{"id":90950,"date":"2026-03-30T15:18:43","date_gmt":"2026-03-30T13:18:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=90950"},"modified":"2026-03-30T15:18:43","modified_gmt":"2026-03-30T13:18:43","slug":"die-beeindruckende-vielfalt-repraesentativer-graeber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/03\/30\/die-beeindruckende-vielfalt-repraesentativer-graeber\/","title":{"rendered":"Die beeindruckende Vielfalt repr\u00e4sentativer Gr\u00e4ber"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_90953\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 910px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90953 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Foto-Lehmann-privat.jpeg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"601\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Kunstgeschichtlerin Dr. Doris Lehmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin f\u00fcr Kunstgeschichte an der Bergischen Universit\u00e4t &#8211; \u00a9 Lehmann<\/span><\/div>\n<p><strong>Deutschland hat eine Friedhofskultur. Gemeint damit sind die Friedhofsgestaltung, Bestattungspraxis sowie Trauer- und Erinnerungsrituale. Friedh\u00f6fe sind heute Abbilder einer pluralistischen Gesellschaft. Mit der Industrialisierung des 19. Jahrhunderts ver\u00e4nderte sich die urspr\u00fcngliche Friedhofskultur erheblich. Das kann man gut an alten Grabsteinen ablesen, die oft standardisierte Formen hatten, nun aber zunehmend individueller gestaltet wurden. Jeder Grabstein sollte nicht nur die Grundinformationen zum Verstorbenen enthalten, sondern auch dessen Pers\u00f6nlichkeit widerspiegeln. Dabei kamen immer mehr verschiedene Materialien zum Einsatz, obwohl Naturstein und Granit weiterhin beliebt waren. Ein bekanntes Beispiel f\u00fcr historische Grabsteine aus dieser Zeit ist der P\u00e8re-Lachaise-Friedhof in Paris, auf dem zahlreiche kunstvoll gestaltete Grabm\u00e4ler aus Granit, Marmor und anderen Natursteinen zu finden sind. Viele dieser Gr\u00e4ber sind mit beeindruckenden Skulpturen und kunstvollen Inschriften verziert. Doch auch Wuppertal bietet dazu auf dem Unterbarmer Friedhof eine Reihe bemerkenswerter Gr\u00e4ber aus der Zeit. Was ist das Besondere an ihnen?<\/strong><\/p>\n<p>Doris Lehmann: &#8222;Der Friedhof Unterbarmen ist ein wunderbares Beispiel f\u00fcr die beeindruckende Vielfalt repr\u00e4sentativer Gr\u00e4ber. Wer den 1822 eingeweihten Unterbarmer Friedhof besucht, begibt sich auf eine ebenso spannende wie ber\u00fchrende Zeitreise in Wuppertals pr\u00e4chtige Vergangenheit. Insbesondere um 1900 \u00fcberboten sich hier finanzstarke Auftraggeber mit Grabmalgestaltungen, die teilweise wirklich spektakul\u00e4r als Monument und in der Umgebung einzigartig sind. Mit dem technischen Know-how der K\u00f6lner Dombauh\u00fctte und der Offenheit f\u00fcr ein Nebeneinander verschiedenster kreativer M\u00f6glichkeiten entstand f\u00fcr die hier ans\u00e4ssigen Industriellen und ihre Familien historische Grabmalkunst, die nicht nur das Selbstverst\u00e4ndnis der einzelnen Personen dokumentiert, sondern auch die Wirtschafts-, Sozial- und Stadtgeschichte des damals noch eigenst\u00e4ndigen Barmen mit verschiedenen Facetten sichtbar macht. Dass dieses Nebeneinander so unterschiedlicher Vorstellungen noch erhalten und landschaftlich eingebettet erlebbar ist, macht den Unterbarmer Friedhof auch \u00fcber die heutigen Stadtgrenzen hinaus ber\u00fchmt. Der Besuch lohnt sich und offenbart einen ganz eigenen Charakter, gerade im Vergleich mit dem Alten Friedhof in Bonn, dem Friedhof Melaten in K\u00f6ln oder dem Golzheimer Friedhof in D\u00fcsseldorf.