{"id":90261,"date":"2026-03-01T09:55:40","date_gmt":"2026-03-01T08:55:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=90261"},"modified":"2026-03-01T09:55:40","modified_gmt":"2026-03-01T08:55:40","slug":"wuppertal-will-teil-der-olympia-bewegung-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/03\/01\/wuppertal-will-teil-der-olympia-bewegung-werden\/","title":{"rendered":"Wuppertal will Teil der Olympia-Bewegung\u00a0werden"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_90268\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90268 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Stadion-am-Zoo-WSV.jpg\" alt=\"\" width=\"1600\" height=\"1101\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die unter Denkmalschutz stehende Trib\u00fcne des Stadions am Zoo, sportliche Heimat des Fu\u00dfball-Regionalligisten Wuppertaler SV &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Ab Ende M\u00e4rz, und zwar bis zum 19. April, k\u00f6nnen die B\u00fcrger dar\u00fcber abstimmen, ob Olympia auch in Wuppertal ausgetragen werden soll. Die Stadt hat jetzt ihr Konzept vorgestellt, wie und warum sie die Wuppertaler f\u00fcr Spiele im Tal begeistert will.<\/p>\n<h4>Miriam Scherff: Ein Booster f\u00fcr die Stadt<\/h4>\n<p>Oberb\u00fcrgermeisterin Miriam Scherff macht deutlich, dass es hier auch um \u201eStadtentwicklung\u201c geht und will den Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen. Die SPD-Politikerin macht sich daher zum Sprecher der Idee: \u201cEs wird nicht nur der Tourismus gef\u00f6rdert, es werden auch F\u00f6rdergelder flie\u00dfen, um Sportanlagen zu modernisieren&#8220;, so Scherff. Nicht zu vergessen, so die neue Stadt-Chefin, es w\u00fcrde auch das Image Wuppertals verbessert und die Stadt international bekannter machen. Und weiter: &#8222;Olympia wird wie ein Booster f\u00fcr die Stadt, die Wirtschaft, den Sport und damit auch f\u00fcr die B\u00fcrger wirken.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_90264\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90264 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Bild-28.02.26-um-09.13.png\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"625\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das offizielle Bewerbungs-Plakat &#8211; \u00a9 Land NRW<\/span><\/div>\n<p>Zwei denkbare Austragungsorte sind mit dem Stadion am Zoo sowie der Wuppertaler Schwimmoper benannt, die beide f\u00fcr Nachhaltigkeit st\u00fcnden, da es diese beiden Austragungsorte bereits gebe und in NRW gut erreichbar seien. Sie m\u00fcssten also nicht mit gro\u00dfem Aufwand irgendwo errichtet werden. Einzig das olympische Leichtathletik-Stadion und das umgebende olympische Dorf, die Herzkammer der Spiele, sollen in der \u201eLeading City K\u00f6ln\u201c neu gebaut werden, so die NRW-Oympia-Bewerbung als Ganzes. Beide Wuppertaler Anlagen seien zudem auch spektakul\u00e4r: Sowohl das Stadion am Zoo, aber vor allem die Schwimmoper, b\u00f6ten au\u00dfergew\u00f6hnliche Architektur und stehen unter Denkmalschutz.<\/p>\n<h4>Stadion und Schwimmoper erf\u00fcllen Standards nicht<\/h4>\n<p>Dabei blendet die Stadt freilich aus, dass beide Sportanlagen aktuell geforderte Mindest-Standards noch gar nicht erf\u00fcllen. So ist das Stadion am Zoo nach jetzigen Stand nicht einmal f\u00fcr die 3. Fu\u00dfball-Bundesliga g\u00e4nzlich tauglich und auch die Schwimmoper erf\u00fcllt international nicht alle geforderter Normen. Man denke hier nur an die langj\u00e4hrige Fan-Forderung nach der Nord-Trib\u00fcne \u201eDach f\u00fcr die Nord\u201c im Stadion. Es geht aber tats\u00e4chlich vielmehr jetzt zun\u00e4chst darum, die Stadt mit seinen 14 Weltmarktf\u00fchrern aus einem vermeintlichen Dornr\u00f6schenschlaf zu wecken.