{"id":89612,"date":"2026-01-26T19:14:16","date_gmt":"2026-01-26T18:14:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=89612"},"modified":"2026-01-26T19:14:16","modified_gmt":"2026-01-26T18:14:16","slug":"der-bau-der-neuen-bergischen-synagoge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/01\/26\/der-bau-der-neuen-bergischen-synagoge\/","title":{"rendered":"Der Bau der Neuen Bergischen Synagoge"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_89616\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1214px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89616 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Bergische_Synagoge-CC-BY-S-3.0.jpeg\" alt=\"\" width=\"1204\" height=\"798\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die im Jahre 2002 eingeweihte Bergische Synagoge in Wuppertal. Der damalige israelische Staatspr\u00e4sidente Mosche Katzav war bei der Zeremonie hoher Ehrengast &#8211; \u00a9 CC BY-S 3.0<\/span><\/div>\n<p>Leonid Goldberg, Vorsitzender der j\u00fcdischen Kultusgemeinde in Wuppertal, wandte sich 2023 an die Bergische Universit\u00e4t mit der Bitte, den Bau der 2002 eingeweihten neuen Synagoge zu dokumentieren. Eine Gruppe von zehn Studierenden unter Leitung der Historikerin Prof. Dr. Juliane Brauer und ihrem Doktoranden Sebastian Braun (Arbeitsbereich Geschichte und ihre Didaktik) nahm sich der Aufgabe an und erarbeite ein sogenanntes &#8222;Narrativ wider das Vergessen&#8220;, welches viel mehr verspricht, als die reine Dokumentation der Geschichte eines Gebetshauses.<\/p>\n<h4>J\u00fcdische Gemeinde in Wuppertal bittet die Universit\u00e4t um Hilfe<\/h4>\n<p>\u201eZun\u00e4chst war ich etwas skeptisch\u201c, gesteht die Historikerin Juliane Brauer, \u201edenn Zeitgeschichte kann manchmal etwas schwierig sein, da wir noch zu dicht dran sind.\u201c Doch nach dem ersten Treffen hatte sie der Vorsitzende der J\u00fcdischen Kultusgemeinde, Leonid Goldberg, \u00fcberzeugt. \u201eWeil ich einen Doktoranden bei mir habe, Sebastian Braun, der sich sehr gut mit den j\u00fcdischen Gemeinden nach 1945 auskennt, dachte ich sofort an ein gemeinsames studentisches Forschungsprojekt, aus dem auch Abschlussarbeiten entstehen k\u00f6nnten.\u201c Zudem interessierte die Wissenschaftlerin an dem \u201ehochspannenden Projekt\u201c die historisch-gesellschaftliche Bedeutung des Baus einer neuen Synagoge f\u00fcr die Stadt Wuppertal.<\/p>\n<div id=\"attachment_44822\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-44822\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Logo-Transfergeschichten.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<h4>1945 exis1tierte die j\u00fcdische Gemeinde hier nicht mehr<\/h4>\n<p>Am 08. Dezember 2002, also 64 Jahre nach der Zerst\u00f6rung der Alten Barmer Synagoge, wurde die neue Bergische Synagoge in der Gemarker Stra\u00dfe eingeweiht. \u201e1945 existierte die j\u00fcdische Gemeinde hier quasi nicht mehr\u201c, erkl\u00e4rt Sebastian Braun und schildert den Neuanfang j\u00fcdischen Gemeindelebens. \u201e\u00dcberlebende kamen aus den Konzentrationslagern zur\u00fcck in die Stadt, hatten als &#8218;Untergetauchte&#8216; \u00fcberlebt, zum Teil waren sogenannte j\u00fcdische &#8218;Displaced Persons&#8216; dabei. Die haben sich als kleine Gemeinschaft von ca. 145 Personen zusammengefunden und suchten dann erst einmal einen neuen Ort, an dem sie beten konnten.