{"id":88512,"date":"2025-12-02T14:11:34","date_gmt":"2025-12-02T13:11:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=88512"},"modified":"2026-02-08T10:21:06","modified_gmt":"2026-02-08T09:21:06","slug":"wsv-konnte-in-koeln-den-abwaertstrend-nicht-stoppen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/12\/02\/wsv-konnte-in-koeln-den-abwaertstrend-nicht-stoppen\/","title":{"rendered":"WSV konnte in K\u00f6ln den Abw\u00e4rtstrend nicht stoppen"},"content":{"rendered":"<div class=\"moz-text-html\" lang=\"x-unicode\">\n<div id=\"attachment_88516\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-88516 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Tyryla-enttaeuscht-3-JC-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1706\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein Foto mit Symbolkraft: So angespannt wie der Blick von WSV-Trainer Sebastian Tyrala ist auch die Situation des bergischen Traditionsvereins. Der angagierte Coach kann nur hoffen, dass die vielen Verletzten nach der Winterpause f\u00fcr den Abstiegskampf wieder zur Verf\u00fcgung stehen &#8211; \u00a9 Archivfoto Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Die Ausgangslage zum Beginn der R\u00fcckrunde gegen eine K\u00f6lner Mannschaft, die nunmehr mit 37 Punkten f\u00fchrt und mit 43:15 das mit Abstand beste Torverh\u00e4ltnis hat, war denkbar ung\u00fcnstig, zumal die Wuppertaler einmal mehr mit bekannt gro\u00dfen Personalsorgen angereist waren. Trainer Sebastian Tyrala hatte da wenig Alternativen, \u00fcberraschte aber mit der erstmaligen Aufstellung des 1,96 gro\u00dfen, erst 18j\u00e4hrigen jungen griechischen Torwarts Fotiuos Adamidis, der in einer guten Woche seinen 19. Geburtstag feiern wird.<\/p>\n<h4>Z\u00e4sur? Levin M\u00fcller mit der Kapit\u00e4nsw\u00fcrde<\/h4>\n<p>Damit reagierte Tyrala offensichtlich auf einige Leichtsinnsfehler des sonst so starken Mannschaftskapit\u00e4ns Michael Luyambula (26). Ob das bereits eine Z\u00e4sur ist, mu\u00df abgewartet werden. Fotiuos Adamidis kam zu Saisonbeginn vom MSV Duisburg, wo er in der A-Jugend-Bundesliga Stammtorwart war und bereits mit den Profis des Drittligisten trainiert hatte. Die Kapit\u00e4nsbinde bekam Levin M\u00fcller (22), der seit Wochen mit konstant guten Leistungen, sowohl in der Abwehr als auch im Angriff, aufwartet.<\/p>\n<p>Angesicht dieser Ausgangslage suchte der WSV im K\u00f6lner S\u00fcdpark, tief stehend, sein Heil in der Defensive. Ja man igelte sich f\u00f6rmlich ein und kam nur ganz selten zur Entlastungsangriffen, wollte so ein Debakel verhindern. K\u00f6lns Keeper Lennart Winkler war nahezu arbeitslos. Und es schon sehr bemerkenswert, dass sich der WSV im K\u00f6lner S\u00fcdpark vor 3.091 Zuschauern gegen die \u00dcbermacht des hohen Favoriten trotzdem lange erfolgreich zur Wehr setzen konnte.<\/p>\n<h4>K\u00f6lner Torj\u00e4ger waren lange abgemeldet<\/h4>\n<p>Dann aber, sogar etwas \u00fcberraschend in der 42. Minute, die K\u00f6lner F\u00fchrung. Nicht etwa die Torj\u00e4ger Wirtz oder Al Ghaddioui Hamadi (erzielten zusammen bis dahin alleine 18 Treffer!), auch nicht der Ex-Wuppertaler Timo Bornemann (bislang 5 Tore), nein, der fr\u00fchere Hildener beidf\u00fc\u00dfige Abwehrspieler Kevin Brechmann traf aus der zweiten Reihe mit einem satten Schuss zum 1:0. K\u00f6lns Trainer Matthias Mink brachte es sp\u00e4ter bei der Pressekonferenz auf den Punkt: \u201eWir hatten nicht viele Aktionen. Das war der T\u00fcr\u00f6ffner.