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_44822\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-44822\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Logo-Transfergeschichten.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p><b>Sprechen wir \u00fcber einige Beispiele: Das Grab der Eltern von Friedrich Engels ist dort zu finden. Der Grabstein aus Sandstein wurde 2019 aufw\u00e4ndig restauriert. Sandstein ist sehr anf\u00e4llig, denn er erodiert und ist frostempfindlich, das wissen wir auch vom K\u00f6lner Dom. Warum nutzte man ihn trotzdem, und warum ist der Engels-Grabstein ein wichtiges historisches Denkmal?<\/b><\/p>\n<p>Doris Lehmann: &#8222;Das sind beides sehr spannende Fragen und \u00fcber die erste k\u00f6nnte man ein Buch schreiben. Wenn wir genauer hinschauen, dann stellen wir zuerst einmal fest, dass seit der Grundsteinlegung 1248 bis heute etwa 50 Steinsorten im K\u00f6lner Dom verbaut wurden. Erst im 19. Jahrhundert wurden unterschiedliche Sorten Sandstein als Alternative zum Trachyt des 1828 geschlossenen Steinbruchs am Drachenfels im K\u00f6lner Dom verbaut. Der heute bekannte Substanzverlust war damals so nicht vorhersehbar und betrifft ja auch nicht allein Bauteile aus Sandstein. Der Obernkirchener Sandstein, aus dem beispielsweise die T\u00fcrme und Bodenplatten des K\u00f6lner Doms gearbeitet wurden, gilt sogar als sehr verwitterungsbest\u00e4ndig. Letztlich kommt es also auf mehrere Faktoren an: die Qualit\u00e4t h\u00e4ngt zwar einerseits unmittelbar mit den Entstehungsbedingen der Gesteinsschicht zusammen, relevant ist aber auch wie und wof\u00fcr der Stein verwendet wurde. Je nach Funktion eignen sich unterschiedliche Steinsorten f\u00fcr verschiedene Aufgaben.<\/p>\n<div id=\"attachment_90955\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90955 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Grabstein-1-Toelle.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"867\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das &#8222;Kolumbarium&#8220;, das Grabmal von Carl Toelle &#8211; \u00a9 UniService Third Mission<\/span><\/div>\n<p>Ein Stein, der f\u00fcr den Innenbereich sehr gut geeignet und dort auch haltbar ist, kann bei ungeeigneter Verbauung im Au\u00dfenbereich stark verwittern und muss gegebenenfalls ausgetauscht werden. Man muss individuell schauen, was jeweils das Problem ist und stellt dann fest, dass Sandstein nicht gleich Sandstein ist. Auch wenn es unglaublich klingt, aber Quader aus ein und demselben Steinbruch k\u00f6nnen sich stark voneinander unterscheiden. Und dann macht es eben auch einen Unterschied, welchen \u00e4u\u00dferen Faktoren wie Positionierung, Witterung, Materialien oder Umweltbelastung dem Stein schaden k\u00f6nnen. F\u00fcr Sandstein als Material sprachen im 19. Jahrhundert verschiedene praktische Erw\u00e4gungen, die auch f\u00fcr die Errichtung eines Grabmals relevant waren: Dazu z\u00e4hlten Verf\u00fcgbarkeit, Kosten und Transport. Sandstein wurde in der Praxis obendrein als vergleichsweise weiches Material gesch\u00e4tzt, das eine filigrane, also kleinteilige Bearbeitung sehr gut m\u00f6glich machte. F\u00fcr Steinmetze und Bildhauer war das eine nicht zu untersch\u00e4tzende Arbeitserleichterung.