{"id":89559,"date":"2026-01-21T16:18:24","date_gmt":"2026-01-21T15:18:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=89559"},"modified":"2026-01-23T16:20:02","modified_gmt":"2026-01-23T15:20:02","slug":"ulrike-donie-andrea-raak-praesentieren-ihren-kipppunkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/01\/21\/ulrike-donie-andrea-raak-praesentieren-ihren-kipppunkt\/","title":{"rendered":"Ulrike Doni\u00e9 &#038; Andrea Raak pr\u00e4sentieren &#8222;Kipppunkt&#8220;"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_89561\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89561 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Andrea-Raak-2-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1704\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Wuppertaler K\u00fcnstlerin Andrea Raak pr\u00e4sentiert in einer Gemeinschaftsausstellung mit Ulrike Doni\u00e9 ihre Werke &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>\u201eKipppunkt\u201c inszeniert bewusst den Widerspruch zwischen dem Nat\u00fcrlichen und dem K\u00fcnstlichen, zwischen dem Leben und dem Material, das es nur imitiert. Die beiden K\u00fcnstlerinnen besch\u00e4ftigen sich auf unterschiedliche Weise mit den Themen Natur und Materialwirtschaft.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Auf den ersten Blick suggeriert der Raum eine Reise in die Urspr\u00fcnglichkeit \u2013 vielleicht eine Schau nat\u00fcrlicher Materialien, Landschaften oder \u00f6kologischer Zusammenh\u00e4nge. Wer die Schwelle zur Ausstellung \u00fcberschreitet, merkt schnell: Nichts ist hier \u201enat\u00fcrlich\u201c, wie es zu scheinen meint. \u201eKipppunkt\u201c entf\u00fchrt Besucherinnen und Besucher in eine scheinbar \u00fcppige Welt \u2013 aus wuchernden Strukturen, exotisch anmutenden Gebilden. Auf den zweiten Blick entpuppen sich die Objekte als Illusion: Keine Pflanze w\u00e4chst hier wirklich. Die organisch erscheinenden Objekte bestehen aus industriell gefertigten Materialien \u2013Draht, Polyurethan, Styropor und Verpackungsnetzen.<\/p>\n<p>Von Beginn an war die Natur f\u00fcr den Menschen ambivalent: Lebensquelle und Bedrohung zugleich. Der Mensch war verletzlich und schutzlos in der Natur. Er durfte lernen, sich zu bewegen und sich die Natur zu Nutze zu machen. Werkzeuge, Feuer, Schutzr\u00e4ume \u2013 die Technik war ein Akt der Notwehr, ein Mittel zum \u00dcberleben.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_89562\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 410px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89562 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Potrait-U.Donie_.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"462\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Wuppertaler K\u00fcnstlerin Ulrike Doni\u00e9 &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Doch dieser kreative \u00dcberlebensdrang hat sich \u00fcber Jahrtausende verselbst\u00e4ndigt. Aus dem Versuch, sich vor der Natur zu sch\u00fctzen, wurde ein fortw\u00e4hrender Eingriff, eine zunehmende Kontrolle, eine Aneignung.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>\u201eHeute sind wir an einem Punkt angelangt, an dem der Mensch die Natur nicht nur ver\u00e4ndert, sondern weitgehend ersetzt hat \u2013 mit Stoffen, die in der Natur keinen Ursprung, keinen Kreislauf, keine R\u00fcckkehr kennen\u201c, so die Message von Ulrike Doni\u00e9 und Andrea Raak.<\/p>\n<p>Die Ausstellung zeigt eine Welt, in der die Natur nur noch als Oberfl\u00e4che, als Bild, als Simulation existiert. Die \u00c4sthetik des Gezeigten ist faszinierend, fast lebendig, aber das Leben selbst fehlt. Der Mensch, einst Teil der Natur, hat sich durch seine Errungenschaften so weit von ihr entfernt, dass er nun die Grundlagen seiner eigenen Existenz gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<div id=\"attachment_89563\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 410px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89563 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Bild_raak_donie.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"725\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Eines der Werke, das in der Ausstellung &#8222;Kipppunkt&#8220; gezeigt wird &#8211; \u00a9 Raak \/ Donie<\/span><\/div>\n<p><strong>Ausstellung<\/strong><\/p>\n<h4>\u201eKIPPPUNKT\u201c<\/h4>\n<p><strong>Ulrike Doni\u00e9 &amp; Andrea Raak<\/strong><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>23. Januar bis 28. Februar 2026<\/p>\n<p>Neuer Kunstverein Wuppertal &#8211; Hofaue 51 (Kolkmannhaus) &#8211; 42103 Wuppertal<\/p>\n<p><strong>Weitere Infos und die \u00d6ffnungszeiten finden Sie auf der Webseite des &#8222;Neuen Kunstvereins Wuppertal&#8220;:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.neuerkunstvereinwuppertal.de\/\">www.neuerkunstvereinwuppertal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die K\u00fcnstlerinnen Ulrike Doni\u00e9 und Andrea Raak zeigen im Raum des Neuer Kunstverein Wuppertal aktuelle Arbeiten zu einem gemeinsamen Thema. Titel ihrer Ausstellung:\u201eKipppunkt\u201c: Sie ist noch bis zum 28. Februar zu sehen.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-89559","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-01 11:40:06","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89559","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=89559"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89559\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89567,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89559\/revisions\/89567"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89559"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=89559"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89559"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}