{"id":89278,"date":"2026-01-12T11:27:27","date_gmt":"2026-01-12T10:27:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=89278"},"modified":"2026-01-12T11:27:27","modified_gmt":"2026-01-12T10:27:27","slug":"durch-die-linse-von-kurt-keil-die-schwebebahn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/01\/12\/durch-die-linse-von-kurt-keil-die-schwebebahn\/","title":{"rendered":"&#8222;Durch die Linse von Kurt Keil&#8220;: Die Schwebebahn"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_89294\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89294 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Ausstellung-Schwebebahn-Umbau-1972-Kurt-Keil-Sammlung-KKS-E0228-Universitaetsarchiv-Wuppertal-1-scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1554\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ausstellung Schwebebahn: Der Umbau im Jahr 1972 aus der Sammlung von Kurt Keil &#8211; \u00a9 KKS-E-0228 &#8211; Universit\u00e4tsarchiv Wuppertal<\/span><\/div>\n<p>Autor Uwe Blass beleuchtet die spannende und sehenswerte Ausstellung im Rahmen der beliebten Uni-Reihe &#8222;Transfergeschichten&#8220;. Sie wurde unter P\u00e9rez Gonz\u00e1lez Aufsicht durch ein Studierendenprojekt umgesetzt. Neben Barbara Brandau, Jan Emmerich, Berfin \u00d6zdemir, Jako Pla\u00df, Christos Roudoniklis und Thea Schneider ist es vor allem Pia Stoffels, die den Part der Hauptkuratorin \u00fcbernahm. \u201eSie ist seit Beginn des Wintersemesters 2023 dabei und hat alle meine Veranstaltungen der Kurt-Keil-Sammlung besucht\u201c, sagt die Organisatorin, \u201esie hatte immer ein besonderes Interesse an der Schwebebahn und hat daher auch eigenst\u00e4ndig recherchiert. In ihrer im letzten Jahr erfolgreich abgeschlossenen Bachelorarbeit besch\u00e4ftigt sie sich mit dem Schwebebahnungl\u00fcck 1999.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_44822\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-44822\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Logo-Transfergeschichten.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<h4>Die Schwebebahn und die Stadt<\/h4>\n<p>Am 13. Januar wird die Ausstellung in der Unibibliothek er\u00f6ffnet. Doch was erz\u00e4hlt die Schwebebahn denn fotografisch? Dazu Pia Stoffels: \u201eTats\u00e4chlich sind es verschiedene Geschichten, die man mit den Fotos zur Schwebebahn erz\u00e4hlen kann, denn sie zeigen die Stadt an sich, aber auch Ereignisse und Ver\u00e4nderungen in der Stadt. Vor allem zeigen sie Menschen, die in dieser Stadt leben.\u201c Die Schwebebahn verbinde nicht nur drei Stadtteile miteinander, erkl\u00e4rt Stoffels weiter, die Bilder von Kurt Keil zeigten dar\u00fcber hinaus auch die Ver\u00e4nderungen im Stadtbild. \u201eAls Kurt Keil Ende der 60er Jahre angefangen hat zu fotografieren, da sah die Stadt ganz anders aus als 2020, dem Jahr, in dem er gestorben ist.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_89306\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 388px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89306 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Bild.jpg\" alt=\"\" width=\"378\" height=\"291\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der bekannte Wuppertaler Fotograf Kurt Keil (\u20202020), der mit seiner Kamera Wuppertaler Geschichte schrieb &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Die Ausstellung vereint Exponate, die Kurt Keil in seiner eigenen Ausstellung 1992 gezeigt hat mit anderen Archivalien aus seiner Sammlung. Auch Aufnahmen mit der Digitalkamera, die bisher unver\u00f6ffentlicht waren, verl\u00e4ngern sozusagen den Blick auf die Stadtgeschichte bis in die 2000er Jahre. \u201eDas ist ja bereits die zweite Ausstellung, die wir mit dem gleichen Team vorbereiten\u201c, erz\u00e4hlt P\u00e9rez Gonz\u00e1lez. \u201eDas sch\u00f6ne ist, dass alle Beteiligten wissen, wie man da vorzugehen hat, jeder hat seine eigene Rolle. Bei Bildern, die bisher noch nie gezeigt wurden, wird es auch ein paar \u00dcberraschungen geben. Es wird eine interaktive Ausstellung und die Besucher k\u00f6nnen auch ein wenig mitmachen\u201c, verspricht sie.