{"id":91498,"date":"2026-04-26T18:36:01","date_gmt":"2026-04-26T16:36:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=91498"},"modified":"2026-04-26T19:51:44","modified_gmt":"2026-04-26T17:51:44","slug":"wsv-wurde-der-sieg-in-letzter-sekunde-entrissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/04\/26\/wsv-wurde-der-sieg-in-letzter-sekunde-entrissen\/","title":{"rendered":"WSV wurde der Sieg\u00a0in letzter Sekunde entrissen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_91499\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-91499 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Bild-3.jpeg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Nikolas Hirschberger traf zum 1:1 im super wichtigen Spiel Bein Rot-Wei\u00df Oberhausen &#8211; \u00a9 Archivfoto Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Die Oberhausener Kleebl\u00e4tter tr\u00e4umten noch von der 3. Liga, vorausgesetzt man gew\u00e4nne die restlichen f\u00fcnf Spiele. RWO hatte zuletzt zw\u00f6lf von 15 Punkten geholt. Niemand hatte den Bergischen, ausgerechnet in der Wiege der \u201eRuhrindustrie\u201c, auch nur die Spur einer Chance einger\u00e4umt, waren sie doch in diesem Jahr erst ein einziges Mal \u00fcberhaupt siegreich gewesen. Zumal auch deshalb, weil die Stimmung mit einer \u201eAktion 5000\u201c reichlich angeheizt wurde. RWO gab f\u00fcnf Euro Rabatt auf jedes Ticket und hoffte auf 5.000 Zuschauer. Bei einem Zuschauerschnitt von 3.000 lag der bisherige Saisonrekord aus dem Spitzenspiel gegen Fortuna K\u00f6ln bei 4627.<\/p>\n<h4>Es war wohl das beste WSV-Spiel des Jahres<\/h4>\n<p>Sieht man einmal von dem Spiel gegen die U23 des 1. FC K\u00f6ln U23 ab, dann war die Begegnung in Oberhausen wohl das beste WSV-Spiel des Jahres. Trainer Wunderlich hatte seine Mannschaft nach der deutlichen 0:3-Pleite gegen Gladbach II am vorigen Wochenende \u00f6ffentlich scharf kritisiert und diesmal personell sowie in der defensiven Stabilit\u00e4t nachjustiert. Der WSV wirkte defensiv gefestigter, auch wenn die Standard-Abwehr-Problematik beim sp\u00e4ten Ausgleich erneut zuschlug. Dabei spielte ihm die R\u00fcckkehr wichtiger Leistungstr\u00e4ger, wie Amin Bouzraa und Celal Aydogan in der Karten. Die Offensive wirkte deutlich belebter. Besonders Aydogan rechtfertigte sein Comeback. Im Tor stand\u00a0 f\u00fcr Michael Luyambula der junge Fotios Adamidis (19) erst zum zweiten Mal zwischen den Pfosten. Er sollte die Mannschaft mit starken Paraden lange im Spiel halten.<\/p>\n<p><strong>Nach f\u00fcnf Minuten drohte ein erneutes Debakel<\/strong><\/p>\n<p>Dabei sprach bereits alles f\u00fcr ein erneutes Debakel, als eine Freistoss-Flanke aus gut 30 Metern von Timur Kesim mit dem Hinterkopf ins lange Eck zum 1:0 f\u00fcr RWO gelenkt wurde. Da streckte sich der immerhin 1,96 Meter gro\u00dfe ehemalige Keeper vom MSV Duisburg vergebens. Coach Wunderlich konstatierte: \u201eUngl\u00fccklicher kann man ein Spiel nicht starten. Der Unterschied heute war aber, dass wir eine Mannschaft auf dem Platz gesehen haben, die nicht aufgegeben hat. Sie hat weiter diszipliniert gearbeitet und unseren Plan komplett verfolgt\u201c.