{"id":88269,"date":"2025-11-24T13:00:04","date_gmt":"2025-11-24T12:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=88269"},"modified":"2025-11-24T13:26:45","modified_gmt":"2025-11-24T12:26:45","slug":"spanische-textilarbeiterinnen-im-bergischen-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/11\/24\/spanische-textilarbeiterinnen-im-bergischen-land\/","title":{"rendered":"Spanische Textilarbeiterinnen im Bergischen Land  \u00a0"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_88278\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1447px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-88278 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Gonzalez-Chihaia-4.jpg\" alt=\"\" width=\"1437\" height=\"926\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Carmen P\u00e9rez Gonz\u00e1lez und Matei Chiaia vor dem W\u00fclfingmuseum &#8211; \u00a9 Foto: UniService Third Mission<\/span><\/div>\n<p>Carmen P\u00e9rez Gonz\u00e1lez aus der Wissenschafts- und Technikgeschichte und Matei Chihaia aus der Romanistik, beide Wissenschaftler der Bergischen Universit\u00e4t, haben zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus Spanien die Geschichte der spanischen Arbeiterinnen in verschiedenen Archiven recherchiert und bereiten eine Wanderausstellung vor, die den langen Weg dieser Frauen aus der Provinz Salamanca ins Bergische Land nachzeichnen will. Dar\u00fcber hat sich Autor Uwe Blass im Rahmen der lehrreichen Uni-Reihe &#8222;Transfergeschichten&#8220; mit Carmen P\u00e9rez Gonz\u00e1lez und Matei Chihaia unterhalten.\u00a0<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h4><strong>Spanische Immigrantinnen in Nordrhein-Westfalen<\/strong><\/h4>\n<p>Die Fotohistorikerin Carmen P\u00e9rez Gonz\u00e1lez besch\u00e4ftigt sich seit gut f\u00fcnf Jahren mit historischen Fotografien und ihren Einsatzm\u00f6glichkeiten in der Reminiszenztherapie f\u00fcr Senior:innen mit Alzheimer. \u201e\u00dcber dieses Thema bin ich zu einem weiteren Thema, n\u00e4mlich \u201aAlzheimer und Migration\u2018 gekommen\u201c, sagt sie. \u201eDabei stellte ich fest, dass es diese Immigranten oft schwerer hatten als Einheimische, weil sie durch die Alzheimererkrankung als erstes ihre zuletzt erworbene Sprache wieder verlernen. Und es gibt wirklich nur sehr wenige kultursensible nicht-pharmakologische Therapieprogramme (ein weltweites Problem).\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_44822\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-44822\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Logo-Transfergeschichten.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p>Sie recherchierte zu spanischen Immigrantinnen und Immigranten in Nordrhein-Westfalen und stie\u00df auf zwei interessante Arbeiten. \u201eIch fand Artikel von Carlos Sanz D\u00edaz, Professor f\u00fcr Zeitgeschichte an der Universidad Complutense de Madrid, der zahlreiche Studien zu spanischen Arbeitskr\u00e4ften in Deutschland w\u00e4hrend des Franco-Regimes ver\u00f6ffentlicht hat, in denen er ihre Formen der Mobilit\u00e4t sowie ihre Rolle in der Migrations- und Au\u00dfenpolitik des Regimes untersucht. Und ich fand ein tolles Buch der spanischen Schriftstellerin Mercedes Riba Hern\u00e1ndez: <em>La emigraci\u00f3n bejarana en Alemania. 1960-1973. Aproximaci\u00f3n sociol\u00f3gica<\/em> (2023) (Auswanderung aus B\u00e9jar nach Deutschland. 1960-1973. Eine <em>soziologische<\/em> Betrachtung (2023).<\/p>\n<p>Dieses Buch handelt von den spanischen Gastarbeiterinnen, die nach Nordrhein-Westfalen, konkret nach Remscheid und Lennep kamen, um in der Textilindustrie zu arbeiten. Das hat mich auch deshalb interessiert, weil ich selber aus der Gegend stamme, wo diese Frauen herkamen, n\u00e4mlich B\u00e9jar.