<\/p>\n<h4>Schwebebahn und Haltestellen ver\u00e4ndern sich<\/h4>\n<p>Mit Beginn der 1970er Jahre ver\u00e4nderte sich Wuppertals ber\u00fchmtestes Aush\u00e4ngeschild, und Kurt Keil war dabei. \u201eAls er angefangen hat, wurde die Baureihe 1972 der Schwebebahn gerade eingef\u00fchrt, und er hat mit seinen Fotos diesen Prozess mitdokumentiert\u201c, erkl\u00e4rt Stoffels. \u201eDas ist ein Teil der Ausstellung. Gleichzeitig haben sich die Schwebebahnstationen auch ver\u00e4ndert. Teilweise wurden sie ja im Krieg zerst\u00f6rt oder sie wurden ersetzt, und deswegen gibt es auch Fotos vom Umbau der Stationen oder von Neuer\u00f6ffnungen.\u201c Auch Drumherum gab es eine ganze Menge an Bauaktivit\u00e4t, erg\u00e4nzt die Studentin, der Bau des Sonnborner Kreuzes war sicher eine der relevantesten, denn Sonnborn wurde damals durch die Autobahn getrennt und die Schwebebahn wurde sogar versetzt. \u201eVon den Phasen dieses Baus hat Kurt Keil auch viele Fotos gemacht, und diese Ver\u00e4nderungen sind auf den Bildern sehr sch\u00f6n nachzuvollziehen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_89297\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2483px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89297 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Ausstellung-Schwebebahn-Erste-Fahrt-1972-Kurt-Keil-Sammlung-KKS-E-0983-Universitaetsarchiv-Wuppertal.jpeg\" alt=\"\" width=\"2473\" height=\"1844\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ausstellung Schwebebahn: Die erste Fahrt nach dem Umbau 1972 aus der Sammlung von Kurt Keil &#8211; \u00a9 KKS-E-0983 &#8211; Universit\u00e4tsarchiv Wuppertal<\/span><\/div>\n<h4>Bilder aus der verungl\u00fcckten Schwebebahn 1970<\/h4>\n<p>Spektakul\u00e4r sind auch seine Fotos der H\u00f6henrettung an der Elberfelder Aue. Bei der Anfahrt zur Station Robert-Daum-Platz war die Bahn bei der Fahrt durch eine Baustelle am 8. Dezember 1970 entgleist. Da konnte Kurt Keil sogar Bilder aus der verungl\u00fcckten Schwebebahn machen, weil die Feuerwehr ihn \u00fcber Drehleitern nach innen steigen lie\u00df. \u201eDiese Fotos sind aus einem un\u00fcblichen Winkel aufgenommen worden. Daraus kann man dann schlie\u00dfen, dass Kurt Keil die Bilder vom Leiterwagen der Feuerwehr gemacht hat. Wir haben in vielen Zeitzeugengespr\u00e4chen heraush\u00f6ren k\u00f6nnen, dass er offensichtlich ein sehr angenehmer Mensch war und es ihm daher oft gelang, die Erlaubnis zum Fotografieren zu erhalten, die anderen Fotografen verwehrt wurde. Daher war er sehr nah an der Rettungsaktion beteiligt und konnte diese Bilder machen\u201c, sagt Stoffels.<\/p>\n<h4>Bilder des folgenschwersten Schwebebahnungl\u00fccks 1999<\/h4>\n<p>1999 hat das folgenschwerste Schwebebahnungl\u00fcck stattgefunden. Die Ausstellungsmacher haben auch diese Bilder ber\u00fccksichtigt. \u201eWir haben uns dazu entschieden, eine kleine Auswahl zu zeigen, weil es zur Geschichte der Schwebebahn dazugeh\u00f6rt\u201c, begr\u00fcndet Stoffels die Entscheidung. \u201eWir haben uns aber auch Gedanken dar\u00fcbergemacht, wie man das am besten darstellen kann und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir das so aufbauen m\u00f6chten, dass man auch daran vorbeigehen kann, wenn man das nicht sehen m\u00f6chte. Es ist so, dass Kurt Keil als Pressefotograf keine Menschen vor Ort dokumentiert hat, also keine Verletzten, sondern er hat die Schwebebahn selber fotografiert.\u201c Sp\u00e4ter habe sich Keil aber auch damit besch\u00e4ftigt, was aus den Menschen geworden sei, und davon habe er auch Fotos gemacht. \u201eEr hat die Trauerfeier besucht und dort fotografiert, er war bei dem Gerichtsprozess ein Jahr sp\u00e4ter und hat dort auch fotografiert. Der Umfang allein dieser Fotos zum Schwebebahnungl\u00fcck ist enorm, wir zeigen nur einen kleinen Ausschnitt.