<\/p>\n<p>Ber\u00fccksichtigen wir die Gleichzeitigkeit der Projekte, also die Vollendung des K\u00f6lner Doms einerseits und das Grabmal f\u00fcr Friedrich Engels senior andererseits, f\u00e4llt die gestalterische N\u00e4he ebenso auf wie die \u00f6rtliche. Das Grabmal der Familie Engels hat die Form einer gotischen Fiale, also eines mit Ma\u00dfwerk geschm\u00fcckten Ziert\u00fcrmchens, dessen Spitze mit einer Kreuzblume abschlie\u00dft. Damit \u00e4hnelt es nicht nur dem K\u00f6lner Dom, sondern auch dem 1859 restaurierten Hochkreuz in Bonn-Bad Godesberg, das sogar als m\u00f6gliches Vorbild diskutiert wurde. Bis zur Erneuerung dieses Wegekreuzes, das 1349\u20131362 von der K\u00f6lner Dombauh\u00fctte gefertigt worden war, war es von einem Kreuz bekr\u00f6nt worden. Die Entscheidung f\u00fcr die Anfertigung des Grabmals im neugotischen Stil zeigt den ausdr\u00fccklichen Wunsch des Auftraggebers als christlich wahrgenommen zu werden, was zum Engagement von Friedrich Engels senior f\u00fcr die vereinigte Evangelische Kirchengemeinde passt. Als Denkmal repr\u00e4sentiert die Grabgestaltung Ideale ihrer Entstehungszeit.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_90956\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90956 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Grabstein6-Kruse.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"867\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Grab der Familie Kruse &#8211; \u00a9 UniService Third Mission<\/span><\/div>\n<p><b>Es gibt auf dem Unterbarmer Friedhof einen besonderen Weg, den die Wuppertaler auch als \u00b4Millionenallee` bezeichnen. Warum hei\u00dft der so?<\/b><\/p>\n<p>Doris Lehmann: &#8222;Mit der Bezeichnung \u201eMillionenallee\u201c ist eine pr\u00e4chtige Gr\u00e4berstra\u00dfe gemeint, deren Entstehung sicher eine enorme Geldsumme \u2013 die sprichw\u00f6rtliche Million \u2013 gekostet haben d\u00fcrfte. Seit wann die Wuppertaler ihre \u201eMillionenallee\u201c so genannt haben, wei\u00df ich leider nicht, aber klar ist, dass schon den Mitb\u00fcrgern der Sp\u00e4tgr\u00fcnderzeit nicht verborgen blieb, dass sich nur reiche Auftraggeber so aufw\u00e4ndige architektonische und skulptural gestaltete Grabanlagen leisten konnten. Und die dichte Ansammlung ist eine zus\u00e4tzliche Besonderheit, die Bewunderung ebenso hervorgerufen haben d\u00fcrfte wie vermutlich auch hier und da ein wenig mehr oder weniger liebevollen Spott von denen, die den zur Schau gestellten Reichtum kritisch be\u00e4ugten. In der Gr\u00fcnderzeit waren Billion\u00e4re und selbst Milliard\u00e4re noch kein Thema und auch die f\u00fcr Dagobert Duck erfundenen Zahlw\u00f6rter Fantastillion oder Fantastilliarde gab es als Hinweis auf als unermesslich empfundenen Reichtum noch nicht. Die Bezeichnung \u201eMillionenallee\u201c kennen bestimmt manche hier in der Umgebung auch aus einem \u00e4hnlichen Zusammenhang: Es gibt n\u00e4mlich auch eine auf dem Melaten Friedhof in K\u00f6ln, wo ebenfalls kr\u00e4ftig in den Nachruhm investiert wurde.&#8220;<\/p>\n<p><b>Der D\u00fcsseldorfer Bildhauer Josef Hammerschmidt (1873\u20131926) hat 1911 einen bemerkenswerten Grabstein mit \u00e4gyptischem Flair auf dieser besagten Millionenallee geschaffen. Eine Sphinx in Unterbarmen ist schon ungew\u00f6hnlich, oder?<\/b><\/p>\n<p>Doris Lehmann: &#8222;Ja, eine Sphinx auf einem Friedhof erscheint ungew\u00f6hnlich, wenn die Erwartungshaltung beispielsweise durch die zwischen 1885 und 1920 beliebten Darstellungen von Engeln auf christlichen Gr\u00e4bern gepr\u00e4gt ist. Ein sch\u00f6nes Beispiel daf\u00fcr w\u00e4re der Galvanoengel auf der Familiengrabst\u00e4tte Reinhold Maus auf dem Friedhof Cronenberg an der Solinger Stra\u00dfe. Aber das Besondere und Sch\u00f6ne am langen 19. Jahrhundert ist ja aus meiner Sicht gerade die Vielfalt und das Nebeneinander ganz unterschiedlicher Vorstellungen. Und daf\u00fcr ist die genannte Sphinx, manche w\u00fcrden auch sagen \u201eder Sphinx\u201c, ein in der Tat bemerkenswertes Beispiel. Bei diesem Grabmal versteckt sich das christliche Symbol im kreuzf\u00f6rmigen Grundriss, auf dem das imposante Fabelwesen ruht.