\u201c<\/p>\n<p>Da die gesamte Infrastruktur j\u00fcdischen Lebens zerst\u00f6rt war, fand man nur im ehemaligen j\u00fcdischen Altersheim an der Friedrich-Ebert-Stra\u00dfe 73 einen Ort, in dem die ersten Gottesdienste gefeiert wurden. Dieser provisorische Zustand blieb bis zur Einweihung der Bergischen Synagoge f\u00fcr lange Zeit bestehen. Dazu Sebastian Braun: \u201eDer Gemeinde war es damals wie heute wichtig, zu sagen, auch wenn es nur ein kleiner Betsaal ist, es ist unsere Synagoge, denn sobald eine Thora in einem Raum ist, gilt dieser Raum als Synagoge.\u201c<\/p>\n<h4>Vergreisende Gemeinde erlebt Mitgliederzuwanderung in den 1990ern<\/h4>\n<p>Ende der 1980er Jahre war der Fortbestand der Gemeinde aufgrund von \u00dcberalterung stark gef\u00e4hrdet. Nur noch ca. 100 Gemeindemitglieder z\u00e4hlte die kleine Glaubensgemeinschaft, berichtete Leonid Goldberg. Politische Ereignisse brachten dann aber eine entscheidende Wende, sodass die Gemeinde in k\u00fcrzester Zeit auf \u00fcber 2.000 Mitglieder wuchs. Was war geschehen? \u201e1991 wurde ein Gesetz verabschiedet, das sogenannte &#8218;Kontingentfl\u00fcchtlingsgesetz&#8217;\u201c, berichtet Sebastian Braun. \u201eIm Zuge dessen konnte man als Person j\u00fcdischen Glaubens nach Deutschland kommen und sich hier Gemeinden anschlie\u00dfen.\u201c Aus den Berichten der Interviewpartner, die die Studierenden zum Neubau der Synagoge befragten, wurde deutlich, dass sich durch den enormen Zustrom auch die Stadtgesellschaft ver\u00e4nderte.<\/p>\n<div id=\"attachment_89617\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89617 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Pressefoto-Brauer-Braun.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"519\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Historikerinn Prof. Dr. Juliana Brauer und Doktorand Sebastian Braun &#8211; \u00a9 UniService Third Mission<\/span><\/div>\n<p>\u201eDer Gro\u00dfteil der Menschen kam aus den L\u00e4ndern der ehemaligen Sowjetunion. Die Menschen sahen auf einmal eine Perspektive im Westen. Viele kannten das Judentum gar nicht, denn sie konnten es in der Sowjetunion nicht praktizieren. Die Perspektive, den Glauben erst einmal \u00fcberhaupt kennenlernen zu d\u00fcrfen, motivierte viele Menschen, nach Deutschland zu kommen. Dazu kam nat\u00fcrlich auch der Wunsch nach einer Zukunftsperspektive f\u00fcr die eigenen Kinder.\u201c \u201eDie j\u00fcdische Gemeinde war dann sehr gefordert\u201c, erg\u00e4nzt Brauer, \u201esie wusste nicht, wohin mit den neuen Gemeindemitgliedern. Der Betsaal reichte nicht mehr und pl\u00f6tzlich war die Chance da, j\u00fcdisches Leben noch einmal ganz neu zu denken und zu organisieren. Das war, neben der Dokumentation des eigentlichen Bauprozesses f\u00fcr uns auch noch einmal historisch sehr interessant.\u201c<\/p>\n<h4>Angehende Historiker und Historikerinnen werden gebrieft<\/h4>\n<p>Im ersten Teil des Projektseminars wurden im Fr\u00fchjahr 2025 Studierende erst einmal umfassend in das Thema eingef\u00fchrt. \u201eIch habe mich in erster Linie um den historischen Kontext gek\u00fcmmert, damit die Studierenden das n\u00f6tige Hintergrundwissen haben\u201c, sagt Braun, \u201edie Studierenden mussten erst einmal etwas \u00fcber die Nachkriegsgeschichte j\u00fcdischer Gemeinden in Deutschland wissen. Ihnen war nicht bekannt, dass es auch in Wuppertal eine j\u00fcdische Gemeinde gibt.\u201c Auch die Geschichte der Zuwanderung mit den Herausforderungen, vor denen die j\u00fcdische Gemeinde stand, wie z.B. die Integration der neuen Gemeindemitglieder, Hilfestellungen bei den Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen, mussten verstanden werden, um den Gesamt\u00fcberblick zu erhalten. \u201eDann mussten wir die Quellenlage bewerten, denn die brauchen wir als Historiker und Historikerinnen\u201c, Sebastian erg\u00e4nzt Brauer.