{"id":89961,"date":"2026-02-14T14:30:02","date_gmt":"2026-02-14T13:30:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=89961"},"modified":"2026-02-14T14:30:02","modified_gmt":"2026-02-14T13:30:02","slug":"arthur-schnitzlers-traumnovelle-digital-veroeffentlicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/02\/14\/arthur-schnitzlers-traumnovelle-digital-veroeffentlicht\/","title":{"rendered":"Arthur Schnitzlers \u201eTraumnovelle\u201c digital ver\u00f6ffentlicht"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_89964\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89964 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Bild-4.jpeg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1709\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Wolfgang Lukas, Lehrstuhl f\u00fcr Neuere deutsche Literaturgeschichte und Editionswissenschaft, ist einer der Motoren des Forschungsprojektes &#8222;Arthur Schnitzler digital&#8220; \u2013 \u00a9 Friederike von Heyden<\/span><\/div>\n<p>Zum 100. Jubil\u00e4um der Erstver\u00f6ffentlichung der \u201eTraumnovelle\u201c als Buch pr\u00e4sentiert das Forschungsportal \u201eArthur Schnitzler digital\u201c der Bergischen Universit\u00e4t nun eine historisch-kritische Edition des Textes mit allen \u00fcberlieferten Dokumenten, die zur Entstehung der Traumnovelle geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Das \u201eVirtuelle Archiv\u201c der Schnitzler-Edition umfasst s\u00e4mtliche \u00fcberlieferte Dokumente des Autors in digitaler Reproduktion, darunter Textentw\u00fcrfe, handschriftliche Notizen und andere Materialien.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Im Mai 1926 erschien die \u201eTraumnovelle\u201c von Arthur Schnitzer (*15.05.1869 &#8211; \u202021.10.1931) als Buch im Berliner S. Fischer Verlag. Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Ehepaar Fridolin und Albertine. Die beiden gestehen sich erstmals ihre Sehns\u00fcchte nach erotischen Abenteuern mit anderen Partnern und drohen sich daraufhin zu verlieren. Infolge eines wechselseitigen Erkenntnisprozesses und nach einer Reihe von Abenteuern finden sie schlie\u00dflich wieder zueinander und scheinen am Ende auf einer neuen Ebene vereint.<\/p>\n<div id=\"attachment_89965\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 910px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89965 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Bild-2.jpeg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"543\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das \u201eVirtuelle Archiv\u201c der Schnitzler-Edition umfasst s\u00e4mtliche \u00fcberlieferte Dokumente des Autors in digitaler Reproduktion, darunter Textentw\u00fcrfe, handschriftliche Notizen und andere Materialien. Hier zu sehen ist eine Skizze zur Novelle vom 20.6.1907 &#8211; \u00a9 Quelle Arthur Schnitzler digital\/University Library Cambridge.<\/span><\/div>\n<p>Der Entstehungsprozess der in fr\u00fcheren Fassungen noch mit einer Trennung der Partner endenden Erz\u00e4hlung ist eng mit Schnitzlers Lebensgeschichte und dem Auseinanderbrechen der eigenen Ehe verwoben. Auf welche faszinierende Weise seine 1925 fertiggestellte Geschichte von (Un-)Treue, Liebe und Eifersucht im Verlauf von rund vierzig Jahren Gestalt annahm und schlie\u00dflich doch ihr \u201eHappy End\u201c bekam, l\u00e4sst sich jetzt mit Hilfe des erstmals vollst\u00e4ndig edierten, knapp vierhundert Seiten umfassenden Materials auf dem Forschungsportal &#8222;Arthur Schnitzler digital&#8220; im Detail verfolgen.<\/p>\n<p>Die Edition pr\u00e4sentiert auch den zun\u00e4chst handschriftlich notierten und sp\u00e4ter ausgef\u00fchrten Entwurf zu einem Filmskript, das Schnitzler Ende 1930 begann. Zu seinen Lebzeiten kam die geplante Tonverfilmung nicht mehr zustande. Knapp 70 Jahre sp\u00e4ter realisierte dann aber Stanley Kubrick mit \u201eEyes Wide Shut\u201c eine mehrfach ausgezeichnete Verfilmung von Arthur Schnitzlers Meisterwerk.<\/p>\n<div id=\"attachment_89966\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89966 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Bild-2.