{"id":89844,"date":"2026-02-03T10:38:27","date_gmt":"2026-02-03T09:38:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=89844"},"modified":"2026-02-13T12:46:22","modified_gmt":"2026-02-13T11:46:22","slug":"der-wsv-hat-wieder-eine-mannschaft-die-lebt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/02\/03\/der-wsv-hat-wieder-eine-mannschaft-die-lebt\/","title":{"rendered":"Der WSV hat wieder eine Mannschaft, die lebt\u00a0"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_89856\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89856 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Classen-07-02-2026-0046-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"2500\" height=\"1667\" \/><span class=\"wp-caption-text\">WSV-Neuzugang Josue Santo (M.) war als agile Sturmspitze von der BVB-Abwehr kaum zu stoppen &#8211; \u00a9 Sportfotodienst Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>\u201eWeil vie an de Heimat kleben, weil vie Woppertaler sind!\u201c Mit einem riesigen Spruchband im Wuppertaler Dialekt schm\u00fcckten die Fans die Horst-Szymaniak-Trib\u00fcne im Stadion am Zoo und machten gleich zu Spielbeginn deutlich, dass die \u201eEiszeit\u201c zwischen ihnen und der WSV-F\u00fchrung erst einmal beendet ist. Mit diesem Ziel hatte der Verein zuletzt mehrere, offenbar erfolgreiche Gespr\u00e4che, mit verschiednen Fangruppen gef\u00fchrt.<\/p>\n<h4>Mit Fahnen und\u00a0 Ges\u00e4ngen \u201eWuppertaler SV, ole, ole\u201c<\/h4>\n<p>Tats\u00e4chlich war der \u201cSupport\u201c von den R\u00e4ngen jetzt wie in besten Zeiten und d\u00fcrfte ihren Anteil an einem der besten WSV Spiele seit langen gehabt haben. Mit Fahnen, Ges\u00e4ngen und dem Schlachtruf \u201eWuppertaler SV, ole, ole\u201c wurde das diesmal ganz in Rot spielende Team von Trainer Mike Wunderlich lautstark angefeuert.<\/p>\n<p>Gespannt war man, wie sich die Neuzug\u00e4ngen aus der Winterpause pr\u00e4sentieren w\u00fcrden. Warum Josue Santo (22) schon seit langem auf der Wunschliste des WSV stand, wurde schon in den ersten Minuten deutlich, als dieser als echte Spitze vorne wirbelnd nur knapp scheiterte, dann aber die entscheidende Vorarbeit f\u00fcr die 1:0-F\u00fchrung durch Vincent Schaub in der 8. Minute leistete.<\/p>\n<div id=\"attachment_89848\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89848 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Classen-07-02-2026-0012.jpeg\" alt=\"\" width=\"2500\" height=\"1667\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dieses riesige Spruchband hatten die organisierten WSV-Fans \u00fcber die Horst-Szymaniak-Trib\u00fcne gespannt &#8211; \u00a9 Sportfotodienst Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Trainer Wunderlich bewerte die Leistung der Leihgabe von den Spfr. Siegen: \u201eSanto ist drei Tage da, hat die Box besetzt, alles raus gedonnert, war gef\u00e4hrlich und am Ende stehend k.o. Hut ab!\u201c<\/p>\n<h4>Cenk Durgun \u201eein Krieger und Anf\u00fchrer\u201c<\/h4>\n<p>Ein riesiges Trainer-Kompliment bekam auch der als Spielmacher von Eintracht Hohkeppel verpflichtete Cenk Durgun (33). Wunderlich nach dem Spiel: \u201eEr ist ein Krieger und Anf\u00fchrer. Er hat Wege nach vorne gemacht, damit haben wir \u00fcber 90 Minuten nicht gerechnet. Er hat Grenzen \u00fcberschritten und hatte den Willen. Er hat ein extrem gutes Spiel gemacht\u201c.<\/p>\n<p>Nicht alles lief gegen die Dortmunder indessen nach Wunsch. So sah die Abwehr in der ersten Halbzeit weder beim 1:1-Ausgleich noch beim 2:1 f\u00fcr die G\u00e4ste wirklich gut aus. Es war praktisch der erste Torschuss des BVB, den Michael Eberlein (29) in der 26. Minute etwas \u00fcberraschend aus kurzer Distanz verwandeln konnte, w\u00e4hrend die WSV-Abwehr hier unt\u00e4tig wirkte. \u201eWir stehen mit drei, vier Mann drum herum. Das ist mir zu billig&#8220;, schimpfte der neue WSV-Trainer.