\u201c P\u00e9rez Gonz\u00e1lez und Chihaia kennen sich bereits seit vielen Jahren und tauschen sich auch immer \u00fcber ihre Forschungen aus. Dabei stellten sie fest, dass auch der Romanist bereits zu diesem Thema gearbeitet hatte.<\/p>\n<div id=\"attachment_88280\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-88280 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Scala-international-1961.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"773\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Magdalena Iglesias Esteban in der Zeitschrift Scala international 1961 &#8211; \u00a9 Archiv Museum W\u00fclfing<\/span><\/div>\n<p>\u201eIch war in Madrid auf einer Tagung eingeladen, wo es um das Reisen ging und h\u00f6rte einen Vortrag von Carlos Sanz D\u00edaz \u00fcber eine Graphic Novel, in der es um Wuppertal und das Bergische Land ging\u201c, berichtet er. \u201eDann habe ich diese Graphic Novel, <em>&#8218;Schnee in den Taschen&#8216;<\/em> (2018) auch gelesen und war begeistert, denn ich lernte einen Aspekt des Bergischen Landes kennen, den ich \u00fcberhaupt nicht wahrgenommen hatte: Das Thema der Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter aus Spanien. Ich habe dann auch KIM, den Autor von &#8218;<em>Schnee in den Taschen&#8216;<\/em>\u00a0nach Wuppertal eingeladen und eine Ausstellung dazu gemacht. Und f\u00fcr die Vorbereitung dieser Ausstellung habe ich besonders die verschiedenen Stimmen von Gastarbeiterinnen herausgearbeitet, die in der Graphic Novel zur Sprache kommen. Und darunter waren eben auch diese Frauen aus B\u00e9jar, die KIM in den 1960er Jahren kennengelernt hatte und die in seinem Buch eine wichtige Rolle spielen.\u201c So kamen die Fotohistorikerin und der Romanist zusammen.<\/p>\n<p><strong>Erinnerungen bewusstmachen<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIn Spanien wird das Thema der Gastarbeiterinnen viel erinnert, es gibt wichtige Arbeiten in kulturellen Zentren in Madrid und auch in B\u00e9jar\u201c, erkl\u00e4rt Chihaia, \u201enur hier im Bergischen Land ist es nicht so bekannt.\u201c Dabei gibt es einen konkreten Grund, warum die Frauen gerade in diese Region kamen. \u201eDas waren keine normalen Arbeiterinnen, sondern Fachkr\u00e4fte aus der Textilindustrie\u201c, sagt P\u00e9rez Gonz\u00e1lez, \u201eB\u00e9jar war und ist immer noch ein Hauptzentrum der Textilindustrie in Spanien. Die haben alle einen Vertrag hier bekommen, aber sie haben hier nicht nur gearbeitet, <em>sie<\/em> haben auch Gastarbeiterinnen anderer L\u00e4nder angelernt. Daher wurden sie gerne besch\u00e4ftigt.\u201c Es gibt eben eine strukturelle \u00c4hnlichkeit zwischen der Region von Salamanca und dem Bergischen Land, obwohl die Landschaften so verschieden seien.<\/p>\n<div id=\"attachment_88281\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-88281 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Gruppenfoto-Projekt-Spanische-Arbeiterinnen-in-NRW-3.png\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"337\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Carmen P\u00e9rez Gonz\u00e1lez (Wissenschafts- und Technikgeschichte), Prof. Carlos Sanz D\u00edaz (Universidad Complutense de Madrid), Prof. Dr. Matei Chihaia (Romanistik), Mercedes Riba Hern\u00e1ndez (Schriftstellerin) &#8211; \u00a9 Screenshot: Gonz\u00e1lez<\/span><\/div>\n<h4><strong>Werkszeitung \u201eSpindel und Sch\u00fctzen\u201c<\/strong><\/h4>\n<p>Diese Spanierinnen \u2013 mehr als 700 Personen, nach 15 Busreisen \u2013 brachten in der Zeit zwischen 1960 und 1973 aber nicht nur ihre Arbeitskraft mit, sondern auch ihre Sprache, ihre kulturellen Praktiken und ihre Formen der Geselligkeit. Sie wurden sozusagen zu lebendigen Tr\u00e4gerinnen spanischer Kultur in einem der industriellen Zentren Europas. Und das l\u00e4sst sich wunderbar in der hauseigenen Werkszeitung der Firma W\u00fclfing in Dahlerau nachvollziehen.