<\/p>\n<p>\u201eWas f\u00fcr Wissen haben wir bisher \u00fcber den Prozess ab 1996, als die Entscheidung zum Bau der Neuen Synagoge gefallen war, was f\u00fcr Informationen fehlen uns?\u201c Das Team sichtete dazu u.a. diverse Protokolle des Presbyteriums der evangelischen Gemeinde, auf deren Grundst\u00fcck die neue Synagoge gebaut wurde. \u201eDann gab es den zweiten Teil des Projektseminars, in dem die Studierenden an die Methode der &#8218;Oral History&#8216;, der m\u00fcndlich erfragten Geschichte, herangef\u00fchrt wurden\u201c, so Brauer. \u201eWas bedeutet es, wenn wir als Historikerinnen und Historiker Zeitzeugen interviewen und damit unsere eigenen Quellen produzieren? Was muss beachtet werden? Die biografischen Kontextinformationen zu den insgesamt sechs \u00a0Interviewpartnerinnen und Interviewpartner erhielten wir durch einen Fragebogen, alles andere mussten die Studierenden leisten.\u201c<\/p>\n<p>Methodisch ging das Ganze sehr behutsam vonstatten, denn man k\u00f6nne nicht einfach junge Menschen mit der Kamera zu \u00e4lteren Zeitzeugen schicken und mit der Befragung starten, erkl\u00e4rt die Wissenschaftlerin. \u201eDas ist eine Situation, die ist weder der Studierende noch der \u00e4ltere Interviewpartner gewohnt. Daher haben wir im Vorfeld \u201eRollenspiele\u201c gemacht und geprobt, wie f\u00fchrt man ein Interview, ohne dass man zu viel eingreift und dennoch alle relevanten Informationen erh\u00e4lt?\u201c Das Interessante an dieser Vorgehensweise sei vor allem die Tatsache, dass man eigene Quellen produziere, mit denen auch zuk\u00fcnftig gearbeitet werden soll. In den Interviews erfuhren die Studierenden nicht nur Hintergr\u00fcnde zum Bauprozess, sie stellten auch Fragen zum interreligi\u00f6sen Austausch sowie zur postsowjetischen Zuwanderung und erweiterten damit die Themenbreite der Dokumentation.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Die Barmer Theologische Erkl\u00e4rung von 1934<\/h4>\n<p>Die Barmer Theologische Erkl\u00e4rung (BTE) von 1934 spielte in diesem Zusammenhang f\u00fcr die Interviewpartner der evangelischen Gemeinde eine sehr wichtige Rolle. Zun\u00e4chst einmal wurde die BTE an dem Ort beschlossen, an dem heute die Bergische Synagoge steht. \u201eBesonders f\u00fcr die christlich-evangelische Seite nimmt die BTE einen hohen Stellenwert ein, denn das war sozusagen die Gr\u00fcndung der &#8218;Bekennenden Kirche&#8217;\u201c, sagt Sebastian Braun Braun. \u201eDa haben sich Vertreter der lutherischen, reformierten Kirche gegen die nationalsozialistische Ideologie ausgesprochen. Gleichzeitig fehlt dieser Erkl\u00e4rung aber ein ganz wesentlicher Teil, denn die Ausgrenzung und Verfolgung der j\u00fcdischen Menschen wird in der Erkl\u00e4rung mit keinem Wort erw\u00e4hnt. Man wusste davon und positionierte sich nicht deutlich.\u201c Das hing der christlich-evangelischen Kirche lange nach, zwar gab es auch interne Debatten, aber der richtige Aufarbeitungsprozess begann erst in den 1980er Jahren.<\/p>\n<div id=\"attachment_89621\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1241px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89621\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/pic_BAS_aussen-017.jpg\" alt=\"\" width=\"1231\" height=\"820\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die &#8222;Begegnungsst\u00e4tte Alte Synagoge&#8220; an der Gen\u00fcgsamkeitsstra\u00dfe. Hier stand fr\u00fcher die Alte Synagoge Elberfeld, die in der Pogromnacht im November 1938 von den Nazis zerst\u00f6rt wurde &#8211; \u00a9 Begegnungsst\u00e4tte Alte Synagoge<\/span><\/div>\n<p>\u201eHeute\u201c, erg\u00e4nzt Braun, \u201everstehen die