{"id":89718,"date":"2026-02-02T20:45:18","date_gmt":"2026-02-02T19:45:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=89718"},"modified":"2026-02-02T20:45:18","modified_gmt":"2026-02-02T19:45:18","slug":"beschaembarkeit-in-der-pflege-die-ambivalenz-des-blicks","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/02\/02\/beschaembarkeit-in-der-pflege-die-ambivalenz-des-blicks\/","title":{"rendered":"Besch\u00e4mbarkeit in der Pflege: Die Ambivalenz des Blicks"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_89721\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89721 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Baranzke-Presse-scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1997\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Heike Baranzke, Ethikerin an der Bergischen Universit\u00e4t &#8211; \u00a9 Sebastian Jarych<\/span><\/div>\n<p>\u201eGestern bin ich wieder abgespritzt worden\u201c, teilte eine Heimbewohnerin ihrer Tochter mit und wollte damit sagen, dass die letzte Duschaktion eher daran erinnerte, in einer Waschanlage traktiert zu werden, als in einer Wohlf\u00fchlumgebung eine angenehme K\u00f6rperpflege genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Die Wuppertaler Ethikerin Dr. Heike Baranzke besch\u00e4ftigt sich seit Jahren mit dem Thema der Besch\u00e4mbarkeit und sagt: \u201eScham ist ein allgemein menschliches Gef\u00fchl, ein Affekt, gegen den man sich gar nicht wehren kann und dadurch ein sehr unangenehmes Gef\u00fchl. Unangenehm deshalb, weil man sich dann sch\u00e4mt, wenn man in einer Weise gesehen wird, in der man nicht gesehen werden will.\u201c<\/p>\n<h4>Die Furcht vor dem sozialen Tod<\/h4>\n<p>Besch\u00e4mbarkeit sei kulturell unver\u00e4ndert geblieben, erkl\u00e4rt die Wissenschaftlerin und konstatiert: \u201eAlle Menschen sch\u00e4men sich, wenn auch vielleicht nicht wegen derselben konkreten Anl\u00e4sse.\u201c Aber warum ist das so? \u201eWeil wir Menschen soziale Wesen sind. Man spricht auch von der Scham als dem sozialen Gef\u00fchl schlechthin, weil wir Menschen darauf angewiesen sind, in einer Gemeinschaft zu leben und anerkannt zu werden. Wenn man das Gef\u00fchl hat, man wird in einer unvorteilhaften Weise gesehen, in der man nicht gesehen werden will, ist damit die ganz tiefgreifende Furcht verbunden, dass dann die Gemeinschaft mit einem nichts mehr zu tun haben will, dass man vielleicht ausgeschlossen wird. Und mit diesem tiefen Gef\u00fchl der Scham verbindet sich dann die Angst vor dem sogenannten &#8217;sozialen Tod&#8216;.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_44822\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-44822\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Logo-Transfergeschichten.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p>Heike Baranzke erkl\u00e4rt den gesellschaftlichen Ausschluss an einem Beispiel aus einer j\u00fcngst ausgestrahlten Rundfunksendung zur Geschichte der Todesstrafe. \u201eDie kulturgeschichtliche Forschung zeigt, dass ganz am Anfang, also vor Tausenden von Jahren, gar nicht zum Tode Verurteilte von Menschen zu Tode gebracht, sondern diese schlicht und einfach aus der menschlichen Gemeinschaft ausgeschlossen wurden, in der wilden Natur, die voll von Gefahren war, ausgesetzt und damit letztendlich dem Tod preisgegeben. D.h., wenn man sich diese Dimensionen noch einmal vergegenw\u00e4rtigt, dann bekommt man eine Ahnung davon, wie dramatisch die Wurzel des Schamgef\u00fchls als Furcht vor dem Ausschluss aus der Gemeinschaft ist.\u201c<\/p>\n<h4>Die Qualit\u00e4t des Blicks<\/h4>\n<p>Scham betreffe aber nicht nur Situationen in der K\u00f6rperpflege, sagt Heike Baranzke, sondern u.a. auch Situationen der Hilflosigkeit sowie des Kontrollverlusts. Sich nackt oder befleckt zu f\u00fchlen, k\u00f6nne jemanden sowohl physisch als auch metaphorisch charakterisieren. Gerade im pflegerischen Bereich k\u00f6nne das zu einem moralischen Problem werden. Und das geschehe oft \u00fcber den Blickkontakt. \u201eNun gibt es ja sehr unterschiedliche Qualit\u00e4ten des Blickkontaktes\u201c, erkl\u00e4rt sie, \u201egef\u00e4hrlich wird es z. B., wenn man \u00fcbersehen, geschnitten, wenn man keines Blickes gew\u00fcrdigt wird, wie es in der sogenannten \u201aSchwarzen P\u00e4dagogik\u2018 \u00fcblich war. Ein Blickkontakt kann auch die Qualit\u00e4t eines Unterwerfungsaktes haben, das k\u00f6nnte dann ein strenger Blick sein, der einen zur Ordnung ruft oder den anderen n\u00f6tigt, den Blick zu senken. D.h., auf diese nonverbale Art und Weise der Beziehungsgestaltung \u00fcber den Blickkontakt, der h\u00f6chst ambivalent sein kann, denn man kann ja auch jemanden liebend, emphatisch oder verst\u00e4ndnisvoll ansehen, passiert sehr viel.