagement hat einen herausragenden Stellenwert in Wuppertal! Und ich freue mich auch, dass ich als Oberb\u00fcrgermeister viele Gestaltungsm\u00f6glichkeiten habe, die ich auch f\u00fcr die Umsetzung meiner Ziele nutzen werde.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wor\u00fcber haben Sie sich im ersten Amtsjahr besonders ge\u00e4rgert?<\/strong><\/p>\n<p>Andreas Mucke: \u201eAuch nach l\u00e4ngerem \u00dcberlegen muss ich sagen: Zum Gl\u00fcck \u00fcber \u00fcberhaupt nichts!\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Jahr Oberb\u00fcrgermeister Andreas Mucke. Ein Jahr regieren, ein Jahr repr\u00e4sentieren. Im Gespr\u00e4ch mit Peter Pionke zieht er eine pers\u00f6nliche Bilanz.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":9195,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[203,201],"class_list":["post-9196","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik","tag-andreas-mucke","tag-oberbuergermeister"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-19 18:18:33","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9196","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9196"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9196\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48240,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9196\/revisions\/48240"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9195"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9196"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9196"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9196"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}