<\/p>\n<div id=\"attachment_90957\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90957 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Grabstein-8-Riedel-Goschin.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"867\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Grabmal Sphinx der Familie Riedel-Goschin &#8211; \u00a9 UniService Third Mission<\/span><\/div>\n<p>Inhaltlich passt die Sphinx, die Hammerschmidt mit einer trauernden m\u00e4nnlichen Figur kombinierte und 1911 fertig stellte, sehr gut zu einer Bestattung: wie ein W\u00e4chter trennt die Sphinx die Bereiche von Leben und Tod. Um 1900 waren Sphingen in der Kunst ein wichtiges Thema. Sie geh\u00f6rten zur r\u00e4tselhaften Bildwelt des Symbolismus. In der Skulptur des D\u00fcsseldorfer Bildhauers wirkt noch die von Napoleons Feldzug ausgel\u00f6ste \u00c4gyptomanie nach: Diese Begeisterung f\u00fcr das Alte \u00c4gypten f\u00fchrte bekannterma\u00dfen dazu, dass zahlreiche Artefakte nach Europa transportiert wurden. Bis heute ist die 1912 gefundene und im Berliner Museum ausgestellte B\u00fcste der Nofretete ein Publikumsmagnet und Gegenstand von Restitutionsdebatten. Und letztere gibt es ja nicht nur um Kunstwerke, sondern auch um die damals zu Sammel- und Ausstellungsobjekten umdeklarierten menschlichen \u00dcberreste, die Mumien.<\/p>\n<p>Um auf Hammerschmidts Sphinx und ihre Besonderheiten zur\u00fcckzukommen, so basiert ihr Entwurf nicht auf einem fantasievollen Eigenentwurf des K\u00fcnstlers. Diese Sphinx sieht nicht nur aus wie ein alt\u00e4gyptisches Denkmal, sie ist die wiedererkennbare Kopie eines ber\u00fchmten Bildwerks, das sich seit 1826 im Besitz des Louvre in Paris befindet: Bekannt ist das Original als die Sphinx von Tanis. Das Vorbild aus Rosengranit ist an einigen Stellen besch\u00e4digt, was der D\u00fcsseldorfer Bildhauer nicht getreu kopierte. Das in Belgisch Granit ausgef\u00fchrte Grabmal zeigt \u2013 wie \u00fcbrigens andere gro\u00dfformatige Kopien der Sphinx von Tanis \u2013 keine Fehlstellen am Ohr, der linken Tatze oder am unteren Teil des K\u00f6nigsbartes. Spannend ist also nicht nur der Transfer der ber\u00fchmten Sphinx ins heutige Wuppertal und auf einen Friedhof, was viele Fragen aufwirft, sondern auch der Umstand, dass es weitere \u00e4ltere Kopien desselben Vorbilds gibt: Sechs Kopien aus Beton schm\u00fccken heute noch Treppen zur Terrasse im Crystal Palace Park in London, wof\u00fcr sie 1852 angefertigt wurden. Damals wurde der Kristallpalast nach der ersten Weltausstellung hierhin versetzt. Um das Grabmal f\u00fcr die Textilfabrikantenfamilie Grote weiter einzuordnen, reichen Kenntnisse der Grabmalkunst im Rheinland also nicht aus.&#8220;<\/p>\n<p><b>Ebenfalls in diesem Abschnitt des Friedhofes befindet sich auch Wuppertals einziges erhaltenes Kolumbarium, gestaltet mit lebensgro\u00dfen Figuren. Was hat es damit auf sich?<\/b><b><\/b><\/p>\n<p>Doris Lehmann: &#8222;Es lohnt sich wirklich, dieses architektonische Grabmal genauer anzuschauen. Dann k\u00f6nnen wir n\u00e4mlich mit eigenen Augen erkennen, dass hier ein Funktionswandel stattgefunden hat und das Kolumbarium erst nachtr\u00e4glich im Inneren der Grabkammer eingerichtet wurde. Als Kolumbarien bezeichnet werden in Nischen unterteilte W\u00e4nde, die zur Aufbewahrung von mehreren Urnen dienen. Das Wort \u201ecolumbarium\u201c stammt noch von den R\u00f6mern, die damit urspr\u00fcnglich das dichte \u00dcber- und Untereinander in einem Taubenschlag assoziierten. Die Grabanlage auf dem Friedhof Unterbarmen, die heute ein Kolumbarium beherbergt, wurde im Auftrag des Unternehmers Claus Toelle 1904 als sein Mausoleum errichtet. Diese Bezeichnung stammt ebenfalls aus der Antike und erinnert uns an eines der sieben Weltwunder: eben an den ber\u00fchmten Grabbau f\u00fcr Maussolos in Halikarnassos, dem heutigen Bodrum.