{"id":90278,"date":"2026-02-25T10:54:51","date_gmt":"2026-02-25T09:54:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=90278"},"modified":"2026-03-04T22:08:58","modified_gmt":"2026-03-04T21:08:58","slug":"04-klatsche-ein-wsv-wie-vom-winde-verweht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/02\/25\/04-klatsche-ein-wsv-wie-vom-winde-verweht\/","title":{"rendered":"0:4-Klatsche: Ein WSV, wie vom Winde verweht\u00a0"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_90280\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90280 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Bild-3.jpeg\" alt=\"\" width=\"2500\" height=\"1565\" \/><span class=\"wp-caption-text\">M\u00fcssen die Mannschaft nach der klaren Niederlage gegen den Tabellenletzten schnell wieder auf richten: WSV-Sportdirektor Gaetano Manno (2.v.r.) mit dem Trainerstab Co-Trainer Kevin Rodrigues Pires (l.), Cheftrainer Mike Wunderlich (2.v.l.) und Co-Trainer Adli Lachheb (r.) \u2013 \u00a9 Archivfoto Sportfotodienst Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Tats\u00e4chlich vermerkte man in Ostwestfalen ausweislich des amtlichen Wetterdienstes an diesem Samstag die Windst\u00e4rke sechs, mit anderen Worten \u201estarken Gegenwind\u201c. Bei einem Eckball rollte das schon ruhende Leder einmal wie von Geisterhand ins Spielfeld. Der SC Wiedenbr\u00fcck hatte seit Oktober nicht mehr gewonnen und feierten diesen Erfolg \u00fcberschw\u00e4nglich. Kein Wunder, darf man sich doch hier jetzt wieder Hoffnungen auf den Verbleib in der Regionalliga machen. Ein solcher Erfolg mitten im Abstiegskampf gegen einen \u201eMitbewerber\u201c z\u00e4hlt bekanntlich doppelt, in diesem Falle sozusagen sechs Punkte.<\/p>\n<h4>\u201eSpieler hatten Schaum vor dem Mund\u201c<\/h4>\n<p>Wiedenbr\u00fccks Trainer Sascha M\u00f6lders lieferte bei der abschie\u00dfenden Pressekonferenz eine vielsagende Erkl\u00e4rung f\u00fcr den Verlauf, als er verriet: \u201eMeine Spieler hatten heute Morgen schon Schaum vor dem Mund\u201c.\u00a0 M\u00f6lders ist bekannt f\u00fcr seine Emotionalit\u00e4t und hatte gerade gegen den WSV noch eine alte Rechnung offen. Beim mit 1:3 verlorenem Hinspiel in Wuppertal gab es einen offenen Eklat, als er WSV-Sportdirektor Gaetano Manno unsportliches Verhalten vorwarf. Manno habe damals seine Spieler beleidigt, so wie er es noch nie erlebt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Diesmal erlebten Beobachter hier eher ein friedliches Szenario. Man habe sich sogar die Hand gegeben, wurde berichtet. \u00dcberhaupt erlebte man den WSV-Sportdirektor eher aufger\u00e4umt, als er bei den etwa 200 mitgereisten Fans eine Entschuldigung f\u00fcr das schwache Spiel zum Ausdruck brachte.<\/p>\n<h4>WSV-Team ohne K\u00f6rpersprache und Bi\u00df<\/h4>\n<p>Es war ein Spiel, in dem die Bergischen ziemlich alles vermissen lie\u00dfen, was sie nach ihrer \u201eWiederauferstehung\u201c am letzten Spieltag noch auf den Platz brachten. SCW-Torwart und Kapit\u00e4n Marcel H\u00f6lscher war kaum nennenswert gepr\u00fcft worden, die Rotblauen hatten kaum z\u00e4hlbare Torchance. Erst als Trainer Wunderlich im zweiten Abschnitt f\u00fcnf neue Akteure aufbot, kam der WSV teilweise etwas besser ins Spiel. Fritz Kleiner scheiterte an Keeper H\u00f6lscher und Celan Aydogan zwang Torh\u00fcter Marcel H\u00f6lscher mit einem Kopfball zu einer Glanz-Parade (53.). Celal Aydogan \u00a0vergab dann auch noch eine weitere gute M\u00f6glichkeit (63.).