{"id":90894,"date":"2026-03-25T17:08:37","date_gmt":"2026-03-25T16:08:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=90894"},"modified":"2026-04-03T12:20:22","modified_gmt":"2026-04-03T10:20:22","slug":"wsv-mit-neuen-gesichtern-in-eine-schwierige-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/03\/25\/wsv-mit-neuen-gesichtern-in-eine-schwierige-zukunft\/","title":{"rendered":"WSV mit neuen Gesichtern in\u00a0eine schwierige Zukunft"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_90900\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2385px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90900 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/JHV-1-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"2375\" height=\"1514\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der neugew\u00e4hlte Verwaltungsrat des Regionalligisten Wuppertaler SV: In der Mitte Ex-Oberb\u00fcrgermeister Andreas Mucke, der mit \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit gew\u00e4hlt wurde &#8211; \u00a9 rot-blau.com<\/span><\/div>\n<p>Der gro\u00dfe Eklat blieb bei der mit Spannung erwarteten Jahreshauptversammlung (JHV) im Barmer Bahnhof aus. Die dreist\u00fcndige Versammlung lief erstaunlich ruhig ab, fraglos ein Verdienst der geschickten Regie des nur noch zweik\u00f6pfigen Vorstandes. Neben Leonhardt wirkte hier auch Ludger Kineke mit seinen immer sachlichen und geschickten Einlassungen als diplomatische Integrationsfigur. Da, wo es eng wurde, stellte er die Gr\u00fcndung eines \u201eArbeitskreises\u201c in Aussicht, womit er die L\u00f6sung des Problems erst einmal vertagte.<\/p>\n<p>Das wurde unter Punkt \u201eAntr\u00e4ge\u201c besonders deutlich, als\u00a0 Sprecher der Fan-Gruppierungen ans Mikro traten und um Beantwortung der \u201equ\u00e4lenden Fragen\u201c nach den Entscheidungsgrundlagen der j\u00fcngsten Vergangenheit stellten, die auf den Trainerwechsel, aber auch auf der Freistellung von Sportdirektor Gaetano Mano zielten.<\/p>\n<p>Als Moderator J\u00fcrgen Harmke unterbrach und auf die Tagesordnung verwies, gab es lautstarke Proteste aus dem Publikum. Erst nach kurzer Diskussion konnten die Fragesteller ihren Vortrag fortf\u00fchren, ohne wirklich befriedigende Antworten zu bekommen. Bei anderen im Raum stehende Themen, etwa nach den Hintergr\u00fcnden des Ausscheidens von Vorstandsmitglied Thomas Richter oder Marvin Klotzkowsky, blieben die Aussagen vom Podium eher vage oder wurden mit dem Ausdruck des Bedauerns und des Verst\u00e4ndnisses begleitet.<\/p>\n<div id=\"attachment_90902\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90902 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/IMG_9207.jpeg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"682\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Jochen Leonhardt, Finanzvorstand des Wuppertaler SV &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<h4>Dirk Policks \u201ebrachialer\u201c, aber erfolgreicher Einsatz<\/h4>\n<p>Als Sieger durfte sich bei dieser Mitgliederversammlung aber vor allem B\u00e4ckermeister Dirk Polick sehen. Er erhielt bei der Verwaltungsratswahl 164 Mitglieder-Stimmen und wartete als einziger Bewerber mit einem zukunftsorientierten Personal-Konzept auf, was am Ende offenbar in G\u00e4nze als erfolgversprechend angesehen wurde. Policks Einsatz wurde indessen von einigen Protagonisten als zu brachial empfunden, was ihm wohl dann bei der Wahl auch einige Stimmen kostete. Der bisherige Vorsitzende, Dr. J\u00fcrgen Hoss, f\u00fchlte sich von Polick hintergangen und nannte Policks Wirken sowie sein Missfallen \u00fcber den Stil des Gremiums bei der Trennung von Gaetano Manno, neben seinem Lebensalter als Grund f\u00fcr seine Nicht-Kandidatur und seinen R\u00fccktritt.