{"id":90909,"date":"2026-03-23T16:07:42","date_gmt":"2026-03-23T15:07:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=90909"},"modified":"2026-04-02T07:48:18","modified_gmt":"2026-04-02T05:48:18","slug":"emotionaler-kampf-fuer-ein-ja-zu-olympia-ab-2040","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/03\/23\/emotionaler-kampf-fuer-ein-ja-zu-olympia-ab-2040\/","title":{"rendered":"Emotionaler Kampf\u00a0f\u00fcr ein \u201eJa\u201c zu Olympia ab 2040"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_90924\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90924 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/IMG_9273-scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1839\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Beeindruckend, das Werk des Wuppertaler Lichtk\u00fcnstler Gregor Eisenmann &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Mit dem Titel &#8222;City of Movement&#8220; &#8211; also: &#8222;Stadt der Bewegung&#8220; pr\u00e4sentierte der Lichtk\u00fcnstler Gregor Eisenmann dann eine eindrucksvolle Show auf der Stadion-Schildwand.Es war weniger eine klassische politische Info-Veranstaltung, sondern eine emotional inszenierter Event-Mix aus Lichtshow, Talk und Sport-Promotion, die schon im Vorfeld mit rund 500\u00a0 Eintrittskarten schnell ausverkauft war. Dabei geht es darum, bei dem bevorstehenden B\u00fcrgerentscheid in der Briefwahl das \u201eJa\u201c von 10 Prozent der berechtigen Wuppertaler B\u00fcrger (25.400) zu erhalten und vorhandene Vorbehalte zu zerstreuen. Wuppertal geh\u00f6rt zu den 17 NRW-St\u00e4dte zum Verbund der Region \u201eRhein-Ruhr\u201c. Eine einzige gr\u00f6\u00dfere Stadt k\u00f6nnte das Projekt kippen.<\/p>\n<h4>Enorme Signal-Wirkungen f\u00fcr Wuppertal<\/h4>\n<p>Wuppertal ist bei der Olympia-Bewerbung insgesamt nicht entscheidender Treiber, eher Baustein im Gesamtprojekt. Gleichwohl hat ein Votum gro\u00dfen Einfluss auf Entwicklungsprozesse, weit \u00fcber Olympia hinaus. Man wei\u00df, dass f\u00fcr das Internationale Olympische Komitee bei ihrer Vergabe heute aus gutem Grund die breite Zustimmung der Bev\u00f6lkerung hoch bewertet. Ein anderer wichtiger Aspekt aus regionaler Sicht sind die Signale, die eine Stadt ungeachtet sportlicher Interessen aussendet, nicht zuletzt mit politischen Folgen auf Wirtschaft und Infrastruktur.<\/p>\n<p>Nicht von ungef\u00e4hr trat der Wuppertaler Unternehmer Thomas Riedel, der mit seiner Firma seit vielen Jahren Olympische Spiele auf der ganzen Welt mit Funktechnik ausstattet, auch am Freitagabend auf der B\u00fchne am Zoo-Stadion auf und nannte die aus seiner Sicht guten Begr\u00fcndungen f\u00fcr die Bewerbung seiner Stadt, die als Metropole im Zentrum der Rhein-Ruhr-Region von 10 Mio. Einwohnern Konzentration und N\u00e4he verspricht. Wie auch Oberb\u00fcrgermeisterin Scherff, so wies auch er auf die F\u00f6rdergelder hin, die bei einem negativen Ausgang in Wuppertal zwangsl\u00e4ufig in andere Regionen abfl\u00f6ssen.<\/p>\n<div id=\"attachment_90925\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1966px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90925 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/IMG_9278.jpeg\" alt=\"\" width=\"1956\" height=\"1229\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein Talk rund um Olympia auf der B\u00fchne am Stadion: Moderator Martin Schneider (r.) im Gespr\u00e4ch mit dem Unternehmer Thomas Riedel (l.) und dem Lichtk\u00fcnstler Gregor Eisenmann &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Tats\u00e4chlich wird bundesweit f\u00fcr die Spiele geworben, die im Land, so der deutschen Verband (DOSB), Zuversicht stiften und zu H\u00f6chstleistungen aller Art motivieren k\u00f6nnten. Erwartet werden in diesem Zusammenhang f\u00fcr Bewerberstandorte auch finanzielle Unterst\u00fctzungen von Land und Bund f\u00fcr den Ausbau von Infrastruktur, sollten sie tats\u00e4chlich Austragungsort der Spiele werden. Die zus\u00e4tzlichen Mittel k\u00f6nnten zum Beispiel den \u00d6PNV verbessern und Wohnraum schaffen, hei\u00dft es.<\/p>\n<h4>Perspektiven f\u00fcr kommende Generationen<\/h4>\n<p>Bei der Wuppertaler Bewerbung geht es um die \u201eLocations\u201c Stadion am Zoo und die Schwimmoper, die sich f\u00fcr Fu\u00dfball und Wasserball anbieten. Dabei denkt man hier nicht unbedingt an die ganz gro\u00dfen Wettbewerbe, denn auch die kleineren Begegnungen versprechen ja interessant zu sein, zum Beispiel die \u201eParalympics\u201c oder auch schlicht Vorrunden-Wettk\u00e4mpfe, etwa im Fu\u00dfball, wo man gerade kleinere Arenen ben\u00f6tigt. Und da es bei dieser Bewerbung sowohl um die Spiele 2036 (inzwischen stark in Frage gestellt!) als auch 2040 oder \u00a02044 geht, geht es auch um die Perspektiven einer Generation, die noch gar nicht geboren ist, worauf die in Wuppertal fachlich zust\u00e4ndige Alexandra Szlagowski gerne hinweist.