<\/p>\n<div id=\"attachment_90281\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90281 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Bild-2.jpeg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der sonst so spielstarke Abwehrrecke Aldin Dervisevic (l.) erwischte in Wiedenbr\u00fcck einen rabenschwarzen Tag &#8211; \u00a9 Archivfoto Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Das WSV-Team zeigte eine schlechte K\u00f6rpersprache, hatte keinen Bi\u00df, wirkte in allen Bereichen meist konzeptlos, verunsichert und \u00fcberfordert. Klar, das WSV-Team hatte das Pech, bereits in der 3. Minute nach einem noch abgef\u00e4lschten 25-Meter-Schuss des A-Jugendlichen Elia Sch\u00fctte in R\u00fcckstand zu geraten. Aber dann fehlte die Trotzreaktion. Wie schon beim ersten Gegentreffer, so waren auch die Gegentore zwei (21.) und drei (37.) nur m\u00f6glich, weil die WSV-Abwehr dem Gegner zuviel Raum g\u00f6nnte. Erst als der diesmal besonders schwache Aldin Dervisevic einen Ball eklatant verfehlte, konnte n\u00e4mlich Davud Tuma auf 3:0 erh\u00f6hen.<\/p>\n<h4>Auswechselungen, die alles sagen<\/h4>\n<p>Beinahe h\u00e4tte der indisponierte Dervisevic dann auch noch ein kurioses Eigentor per Flugkopfball fabriziert, doch das Leder flog knapp am eigenen WSV-Tor vorbei (41.). Allein der vierte Gegentreffer, ein Elfmeter, war unvermeidbar, weil Toshiaki Miyamoto im Strafraum der Ball an den Arm flog, den f\u00e4lligen Strafsto\u00df verwandelte Friesen (81.) zum 4:0-Endstand.<\/p>\n<p>Zu den im zweiten Spielabschnitt ausgewechselten f\u00fcnf Spieler geh\u00f6rten auch Torj\u00e4ger Amin Bouzraa (ab 46. M\u00fcller), der in der letzten Begegnung gegen K\u00f6ln noch wie ein Held gefeiert wurde, sowie Jeremy Celal Aydogan. Aydogan war zuletzt von Trainer Wunderlich noch \u00fcber alle Ma\u00dfen \u00f6ffentlich gelobt worden. Dem Sport-Magazin \u201eRevierSport\u201c war zu entnehmen, dass Scouts (Sp\u00e4her) inzwischen nicht nur bei ihm \u201eSchlange stehen\u201c w\u00fcrden, sondern auch bei allen anderen WSV-Spielern, deren Arbeitsvertr\u00e4ge in Wuppertal zum 30. Juni 2026 auslaufen. Sicher auch ein geeigneter Hinweis, der die Verunsicherung der Mannschaft erkl\u00e4ren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Viel erinnert beim WSV an die 5:1 \u201eKlatsche\u201c, die man sich zuletzt in Schalke einfing. WSV-Trainer Wunderlich hatte danach sinngem\u00e4\u00df gesagt, dass so etwas nicht mehr passieren w\u00fcrde. Diesmal\u00a0 ersparte er sich nach dem Spiel eine tiefere Analyse: \u201cMan kann Spiele verlieren, aber auf diese Art und Weise nicht. Ich will mich aber auch nicht jede Woche wiederholen. So wird es ganz, ganz schwer bis zum Ende.\u201c Seine Bilanz nach f\u00fcnf Spielen ist ern\u00fcchternd: Nur vier von 15 m\u00f6glichen Punkten bei lediglich vier eigenen, aber 12 Gegentoren.