<\/p>\n<p>Zuvor hatte sich das langj\u00e4hrige und \u201edienst\u00e4lteste&#8220; Verwaltungsrat-Mitglied Harald Lucas aus dem Kandidatenkreis spektakul\u00e4r zur\u00fcckgezogen. Er beschuldigte Dirk Polick, ihm unterstellt zu haben, er habe Personen, die f\u00fcr ihn stimmen w\u00fcrden, eine Belohnung versprochen. Harald Lucas k\u00fcndigte \u00f6ffentlich die Beschreitung des Rechtsweges an.<\/p>\n<h4>Heimo Schitters Einsatz wurde belohnt<\/h4>\n<p>Mit Heimo Schitter (187 Stimmen) schaffte es der Baufachmann als Zweitplatzierter als einziger, aus der ganz alten Garde in den Verwaltungsrat. Die Versammlung honorierte damit seine erkennbaren, unerm\u00fcdlichen, k\u00e4mpferischen Eins\u00e4tze f\u00fcr die Belange des Vereins. Dicht gefolgt von Marc Schulz (182). Der heutige Koordinator im B\u00fcro der Oberb\u00fcrgermeisterin Scherff und ehemaligen Vorsitzender der Gr\u00fcnen-Fraktion ihm Stadtrat versprach eine bessere, strategische Ausrichtung im Wuppertaler SV.<\/p>\n<div id=\"attachment_90903\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90903 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/IMG_9129.jpeg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"740\" \/><span class=\"wp-caption-text\">WSV-Mitglieder bei der Stimmabgabe zur Wahl des neuen Verwaltungsrates &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Die weiteren Platzierungen: Benedikt Post (166), Jens Klein (160), Ralf Bartsch (159), Bernd Gl\u00e4\u00dfel (155) und Christian Wimmer (153). Nicht in den Verwaltungsrat schafften es Uwe Mausbeck (61 Stimmen), Silvio Pagano (41), Ralf Dasberg (30) und Guido Gehrenbeck (29). TV-Journalist Markus Lindemann hatte noch kurz vor der Wahl einen R\u00fcckzieher gemacht und dabei Dirk Polick massiv angegriffen, der keine Ahnung vom Fu\u00dfball h\u00e4tte und trotzdem im Falle von Gaetano Manno kr\u00e4ftig an dessen Stuhl ges\u00e4gt habe.<\/p>\n<h4>Gute Nachrichten von Anker-Sponsor EMKA<\/h4>\n<p>Dr. Leonhard bezifferte das absehbare derzeitige finanzielle Defizit der laufenden Saison mit (nur) 18.000 Euro, was er mit erh\u00f6hten Kosten, aber auch mit unerwarteten Strafzahlungen sowie einem reduzierten Besucherschnitt begr\u00fcndete. Waren in der Saison 24\/25 im Schnitt noch gut 1.900 Zuschauer gekommen, reduzierte sich die Durchschnittswerte in diesem Jahr sogar auf nur noch 1.500 &#8211; und das inklusive von Freikarten f\u00fcr Jugendliche.<\/p>\n<p>Gute Nachrichten aber gibt es vom Ankersponsor EMKA, der seinen Sponsor-Beitrag bekanntlich kr\u00e4ftig reduziert hatte. Allerdings, so Leonhardt, habe mit EMKA ein Weg gefunden werden k\u00f6nnen, die Verbindlichkeiten, die der WSV durch den Vorabverkauf wertloser Gesellschaftsanteile angeh\u00e4uften Verbindlichkeiten schrittweise abzubauen: Und zwar um 1,25 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025, um eine weitere Marge im zweiten Halbjahr. Den Rest werde Emka in 2026 \u00fcbernehmen. Die Mitgliederversammlung entlastete der Verwaltungsrat darauf bei nur wenigen Gegenstimmen.