{"id":91346,"date":"2026-04-20T16:09:55","date_gmt":"2026-04-20T14:09:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=91346"},"modified":"2026-04-20T18:21:26","modified_gmt":"2026-04-20T16:21:26","slug":"auch-gesundheitstraining-hat-einen-spass-faktor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/04\/20\/auch-gesundheitstraining-hat-einen-spass-faktor\/","title":{"rendered":"Auch Gesundheitstraining hat einen Spa\u00df-Faktor"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_91348\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-91348 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/sporthaus_essen_2022_02\u00a9janice_mersiovsky-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1636\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Johannes Friese mit seiner Kollegin Michaela M\u00f6ser &#8211; das hochqualifizierte Trainer-Duo des &#8222;Sporthauses Essen&#8220; Gemeinsam &#8211; \u00a9 Sporthaus Essen<\/span><\/div>\n<p>Er hat sich mit seinem Team auf Reha- &amp; Pr\u00e4ventionssport spezialisiert. Ein Begriff, der nicht gerade sexy klingt &#8211; und doch von Jahr zu Jahr einen h\u00f6heren Stellenwert in einer immer \u00e4lter werdenden Gesellschaft bekommt. Physiotherapie ist den meisten Menschen da schon gel\u00e4ufiger. \u201eZur Physiotherapie geht man, wenn ein akutes, k\u00f6rperliches Problem offenkundig ist und eine klare Diagnose vorliegt. Nun aber zu glauben, dass der Physiotherapeut mittel- und langfristig alles wieder hinbiegt ohne selbst aktiv zu werden und erg\u00e4nzend regelm\u00e4\u00dfig Zeit zu investieren, ist und bleibt ein Irrglaube, dem immer noch sehr viele Patienten unterliegen. Bei der Pr\u00e4vention sollte jeder in Eigenverantwortung daf\u00fcr sorgen, dass ein solches Problem erst gar nicht auftritt\u201c, erkl\u00e4rt Johannes Friese.<\/p>\n<p>Aber bislang fristen Reha- &amp; Pr\u00e4ventionssport eher ein Schattendasein. Beim aktuellen \u201ePublic Health Index\u201c des deutschen Krebsforschungs- Zentrums nimmt unser Land unter 18 europ\u00e4ischen Staaten den 17. Rang ein. Mit t\u00f6dlichen Folgen. Unsere Lebenserwartung von durchschnittlich 81 Jahren ist die niedrigste in Mittel- und Westeuropa. High noon, das endlich zu realisieren und dem entgegenzusteuern. Beim Rehasport spielt sogar der Spa\u00dffaktor eine gro\u00dfe Rolle und er wird zudem im Gegensatz zur Einzel-Physiotherapie immer in einer Gruppe mit bis zu 15 Teilnehmern ausge\u00fcbt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Hilfe zu Selbsthilfe<\/h4>\n<p>Johannes Friese: \u201eWir versuchen immer, Freude an Bewegung zu vermitteln und dar\u00fcber hinaus den gesundheitlichen Mehrwert f\u00fcr jeden Einzelnen in den Vordergrund zu r\u00fccken. Den gro\u00dfen Reiz eines Gruppentrainings macht aus, dass es viele unterschiedliche Charaktere, Altersklassen und auch Fitnesslevel gibt. Wir wollen als spezialisierte Trainer vermitteln, dass Bewegung als Hilfe zur Selbsthilfe den Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein richtig gutes Gef\u00fchl verschafft und dazu auch viel Spa\u00df machen kann. Und so werden auch Menschen, die das Reha-Training vor dem ersten Besuch bei uns eher skeptisch und nur als eine Art Pflicht\u00fcbung empfunden haben, weil sie von ihrem Arzt ein entsprechendes Rezept ausgestellt bekamen, oft im positiven Sinne mitgerissen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_91349\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-91349 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/sporthaus-1-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1356\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Bestens ausgestattete Trainingsr\u00e4ume warten auf Frauen und M\u00e4nner, die aktiv etwas f\u00fcr ihre Gesundheit tun wollen &#8211; \u00a9 Sporthaus Essen<\/span><\/div>\n<p>Trotzdem steckt der Rehasport in der Krise und droht am \u201eStock zu gehen\u201c, weil die Finanzierung v\u00f6llig unzureichend gesichert ist. Die gute Nachricht f\u00fcr die Patienten: Das Gesundheitstraining wird im Gegensatz zur Physiotherapie, wo in der Regel ein Eigenanteil von 20 &#8211; 30 \u20ac anf\u00e4llt, von den Krankenkassen zu 100 Prozent finanziert. Die schlechten News f\u00fcr Johannes Friese und seine Mitstreiter: Die 6,50 \u20ac &#8211; 7,00 \u20ac, die von den Krankenkassen f\u00fcr eine 45min\u00fctige Trainingseinheit erstattet werden, decken die Kosten f\u00fcr das spezielle Gruppentraining kaum ab.<\/p>\n<p>Johannes Friese rechnet vor: \u201eF\u00fcr einen Pilates- oder Yoga-Kurs beispielsweise werden in der Regel mindestens 15 \u20ac f\u00fcr eine Stunde aufgerufen. Da k\u00f6nnen wir nicht mithalten, es sei denn, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zahlen auf freiwilliger Basis etwas mehr.\u201c<\/p>\n<h4>Fitness-Ketten beherrschen den Markt<\/h4>\n<p>Gerade einmal 15 Anbieter f\u00fcr Gesundheitssport gibt es in Essen. Der Markt wird beherrscht von den gro\u00dfen Fitness-Ketten, die h\u00e4ufig aber nur das Equipment zur Verf\u00fcgung stellen, der Rest wird den Mitgliedern dann meist selbst \u00fcberlassen. Und dann stehen auch nicht Gesundheitsaspekte, sondern h\u00e4ufig oft \u00e4sthetische Trainings-Gr\u00fcnde im Vordergrund &#8211; wie etwa der Wunsch nach einem Sixpack oder nach Muskelpaketen in den Oberarmen.