{"id":89126,"date":"2026-01-02T15:10:09","date_gmt":"2026-01-02T14:10:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=89126"},"modified":"2026-01-04T13:14:42","modified_gmt":"2026-01-04T12:14:42","slug":"orts-gespraech-mit-jazz-legende-dieter-fraenzel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2026\/01\/02\/orts-gespraech-mit-jazz-legende-dieter-fraenzel\/","title":{"rendered":"&#8222;ORTs&#8220;-Gespr\u00e4ch mit Jazz-Legende Dieter Fr\u00e4nzel"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_89131\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1873px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89131 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Bild.jpeg\" alt=\"\" width=\"1863\" height=\"1482\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dieter Fr\u00e4nzel schaut mit Ir\u00e8ne Schweizer in das von ihm mit herausgegebene Buch &#8222;sounds like whoopataal&#8220; \u00fcber die Wuppertaler Jazz-Geschichte &#8211; \u00a9 Karl-Heinz Krauskopf<\/span><\/div>\n<p>In einer offenen Runde diskutieren ab 14 Uhr f\u00fchrende Improvisations-Musikerinnen aus NRW dar\u00fcber, ob es in diesen Zeiten \u00fcberhaupt noch eines besonderen Fokus auf Musik von Frauen bedarf. Anschlie\u00dfend gibt\u2019s ab 16 Uhr eine offene Session mit den Musikerinnen Mascha Corman\u00a0(Stimme), Conni\u00a0Trieder\u00a0(Fl\u00f6ten) und Ute V\u00f6lker (Akkordeon). Der Eintritt ist frei.<\/p>\n<p>Wie auch am 18. Januar bei \u201ecine:ort\u201c, wo es Sinn macht, den \u201eKulturarbeiter\u201c Dieter Fr\u00e4nzel zun\u00e4chst filmisch und dann im Gespr\u00e4ch pers\u00f6nlich und authentisch kennenzulernen: Er hat das Kulturleben im Tal \u00fcber sagenhafte 70 Jahre mit gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Kaum einer kennt die Jazz-Szene und Wuppertaler Jazz-Geschichte so gut wie Dieter Fr\u00e4nzel. \u00dcber die enorme Zeitspanne von sieben Jahrzehnten organisierte Fr\u00e4nzel Konzerte, holte Jazz-Gr\u00f6\u00dfen wie Charles Mingus nach Wuppertal und kn\u00fcpfte Kontakte zu zahllosen Musikerinnen und Musikern. Er war es, der die Free-Jazz-Legenden Peter Kowald und Peter Br\u00f6tzmann zusammenbrachte.<\/p>\n<div id=\"attachment_89133\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1427px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89133 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Bild-3.jpeg\" alt=\"\" width=\"1417\" height=\"761\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Schweizer Saxofonist Felix Nussbaumer &#8211; \u00a9 Vanessa Huppin<\/span><\/div>\n<p>Sein Wirken reicht von den fr\u00fchen Clubs und \u201eJazz-Katakomben\u201c der F\u00fcnfziger Jahre bis zu den Klangart-Konzerten im Skulpturenpark, die er f\u00fcr Tony Cragg realisierte. Fr\u00e4nzel folgte nicht ausgetretenen Pfaden, sondern beschritt oft unbekannte Wege. Das verband ihn mit Musikerinnen und Musikern wie Breuker, Hampel, Kowald, Br\u00f6tzmann, von Schlippenbach, Carla Bley, Irene Schweizer und anderen, die mit Konventionen brachen, um neue, freie, experimentelle Formen der Musik zu entwickeln.<\/p>\n<p>Dieter Fr\u00e4nzel schuf Orte wie den \u201eClub Impuls\u201c, die zu einem Kristallisationspunkt der Jazz-Avantgarde wurden. In einer Zeit, in der Wuppertal als ein Zentrum des Free-Jazz wahrgenommen wurde, wirkte er als Netzwerker und Kommunikator der Bewegung.<\/p>\n<p class=\"false\">Doch es blieb nicht bei der Faszination f\u00fcr den Free-Jazz. Das von Fr\u00e4nzel Ende der Sechziger Jahre gegr\u00fcndete \u201eAktionszentrum Impuls\u201c wurde zur Blaupause f\u00fcr viele soziokulturelle Zentren bundesweit. Ohne \u201cImpuls\u201c g\u00e4be es auch die von Fr\u00e4nzel mitbegr\u00fcndete B\u00f6rse, der er bis in die Gegenwart als Ratgeber zur Seite stand, wohl nicht.<\/p>\n<p class=\"false\">Nicht zuletzt ist Dieter Fr\u00e4nzel der Peter Kowald Gesellschaft\/ort e.V. besonders verbunden: Als Gr\u00fcndungsmitglied der ersten Stunde, langj\u00e4hriger Sprecher des Beirats und bis 2023 Kurator der Filmreihe &#8222;cine:ort&#8220; zusammen mit Helmut Steidler.<\/p>\n<div id=\"attachment_89133\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1427px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-89133 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Bild-3.jpeg\" alt=\"\" width=\"1417\" height=\"761\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Schweizer Saxofonist Felix Nussbaumer &#8211; \u00a9 Vanessa Huppin<\/span><\/div>\n<p>Achtung: Die angek\u00fcndigte Vorstellung um 18 Uhr ist bereits ausgebucht. Es wird deshalb eine zweite Vorf\u00fchrung um 20 Uhr geben. Wer sichergehen will, sollte daf\u00fcr unbedingt ein 0-Euro-Ticket auf <a href=\"http:\/\/www.wuppertal-live.de\">http:\/\/www.wuppertal-live.de<\/a>\u00a0buchen.<\/p>\n<p>Zum Monatsabschluss wird es dann noch einmal auf spannende Weise experimentell mit dem Trio \u201eR\u00fcboSom\u201c am 28.01. (20:00 Uhr). Der Begriff &#8222;R\u00fcbosom&#8220; stammt aus dem Alt-Ungarischen und steht f\u00fcr &#8222;Wundersames Zusammentreffen dreier Menschen&#8220;. Es ist auf jeden Fall ein wundersames, au\u00dfergew\u00f6hnliches und spannendes Kultur-Meeting des Journalisten Michael R\u00fcsenberg (Laptop &#8211; Text) und der beiden Musiker Klaus Mages (Perkussionsinstrument &#8211; Vocals) und Dietmar Bonnen (Keyboards &#8211; Vocals).<\/p>\n<p>Beim Musik-Event \u201esoundtrips-NRW-Station\u201c am 31. Januar (20:00 Uhr) steht der Schweizer Musiker Felix Nussbaumer (Saxofon &#8211; Live-Elektronik) im Mittelpunkt. Er wird begleitet von Sun Mi Kim (Violine) und Hanna Sch\u00f6rken (Vocals). und<\/p>\n<p><strong>Weitere Programm-Infos finden Sie unter:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kowald-ort.com\">http:\/\/www.kowald-ort.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der ORT startet am 11. Januar in das neue Kultur-Event-Jahr! In guter Tradition des Musikers Peter Kowald (*21.04.1944 &#8211; \u202021.09.2002), der den ORT immer auch als Raum f\u00fcr Austausch, Diskussion und Verst\u00e4ndigung gestaltet hat, steht an diesem Tag in der Reihe \u201eall female\u201c die Veranstaltung unter dem Motto \u201ethe sound of sisterhood\u201c.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-89126","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-29 18:03:55","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89126","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=89126"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89126\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89137,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89126\/revisions\/89137"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89126"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=89126"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}