<\/p>\n<div id=\"attachment_87039\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 861px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-87039 \" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/cropped-Miriam-Scherff-SPD-Wuppertal-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"851\" height=\"448\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Oberb\u00fcrgermeisterin Miriam Scherff macht sich f\u00fcr eine Olympia-Bewerbung stark &#8211; \u00a9 Stadt Wuppertal<\/span><\/div>\n<p>Dem Argument unzureichender Ausstattung der Anlagen f\u00fcr ein solches Event der Spizensportler, tritt Sportamtsleiterin Alexandra Szlagowski entschieden entgegen: \u201eMan kann nicht jetzt schon die Investitionen bis zum Jahr 2040 benennen. Bis dahin tauschen wir den Rasen im Stadion noch dreimal aus und bekommen auch noch eine Beckensanierung hin\u201c. Wichtig sei die Sportf\u00f6rderung jetzt in der Breite, F\u00f6rderprogramme f\u00fcr die Sportst\u00e4tten-Infrastruktur und f\u00fcr die Vereine. \u201eDas Bekenntnis von Bund und Land merken wir jetzt schon\u201c, so Szlagowski, die Etat-Fragen der 1,57 Milliarden st\u00e4dtischen Gesamtverschuldung damit bewu\u00dft ausblendend.<\/p>\n<p>Am Ende aber geht es sicher auch darum, in der Sportstadt Wuppertal zukunftsorientiert ein Signal zu setzen, die Weichen schon jetzt auszurichten sowie\u00a0ungeachtet st\u00e4dtischer Verschuldung trotz noch fehlender Haushaltsmitten eine positive Grundstimmung zu erzeugen, um alle Weichen in die richtige Richtung neu zu justieren.<\/p>\n<h4>Riedel: Bei dem Gedanken leuchten meine Augen<\/h4>\n<p>Einer der gl\u00fchensten Verfechter der Wuppertaler Idee ist Thomas Riedel. Seine gleichnamige Firma mit Sitz an der Uellendahler Strasse zeichnete schon mehrfach mit seinem technischen \u201eknow how\u201c f\u00fcr den reibungslosen Ablauf bei Olympischen Spielen verantwortlich. Firmen-Inhaber Thomas Riedel wird die Bewerbung als \u201eLocal Hero\u201c unterst\u00fctzen. Der Wuppertaler Global Player im Sport, mit fast vier Jahrzehnten Erfahrung, wei\u00df um die verbindende Kraft des Sports und der Ringe. \u201eDie Spiele inspirieren, schaffen Gemeinschaft und bringen neben St\u00e4dten und ganzen Regionen auch die Welt n\u00e4her zusammen\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_90265\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1210px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90265 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Bild.jpeg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"809\" \/><span class=\"wp-caption-text\">G\u00f6nnten sich ein kurzes Kicker-Match am Rande des Olympia-Planungs-Meetings: NRW-Ministerpr\u00e4sident Hendrik W\u00fcst (r.) und Wuppertals Sport-Dezernent Matthias Nocke \u2013 \u00a9 Stadt Wuppertal<\/span><\/div>\n<p>Thomas Riedel weiter: \u201eGleichzeitig sto\u00dfen die Spiele durch Investitionen in Verkehr, Sportst\u00e4tten und \u00f6ffentliche Infrastruktur langfristige Entwicklungen an \u2013 davon profitieren nicht nur Sportfans, sondern alle Menschen vor Ort. Beim Gedanken daran, dass Wuppertal Teil dieser Vision sein kann und als m\u00f6glicher Austragungsort im Gespr\u00e4ch ist, leuchten meine Augen so stark wie die Flamme der Fackel, die ich 2010 in Vancouver tragen durfte.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr den Ratsb\u00fcrger-Entscheid in Wuppertal sind nach jetzigem Stand Kosten von 400.000 Euro veranschlagt. Davon w\u00fcrde das Land 85 Prozent, also 340.00 Euro, \u00fcbernehmen. \u201eDie Zustimmung der Menschen ist f\u00fcr uns in Wuppertal und auch f\u00fcr das Land NRW essentiell\u201c, unterstreicht Oberb\u00fcrgermeisterin Miriam Scherff. \u201eNur, wenn die Wuppertalerinnen und Wuppertaler dahinterstehen, k\u00f6nnen wir erfolgreich Austragungsort sein\u201c. Man ben\u00f6tigt zehn Prozent an \u201eJa\u201c Stimmen aus dem Kreis aller wahlberechtigten Stadtb\u00fcrger, mithin in Wuppertal etwa 20.000 Voten.<\/p>\n<p>Die Oberb\u00fcrgermeisterin: \u201eDass wir gute Gastgeber sind, haben wir zuletzt bei der Fu\u00dfball-EM vor zwei Jahren gezeigt. Die Slowenische Nationalmannschaft hatte bei uns ihr Base Camp und war uns richtig ans Herz gewachsen. So einen Moment der Verbundenheit \u00fcber den Sport w\u00fcrde ich mir mit einer Olympia-Beteiligung wieder w\u00fcnschen!\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_90272\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 860px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90272 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Bild-1.