<\/p>\n<div id=\"attachment_89857\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89857 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Classen-07-02-2026-0060.jpeg\" alt=\"\" width=\"2500\" height=\"1667\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Vincent Schaub (r.) brachte den WSV in der 8. Minute gegen den Favoriten Borussia Dortmund U23 mit 1:0 in F\u00fchrung &#8211; \u00a9 Sportfotodienst Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Ein sehenswerter Torschuss von der Strafraumkante durch den 18j\u00e4hrigen Deutsch-Russen Nick Chermy lie\u00df alle WSV-Siegtr\u00e4ume kurz vor der Pause schon wieder platzen, zumal das allerdings enorm scharfe Geschoss f\u00fcr WSV-Keeper Luyambula nicht unhaltbar schien. Jedenfalls lag gegen den hohen Favoriten zur Pause 1:2 hinten.<\/p>\n<h4>Ein \u201ePausentrank\u201c, der Wirkung zeigen sollte<\/h4>\n<p>Was genau Trainer Wunderlich beim Pausentee gesagt hat, wissen wir nicht, aber es kam ein hochmotiviertes Team aus der Kabine.\u00a0Unmittelbar nach den Seitenwechsel fiel sofort der Ausgleich. Cenk Durgun brachte eine Ecke herein, die in der 48. ausgerechnet der Portugiese Ousmane Diallo (Marktwert 1,5 Mio. \u20ac), wie schon im letzten Spiel der Dortmunder gegen die SF Lotte, ins eigene Tor verl\u00e4ngerte. Der WSV-Cheftrainer sp\u00e4ter bei der Pressekonferenz: \u201eMir war wichtig, dass wir nicht wild werden und zu schnell alles auf links drehen wollten, damit wir nicht in einen Konter laufen und das dritte Gegentor bekommen\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_89849\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89849 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Classen-07-02-2026-0028.jpeg\" alt=\"\" width=\"2500\" height=\"1667\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der neue WSV-Mittelst\u00fcrmer Josue Santo (l.) im Zweikampf mit seinem Dortmunder Gegenspieler Leroy Kwadwo &#8211; \u00a9 Sportfotodienst Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Nach dem Ausgleich holte BVB-Trainer Daniel Rios seinen Portugiesen Diallo vom Platz und wechselte ihn gegen Ectibasi aus. WSV-Verteidiger Levin M\u00fcller hatte den \u201eStar-Spieler\u201c der G\u00e4ste bis dahin nahezu v\u00f6llig ausgeschaltet. In der Folge sah man eine Partie mit hohem Tempo und k\u00f6rperbetonten Einsatz mit Vorteilen sowie guten M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Gastgeber. Dabei ging Vincent Schaub in einem Zweikampf mit Elias Benkara im Strafraum zu Boden (57.), doch Schiri Davide Eisberg (Solingen) verweigerte dem WSV den f\u00e4lligen Strafsto\u00df und handelte sich damit das Mi\u00dffallen der Wuppertaler Fans ein, die ihrem \u00c4rger mit \u201cSchieber-Rufen\u201c Raum gaben, womit sie einmal mehr so f\u00fcr Stimmung sorgten.<\/p>\n<h4>\u201eDer Glaube und dass Publikum waren da!\u201c<\/h4>\n<p>Die gelb-schwarzen Dortmunder blieben jetzt eher farblos. BVB-Trainer\u00a0Rios sprach von keiner guten Leistung seiner Mannschaft: \u201eDas war zu wenig. Wir hatten nur drei, vier Situationen, die wir umgesetzt haben\u201c. Aber auch der WSV-Coach ging kritisch mit Fehlern seiner Spieler um, die er offen ansprach, aber auch das wichtige Positivum nicht ausklammerte: \u201eDer Glaube war da und auch das Publikum. Es geht nur mit harter Arbeit und Mentalit\u00e4t. Wir haben heute Meter gemacht, die sehr, sehr weh getan haben gegen eine fu\u00dfballerisch sehr gute Mannschaft. Wir haben