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"709\" \/><span class=\"wp-caption-text\">&#8222;Traumnovell&#8220; &#8211; Arthur Schnitzler &#8211; Zenodot Verlagsgesellschaft &#8211; 72 Seiten &#8211; ISBN-10: 3843015872 &#8211; ISBN-13: 978-3843015875<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Arthur Schnitzler<\/h4>\n<p>Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1962 in Wien (\u00d6sterreich) geboren. Er starb am 21. Oktober in Wien an den Folgen einer Hirnblutung. Der Arzt, Erz\u00e4hler und Dramatiker gilt als einer bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne. Er war \u00e4ltestes Kind des j\u00fcdischen Medizinprofessors und Laryngologen Johann Schnitzler und dessen Ehefrau Luise. Er hatte noch einen Bruder und eine Schwester. Nach dem Abitur studierte Arthur Schnitzler auf Wunsch seines Vaters an der Universit\u00e4t Wien Medizin. Im Mai 1885 promovierte er zum Dr. med. und arbeitete danach als Assistenzarzt im Allgemeinen Krankenhaus Wien und sp\u00e4ter als Assistent seines Vater in der Poliklinik Wien. In dieser Zeit ver\u00f6ffentlichte er Publikationen \u00fcber medizinische Themen.<\/p>\n<p>Arthur Schnitzler hatte zwar bereits in fr\u00fcher Jugend literarische Texte verfasst, seine \u00f6ffentliche, literarische T\u00e4tigkeit startete er erst im Jahr 1888. Einige seiner Gedichte und Erz\u00e4hlungen wurden u.a. in der Zeitschrift &#8222;An der sch\u00f6nen blauen Donau&#8220; ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Bekannte Werke Arthur Schnitzlers (Auswahl): Sp\u00e4ter Ruhm (1894) &#8211; Lieutenant Gustl (1900) &#8211; Frau Bertha Garlan (1901) &#8211; Der Weg ins Freie (1908) &#8211; Das weite Land (1911) &#8211; Casanovas Heimfahrt (1918) &#8211; Fr\u00e4ulein Else (1924) &#8211; Die Frau des Richters (1925) &#8211; Traumnovelle (1926) &#8211; Spiel im Morgenrauen (1927) &#8211; Flucht in die Finsternis \u00a0(1931). Die Erz\u00e4hlung \u00a0&#8222;Der Sekundant&#8220; (1931) erschien erst 1932, ein Jahr nach seinem Tod.<\/p>\n<div id=\"attachment_89967\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89967 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Bild-1-1.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"641\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Blu-ray-Cover des Filmes &#8222;Eyes Wide Shut&#8220; &#8211; Regie: Stanley Kubrick &#8211; Cast: Tom Cruise, Nicole Kidman &#8211; Sydney Pollack u.a. &#8211; 1999 &#8211; Warner Bros (Platon Pictures) &#8211; ASIN: BOOOXCDOES<\/span><\/div>\n<h4><span style=\"font-size: 16px;\">\u00dcber das Forschungsprojekt<\/span><\/h4>\n<p>Das Forschungsprojekt Arthur Schnitzler digital. Digitale historisch-kritische Edition (Werke 1905 bis 1931) wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal, der University of Cambridge und dem University College London in Kooperation mit der Cambridge University Library, dem Deutschen Literaturarchiv Marbach, dem Arthur-Schnitzler-Archiv-Freiburg sowie mit dem Trier Center of Digital Humanities durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Das deutsche, Anfang 2012 gegr\u00fcndete und als Forschungsvorhaben der Nordrhein-Westf\u00e4lischen Akademie der Wissenschaften und der K\u00fcnste im Rahmen des Akademien-Programms gef\u00f6rderte Teilprojekt bearbeitet die Werke ab 1914.<\/p>\n<div id=\"attachment_89968\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 668px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89968 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Bild-5.jpeg\" alt=\"\" width=\"658\" height=\"448\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Michael Scheffel, einer der K\u00f6pfe des Forschungsprojektes &#8222;Arthur Schnitzler digital&#8220; &#8211; \u00a9 Friederike von Heyden<\/span><\/div>\n<p><strong>Link zum Forschungsportal &#8222;Arthur Schnitzler digital&#8220;:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.schnitzler-edition.net\/genetisch\">https:\/\/www.schnitzler-edition.net\/genetisch<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u201eTraumnovelle\u201c des \u00f6sterreichischen Arztes, Erz\u00e4hlers und Dramatikers Arthur Schnitzler geh\u00f6rt zu den bedeuteten deutschsprachigen Novellen des 20. Jahrhunderts. Weltweit bekannt wurde sie 1999 durch \u201eEyes Wide Shu\u201c, dem letzten Film des US-amerikanischen Regisseurs Stanley Kubrick (*26.07.1928 &#8211; \u202007.03.1999). Die Hauptrollen spielten Tom Cruise, Nicole Kidman und Sydney Pollack.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-89961","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-23 02:55:02","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89961","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=89961"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89961\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89976,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89961\/revisions\/89976"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89961"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=89961"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89961"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}