{"id":88593,"date":"2025-12-03T03:23:12","date_gmt":"2025-12-03T02:23:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=88593"},"modified":"2025-12-10T13:20:57","modified_gmt":"2025-12-10T12:20:57","slug":"insolvente-wkw-group-investorengespraeche-kommen-voran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/12\/03\/insolvente-wkw-group-investorengespraeche-kommen-voran\/","title":{"rendered":"Insolvente WKW-Group: Investorengespr\u00e4che kommen voran"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_88594\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-88594\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Joachim-Exner-Dr.-Beck-Partner-Quelle-Dr.-Beck-Partner-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1638\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Insolvenzverwalter Joachim Exner von der Rechtswalts-Kanzlei Dr. Beck &amp; Partner\u00a0 &#8211; \u00a9 Dr. Beck &amp; Partner<\/span><\/div>\n<p>\u201eDass trotz der tiefgreifenden Krise der Automobilindustrie die Investoren ernsthaftes Interesse zeigen, ist erfreulich\u201c, betonte Joachim Exner, gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Partner der Kanzlei Dr. Beck und Partner. \u201eDie Interessenten haben Zukunftskonzepte vorgelegt und wollen im Falle eines Vertragsabschlusses die WKW.group wieder langfristig wettbewerbsf\u00e4hig aufstellen.\u201c<\/p>\n<p>Auch die IG Metall ist mit dem Stand des M&amp;A-Prozesses zufrieden \u201eAngesichts der anhaltenden Absatzkrise der Automobilwirtschaft freuen wir uns, dass namhafte Investoren die WKW-Gruppe erwerben wollen. Das ist ein positives Signal und spricht f\u00fcr das Unternehmen am Standort Deutschland. Entscheidend wird allerdings sein, was genau die Investoren mit der WKW-Gruppe vorhaben und vor allem, welche Auswirkungen ihr Restrukturierungsplan auf die Besch\u00e4ftigten in Deutschland haben wird\u201c, so Hakan Civelek, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IG Metall.<\/p>\n<p>Die deutschen Gesellschaften der WKW.group hatten Ende September letzten Jahres mit insgesamt rund 1.800 Mitarbeitenden Insolvenzantrag gestellt. Trotz der angespannten Lage der Gruppe war es Exner gelungen, die WKW-Gesch\u00e4ftsbetriebe schnell zu stabilisieren und die Produktion in vollem Umfang fortzuf\u00fchren. Insbesondere nahm Exner sofort nach seiner Bestellung Kontakt zu allen wichtigen Kunden auf. Alle sagten daraufhin zu, auch im Insolvenzverfahren die Zusammenarbeit fortzusetzen. Auch die IG Metall, der Betriebsrat und die Belegschaft unterst\u00fctzten den Sanierungskurs nach Kr\u00e4ften. Im Ergebnis musste Exner auch nach dem Ende des Insolvenzgeldzeitraumes keine Entlassungen aussprechen.<\/p>\n<p>Allerdings stellte Joachim Exner gleich zu Beginn des Verfahrens fest, dass ohne einen finanzstarken Investor ein langfristiger Erhalt der Unternehmensgruppe nicht m\u00f6glich ist. Er leitete daraufhin einen strukturierten Investorenprozess ein und suchte weltweit nach m\u00f6glichen neuen Eigent\u00fcmern. Parallel begann er mit der Umsetzung von Sanierungsma\u00dfnahmen, um die Gruppe auf eine \u00dcbernahme vorzubereiten. Aufgrund gegenseitiger Verschwiegenheitsverpflichtungen kann Joachim Exner \u2013 wie in Investorenprozessen allgemein \u00fcblich \u2013 keine Informationen zu den Namen der Interessenten, zum Zeitplan oder zu anderen Details des Investorenprozesses an die \u00d6ffentlichkeit geben.<\/p>\n<h4>Gruppe besch\u00e4ftigt 3.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sechs L\u00e4ndern<\/h4>\n<p>Um den Verkauf der Gruppe zu erm\u00f6glichen, m\u00fcssen vor Unterzeichnung eines Kaufvertrages weitere Sanierungsma\u00dfnahmen umgesetzt werden. Ein Investor wird die WKW.group nur dann \u00fcbernehmen, wenn die Gruppe in der Lage ist, langfristig profitabel zu wirtschaften. Dies ist umso wichtiger, da davon ausgegangen werden muss, dass die negative Entwicklung der Automotive-Industrie auf absehbare Zeit anhalten wird.<\/p>\n<p>Die WKW Group fertigt Zier- und Funktionsbauteile sowie Dachrelingsysteme aus Aluminium, Stahl und Kunststoff. Zu den Kunden des Unternehmens geh\u00f6ren zahlreiche gro\u00dfe deutsche Automobilhersteller. Die Gruppe erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von 560 Mio. Euro und besch\u00e4ftigt insgesamt 3.300 Mitarbeitende in sechs L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Insolvenzantrag gestellt hatten zun\u00e4chst die Walter Klein GmbH &amp; Co. KG, Wuppertal, sowie die WKW Aktiengesellschaft, Velbert. Kurze Zeit sp\u00e4ter stellten folgende weitere Gesellschaften Insolvenzantrag:<\/p>\n<p>Erbsl\u00f6h Aluminium GmbH, Velbert und Hemer (Niederlassung)<\/p>\n<p>WKW Engineering GmbH, Wuppertal<\/p>\n<p>WKW Roof Rail GmbH, Velbert<\/p>\n<p>WKW AnodiCoat GmbH &amp; Co. KG, Sprockh\u00f6vel<\/p>\n<p>Nicht von Insolvenz betroffen sind die WKW Unternehmens-Akademie GmbH, Velbert, die WKW Verwaltung GmbH, Velbert, sowie die Gruppen-Gesellschaften in Ungarn, Frankreich, Monaco, Tunesien und den USA.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Insolvenzverfahren \u00fcber den deutschen Automobil-Zulieferer WKW.group geht der Investorenprozess in die n\u00e4chste Runde. Insolvenzverwalter Joachim Exner steht in Vertragsverhandlungen mit mehreren m\u00f6glichen Erwerbern.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[],"class_list":["post-88593","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wirtschaft"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-04 11:28:28","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88593","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88593"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88593\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":88596,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88593\/revisions\/88596"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88593"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88593"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88593"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}