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_89723\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 859px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89723\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/happens-736244_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"849\" height=\"569\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Pflegeberuf erfordert viel Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen und Fingerspitzengef\u00fchl &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Es gehe dabei immer darum, ob man sich als Gleichberechtigte auf Augenh\u00f6he begegne oder einen Machtkampf ausfechte. All diese Blick-T\u00f6nungen erfolgten meist unreflektiert, unwillk\u00fcrlich, m\u00fcssten aber in psychosozialen Berufen im Prinzip professionalisiert werden. \u201eJeder, der in psychosozialen Berufen \u2013 und dazu geh\u00f6ren ja auch Pflegeberufe, der Lehrerberuf oder medizinische Berufe und soziale Arbeit \u2013 arbeitet, sollte das reflektieren und sich \u00fcber die Verantwortung in der Beziehungsgestaltung bewusst werden.\u201c<\/p>\n<h4><b>I<\/b>n der Pflege wird der anblickbare K\u00f6rper auch ber\u00fchrbar<\/h4>\n<p>In der Grundpflege gibt es viele nonverbale Interaktionsformen, die f\u00fcr Pflegepersonal einfach Routine, f\u00fcr Pflegebed\u00fcrftige aber alles andere als normal sind. \u201eIn der Pflege erleben wir, dass der Mensch in seiner K\u00f6rperlichkeit, nicht nur sichtbar und anblickbar ist, sondern aufgrund seines K\u00f6rpers auch ber\u00fchrbar, antastbar wird. Da kommt also noch einmal neben dem Sehsinn auch der Tastsinn als sensorische Qualit\u00e4t dazu. Die Pflege ist ein in dieser Hinsicht besonderer Beruf, ein Ber\u00fchrungsberuf, der immer an den Grenzen der Scham und Besch\u00e4mbarkeit arbeitet.\u201c<\/p>\n<p>Als Kinder lernten wir, erkl\u00e4rt die Ethikerin, dass Pflege im Verborgenen vollzogen werde, um sich dann wieder sch\u00f6ngemacht in der \u00d6ffentlichkeit zu zeigen, weil wir dann repr\u00e4sentabel auss\u00e4hen und man wieder gerne mit uns zu tun habe. Im Gegensatz dazu seien pflegebed\u00fcrftige Menschen in einer Situation, diese ureigene Selbstpflege nicht mehr alleine erledigen zu k\u00f6nnen. Sie w\u00e4ren dabei stattdessen auf die Unterst\u00fctzung durch eine andere, fremde Person angewiesen. \u201eDurch die Beteiligung einer fremden Person ger\u00e4t die K\u00f6rperpflege in den Raum der \u00d6ffentlichkeit. Ich bin nicht mehr alleine in meinem heimischen Bade- oder Schlafzimmer, sondern ich bewege mich jetzt in einem Raum, wo ich von einer anderen Person bei der Pflege gesehen oder sogar noch ber\u00fchrt werde. Das macht den Pflegeberuf so herausfordernd, weil das eine Situation ist, die sowohl prek\u00e4r f\u00fcr die pflegebed\u00fcrftige Person als auch prek\u00e4r f\u00fcr die pflegegebende Person ist, weil sie im Prinzip schambesetzte Akte durchf\u00fchren muss. Daher ist es so unglaublich wichtig, dann mit sehr viel Taktgef\u00fchl und professioneller Reflexion auf diesen Tatbestand zu reagieren.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_89726\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 520px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89726 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Altenpflege-durch-einen-Zivildienstleistenden.jpg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"339\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Altenpflege durch einen Zivildienstleistenden &#8211; \u00a9 CC BY-SA 3.0 de<\/span><\/div>\n<p>Man behandele ja nie nur einen K\u00f6rper. \u201eDer menschliche K\u00f6rper ist immer der K\u00f6rper einer Person, d.h. wenn man einen Menschen ber\u00fchrt, ber\u00fchrt man immer zugleich nie nur einen K\u00f6rper, sondern stets auch die Person, die diesen K\u00f6rper tr\u00e4gt.