christlich-evangelischen Interviewpartner diesen Synagogenbau auf einem ehemaligen Grundst\u00fcck der evangelischen Landeskirche sozusagen als ungeschriebene materialisierte These\u201c. Deutschlandweit sei der Neubau einer Synagoge auf urspr\u00fcnglich evangelischem Gemeindeland einzigartig, erkl\u00e4rt Brauer, und daher sei die Geschichte der Entscheidungsfindung und des Bauprozesses eine besondere f\u00fcr Wuppertal. \u201e1996 war die Lage schon dramatisch\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Brauer, \u201ees gab so viele neue j\u00fcdische Mitb\u00fcrger und Leonid Goldberg hat in diversen Aussch\u00fcssen darauf hingewiesen, dass die Gemeinde dringend eine gr\u00f6\u00dfere Bleibe brauche. Aber es gab einfach kein freies Grundst\u00fcck, dass zur Debatte stand. Das Areal der alten Synagoge ist eine Gedenkst\u00e4tte, ein Ort der Begegnung. Und dann kam von vielen unterschiedlichen Seiten die Idee auf, der gewachsenen j\u00fcdischen Gemeinde das freie Grundst\u00fcck, direkt angrenzend zur Gemarker Kirche zu \u00fcberlassen, und zwar kostenfrei.\u201c<\/p>\n<p>Die an dem Prozess beteiligten Zeitzeugen sprachen in diesem Zusammenhang immer wieder von einem &#8218;Wunder&#8216;. So trafen sich Vertreter der j\u00fcdischen Gemeinde mit Vertretern der evangelischen Gemeinde sozusagen inkognito im Dunkeln an einem Abend im Februar 1996 und schritten das Baugrundst\u00fcck ab, weil sie nicht wollten, dass die Information zu fr\u00fch an die \u00d6ffentlichkeit geriet. \u201eDann wiederum ging es blitzschnell\u201c, f\u00e4hrt Prof. Brauer fort. \u201eDer Paukenschlag kam im September 1996, mit der ersten Presskonferenz zu dem Projekt. Der Bauprozess scheint auch nicht so b\u00fcrokratisiert abgelaufen sein, denn wir wissen von Leonid Goldberg, dass er auf Anfragen des st\u00e4dtischen Bauamtes oft schnelle Entscheidungen bzgl. Fliesen, Tapeten oder Bestuhlung treffen musste. Der erste Spatenstich erfolgte zum historischen Datum, den 09.11.1998, die Einweihung der Synagoge dann 2002.\u201c<\/p>\n<h4>Zeitzeugen ersetzen fehlende schriftliche Unterlagen<\/h4>\n<p>Mit Unterst\u00fctzung der j\u00fcdischen Gemeinde sowie der Gemarker Gemeinde kamen die Wuppertaler Studierenden mit den Zeitzeugen zusammen. Zu ihnen geh\u00f6rten die am Entscheidungsprozess zum Bau der Neuen Synagoge beteiligten Gemeindevertreter sowie Mitglieder der j\u00fcdischen Gemeinde. Dazu Brauer: \u201eDas Bed\u00fcrfnis von Herrn Goldberg, den Prozess zu dokumentieren, war sehr gro\u00df. Und auch die Sorge, dass die Zeitzeugen irgendwann nicht mehr da sein k\u00f6nnten. Und tats\u00e4chlich ist ein Interviewpartner kurz nach unserem Gespr\u00e4ch verstorben. Wenn man sich dann die Aufnahmen noch einmal anh\u00f6rt, dann erscheint die Sorge von Herrn Goldberg sehr real, denn man hat Interviews mit Menschen gef\u00fchrt, die tats\u00e4chlich auf einmal nicht mehr da sind, und wir sind froh, dass wir gerade noch die Chance f\u00fcr dieses Gespr\u00e4ch hatten.\u201c<\/p>\n<h4>Israelischer Staatspr\u00e4sident bei Einweihung zugegen<\/h4>\n<p>Den hohen Stellenwert der Einweihung der neuen Bergischen Synagoge in Wuppertal 2002 unterstrich auch der Besuch des damaligen israelischen Staatspr\u00e4sidenten Mosche Katzav, dessen Kommen durch die Hilfe des damals amtierenden Bundespr\u00e4sidenten Johannes Rau erm\u00f6glicht wurde. \u201eEs gab ein hohes Sicherheitsaufgebot und das fand bei der Bev\u00f6lkerung keinen gro\u00dfen Anklang\u201c, berichtet Sebastian Braun, \u201edas haben die Zeitzeugen auch berichtet. Aber es ist bis heute einzigartig, dass ein israelischer Staatspr\u00e4sident zu einer Synagogeneinweihung in Deutschland zu Gast war.