<\/p>\n<div id=\"attachment_90959\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90959 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Grabstein-10-Engels-sen.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"867\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Grab der Familie Engels &#8211; \u00a9 UniService Third Mission<\/span><\/div>\n<p>Toelles Grabbau besteht aus einem Grabmonument, das zwei \u00fcbereinander liegende R\u00e4ume beinhaltet: das Obergeschoss ist als Raum zur Andacht ausgestattet, darunter liegt eine Gruft als eigentlicher Begr\u00e4bnisort. Als Mausoleum bewahrt der Grabbau in seinem Inneren immer noch Carl Toelles Urne und sein Portr\u00e4trelief. Von au\u00dfen f\u00e4llt die Grabanlage durch den monumentalen Figurenschmuck auf, der die Sichtachsen an der Weggabelung dominiert. Die beiden Figuren des Toelle-Grabmals stammen wie die Sphinx von dem D\u00fcsseldorfer Bildhauer Josef Hammerschmidt, sie sind aber bereits 1904 und damit etwas fr\u00fcher als das bereits besprochene Grabmal entstanden. Der K\u00fcnstler selbst nannte das Figurenpaar \u201eHagen und Volker auf der Wacht\u201c.<\/p>\n<p>Dargestellt sind zwei den Eingang zum ehemaligen Mausoleum h\u00fctende Helden der Nibelungen-Sage. Aufrecht steht der mit gezogenem Schwert bewaffnete Hagen von Tronje, unter dem Schutz seines m\u00e4chtigen Schildes sitzt in tiefe Trauer versunken der Spielmann Volker von Alzey. Dessen Leier ruht ungenutzt auf seinem linken Knie. Der Bildhauer w\u00e4hlte f\u00fcr den verstummten S\u00e4nger den Ausdruck h\u00f6chster Trauer, die als nicht mit k\u00fcnstlerischen Mitteln darstellbar gilt, einen seit der Antike ber\u00fchmten Kunstgriff. Dieser erlaubt es, im Kunstwerk Emotion und W\u00fcrde miteinander zu vereinbaren: Der S\u00e4nger birgt sein Gesicht und damit seine Mimik in seiner rechten Hand. Der Effekt des verh\u00fcllten Gesichts, das zur Projektionsfl\u00e4che der Gef\u00fchle der Betrachtenden wird und diese innerlich bewegen soll, wird in der Kunstgeschichte nach dem legend\u00e4ren Erfinder dieser Bildl\u00f6sung benannt: Timanthes. Verh\u00fcllte oder nicht sichtbare Gesichter von trauernden Figuren finden wir darum oft auf Friedh\u00f6fen.&#8220;<\/p>\n<p><b>Die Tradition der k\u00fcnstlerischen Gestaltung von Grabsteinen ist schon sehr alt. Wo liegen denn da die Anf\u00e4nge?<\/b><\/p>\n<p>Doris Lehmann: &#8222;Erste fig\u00fcrliche Reliefs finden sich schon als Beispiele in der Vor- und Fr\u00fchgeschichte. Grabstelen, die Verstorbene im Kreise der Familie zeigen, kennen wir aus der griechischen Antike und von r\u00f6mischen Gr\u00e4berstra\u00dfen. Aber die k\u00fcnstlerische Vielfalt der Gestaltungsm\u00f6glichkeiten ging ja schon im Altertum \u00fcber Grabsteine hinaus und schloss Architekturen, Sarkophage und plastische Grabfiguren, wie die bekannten archaischen Kuroi und Koren, ein. Im Mittelalter gab es nicht nur auf Kirchh\u00f6fen oder an Kirchenw\u00e4nden und -pfeilern Grabsteine, h\u00e4ufiger waren damals noch die in den Boden von Kirchen eingelassenen, teilweise mit Figuren geschm\u00fcckten Grabplatten oder die plastischere Variante einer Tumba (sarkophag\u00e4hnliches Grabmal, dessen Deckplatte meist mit einem in Stein gehauenen Bildnis des Beigesetzten geschm\u00fcckt ist, Anm. d. Red.) mit Liegefigur. Erst im 18. Jahrhundert setzte sich der aufrechtstehende Grabstein durch.