{"id":91261,"date":"2026-04-16T13:14:53","date_gmt":"2026-04-16T11:14:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=91261"},"modified":"2026-04-16T13:14:53","modified_gmt":"2026-04-16T11:14:53","slug":"elizabeth-ii-umsichtige-politikerin-des-20-jahrhunderts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/04\/16\/elizabeth-ii-umsichtige-politikerin-des-20-jahrhunderts\/","title":{"rendered":"Elizabeth II. &#8211; umsichtige Politikerin des 20. Jahrhunderts"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_91264\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1585px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-91264\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Portrait-Eckert-foto-Mathias-Kehren-2.jpg\" alt=\"\" width=\"1575\" height=\"1233\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Historiker Dr. Georg Eckert, Privatdozent in der Neueren Geschichte an der Bergischen Universit\u00e4t &#8211; \u00a9 Mathias Kehren<\/span><\/div>\n<p><b>Warum wurde Elizabeth II. \u00fcberhaupt Thronfolgerin?<\/b><\/p>\n<p>Georg Eckert: &#8222;Mit ihrer Geburt am 21. April 1926 stand Elizabeth bereits an dritter Stelle der britischen Thronfolge, als damals erste Angeh\u00f6rige einer neuen Generation. Die kleine Prinzessin zog rasch die Sympathien der britischen \u00d6ffentlichkeit auf sich, doch als angehende K\u00f6nigin wurde sie zun\u00e4chst wohl nur von den Windsors selbst wahrgenommen. Solche Dynastien sind es gewohnt, Thronf\u00e4higkeit auch bei unwahrscheinlichen Erbf\u00e4llen zu gew\u00e4hrleisten: wie eben bei Elizabeth. Es brauchte n\u00e4mlich viele Zuf\u00e4lle, dass die Erbfolge am Ende wirklich auf sie kam. Einerseits w\u00e4re das Anrecht auf die Krone gem\u00e4\u00df der bis in die 2010er Jahre g\u00fcltigen m\u00e4nnlichen Primogenitur (Erstgeborenen-Nachfolgeordnung: Erbfolge zugunsten des \u00e4ltesten Sohnes, Anm. d. Red.) sofort einem j\u00fcngeren Bruder zugefallen, aber ihre Eltern bekamen \u201enur\u201c eine weitere Tochter, Elizabeth\u2018 j\u00fcngere Schwester Margaret.<\/p>\n<p>Andererseits ging die Krone von ihrem Gro\u00dfvater George V. im Jahre 1936 zun\u00e4chst auf dessen erstgeborenen Sohn \u00fcber: den nachmaligen Edward VIII., bei der Geburt seiner Nichte Elizabeth noch ein eingefleischter Junggeselle, von dem man zu gegebener Zeit eigene Kinder erwartete, die dann Staatsoberhaupt geworden w\u00e4ren. Niemand konnte ahnen, dass Edward VIII. nach diversen Romanzen eine geschiedene Amerikanerin heiraten wollte, Wallis Simpson. Er heiratete sie schlie\u00dflich auch, hatte daf\u00fcr freilich noch im selben Jahr, in dem er den Thron bestiegen hatte, bereits wieder abdanken m\u00fcssen: angesichts jener Bestimmungen der Anglikanischen Kirche, die einer Hochzeit entgegenstanden, und einer \u00d6ffentlichen Meinung, die sich vehement gegen die Beziehung gewandt hatte, auch aus politischen Gr\u00fcnden. Diese konstitutionelle Krise endete damit, dass nunmehr Elizabeth\u2018 Vater als George VI. die Herrschaft \u00fcbernahm \u2013 unerwartet und eher widerwillig. Sp\u00e4testens jetzt war mit Elizabeth\u2018 Thronfolge unbedingt zu rechnen.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_53830\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-53830\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Logo-Jahr100Wissen.