\u201c WSV-Sportdirektor Gaetano Manno meinte sp\u00e4ter, dass das 0:1 seinem WSV den Stecker gezogen habe. Er bedauerte, dass\u00a0 die Mannschaft nicht 45 Minuten lang konzentriert agiert habe.<\/p>\n<div id=\"attachment_88517\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-88517 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Mueller-Levin-3-JC-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1839\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Abwehspieler Levin M\u00fcller lief in K\u00f6ln als WSV-Kapit\u00e4n auf und war noch einer der Besten, die glatte Niederlage konnte aber auch er verhindern &#8211; \u00a9 Archivfoto Jochen Classen,<\/span><\/div>\n<p>In der zweiten Spielh\u00e4lfte hielt die Dominanz der K\u00f6lner an, weitere Treffer waren nur eine Frage der Zeit. Sie fielen aber erst in den Minuten 76 und 80 durch Wirtz und Al-Azzawe bzw. Heider (abgef\u00e4lschter Ball). WSV-Torwart Adamidis, der eine ausgezeichnete Leistung ablieferte, war ohne Chance.<\/p>\n<p>Dem eingewechselten Lennard Wagemann ist beizupflichten, wenn er sagte: \u201eWir waren nie mit einer Pr\u00e4senz vorne. Wir h\u00e4tten es vorne besser ausspielen k\u00f6nnen. Wir hatten ungenaue und auch unn\u00f6tige lange B\u00e4lle und kamen nicht richtig nach vorne\u201c. Tats\u00e4chlich z\u00e4hlte man keine einzige Torchance f\u00fcr die Bergischen. Auch in diesem Spiel sehnte man bei den Rotblauen wieder dem Schlusspfiff entgegen.<\/p>\n<p>Seit nunmehr sieben Spieltagen blieb das Tyrala-Team damit ohne Sieg. Der letzte Erfolg vom 3. Oktober war ein 3:1 Sieg in Bocholt, als man aus drei Spielen ihn Folge sieben Punkte holte und sich bereits ihn sicheren Gefilde w\u00e4hnte. Mit 17 Z\u00e4hlern hat die WSV-F\u00fchrung ihr selbst gestecktes Ziel indes verfehlt. Man wollte eigentlich mit\u00a0 20 Punkten in die Winterpause gehen.<\/p>\n<h4>WSV-Fans \u201eDer Fisch stinkt vom Kopf an\u201c<\/h4>\n<p>Vor diesem Spiel hatte der sportliche Leiter Gaetano Manno noch zum Ausdruck gebracht, dass es gelte, die drei fehlenden Punkte in K\u00f6ln zu holen. Die Entt\u00e4uschung sa\u00df dann bei den Fans doch sehr tief. Ihre Reaktion: Einige z\u00fcndeten aus dem Fan-Block zu Beginn der 2. Spielh\u00e4lfte verbotene B\u00f6ller. Andere machten ihre Meinung mit einem gro\u00dfen Transparent sichtbar, auf dem zu lesen war: &#8222;Ein Blick auf die Tabelle zeigt auch in diesem Jahr: Der Fisch stinkt vom Kopf an \u2013 sportliche F\u00fchrung \u00fcberdenken!\u201c<\/p>\n<p>Dazu \u00e4u\u00dferte sich der sportliche Leiter Gaetano Manno: &#8222;Die Aussagen von den Fans sind hart, aber ich versuche alles zu geben. Wenn unsere Lazarett mit sechs Leistungstr\u00e4gern im neuen Jahr gelichtet ist, werden wir den Klassenerhalt noch schaffen. Ich bin seit zw\u00f6lf Jahren im Verein und abgeh\u00e4rtet\u201c. Er verwies einmal mehr auf den Mini-Etat, der wenig Spielr\u00e4ume lasse.