&#8220;<\/p>\n<p><b>Antike Darstellungen finden sich auch auf dem Unterbarmer Friedhof. Wo kommen die denn in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf einmal wieder her?<\/b><\/p>\n<p>Doris Lehmann: Hier zeigt sich einmal mehr, dass im Nebeneinander des Historismus jahrzehntelang wieder aufgegriffen werden konnte, was K\u00fcnstlern und Auftraggebern gefiel. \u201eAntikisch\u201c oder \u201epseudoantik\u201c trifft es in diesem Fall allerdings besser als \u201eantik\u201c, denn mit einem antiken Grabrelief w\u00fcrde die Darstellung der Familie Albert Villbrandt beispielsweise sicher nicht verwechselt werden. Zwar ist die Kleidung antikisierend wie auch beim \u00e4lteren Niebuhr-Grabmal auf dem Alten Bonner Friedhof. Dort verweist der historisierende R\u00fcckgriff auf die W\u00fcrdigung von Barthold Georg Niebuhr als Altertumsforscher. Im Gegensatz dazu steht beim Villbrandt-Grabmal die Kombination von lang\u00e4rmeliger Tunika, Manteltuch und blo\u00dfen F\u00fc\u00dfen im offenen Gegensatz zu der modischen Barttracht des Verstorbenen, der im Zentrum des Reliefs steht. Speziell der markant als gezwirbelt herausgearbeitete Oberlippenbart, der heute wieder Fans hat, findet sicher kein Vergleichswerk in der Antike. In Mode kam diese Barttracht n\u00e4mlich erst Ende des 19. Jahrhunderts. Der Anachronismus war gewollt, angestrebt war ein Spagat zwischen Wiedererkennbarkeit und \u00fcberzeitlichen W\u00fcrdeformeln. Die Entscheidung gegen zeitgen\u00f6ssische Kleidung hat im Fall Villbrandts ihren besonderen Reiz: Das Gedenken hier gilt n\u00e4mlich dem erfolgreichen Produzenten von Hosentr\u00e4gerb\u00e4ndern.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_90962\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90962 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Grabstein-12-Nahaufnahme-Benrath-1.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"867\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Bodenplatte des Grab es der Familie Benrath &#8211; \u00a9 UniServce Third Mission<\/span><\/div>\n<p><b>Auch komplette, kunstvoll aus Bronze gefertigte Bodenplatten finden sich auf dem Friedhof. Ein Grabstein kann also nicht nur vertikal sondern auch horizontal gestaltet werden?<\/b><\/p>\n<p>Doris Lehmann: &#8222;Ja, es ist m\u00f6glich den Grabschmuck seiner Umgebung horizontal oder vertikal anzupassen und auch den Umraum auf verschiedene Weise zu nutzen. Unter einer Bodenplatte auf einem Friedhof kann sich mehr als ein Grab verbergen, m\u00f6glicherweise liegt dort der Zugang zu einer unterirdischen und begehbaren Gruft. Die wenigsten sehen vermutlich so aus wie in einem Dracula-Film. Tats\u00e4chlich gab es nach 1900 \u00dcberlegungen die Friedhofskultur in Deutschland zu modernisieren. Der Architekt August Thiersch entwickelte eine entsprechende Idee ab 1907 f\u00fcr M\u00fcnchen, inspiriert war diese von r\u00f6mischen Katakombenanlagen. Thiersch pl\u00e4dierte f\u00fcr unterirdisch gelegene Grabkammern f\u00fcr ein bis 36 S\u00e4rge. Die Individual- und Sammelgr\u00fcfte sollten von einem sch\u00f6n gestalteten Park mit Tempelstadt und feierlichen Eing\u00e4ngen aus zug\u00e4nglich sein. Sein Vorschlag bezog elektrische Beleuchtung, Metallt\u00fcren und Fenster ein. Die 1913 \u00fcberregional bekannt gewordene Planung ging indes als gescheiterte Friedhofsutopie in die Kunstgeschichte ein, weil sie zwar \u00f6ffentlich gelobt, aber nicht realisiert wurde. Was wir f\u00fcr gew\u00f6hnlich auf einem Friedhof wie in Unterbarmen sehen ist die Ausdehnung einer Anlage in die H\u00f6he, nicht aber die in die Tiefe.