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p><b>Die ersten Jahre als Oberhaupt der Briten waren f\u00fcr die junge K\u00f6nigin alles andere als leicht. Auf einmal war sie das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche sowie des Commonwealth. Wie hat sie diese Aufgabe nach Einsch\u00e4tzung der Historiker gemeistert?<\/b><\/p>\n<p>Georg Eckert: &#8222;Bei allen Herausforderungen war Elizabeth unterdessen bestm\u00f6glich auf die Thronfolge vorbereitet worden. Als Herrscherin w\u00e4hlte sie einen ambitionierten Namen, der Hoffnungen auf ein neuerlich ruhmreiches elisabethanisches Zeitalter n\u00e4hrte. Zudem hatte die britische K\u00f6nigsfamilie im Zweiten Weltkrieg die Bev\u00f6lkerung f\u00fcr sich einnehmen k\u00f6nnen. Ihr Vater, George VI., k\u00e4mpfte seit dem Jahr 1949 mit gravierenden gesundheitlichen Problemen, so dass Elizabeth ihn immer \u00f6fter vertrat. Sie \u00fcbte gleichsam und befand sich auf einer ausgedehnten Reise durch die Kronl\u00e4nder, als sie in Kenia die Todesnachricht erhielt. Ihre Kr\u00f6nung am 02. Juni 1953 wurde zu einem gro\u00dfen internationalen Medienereignis, live im Fernsehen \u00fcbertragen und in einem opulenten Dokumentarfilm verarbeitet. Gleich anschlie\u00dfend begab sich Elizabeth II. auf eine Goodwill-Reise quer durch die Welt. Ihre pers\u00f6nliche Pr\u00e4senz, strategisch geplant, half den \u00dcbergang vom britischen Empire hin zum Commonwealth of Nations moderieren. Systematisch verbreitete Bilder ihrer wachsenden Familie unterst\u00fctzten diesen Wandel, die weitere Erbfolge war schon gesichert: Der sp\u00e4tere Charles III. und seine j\u00fcngere Schwester Anne waren bereits 1948 und 1950 geboren, in der durchaus kontrovers diskutierten Ehe mit dem deutschst\u00e4mmigen Prinz Philipp, der daf\u00fcr zum Anglikanismus konvertiert war.&#8220;<\/p>\n<p><b>Elizabeth II. hat 15 Premierminister ernannt. Mit Churchill verband sie aber eine ganz besondere Beziehung. K\u00f6nnen Sie das erkl\u00e4ren?<\/b><\/p>\n<p>Georg Eckert: &#8222;Vielleicht ist diese Beziehung etwas zu sehr vom Klischee her gedacht, der erfahrene Politiker habe die unerfahrene K\u00f6nigin angeleitet. Schon in jungen Jahren zeigte sich Elizabeth II. vielmehr als \u00e4u\u00dferst kundige Herrscherin. Sie kalkulierte sehr genau, inwiefern sie sich politisch exponierte. Dazu geh\u00f6rte, Churchill einen w\u00fcrdigen Abschied aus seiner weniger erfolgreichen zweiten Amtszeit als Premierminister zu erm\u00f6glichen. Eigentlich passten sie kaum zusammen, Alter und Lebensf\u00fchrung trennten sie: hier die zur\u00fcckhaltende junge K\u00f6nigin, dort der greise Exzentriker Winston Churchill. Eines verband sie allerdings, n\u00e4mlich ihr Prestige aus Kriegszeiten. War der Kriegspremier auch im Jahre 1945 abgew\u00e4hlt worden, seine anhaltende Popularit\u00e4t verdankte er der Abwehr Nazi-Deutschlands \u2013 desgleichen die Monarchie.<\/p>\n<div id=\"attachment_91265\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-91265 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Queen_Elizabeth_II_on_3_June_2019-gemeinfrei.