\u201c<\/p>\n<h4>Ergebnisse des Projektes werden pr\u00e4sentiert<\/h4>\n<p>Prof. Dr. Juliane Brauer hat bei der Durchf\u00fchrung des Projektes gro\u00dfen Wert daraufgelegt, dass die Studierenden in einem gesch\u00fctzten Raum arbeiten k\u00f6nnen. Daher r\u00fcckte das Wie und Wann der Dokumentation zun\u00e4chst in den Hintergrund. \u201eAber nach Sichtung der Interviews waren wir so begeistert und euphorisch \u00fcber die Leistungen der Studierenden, dass jetzt f\u00fcr mich feststeht, dass es eine Publikation dazu geben wird\u201c, res\u00fcmiert die Historikerin und sagt abschlie\u00dfend: \u201eEs entstehen zwei Masterarbeiten und eine Bachelorarbeit aus diesem Projekt und auch diese Arbeiten k\u00f6nnen dann modifiziert Teil der Publikation werden.\u201c Weitere \u00dcberlegungen zur \u00f6ffentlichen Pr\u00e4sentation stehen im Raum, aber die brauchen noch ein wenig Zeit und Absprachen mit allen Projektbeteiligten. Es bleibt also spannend, was noch aus diesem Projektseminar zu einem hochrelevanten Thema Wuppertaler Zeitgeschichte zu h\u00f6ren sein wird.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_89618\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 310px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89618 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Pressefoto-Brauer-Braun-2.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"175\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Juliana Brauen und Sebastian Braun &#8211; \u00a9 UniService Third Mission<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Prof. Dr. Juliane Brauer und Sebastian Braun<\/h4>\n<p>Prof. Dr. Juliane Brauer lehrt Geschichte und ihre Didaktik in der Fakult\u00e4t f\u00fcr Geistes- und Kulturwissenschaften an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal. Ihre Forschungsschwerpunkte im Bereich der Geschichtsdidaktik sind Emotionen und historisches Lernen, Musik im Geschichtsunterricht sowie Geschichts- und Erinnerungskultur. F\u00fcr die Neuere und Neueste Geschichte forscht und lehrt sie vor allem zur Geschichte des Nationalsozialismus und des geteilten Deutschlands.<\/p>\n<p>Sebastian Braun ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl f\u00fcr Geschichte und ihre Didaktik und promoviert zu \u201eHeimatpraktiken\u201c und \u201eHeimatgef\u00fchlen\u201c in j\u00fcdischen Gemeinden an Rhein und Ruhr zwischen 1945 und 1965.<i><\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Reichsprogromnacht 1938 wurden in Wuppertal beide Synagogen der j\u00fcdischen Gemeinde in Elberfeld und Barmen zerst\u00f6rt. Bis zum Bau einer neuen Synagoge in Barmen sollte es 64 Jahre dauern. Autor Uwe Blass hat sich im Rahmer der lehrreichen Uni-Reihe &#8222;Transfergeschichten&#8220; mit den Historikern Prof. Dr. Juliane Brauer und Sebastian Braun von der Bergischen Universit\u00e4t \u00fcber &#8222;das Narrativ wider das Vergessen&#8220; unterhalten.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-89612","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-04 11:29:03","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89612","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=89612"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89612\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89624,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89612\/revisions\/89624"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89612"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=89612"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89612"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}