defensiv sehr stabil gestanden und hatten unsere Umschaltmomente\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_89850\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89850 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Classen-07-02-2026-0189.jpeg\" alt=\"\" width=\"2500\" height=\"1565\" \/><span class=\"wp-caption-text\">WSV-Sportdirektor Gaetano Manno (2.v.r.) mit dem Trainerstab Co-Trainer Kevin Rodrigues Pires (l.), Cheftrainer Mike Wunderlich (2.v.l.) und Co-Trainer Adli Lachheb (r.) &#8211; \u00a9 Sportfotodienst Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>In der Schlu\u00dfphase hatte Wunderlich auch noch Rebronja, Bouzraa, Atmaca sowie f\u00fcr wenige Minuten auch noch Neuzugang Noah Heim (84.) aus der Schalker \u201eKnappenschmiede\u201c gebracht, w\u00e4hrend Neuzugang Hirschberger verletzungsbedingt fehlte. Wunderlichs Taktik war weitgehend aufgegangen. Interessant sein Spielsystem, welches sich nicht in eine enge Formel pressen lie\u00df, sondern flexibel wie eine Ziehharmonika wirkte. Und seine Spieler folgten auch seiner Anweisung, wenn es eng wurde, nicht lange zu fackeln, sondern das Leder &#8222;lieber auf das Trib\u00fcnendach zu wichsen.&#8220;<\/p>\n<h4>Es wird noch sehr eng im Abstiegskampf<\/h4>\n<p>Wie eng es ihn Abstiegskampf noch werden wird, zeigten nicht zuletzt die anderen Ergebnisse vom Samstag: Die abstiegsbedrohten Bochumer holten gegen R\u00f6dinghausen mit 2:0 ihren erst dritten Saisonsieg und auch die SSVg Velbert war mit ihrem erst dritten \u201eDreier\u201c wieder mit 1:0 erfolgreich, diesmal in M\u00f6nchengladbach. Beide Teams verringerten den Abstand zum WSV, der auf Rang 15 nach wie vor einem m\u00f6glichen Abstiegsplatz einnimmt.<\/p>\n<p><b>Text: Siegfried J\u00e4hne<\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_89847\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2510px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89847 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Classen-07-02-2026-0203.jpeg\" alt=\"\" width=\"2500\" height=\"906\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein Unentschieden, das niemand so richtig gl\u00fccklich machte: (v.l.) BVB-U23-Trainer Daniel Rios, WSV-Stadionsprecher Jonas J\u00fctz und WSV-Cheftrainer Mike Wunderlich &#8211; \u00a9 Sportfotodienst Jochen Classen<\/span><\/div>\n<h4>Wuppertaler SV &#8211; Borussia Dortmund U23 2:2 (1:2)<\/h4>\n<p><strong>Aufstellung des Wuppertaler SV:<\/strong><\/p>\n<p>Luyambula &#8211; Nishimura, Dervisevic, Stojanovic &#8211; M\u00fcller (77. Rebronja), Durgun, Duncan, Miyamoto &#8211; Aydogan (71. Bouzraa), Santo (71. Atmaca), Schaub (84. Heim) &#8211; Trainer: Mike Wunderlich<\/p>\n<p><strong>Aufstellung Borussia Dortmund U23:<\/strong><\/p>\n<p>Ostrzinski &#8211; Krevsun, Benkara, Kwadwo (71. Mansaray), Pejazic &#8211; Azhil, Drakas, Eberwein, Cherny (84. Fidjeu-Tazemeta), Diallo (53. Etcibasi) &#8211; Mutove &#8211; Trainer: Daniel Rios<\/p>\n<p><b>Tore:<\/b> 1:0 Schaub (8.), 1:1 Eberwein (25.), 1:2 Cherny (41.), 2:2 Diallo (Eigentor, 47.)<\/p>\n<p><b>Gelbe Karten:<\/b> Stojanovic &#8211; Mansaray, Azhil, Drakas, Etcibasi<\/p>\n<p><b>Schiedsrichter:<\/b> Davide Zeisberg<\/p>\n<p><b>Zuschauer<\/b>: 1.973<\/p>\n<p><strong>Stadion:<\/strong> Stadion am Zoo<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der WSV hat seinen Abw\u00e4rtstrend gestoppt. Die Rotblauen erreichten im Spiel gegen Borussia Dortmunds U23 in einem packenden Spiel vor rund 2.000 Zuschauern ein verdientes 2:2 (1:2) Unentschieden und damit einen nicht unbedingt erwarteten wichtigen Punkt im Abstiegskampf. 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