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_89299\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89299 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Ausstellung-Schwebebahn-Schwebebahn-Wettfahrt-1976-Kurt-Keil-sammlung-KKS-E-0320-Universitaetsarchiv-Wuppertal--scaled.jpeg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1740\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ausstellung Schwebebahn: Die ber\u00fchmte Schwebebahn-Wettfahrt im Jahr 1976 &#8211; \u00a9 Kurt Keil Sammlung &#8211; KKS-E-0320 &#8211; Universit\u00e4tsarchiv Wuppertal<\/span><\/div>\n<h4>Er\u00f6ffnung am 13. Januar um 17.00 Uhr in der Universit\u00e4tsbibliothek<\/h4>\n<p>Die Ausstellungsvorbereitungen laufen auf Hochtouren und P\u00e9rez Gonz\u00e1lez freut sich bereits auf einen weiteren Ausstellungsstandort. \u201eStephan Andr\u00e9s Heuschen, ehemaliger Redakteur der Westdeutschen Zeitung, engagiert sich in diesem Projekt seit dem ersten Tag und hat uns auch wieder sehr bei der Identifizierung mancher Personen geholfen und wichtige Informationen \u00fcbermittelt\u201c erkl\u00e4rt die Fotohistorikerin. \u201eEr hat mich gefragt, ob wir Interesse an einer Wanderausstellung in der Stadt h\u00e4tten, und zwar im Zentrum f\u00fcr gute Taten, der Freiwilligen Agentur in Wuppertal Barmen. Und das wird dann im April\/Mai auch geschehen. Dar\u00fcber sind wir sehr gl\u00fccklich, weil die Arbeit unserer Studierender dann auch \u00fcber die Uni hinaus wertgesch\u00e4tzt wird.\u201c<\/p>\n<p>Die Besucher erhalten einen neuen Blick auf die Geschichte der Schwebebahn und dadurch nat\u00fcrlich auch auf Wuppertal, versprechen die Macher*innen und freuen sich auf viele Besucher. Der Eintritt ist frei.<\/p>\n<p><b>Uwe Blass<\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_89307\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 388px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89307 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Ausstellungsvorbereitung-Carmen-Perez-Gonzalez-und-Pi-a-Stoffels-2-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"378\" height=\"235\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Fotohistorikerin Dr. Carmen P\u00e9rez Gonz\u00e1lez (l.) und Pia Stoffels &#8211; \u00a9 Thea Schneider<\/span><\/div>\n<p><b>Ausstellung<\/b><\/p>\n<p>Durch die Linse von Kurt Keil \u2013 Revisiting Schwebebahn<\/p>\n<p>Vernissage: 13.01.2026 um 17.00 Uhr<\/p>\n<p>Universit\u00e4tsbibliothek &#8211; Foyer BZ.07 &#8211; Gau\u00dfstra\u00dfe 20 &#8211; 42119 Wuppertal<\/p>\n<p>\u00d6ffnungszeiten:<\/p>\n<p>13.01. \u2013 05.02.26<\/p>\n<p>Mo-Fr 08.00 \u2013 22.00 Uhr<\/p>\n<p>Sa-So 10.00 \u2013 19.00 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurt Keil, ein Name, bei dem viele Wuppertaler aufhorchen, denn seine Fotos pr\u00e4gten jahrzehntelang die Seiten der Westdeutschen Zeitung. Nach seinem Tod im Jahr 2020 gelangte der gesamte Nachlass in das Archiv der Bergischen Universit\u00e4t. Die Fotohistorikerin Dr. Carmen P\u00e9rez Gonz\u00e1lez widmet sich seitdem diesem in vielen Aktenordnern und Kisten gesammelten Bildmaterialien und hat mit der leitenden Archivarin Dr. Friederike Jesse und einem Team von Studierenden nun die bereits zweite Ausstellung des Fotografen kuratiert. Thema diesmal: Die Schwebebahn. <\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-89278","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-06-01 01:08:29","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89278","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=89278"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89278\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89308,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89278\/revisions\/89308"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89278"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=89278"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89278"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}