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"758\" \/><span class=\"wp-caption-text\">K\u00f6nigin Elizabeth II., modisch elegant gekleidet mit Hut im Jahr 2019 &#8211; \u00a9 gemeinfrei<\/span><\/div>\n<p>Die K\u00f6nigsfamilie hatte sich der Bev\u00f6lkerung seinerzeit zugewandt, Elizabeth hatte sogar im Auxiliary Territorial Service gedient und dabei Lastwagenfahren gelernt, noch in hohem Alter fuhr sie mit Vergn\u00fcgen selbst ihre Gel\u00e4ndewagen. Auch Furchtlosigkeit und Standhaftigkeit zeichneten beide aus: Elizabeth unternahm Reisen, von denen man ihr aus Sicherheitsgr\u00fcnden abgeraten hatten. Pers\u00f6nliche Wertsch\u00e4tzung und politisches Kalk\u00fcl lie\u00dfen die K\u00f6nigin schon nach Churchills verheimlichtem Schlaganfall im Jahre 1953 die sorgf\u00e4ltige Vorbereitung eines Staatsbegr\u00e4bnisses anordnen: \u201eOperation Hope Not\u201c, durchgef\u00fchrt schlie\u00dflich im Jahre 1965, nach Churchills sp\u00e4tem Tod. Das n\u00e4chste britische Staatsbegr\u00e4bnis sollte bezeichnenderweise erst wieder dasjenige von Elizabeth II. selbst werden.&#8220;<\/p>\n<p><b>Eine ihrer Devisen lautete: \u201eNever complain, never explain.\u201c (Niemals beschweren, niemals erkl\u00e4ren) Was bedeutete das f\u00fcr ihr Amt?<\/b><\/p>\n<p>Georg Eckert: &#8222;Vom Elizabeth II. stammt dieses Zitat nicht, sondern aus dem 19. Jahrhundert. Aber es beschreibt treffend eine der vielen erfolgreichen Strategien, mit denen sich das britische K\u00f6nigshaus \u00fcber lange Zeit eine gro\u00dfe Popularit\u00e4t zu sichern vermochte. Derlei verk\u00f6rperte einerseits die sprichw\u00f6rtliche britische \u201estiff upper lip\u201c (Redewendung f\u00fcr durchhalten, nicht nachgeben, Anm. d. Red.), zumal mit der Erfahrung des Zweiten Weltkriegs. Andererseits half eine gewisse Schweigsamkeit, rund um die k\u00f6nigliche Familie ein gewisses Mysterium zu pflegen \u2013 dasjenige einer Dynastie, die das Gute und Richtige tut, ohne dar\u00fcber zu reden, geschweige denn, sich f\u00fcr ihr Handeln irgendwie rechtfertigen zu m\u00fcssen. Wie flexibel diese Maxime gehandhabt wurde, zeigte sich allerdings schon fr\u00fch in einer intensivierten, systematisch betriebenen PR-Arbeit. So drehte die BBC schon im Jahre 1969 einen Dokumentarfilm, der die \u201eRoyal Family\u201c im Alltag und bei harter Arbeit f\u00fcr das Gemeinwohl zeigte: vor einem Publikum von 30 Millionen Briten. Die wirkliche Devise einer Dynastie, die sich immer wieder neu auf den Medienwandel einzustellen vermochte, lautete also eher: \u201enever complain, often explain\u201c.&#8220;<\/p>\n<p><b>Als Monarchin hatte sie einige Krisen zu meistern, die den Fortbestand der Monarchie bedrohten. Welche waren das u.a.?<\/b><\/p>\n<p>Georg Eckert: &#8222;Gro\u00dfbritannien stand in der Amtszeit Elizabeth\u2018 II. vor vielen gro\u00dfen, vielfach miteinander verschr\u00e4nkten Herausforderungen: Dekolonialisierung, Kriege, Wirtschaftskrisen und manches mehr. Doch die bedrohlichste Krise der Monarchie selbst entstand wohl nach dem an sich vergleichsweise unbedeutenden Unfalltod Lady Dianas im Jahre 1997. Sie zeigte zugleich auf, inwiefern die obengenannte Devise l\u00e4ngst nicht mehr in die Zeit und vor allem keineswegs mehr in die ver\u00e4nderte Medienlandschaft passte. Die geschiedene Schwiegertochter hatte schon vor ihrem pl\u00f6tzlichen Unfalltod eine wirksamere PR-Strategie genutzt und dem K\u00f6nigshaus die Meinungshoheit \u00fcber ihre Scheidung von Prince Charles entrissen, gerade indem sie sich in einem skandaltr\u00e4chtigen Interview in der BBC erkl\u00e4rte.<\/p>\n<div id=\"attachment_91266\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-91266 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Elizabeth_and_Philip_1953-gemeinfrei.