<\/p>\n<p>Johannes Friese und seine Kollegin Michaela M\u00f6ser wissen aus Erfahrung: \u201eEs sind zwar Millionen Menschen als Mitglieder bei den gro\u00dfen Fitness-Ketten angemeldet, aber nur ein Bruchteil davon trainiert regelm\u00e4\u00dfig, effektiv und effizient. Viele gehen gerade einmal 30 Minuten aufs Laufrad und reden sich dann ein, in ausreichendem Ma\u00dfe etwas f\u00fcr sich getan zu haben. Doch unterm Strich reicht das beileibe nicht aus.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_91350\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-91350 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/sporthaus_essen_2022_01\u00a9janice_mersiovsky-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1340\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Modern und zielorientiert sind die Trainingsr\u00e4ume im &#8222;Sporthaus Essen&#8220; ausgestattet &#8211; \u00a9 Sporthaus Essen<\/span><\/div>\n<p>Johannes Friese, der an der \u201eIST\u201c, der privaten Hochschule f\u00fcr Sport &amp; Management in D\u00fcsseldorf die Ausbildung zum Sport &amp; Gesundheitstrainer vor 15 Jahren erfolgreich beendet hat und anschlie\u00dfend eine Weiterbildung zum Reha-Sport-Trainer absolvierte, w\u00fcnscht sich vom Staat mehr Engagement in Sachen Gesundheitsvorsorge: \u201eWir brauchen deutlich mehr Aufkl\u00e4rung, um die Gesellschaft verst\u00e4rkt f\u00fcr das Thema Gesundheit und Pr\u00e4vention zu sensibilisieren. Da die Kassen der \u201aKVs\u201c leer sind, wird der Einzelne selbst mehr f\u00fcr seine Gesundheit investieren m\u00fcssen. Und jeder sollte auch seine Hausaufgaben machen. Deshalb legen wir bei unseren Gruppen-Trainingsstunden gro\u00dfen Wert auf den Alltagsbezug: \u00dcbungen, wie Kniebeugen, aus dem Sessel oder dem Bett aufstehen, Gegenst\u00e4nde aufheben.\u201c<\/p>\n<h4>Qualifikation der Trainerinnen und Trainer extrem wichtig<\/h4>\n<p>Und selbstverst\u00e4ndlich sollte die Qualifikation der Trainerinnen und Trainer mehr im Mittelpunkt stehen. Johannes Friese: \u201eDie Grundqualifikation ist ganz wichtig. Man braucht unbedingt ein Grundwissen, was Anatomie, Physiologie und Trainingslehre angeht. Da ist in den letzten Jahren leider etwas in die falsche Richtung gelaufen. Quereinsteiger bekommen heute oft viel zu schnell die Trainer-Lizenz, was aber noch lange nicht bedeutet, dass sie dann wirklich in der Lage sind, f\u00fcr das ganz spezielle Krankheitsbild eines Patienten die optimalen \u00dcbungen zu empfehlen.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Insbesondere die Struktur solcher Ausbildungslehrg\u00e4nge &#8211; so der Gesundheitstrainer &#8211; m\u00fcsse dringend modernisiert werden und der Anteil an praktischen Lerneinheiten sollte wieder erheblich in den Vordergrund r\u00fccken. Schlusswort Johannes Friese: \u201eEine Gruppe anzuleiten und alltagsbezogene Gesundheitsaspekte zu vermitteln, lernt man nicht am PC.\u201c<\/p>\n<p>Keine Frage: Beim immer wichtiger werdenden Thema Reha-, Pr\u00e4ventions- und Gesundheitssport krankt es noch an vielen Stellen.<\/p>\n<p><strong>Text: Peter Pionke<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_91351\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-91351 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_20211021_143253_159-2.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"735\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Angebotspalette des Sporthaus Essen &#8211; \u00a9 Sporthaus Essen<\/span><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWer nicht jeden Tag Zeit f\u00fcr seine Gesundheit aufbringt, wird irgendwann sehr viel Zeit f\u00fcr seine Krankheit opfern m\u00fcssen.\u201c Dieser weise Satz stammt von Sebastian Anton Kneipp (17.05.1821 &#8211; 17.06.1897), katholischer Priester und Gesundheitspapst.\u00a0Wie treffend die Weisheit des Erfinders der ber\u00fchmten Kneipp-Kuren gerade heute ist, das wei\u00df Johannes Friese, leitender Sport- &#038; Gesundheitstrainer des Vereins \u201eSporthaus e.V.\u201c in Essen, nur zu gut.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[],"class_list":["post-91346","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lifestyle"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-27 19:33:26","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91346","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=91346"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91346\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":91354,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91346\/revisions\/91354"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91346"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=91346"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91346"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}