<\/p>\n<p>Gastgeber hatte sich im Fr\u00fchjahr auch ohne ihren verletzten Kapit\u00e4n und F\u00fchrungsspieler Nico Kla\u00df zuletzt als Top-Team der Liga pr\u00e4sentiert, umso erstaunlicher, wie der auch taktisch neu ausgerichtete WSV mithalten konnte. Er kam in der ersten Halbzeit zu nicht weniger als f\u00fcnf Eckb\u00e4llen. Standardsituationen, die allerdings effektlos verpufften, ebenso wie auch gute Gelegenheiten von Vincent Schaub und Toshiaki Miyamoto, w\u00e4hrend der WSV-Keeper auf der anderen Seite gl\u00e4nzend parierte und weitere Gegentreffer verhinderte.<\/p>\n<h4>Jeremy Celal Aydogans Tor war der Weckruf<\/h4>\n<p>Sehr viel besser lief es dann in der zweiten H\u00e4lfte f\u00fcr die Bergischen, die jetzt deutlich aktiver auftraten. Nach Eckball Nummer sieben war es schlie\u00dflich Nicolas Hirschberger, der von der Strafraumkante abzog und den 1:1 Ausgleich erzielte (58.). Sein Schuss war von Timur Mehmet Kesim entscheidend abgef\u00e4lscht worden, jenem Mann der f\u00fcr das F\u00fchrungstor verantwortlich zeichnet und eine Woche zuvor in Lotte noch das goldene Tor zum 1:0 f\u00fcr die Kleebl\u00e4tter erzielte. RWO-Trainer Gunkel reagierte und brachte drei frische Offensivkr\u00e4fte. Ayman Aourir, Tim Krohn sowie der 39j\u00e4hrige Routinier Moritz Stoppelkamp kamen auf\u2019s Feld, was den Druck auf das Wuppertaler Tor nunmehr merklich erh\u00f6hte.<\/p>\n<p>Jetzt kam im Stadion bei den mit angereisten WSV-Anh\u00e4ngern richtig Stimmung auf, erst recht als Jeremy Celal Aydogan nach einem langen Ball in den Strafraum eindrang, dabei Gegenspieler Eric Gueye ausspielte und zur 2:1-F\u00fchrung f\u00fcr den WSV traf (83.). Wann hatte man so etwas zuletzt beim WSV erlebt?<\/p>\n<p>Es war ziemlich genau der Zeitpunkt, als in Velbert die U23 des 1.FC K\u00f6ln mit 3:2 per Elfmeter erstmals in F\u00fchrung ging. Damit hatte der WSV im Fernduell Velbert \u00fcberholt und den begehrten 16.Tabellenplatz erreicht. Theoretisch versteht sich. W\u00e4hrend die Spieluhr tickte, stieg die Spannung auf den Siedepunkt. Sowohl in Velbert als auch in Oberhausen gab es n\u00e4mlich jeweils einige Minuten Nachspielzeit obendrauf.<\/p>\n<h4>Tore in den Schluss-Sekunden wie von Geisterhand<\/h4>\n<p>Und wie von Geisterhand gelang den Velbertern gegen K\u00f6ln in der 96. Minute doch noch das 3:3-Unentschieden per Elfmeter und auch Oberhausen schaffte in der 97. Minute (!) das 2:2-Unentschieden durch einen Kopfball. Eine Flanke von Aourir k\u00f6pfe der 1,90 m gro\u00dfe Deutsch-Belgier Magona-Glody Ngyombo in die Maschen. Danach hatte der sp\u00e4t eingewechselte Semir Saric in der Schlu\u00dfsekunde noch freistehend den WSV-Siegtreffer am Fu\u00df, doch sein Schuss ging neben das Tor. Eine Tragik f\u00fcr sich! Velbert hatte den vielleicht noch sehr wichtigen 16. Tabellenplatz behauptet.<\/p>\n<div id=\"attachment_90820\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-90820\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Aydogan-1-WSV-scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Aydogan erzielte das 2:1 f\u00fcr den WSV in Oberhausen &#8211; leider trafen die Gastgeber in der 97. Spielminute noch zum 2:2 &#8211; \u00a9 Archivfoto Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Bemerkenswert zum Spielverlauf die Auswechselung des \u201erot-gef\u00e4hrdeten\u201c WSV-Mannschaftskapit\u00e4n Dominic Duncan, f\u00fcr den der agile Levin M\u00fcller (67.) ins Spiel gebracht wurde. Duncan hatte sich bereits mehrere Male mit Schiedsrichter Yannick Sager verbal angelegt und wegen wiederholten Meckers bereits in der ersten H\u00e4lfte die gelbe Karte gesehen. Dabei war der 26j\u00e4hrige Drittliga-Referee (bislang 18 Eins\u00e4tze) und Assistenzarzt f\u00fcr Urologie sehr umsichtig und eher milde gestimmt, als er den Gastgebern mehrfach einen lautstark geforderte Elfmeter (zurecht) verweigerte.