&#8220;<\/p>\n<p><b>Wie monumental ein Grab gestaltet werden kann, sieht man auch am Beispiel der Familie Kruse. Da steht eine lebensgro\u00dfe Frauenfigur mit einer Urne in der Hand vor einer schmiedeeisernen Pforte, umspannt von einem riesigen Torbogen. Das sind ja schon richtige Dioramen, die auch eine Geschichte erz\u00e4hlen, oder?<\/b><\/p>\n<p>Doris Lehmann: Ja, und es gibt auch noch weiter in die Breite entwickelte Darstellungen mit mehreren Figuren wie das Grabmal \u201eMutter Erde\u201c, das Simatscheck 1912 f\u00fcr die Familie Dernen \u2013 von Wittgenstein schuf und das auf dem Burgfriedhof in Bad Godesberg zu sehen ist. Hier jedoch sehen wir symbolisch mit der einzelnen Figur einen Moment des \u00dcbergangs, des Abschieds und der verewigten Trauer. Vor uns steht eine Trauernde mit einer Ascheurne an der Schwelle zwischen Leben und Tod, die wir auch schon am Beispiel der Sphinx angesprochen hatten und die ja auch die W\u00e4chter am Eingang zum Mausoleum sch\u00fctzen. Was einige als Pforte zur Ewigkeit betiteln ist hier als riesiges Portal mit dahinter liegender Leerstelle inszeniert.<\/p>\n<div id=\"attachment_90963\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 760px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90963 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Grabstein-19-Willbrandt.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"563\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Historismus und Antike &#8211; \u00a9 UniService Third Mission<\/span><\/div>\n<p>Da das Tor hinter der schmiedeeisernen T\u00fcr aus der Sicht von uns Lebenden ins Nichts zu f\u00fchren scheint, womit symbolisch das Jenseits gemeint ist, wirkt das Grabmal wie aus Ort und Zeit ger\u00fcckt. Die Szene spielt also in einer eigenen Sph\u00e4re. Daf\u00fcr ist es auch unerheblich, ob es sich wirklich auf eine Urnenbestattung oder eine Sargbestattung bezieht. Entr\u00fcckt sehen wir eine junge Frau im antikischen Gewand, was noch einmal klar machen soll, dass Zeit f\u00fcr die Verstorbenen und zudem f\u00fcr das, was wir sehen, keine Bedeutung mehr hat. Die Bronzefigur ist einerseits schreitend und andererseits statisch, wie eingefroren, auf den Stufen einer Treppe gezeigt, ihre rechte Hand liegt auf der T\u00fcrklinke. Schon geht das Kopfkino los: Woher kommt Sie? Wohin geht sie? Das l\u00e4dt zum Verweilen und Nachdenken \u00fcber den Tod ein. Der Anblick von trauernden Figuren richtet sich also nicht allein an die Hinterbliebenen. Als Thema der Kunst wurde schon im 15. Jahrhundert dar\u00fcber geschrieben.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>So hat der Kunsttheoretiker Leon Battista Alberti den Kunstschaffenden erkl\u00e4rt, dass wir mit Traurigen trauern und dass entsprechende Darstellungen die Betrachtenden zum Mitf\u00fchlen bewegen. Der Anblick trauernder Friedhofsfiguren kann als Trost spendend empfunden werden und die Gef\u00fchle der Hinterbliebenen positiver stimmen, weil sie dann einen Tod m\u00f6glicherweise besser verarbeiten oder es ihnen gelingt damit verbundene Schmerzen zu \u00fcberwinden. Damit haben trauernde Grabmalfiguren nicht nur eine besondere Bedeutung f\u00fcr ihre Auftraggeber, sondern nach wie vor eine sehr wichtige gesellschaftliche Funktion f\u00fcr alle, die sie ansehen.&#8220;<\/p>\n<p><b>Grabsteine, fr\u00fcher auch Leichensteine genannt, wurden seit jeher k\u00fcnstlerisch bearbeitet. Sind sie deshalb heute auch Kunstwerke im \u00f6ffentlichen Raum?