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"618\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Kr\u00f6nungsportr\u00e4t von K\u00f6nigin Elisabeth II. und Prinz Philip (*10.06.1921 &#8211; \u202009.04.2021), Duke of Edinburgh (1953) &#8211; \u00a9 gemeinfrei<\/span><\/div>\n<p>Als, protokollarisch \u00fcbrigens vollkommen korrekt, nach Dianas Tod der Union Jack am Buckingham Palace nicht auf Halbmast gesetzt wurde, wandte sich vor allem die Boulevardpresse gegen eine vermeintlich herzlose ehemalige Schwiegermutter. Lady Di wurde zur \u201eK\u00f6nigin der Herzen\u201c ausgerufen, und indem der britische Premierminister Tony Blair sie zur \u201ePeople\u2019s Princess\u201c proklamierte, versuchte er aus der Not der Dynastie politisches Kapital zu schlagen. Elizabeth korrigierte ihren Kurs gerade noch rechtzeitig mit einer empathischen Fernsehansprache als einf\u00fchlsame Gro\u00dfmutter. Ansonsten w\u00e4ren jene Stimmen, die auch in der Amtszeit Elizabeth\u2018 II. immer wieder zur Abschaffung<b> <\/b>der Monarchie aufriefen, rasch noch vernehmlicher geworden.&#8220;<\/p>\n<p><b>Andere Herrscherh\u00e4user setzen ihre Nachfolger schon zu Lebzeiten ein, wie die Beispiele etwa in den Niederlanden, Spanien oder D\u00e4nemark zeigen. Das kam f\u00fcr die Queen nie in Frage, obwohl sie am Ende doch sehr gebrechlich war. Warum nicht?<\/b><\/p>\n<p>Georg Eckert: &#8222;Solange daf\u00fcr keine Quellen auswertbar sind, keine einschl\u00e4gigen Dokumente der K\u00f6nigin nachzulesen, k\u00f6nnen Historiker nur Vermutungen anstellen. Zeitlebens pr\u00e4sentierte sich Elizabeth II. als bescheidene, uneigenn\u00fctzige H\u00fcterin des Gemeinwohls. Das hat sie sicherlich als wichtige Ressource der Monarchie erkannt: Mit Gottesgnadentum ist in der Moderne kein K\u00f6nigtum mehr zu legitimieren. Die K\u00f6nigin und ihr Mann pflegten au\u00dferdem sympathische Schrullen, auch so hob sich Elizabeth II. immer vorteilhafter von den denkbar unsympathischen Skandalen um zwei ihrer S\u00f6hne ab; noch kurz vor ihrem Tod schloss sie ihren Sohn Andrew von der Wahrnehmung k\u00f6niglicher Pflichten aus, das Image ihres \u00e4ltesten Sohnes hatte unter dessen medial ausgetragener Scheidung von Prinzessin Diana schwer gelitten.<\/p>\n<p>Dass Charles III. einmal zu einer von vielen unerwarteten Popularit\u00e4t gelangen sollte, h\u00e4tte die K\u00f6nigin nicht unbedingt angenommen. Vielmehr deuteten viele Beobachter ihr Durchhalten als politische Strategie, um die Krone nach m\u00f6glichst kurzer Amtszeit des Thronfolgers oder gar unter dessen Verzicht umgehend an ihren \u00e4ltesten Enkel William \u00fcbergehen zu sehen: mit \u00e4hnlich makelloser Lebensf\u00fchrung und einer \u00e4hnlich volksnahen Familie wie seine Gro\u00dfmutter, die noch wenige Tage vor ihrem Tod eine neue Premierministerin ernannt hatte \u2013 gebrechlich, aber eben bis zuletzt pflicht- und durchaus auch machtbewu\u00dft. Ihr stoisches Durchhalten best\u00e4rkte zugleich den alten Mythos, eine K\u00f6nigin sei eben doch ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Mensch, dem au\u00dfergew\u00f6hnliche Rechte zust\u00fcnden: zum Nutzen von Staat und Gesellschaft.&#8220;<\/p>\n<p><b>Am 21. April w\u00fcrde die Queen ihren 100. Geburtstag feiern. Hat sie die Monarchie f\u00fcr die Zukunft gesichert?<\/b><\/p>\n<p>Georg Eckert: &#8222;Die Zukunft hat leider f\u00fcr den Historiker den Nachteil, dass sie notorisch ungewiss ist \u2013 und davon abh\u00e4ngt, was Elizabeth\u2018 II. Nachfolger schlie\u00dflich tun oder eben unterlassen. In der R\u00fcckschau erweist sich die K\u00f6nigin als umsichtige Politikerin, die viele Transformationen klug zu moderieren wusste. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise die Aufl\u00f6sung des britischen Weltreichs, ohne dass sich sein Kern zersetzt h\u00e4tte, die F\u00f6deralisierung Gro\u00dfbritanniens und insbesondere, die Monarchie den Erfordernissen des Medienzeitalters anzupassen. Wie das gelingen oder misslingen kann, hat der aktuelle K\u00f6nig Charles III. in unterschiedlichen Phasen seines Lebens gleicherma\u00dfen erfahren.<\/p>\n<p>Welchen Balanceakt das bedeutet, illustrieren die ungleichen Viten seiner beiden S\u00f6hne. Bew\u00e4hren m\u00fcssen sich weitere britische Monarchen schon selbst, aber in ihrer enorm langen Amtszeit hat Elizabeth II. tragf\u00e4hige Voraussetzungen f\u00fcr den Fortbestand einer Institution geschaffen, die auf diese Weise doch wieder in die Zeit passt: mit wohlt\u00e4tigen \u201eWorking Royals\u201c, mit einer Volksn\u00e4he, die zum Beispiel die von Elizabeth II. eingef\u00fchrten \u201eRoyal Walkabouts\u201c mit H\u00e4ndesch\u00fctteln und informellen Gespr\u00e4chen bis heute erfahrbar machen und mit ein bisschen Skurrilit\u00e4t. Unf\u00f6rmigkeit schafft Sympathie, ob nun kleine Hunde oder gro\u00dfe bunte H\u00fcte.<\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_91267\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 210px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-91267\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Portrait-Eckert-foto-Mathias-Kehren.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"259\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Georg Eckert &#8211; \u00a9 Mathias Kehren<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Dr. Georg Eckert<\/h4>\n<p>Dr. Georg Eckert studierte Geschichte und Philosophie in T\u00fcbingen, wo er mit einer Studie \u00fcber die Fr\u00fchaufkl\u00e4rung um 1700 mit britischem Schwerpunkt promoviert wurde, und habilitierte sich in Wuppertal. 2009 begann er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Geschichte und lehrt heute als Privatdozent in der Neueren Geschichte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie war die am l\u00e4ngsten amtierende K\u00f6nigin in der Geschichte Gro\u00dfbritanniens und starb hochbetagt am 8. September 2022 im Alter von 96 Jahren: Queen Elizabeth II. Dabei w\u00e4re ihr Leben eigentlich ganz anders verlaufen. Aus Anlass des 100. Geburtstags der britischen K\u00f6nigin hat sich Autor Uwe Blass im Rahmen der lehrreichen Uni-Reihe &#8222;Jahr100Wissen&#8220; mit dem Historiker Dr. Georg Eckert \u00fcber das Leben und Wirken der ber\u00fchmten Monarchin unterhalten.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-91261","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-23 16:43:49","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91261","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=91261"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91261\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":91271,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91261\/revisions\/91271"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91261"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=91261"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91261"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}