<\/p>\n<h4>Ein Zeichen mit Linus Lillebror Fr\u00f6hlich (18)<\/h4>\n<p>WSV-Coach Wunderlich hatte mit dem A-Jugendspieler Linus Lillebror Fr\u00f6hlich (18) erstmals auch einen Nachwuchsmann nominiert, der allerdings nicht zum Einsatz kam. Wunderlichs Verh\u00e4ltnis zur Fan-Szene zeigte sich einmal mehr als angespannt, als er nach dem Spiel sofort den Weg in den Spielertunnel antrat, statt, wie sonst \u00fcblich, mit der Mannschaft in den Fan-Block zu gehen, der ihn zuletzt allerdings auch b\u00f6se beschimpft hatte. Ob dieses Verhalten der WSV-Fans in dieser schwierigen Situation wirklich hilfreich ist &#8211; mehr aus zweifelhaft!<\/p>\n<p>Wunderlich: \u201eWir haben ein tolles Ausw\u00e4rtsspiel gemacht, wo uns schon viele abgeschrieben haben. Wir werden bis zum Ende k\u00e4mpfen und alles reinwerfen. Wir schauen, f\u00fcr was es dann noch reichen wird.\u201c Es sind noch drei Spieltag, in denen man neun Z\u00e4hler holen k\u00f6nnte, n\u00e4mlich am kommenden Samstag (14 Uhr) im Zoostadion gegen den FC G\u00fctersloh, dann noch bei Fortuna D\u00fcsseldorf II und gegen den Bonner SC ein Heimspiel zum Abschluss am 15.Mai. Es bleibt also immens spannend.<\/p>\n<p><b>Text: Siegfried J\u00e4hne<\/b><\/p>\n<h4>RW Oberhausen &#8211; \u00a0Wuppertaler SV 2:2 (1:0)<\/h4>\n<p><b>Ausfstellung RWO<\/b>: Kratzsch &#8211; Fassnacht (86. El Amrani), Ludwig, Ngyombo &#8211; Gueye, Sieben (57. Aourir), Schlax, Halangk &#8211; Hong (66. Krohn), Kesim, Nyuydine (66. Stoppelkamp).<\/p>\n<p><b>Aufstellung WSV:<\/b> Adamidis &#8211; Nishimura, Duncan (67. M\u00fcller), Stojanovic &#8211; Aydogan, Hirschberger (85. Heim), Durgun, Miyamoto &#8211; Fehr (75. Saric), Bouzraa, Schaub (75. Santo).<\/p>\n<p><b>Tore:<\/b> 1:0 Kesim (6.), 1:1 Hirschberger (58.), 1:2 Aydogan (84.), 2:2 Ngyombo (90.+7).<\/p>\n<p><b>Gelbe Karten:<\/b> Krohn, Halangk &#8211; Duncan, Schaub.<\/p>\n<p><b>Schiedsrichter: <\/b>Yannick Sager (SC Husen-Kurl, Dortmund)<\/p>\n<p><b>Zuschauer:<\/b> 4.166.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war ein Wechselbad der Gef\u00fchle, wie man es auch im Fu\u00dfball so nur ganz selten erlebt. Dem tief im Abstiegskampf befindlichen Wuppertaler SV fehlten gegen ein Top-Team der Regionalliga nur wenige Sekunden und eine kleine Sensation w\u00e4re perfekt gewesen. Da entri\u00df Titelaspirant Rot-Wei\u00df Oberhauen dem WSV im Niederrhein-Stadion vor 4.176 Zuschauern schon sicher geglaubte drei Punkte, die f\u00fcr den Klassenerhalt so eminent wichtig gewesen w\u00e4ren. Das 2:2 (1:0) Unentschieden war indes f\u00fcr beide Teams so etwas wie eine Niederlage<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-91498","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-03 21:40:21","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91498","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=91498"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91498\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":91506,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91498\/revisions\/91506"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91498"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=91498"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91498"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}