\u201c Ob Genitalpflege oder gyn\u00e4kologische Untersuchung, man komme an diesen schambesetzten Akten nicht vorbei und m\u00fcsse die Situationen professionell entsch\u00e4rfen, z.B. indem man in diesen Situationen den Blickkontakt vermeidet. \u201eMan muss auch erst einmal den Mut haben, sich mit diesem Gef\u00fchl auseinanderzusetzen und das dann in diesen Berufen zu thematisieren, was f\u00fcr alle Seiten unangenehm ist.\u201c Hilfreich dabei sei, sich dieses Blickmanagement bzw. der situationsabh\u00e4ngigen Ambivalenz des Anblickens bewusst zu sein.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Die Kunst der Ber\u00fchrung<\/h4>\n<p>Der Pflegenotstand in Krankenh\u00e4usern und Altenheimen ist allgegenw\u00e4rtig. Personal fehlt an allen Ecken und Kanten. Es scheint manchmal schwer zu sein, die W\u00fcrde der zu behandelnden Person zu erhalten, wenn einfach keine Zeit f\u00fcr Erkl\u00e4rungen da ist. Heike Baranzke spricht in diesem Zusammenhang von der \u201eKunst der Ber\u00fchrung\u201c und erkl\u00e4rt sie mit einem Beispiel aus der Geschichte: \u201eKatharina Gr\u00f6ning hat in ihrem Buch &#8218;Entweihung und Scham&#8216; das Beispiel der Kinder\u00e4rztin Emmi Pickler geschildert, die vor Jahrzehnten, in der ersten H\u00e4lfte der 20. Jahrhunderts, Waisenkinder entsprechend gepflegt und gezeigt hat, wie eben durch die Art der Ber\u00fchrung, die eine ganz eigene Qualit\u00e4t hat, sich diese Kinder haben gut entwickeln k\u00f6nnen. Sie wurden nie achtlos angefasst, sondern in einer Weise, die sie als ein anderes Wesen respektierte und beim Aufbau ihrer psychischen Abwehrhaut unterst\u00fctzte.\u201c<\/p>\n<p>In der Pflege m\u00fcsse man nun diese Ber\u00fchrungen auch diversifizieren, denn, so erkl\u00e4rt Heike Baranzke, \u201earbeitet man in der Intimpflege, dann ist es im Sinne von Undoing-shame-Praktiken (&#8218;Undoing shame&#8216; bedeutet, die l\u00e4hmende Wirkung von Scham zu \u00fcberwinden, Anm. d. Red.) besser, man arbeitet mit Handschuhen, gestaltet die Ber\u00fchrung m\u00f6glichst funktional und vermeidet den Blickkontakt. Arbeitet man jedoch in der Altenpflege z. B. mit Menschen, die geduscht oder gebadet werden, oder sogar eine Massage erhalten, dann k\u00f6nnen Handschuhe das Wohlgef\u00fchl st\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<p>Es sei zwar schon gut in der Praxis bekannt, dass die Pflege ein Beziehungsberuf sei, der auch immer eine Anerkennungsbeziehung zwischen Personen herstellen m\u00fcsse, aber es fehle noch das Bewusstsein, wie sehr die Pflege auch ein Ber\u00fchrungsberuf ist, in dem man die Kunst der Ber\u00fchrung beherrschen m\u00fcsse und nicht \u00fcbergriffig oder unachtsam die psychische Haut des anderen verletzen d\u00fcrfe. \u201eMan muss sich immer auch verbal r\u00fcckversichern, etwa mit der Frage: &#8218;Darf ich sie jetzt ber\u00fchren?&#8217;\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_89728\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1290px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89728 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/bed-8352775_1280-2.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"970\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Viele alte, aber auch junge Menschen nach Eingriffen im Krankenhaus brauchen Pflege &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<h4>Heim- und Krankenhausstrukturen obliegen der Produktlogik<\/h4>\n<p>Die Wissenschaftlerin stellt fest, dass die strukturelle Depersonalisierung in Altenpflegeheimen und Krankenh\u00e4usern ein pflegerisches Handeln sehr beeintr\u00e4chtigen kann und sagt: \u201eUnd das geschieht durch die \u00d6konomisierung und den Zeitmangel. Dahinter steckt zum einen ein Arbeitsbegriff, der einer Produktlogik, also einer Herstellungslogik folgt. Dieses ganze DRG-System im Gesundheitswesen (Das DRG-System -Diagnosis Related Groups- ist ein pauschalisierendes Abrechnungssystem, das in Deutschland die Verg\u00fctung f\u00fcr station\u00e4re Krankenhausleistungen regelt, Anm. d. Red.) kommt urspr\u00fcnglich aus den Chicagoer Autoflie\u00dfbandfabriken, in denen arbeitsteilig gearbeitet wurde, bis dann nachher das fertige Auto herauskommt. Genau das spiegelt sich immer noch in unserem Gesundheitssystem. Man ber\u00fchrt in der Pflege aber nie nur einen K\u00f6rper, sondern immer eine verk\u00f6rperte Person, d.h. es geht in allen psychosozialen Berufen nie ohne vorhergehende Beziehungsarbeit, Anerkennungsarbeit.