<\/p>\n<p>Auf der B\u00fchne von Martin Schneider versammelten sich dann auch ehemalige Wuppertaler Olympia-Medaillengewinner quasi &#8222;Generationen-\u00dcbergreifend\u201c, n\u00e4mlich Holger Fach (Fu\u00dfball),\u00a0 Simone Osygus und Peter Nocke (beide Schwimmer) sowie Jochen Wollmert (Tischtennis, Paralympic). Alle schw\u00e4rmten von ihren gro\u00dfartigen Erlebnissen und berichteten aus dieser spannenden Zeit-Epoche.<\/p>\n<h4>\u201eWahl-Deadline\u201c ist der 19 April<\/h4>\n<p>Die Ideen von Lichtk\u00fcnstler Gregor Eisenmann brachten das Element Wasser symbolisch von der einen olympischen Spielst\u00e4tte, der Schwimmoper, zu der anderen, dem Stadion am Zoo, musikalisch effektvoll untermalt. Ein Ball auf dem Wasser, ein Ball auf dem Rasen und ein Wind voller friedlicher Botschaften vom Lichtk\u00fcnstler produziert auf 80 m denkmalgesch\u00fctzter Stadionwand. \u201eWie gut, das wir die im Zuge der Stadion-Umbauten erhalten haben\u201c, \u00a0eine durchaus zweideutige scherzhafte Ansage von Martin Schneider, da man f\u00fcr das Geld \u00a0ein neues Stadion h\u00e4tte bauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_90926\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90926 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/IMG_9227-scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1757\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Motto der Olympia-Kampagne auf die Trib\u00fcnen-R\u00fcckwand projiziert &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Kosten musste auch der Lichtk\u00fcnstler bei seiner Gestaltung im Auge behalten, weil die Olympischen Ringe als solches ein gesch\u00fctztes Gut sind und nicht kostenlos dargestellt werden d\u00fcrfen, also beschr\u00e4nkte er sich auf die Darstellung ganz normaler, einfacher Ringe und jeder wu\u00dfte auch so, um was es am Ende geht.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Abstimmung per Briefwahl gibt es die Deadline\u201c, n\u00e4mlich den 19 April 2026, die Entscheidung ist dann endg\u00fcltig. Erste Hochrechnungen sagten zuletzt f\u00fcr Wuppertal einen kleinen Vorsprung der Bef\u00fcrworter voraus. Wuppertal ist aber kein klarer \u201eJa-Selbstl\u00e4ufer\u201c. Deutliche Pro-Voten sieht man dagegen inzwischen in D\u00fcsseldorf, w\u00e4hrend die wichtige Schl\u00fcsselstadt K\u00f6ln wohl noch in beide Richtungen offen ist. Insgesamt aber werden die Chancen der Region \u201eRhein-Ruhr\u201c positiv eingesch\u00e4tzt, vor allem auch der Tatsache geschuldet, dass viele Einrichtungen bereits vorhanden sind und nicht wie anderorts nach den Spielen Brachen zu bef\u00fcrchten sind.<\/p>\n<h4>Der weite Weg zu den Spielen<\/h4>\n<p>Wie auch immer: Vor der Wahl ist nach der Wahl. Erst wenn die Entscheidung \u00fcber die deutschen Bewerbungen M\u00fcnchen, Hamburg, Berlin und \u201eRheinRuhr\u201c vom deutschen Verband (DOSB) im Herbst diesen Jahres getroffen ist, geht die deutsche Bewerbung in das internationale Rennen. Hier gibt es mit den USA, Asien, Afrika und dem Nahen Osten wichtige internationale Konkurrenz.<\/p>\n<p>Deutschland werden f\u00fcr 2040 gute Chancen einger\u00e4umt, gilt indes aber nicht als Favorit, eher die USA. Wichtig sei, so h\u00f6rt man, das Vertrauen des IOC in ein glaubw\u00fcrdiges Konzept des Bewerberlandes, das die Zustimmung der jeweiligen Bev\u00f6lkerung gefunden haben sollte. Wuppertal kann da also ein (ganz kleines), gleichwohl nicht unwichtiges, Zeichen setzen.<\/p>\n<p><b>Text Siegfried J\u00e4hne<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDabei sein ist alles &#8211; daf\u00fcr sein ist alles\u201c! Das leicht abgewandelten Motto griff Moderator Martin Schneider zu Beginn der Wuppertaler Olympia-Bewerbungskampagne im Stadion Zoo auf. Er, der zuletzt bei seiner Handball\u00fcbertragung aus D\u00e4nemark als Sportkommentator im ZDF fast 13 Mio. Zuschauer erreichte, entpuppte sich dabei auch als Fan einer Idee, die Wuppertal wieder nach vorne bringen soll. <\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"class_list":["post-90909","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-24 11:49:17","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90909","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=90909"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90909\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":90935,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90909\/revisions\/90935"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90909"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=90909"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90909"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}