<\/p>\n<div id=\"attachment_90282\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90282 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/IMG_7700-scaled-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1949\" \/><span class=\"wp-caption-text\">WSV-Vorstandsmitglied Ludger Kineke will den Verein wieder nach vorne bringen &#8211; auf ihn wartet eine Herkules-Aufgabe &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<h4>Erwartungen f\u00fcr Jahres-Hauptversammlung<\/h4>\n<p>Was die Sache im Abstiegskampf sicher nicht leichter macht: Die Konkurrenz auf den letzten Tabellenpl\u00e4tzen ist aufgewacht. Am Freitagabend fuhr die U23 des VfL Bochum \u00a0beim letzten WSV-Gegner 1. FC K\u00f6ln II einen wichtigen 3:1-Erfolg ein und \u00fcberholte damit die SSVg Velbert, die 1:2 gegen Fortuna D\u00fcsseldorf II unterlag. Der WSV belegt aktuell nach 23 von 34 Begegnungen weiter den 14. Tabellenplatz, einen Nicht-Abstiegsplatz, dicht verfolgt von Bochum und R\u00f6dinghausen (zwei Punkte Abstand) sowie Wiedenbr\u00fcck und Velbert mit vier Z\u00e4hlern dahinter.<\/p>\n<p>Nicht ohne Spannung blickt man derweil inzwischen auf die Jahreshauptversammlung des WSV, die am 26. M\u00e4rz (19:00 Uhr) im Barmer Bahnhof stattfinden soll. Im Vorfeld gab es jetzt hierzu eine Ausschreibung f\u00fcr Bewerbungen zum Verwaltungsrat, in der\u00a0 Erwartungshaltungen wie \u201eVerschwiegenheit und Identifikation mit dem Verein\u201c zum Ausdruck kamen. Aus den vereinseigenem Forum &#8222;Rotblau&#8220; l\u00e4\u00dft sich bereits eine Stimmungslage ablesen. Hier postete ein Fan: \u201eMeine Erwartungen steigen erst, wenn die alten Protagonisten in den F\u00fchrungspositionen Sport und Verwaltung wechseln\u201c.<\/p>\n<p><b>Text: Siegfried J\u00e4hne<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>SV Wiedenbr\u00fcck &#8211; Wuppertaler SV 4:0 (3:0)<\/h4>\n<p><b>SC Wiedenbr\u00fcck<\/b>: H\u00f6lscher \u2013 Udelhoven, Amedick, Kondziella, Gerhardt (74. Wernet), Friesen (84. Lak\u00e4mper), Sch\u00fctte (84. Stabenau), Chantzopoulos, Tuma (74. Mai), Doumbouya (66. Kaptan), Riedl<\/p>\n<p><b>Wuppertaler SV:<\/b> Luyambula \u2013 Nishimura (46. M\u00fcller), Dervisevic (46. Heim), Duncan, Stojanovic, Miyamoto \u2013 Schaub, Rebronja (64. Durgun) \u2013 Aydogan (74. Atmaca ), Hirschberger, Bouzraa (46. Kleiner)<\/p>\n<p><b>Schiedsrichter:<\/b> J\u00f6rn Sch\u00e4fer<\/p>\n<p><b>Tore:<\/b> 1:0 Sch\u00fctte (3.), 2:0 Gerhardt (21.), 3:0 Tuma (37.), 4:0 Friesen (81., Handelfmeter)<\/p>\n<p><b>Gelbe Karten: <\/b>Schaub (26.), Kleiner (49.), Heim (70.), M\u00fcller (76.), Miyamoto (90.+1)<\/p>\n<p><b>Zuschauer:<\/b> 653<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schl\u00fcssige Erkl\u00e4rungen zum erneuten Desaster des Wuppertaler SV sind eher rar. Die Rotblauen verloren im Jahn-Stadion von Wiedenbr\u00fcck erneut gegen einen Tabellenletzten, diesmal nach extrem schwachen Spiel vor nur 653 Zuschauern desastr\u00f6s mit 4:0 (3:0) Toren. Nach dem letzten 1:0-Erfolg \u00fcber die U21 des 1. FC K\u00f6ln aufgekeimte Hoffnung verwehten damit quasi buchst\u00e4blich vom Winde.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-90278","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-23 14:23:27","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90278","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=90278"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90278\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":90286,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90278\/revisions\/90286"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90278"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=90278"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90278"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}