<\/b><\/p>\n<p>Doris Lehmann: &#8222;Nekropolen oder Gr\u00e4berfelder, also Bestattungsorte, waren schon lange bevor Friedh\u00f6fe wie der Unterbarmer Friedhof entstanden, viel besuchte Orte und au\u00dferhalb der Wohnbereiche pr\u00e4sent. Das gilt auch f\u00fcr Bestattungen in Kirchen und auf Kirchh\u00f6fen: Gr\u00e4ber und Gruften geh\u00f6rten dazu. Seit Jahrhunderten gestalten Menschen Gr\u00e4ber zu Erinnerungsorten um. Der Wunsch, dem Vergessen entgegenzuwirken und langanhaltende oder sogar dauerhafte Aufmerksamkeit zu schaffen und Wertsch\u00e4tzung zu hinterlassen, ist ein m\u00e4chtiger Antrieb. Seit es Legenden zur Entstehung der ersten Kunstwerke gibt, sind sie mit dem Gedanken verbunden, Erinnerungen an geliebte Menschen zu bewahren und anschaulich zu machen. Tod und Leben geh\u00f6ren seit jeher zusammen und eine Trennung gab es letztlich nie. Man mag das vor\u00fcbergehend verdr\u00e4ngen, so wie den eigenen Tod, aber letztlich ist es wie mit den wunderbaren Illustrationen von Wolf Erlbruch in Ente, Tod und Tulpe. Der Tod ist da, ob wir ihn sehen oder nicht. Und so ist es mit der Kunst um uns herum auch.&#8220;<\/p>\n<p><b>Das Interesse an der Geschichte dieser Grabanlagen ist gro\u00df, regelm\u00e4\u00dfig werden in Wuppertal auch F\u00fchrungen angeboten. Welche Steingestaltung spricht sie pers\u00f6nlich am meisten an?<\/b><\/p>\n<p>Doris Lehmann: &#8222;Wegen meiner pers\u00f6nlichen Beziehung zum K\u00f6lner Dom mag ich die Fialen im Stil der Gotik, mit den Details wie Ma\u00dfwerk und Krabben. Auch fasziniert es mich, wenn es Bildhauern gelingt, Stein weich oder leicht erscheinen zu lassen. Aber wenn ich auf einen Friedhof gehe, dann freue ich mich immer \u00fcber die beeindruckende Vielfalt und die Unterschiede.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_90964\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 210px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90964 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Foto-Lehmann-privat.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"279\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Doris Lehmann<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Doris Lehmann<\/h4>\n<p>Dr. Doris H. Lehmann ist gelernte Fotografin und studierte Kunstgeschichte, Klassische Arch\u00e4ologie, Provinzialr\u00f6mische Arch\u00e4ologie und Lateinische Philologie an der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln und wurde 2005 ebenda promoviert. 2018 habilitierte sie sich an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universit\u00e4t Bonn mit einer Arbeit zu den Streitstrategien bildender K\u00fcnstler in der Neuzeit und ist seitdem Privatdozentin. Seit Oktober 2018 lehrt sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin Kunstgeschichte an der Bergischen Universit\u00e4t.<i><\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutschland hat eine Friedhofskultur. Am Beispiel des Unterbarmer Friedhofs hat Autor Uwe Blass das spannende Thema in der lehrreichen, beliebten Uni-Reihe &#8222;Transfergeschichten&#8220; aufgegriffen und sich mit der Kunstgeschichtlerin Dr. Doris Lehmann \u00fcber die Vielfalt der repr\u00e4sentativen Grabanlagen unterhalten. <\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-90950","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-22 14:55:52","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90950","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=90950"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90950\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":90978,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90950\/revisions\/90978"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90950"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=90950"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90950"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}