\u201c<\/p>\n<p>Beziehungsarbeit werde aber in unserer Gesellschaft als Arbeit gar nicht anerkannt oder bezahlt, also nicht als Arbeit gesehen, und Beziehungsarbeit brauche nun einmal Zeit. Werde aber diese Zeit nicht einger\u00e4umt, z. B., weil zu wenige Beziehungsarbeiter in diesen Berufen f\u00fcr die anstehenden Aufgaben da seien, dann k\u00f6nne gar nicht verhindert werden, dass die zu pflegende Person zu einem K\u00f6rper degradiert w\u00fcrde. \u201eUnd dann bekommt man auch einen menschenw\u00fcrdigen Umgang nicht mehr hin! Da kann man auch einen Bogen zu den vieldiskutierten Pflegerobotern ziehen. Pflegeroboter sind zu dieser Beziehungsarbeit unf\u00e4hig. Da denkt man wieder in so einer Produktlogik.\u201c<\/p>\n<p><b>Pflegebeziehung st\u00e4rken<\/b><\/p>\n<p>Heike Baranzke hat zusammen mit Dr. Helen G\u00fcther von der privaten Universit\u00e4t Witten\/Herdecke einen Artikel mit dem Titel \u201eBesch\u00e4mbarkeit \u2013 Zur pflegeethischen Relevanz einer brisanten Vulnerabilit\u00e4t\u201c verfasst. Darin spricht sie vom &#8218;menschenblinden Gesundheitswesen&#8216;. Tats\u00e4chlich k\u00f6nnten wir wieder sehend werden, wenn \u201ewir die Unverzichtbarkeit der Erlebnisdimension personaler Anerkennung tats\u00e4chlich sehen, d.h., wenn wir aus unserer Dinglogik aussteigen und sagen, es macht einen fundamentalen Unterschied, nicht nur, dass wir etwas miteinander erledigt haben, sondern dass wir als Personen etwas miteinander getan haben. Auch eine Pflegebeziehung ist immer auf das Mittun der pflegeempfangenden Person angewiesen, sonst m\u00fcndet es ganz leicht in Machtk\u00e4mpfe, die auch in Gewalt umschlagen k\u00f6nnen. Es ist also auch eine Gewaltpr\u00e4vention, die hier eine gro\u00dfe Rolle spielt. Wir m\u00fcssen uns \u00fcber dieses Grundbed\u00fcrfnis, zu erleben, als Person anerkannt zu werden, kooperieren zu k\u00f6nnen, mittun zu d\u00fcrfen und eingeladen zu werden, bewusst sein. Das ist elementar wichtig, davon lebt unsere Gesellschaft. Der Mensch ist ein soziales Wesen, das der Anerkennung durch die Gemeinschaft bedarf und dieses soziale Grundbed\u00fcrfnis endet nie.\u201c<\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_89729\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 410px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89729 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Baranzke-Presse.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"505\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Heike Baranzke &#8211; \u00a9 Sebastian Jarych<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Heike Baranzke<\/h4>\n<p>Dr. Heike Baranzke ist Lehrbeauftragte f\u00fcr Theologische Ethik der katholischen Theologie in der Fakult\u00e4t f\u00fcr Geistes- und Kulturwissenschaften an der Bergischen Universit\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ambivalenz des Blicks! Autor Uwe Blass hat sich im Rahmen der beliebten, lehrreichen Uni-Reihe &#8222;Transfergeschichten mit der Ethikerin Heike Baranzke \u00fcber das Thema &#8222;Besch\u00e4mbarkeit in der Pflege&#8220; unterhalten.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-89718","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-12 18:25:47","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89718","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=89718"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89718\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89732,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89718\/revisions\/89732"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89718"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=89718"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89718"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}