<\/p>\n<div id=\"attachment_90904\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90904 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/IMG_8001.jpeg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"726\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ludger Kineke, Vorstandsmitglied des Wuppertaler SV &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<h4><span style=\"font-size: 16px;\">Plan \u201eB\u201c mit Abstieg wird realistischer<\/span><\/h4>\n<p>Wenn auch nur am Rande, so kam erstmals auch ein \u201ePlan B\u201c zur Sprache. F\u00fcr den Fall eines Abstiegs plane man weiter mit dem Stadion am Zoo, die m\u00f6gliche Ausweich-Spielst\u00e4tte \u201eGelber Sprung\u201c wurde verworfen, auch weil dort keine Kostenvorteile zu erwarten seien. Diese Information wurde von den Mitgliedern mit gro\u00dfem Beifall aufgenommen.<\/p>\n<p>Dass man sich mit dem m\u00f6glichen Abstieg sieben Spieltage vor Saisonende vertraut machen mu\u00df, wurde auch am Rande deutlich, als man von der anwesenden Mannschaft das j\u00fcngste Ergebnis eines Testspieles gegen den niederl\u00e4ndischen Zweitligisten FC Den Bosch vom gleiche Tag erfuhr, das mit 1:0 verloren ging. F\u00fcr den WSV war es das vierte Spiel in Folge ohne eigenen Torerfolg. Schlimmer auch: Semir Saric, Josue Santo und Marko Stojanovic fehlten erkrankt, Aldin Dervisevic soll wegen muskul\u00e4rer Probleme erst n\u00e4chste Woche wieder ins Training einsteigen. Mittelfeld-Akteur Imad Lamnaour Sekaki fiel bereits nach 15 Minuten mit Nasenbeinbruch aus und auch Subaru Nishimura schied verletzt aus, fehlt aber ohnedies wegen einer Rot-Sperre zwei Spieltage.<\/p>\n<div id=\"attachment_90906\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90906 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/IMG_8002.jpeg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"742\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. J\u00fcrgen Hoss, bisheriger Vorsitzender des WSV-Verwaltungsrates, stellte sich diesmal nicht mehr zur Wahl &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<h4>Wichtige Entscheidungen stehen noch aus<\/h4>\n<p>Auch wenn die Mitgliederversammlung gute Zukunftsans\u00e4tze, insbesondere auch in den Abteilungen Jugendfu\u00dfball oder Kinderturnen zeigten, die Perspektiven f\u00fcr den WSV haben sich nicht unbedingt verbessert, denn die finanzielle Situation f\u00fcr die n\u00e4chste Spielzeit ist noch relativ offen. Und die Zeit dr\u00e4ngt, will man da noch rechtzeitig an wichtigen personellen Weichenstellungen, ob beim Spielerpotential oder gar im unterbesetzten Vorstand, herantreten. F\u00fcr den neuen hoch motivierten Verwaltungsrat also maximal herausfordernde Aufgaben.<\/p>\n<p><b>Text Siegfried J\u00e4hne<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der WSV hat den freien Fall ins Bodenlose stark abgebremst! Bei der Jahreshauptversammlung im Barmer Rathaus konnte ein Eklat verhindert werden und ein neues Gesicht pr\u00e4sentiert werden. Ex-Oberb\u00fcrgermeister Andreas Mucke erhielt bei der Wahl zum neunk\u00f6pfigem Verwaltungsrat mit 204 von 234 Stimmen ein \u00fcberw\u00e4ltigendes Votum. Finanz-Vorstand Jochen Leonhardt hatte zuvor Berichte \u00fcber eine schwere Finanzkrise dezidiert dementiert und damit erheblich zur Beruhigung der WSV-Mitglieder beigetragen.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-90894","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-28 05:40:43","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90894","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=90894"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90894\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":90940,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90894\/revisions\/90940"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90894"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=90894"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90894"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}