<\/p>\n<div id=\"attachment_77855\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2569px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-77855 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/cropped-Timo-Bornemann-JC-scaled-1.jpg\" alt=\"\" width=\"2559\" height=\"1342\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Beim WSV kam Timo Bornemann nie so richtig aus den Startl\u00f6chern. Bei Fortuna K\u00f6ln entwickelte er sich zum echten Torj\u00e4ger &#8211; \u00a9 Archivfoto Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Man sei schon sehr dankbar, dass F\u00f6rderer vom 12. bis 18. Januar wieder ein Trainingslager im t\u00fcrkischen Lara finanziert h\u00e4tten, hie\u00df es an anderer Stelle. Chef-Coach Tyrala war schon ganz auf das neue Jahr fixiert, als er sich bei der Pressekonferenz in seltener Wortkargheit \u00e4u\u00dferte: \u201eVon mir wird es zu diesem Spiel nichts geben. F\u00fcr uns ist wichtig, jetzt bis zum 2. Januar abzuschalten\u201c. In der Regionalliga setzt der WSV die R\u00fcckrunde am 24. Januar mit dem Heimsiel gegen die ebenfalls gef\u00e4hrdete SSVg Velbert fort.<\/p>\n<h4>Fortuna-Trainer: Wuppertal ist wichtig f\u00fcr die Regionalliga<\/h4>\n<p>Wie wertvoll der Wuppertaler SV f\u00fcr die Liga ist, machte K\u00f6lns Trainer Matthias Mink deutlich, als er vielsagend meinte: \u201eWuppertal ist als Traditionsverein wichtig f\u00fcr die Regionalliga\u201c. Die Stimmung im K\u00f6lner S\u00fcdpark Stadion konnte indessen kaum besser beschrieben sein, als mit dem Abspielen des Hohner Songs: \u201eEchte Fr\u00fcnde ston zesamme\u2026Fr\u00fcnde, Fr\u00fcnde, Fr\u00fcnde en dr Not&#8230;(Echte Freunde stehen in der Not zusammen).<\/p>\n<p><b>Text: Siegfried J\u00e4hne<\/b><\/p>\n<h4>Fortuna K\u00f6ln &#8211; Wuppertaler SV 3:0 (1:0)<\/h4>\n<p><strong>Fortuna K\u00f6ln:<\/strong> Winkler &#8211; Afamefuna (84. Derbali), F\u00fcnger, Haider, Garcia, Geerkens, Strauch, Thier (77. Michelbrink), Garcia (77. Stanilewicz), Bornemann (62. Al Ghaddioui), Brechmann (84. Statovci), Wirtz<\/p>\n<p><strong>Wuppertaler SV:<\/strong> Adamidis &#8211; Nishimura, Hartmann, Bielitza, Miyamoto &#8211; Rebronja, M\u00fcller (69. Arabaci), Aydogan, Bouzraa, Oostwoud (59. Wagemann), Kamo (59. Kleiner)<\/p>\n<p><strong>Schiedsrichter:<\/strong> Dr. Marcel Benkhoff<\/p>\n<p><strong>Tore:<\/strong> 1:0 Brechmann (43.), 2:0 Wirtz (76.), 3:0 Haider (80.)<\/p>\n<p><strong>Zuschauer:<\/strong> 3.091<\/p>\n<p><strong>Stadion:<\/strong> S\u00fcdstadion<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Abw\u00e4rts-Spirale des WSV konnte nicht gebremst werden. Der Wuppertaler SV hatte im letzten Spiel des Jahres beim Regionalliga-Tabellenf\u00fchrer Fortuna K\u00f6ln erwartungsgem\u00e4ss wenig zu bestellen und durfte sich am Ende freuen, mit 3:0 (1:0) Toren noch relativ glimpflich auf die Heimreise geschickt worden zu sein. Die Abstiegsgefahr ist damit evident und offensichtlicher denn je.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-88512","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-07 13:30:11","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88512","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88512"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88512\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":88521,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88512\/revisions\/88521"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88512"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88512"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88512"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}