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"532\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der erfolgreiche Kommunikationstechnik-Unternehmer Thomas Riedel macht sich f\u00fcr eine Olympia-Bewerbung stark &#8211; \u00a9 Riedel Kommunikation<\/span><\/div>\n<p>Als Teil der Bewerbungs-Kampagne wird die Front vom Stadion am Zoo in Wuppertal am 27. M\u00e4rz mit Lasern beleuchtet. Die Trib\u00fcnen Schildwand wird dann zur Leinwand. Lichtk\u00fcnstler Gregor Eisenmann hat eigens f\u00fcr Wuppertal eine Laserinstallation zum Thema Olympia entworfen. An dem Wuppertaler Event wird auch Sportprominenz, wie der einstige Weltklasse-Schwimmer und\u00a0 neunfache Europameister sowie Bronze-Medaillengewinner \u00fcber 100 Meter Freistil 1976 in Montreal, Peter Nocke, teilnehmen. Bereits am kommende Montag wird das Themas in der \u201ePolitischen Runde&#8220; ab 19:30 Uhr in der Elberfelder Volkshochschule unter dem Motto \u201cKann Wuppertal Olympia\u201c auf der Agenda stehen.<\/p>\n<h4>Stadion Schildwand als Projektionsfl\u00e4che<\/h4>\n<p>Bis zu einer wie auch immer gearteten Realisierung der Wuppertaler Olympia-Idee, m\u00fcsste freilich dann noch viel Wasser die Wupper herunter fliessen. Dies auch angesichts der Tatsache, dass\u00a0 es allein f\u00fcr 2036 weltweit zahlreiche Bewerber geben wird, und zwar neben Deutschland auch aus Indien, der T\u00fcrkei, Katar, \u00c4gypten oder Chile. F\u00fcr 2040 sollen noch Bewerbungen aus Budapest, Kapstadt, London, Madrid und Warschau dazu kommen. Fest steht \u00a0bislang nur: Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Olympische_Sommerspiele\">Olympischen Sommerspiele<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/2036\">2036<\/a> (offiziell <i>Spiele der XXXVI. Olympiade<\/i>) sollen nach den Vorstellungen des IOC \u00a0den Charakter einer \u00a0internationale Multisportveranstaltung haben.<\/p>\n<p><b>Text: Siegfried J\u00e4hne<\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_90266\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-90266 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/PHOTO-2026-02-27-05-42-54.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"869\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Hinweis auf die &#8222;Politische Runde&#8220; in der VHS: Kann Wuppertal Olympia? &#8211; \u00a9 VHS<\/span><\/div>\n<p><strong>LESEN Sie hier den Artikel &#8222;Neue und alte Ideen f\u00fcr das unmoderne Stadion am Zoo&#8220;<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/02\/16\/neue-und-alte-ideen-fuer-das-unmoderne-stadion-am-zoo\/\">https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/02\/16\/neue-und-alte-ideen-fuer-das-unmoderne-stadion-am-zoo\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Deutschland bewerben sich derzeit mehrere St\u00e4dte und Regionen um die Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044: M\u00fcnchen, Hamburg, Berlin und die \u201eRegion Rhein-Ruhr\u201c haben ihre Konzepte beim Deutsche Olympische Sportbund eingereicht. An Rhein und Ruhr wollen sich 17 Kommunen gemeinsam um die Austragung von Olympischen und Paralympischen Spielen bewerben. Auch die Stadt Wuppertal m\u00f6chte Teil dieser Bewegung sein und r\u00fchrt bereits die Werbetrommel.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-90261","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wuppertal"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-23 11:57:02","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90261","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=90261"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90261\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":90276,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/90261\/revisions\/90276"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=90261"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=90261"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=90261"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}