<\/p>\n<p>Dazu Chihaia: \u201eIn der Zeitschrift \u00b4Spindel und Sch\u00fctzen` ist das fotografisch sehr stark dokumentiert, weil eben eine Betonung auf den Freizeitaktivit\u00e4ten der Spanierinnen liegt. Man sieht, wie sie fernsehen oder spanisches Radio h\u00f6ren. Auch Wunschkonzerte mit Musik, die ihnen aus der Heimat geschickt wurde, sind dabei. Man sieht sie stricken und schreiben. Es werden viele Briefe gewechselt, aber auch Tonbandaufnahmen, und die spanische Sprache ist sehr pr\u00e4sent in der W\u00fclfingfabrik, auch, weil die Werkszeitschrift teilweise auf Spanisch ver\u00f6ffentlicht wurde. Die Region spielt eine wichtige Rolle.\u201c<\/p>\n<p>Die Werkszeitung erschien monatlich und berichtete u.a. \u00fcber neue Mitarbeiterinnen, Eheschlie\u00dfungen, Kinder, langfristig Erkrankte sowie religi\u00f6se Momente und auch Ausfl\u00fcge. \u201eSie haben alles dokumentiert f\u00fcr die Gastarbeiterinnen. Die Werkszeitschriften waren stark bebildert, es gab Dolmetscher, die immer zur Verf\u00fcgung standen, wenn es Probleme im Werk gab und die k\u00fcmmerten sich auch um das Wohlergehen der Frauen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_88284\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-88284 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Fotocollage-ueber-die-Reise-der-Gastarbeiterinnen.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"416\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Fotocollage \u00fcber die Reise der Gastarbeiterinnen aus: Werkszeitung der Firma W\u00fclfing<\/span><\/div>\n<h4><strong>Firma k\u00fcmmerte sich um seine Gastarbeiterinnen<\/strong><\/h4>\n<p>\u201eEs gab von Seiten der Firma einen Respekt f\u00fcr die regionale Kultur\u201c, sagt Chihaia, \u201edenn immer im September wurde ein ganz besonderes Fest gefeiert, was vorwiegend in B\u00e9jar bekannt ist. Da wird also nicht nur ein stereotypes Spanien mit Flamenco und Stierkampf vermittelt, sondern auch die regionale Tradition der Arbeiterinnen gew\u00fcrdigt, etwa die Verehrung der Madonna von Casta\u00f1ar.\u201c Das diente auch der Anwerbung neuer Fachkr\u00e4fte aus dieser Region. Auf den Urlaubs-Fahrten nach B\u00e9jar fuhr stets auch der Personalchef der Firma W\u00fclfing mit. Sechs Wochen im Jahr verbrachten die Frauen in der Heimat, Tonbandaufnahmen wurden regelm\u00e4\u00dfig nach Spanien geschickt und in einem Kino vor Ort den Verwandten vorgespielt.<\/p>\n<h4><strong>Zeitzeugen verdichten den Erinnerungsfaden<\/strong><\/h4>\n<p>Es gibt zu diesem Thema sowohl wissenschaftliche Arbeiten als auch Dokumentarfilme. Hinzu komme die wertvolle \u00dcberlieferung von den Gro\u00dfm\u00fcttern zu den T\u00f6chtern und den Enkelt\u00f6chtern, die teilweise noch hier leben, erkl\u00e4rt Chihaia und sagt: \u201eMit diesen Erz\u00e4hlungen m\u00f6chten wir uns auch auseinandersetzen. Wir interessieren uns also nicht nur f\u00fcr die Erz\u00e4hlungen \u00fcber die Arbeitsmigration, die in diesen Zeitschriften formuliert werden, sondern auch f\u00fcr die Erz\u00e4hlungen der Migrantinnen selbst. Carmen P\u00e9rez Gonz\u00e1lez hat Kontakt zu vielen Personen aufgenommen, die mal hier gearbeitet haben, also zu Zeitzeuginnen.\u201c Dar\u00fcber hinaus habe sie auch Gr\u00e4ber fr\u00fcherer Gastarbeiterinnen auf dem Waldfriedhof Lennep gefunden, erz\u00e4hlt die Wissenschaftlerin, und eine hier lebende Gro\u00dfnichte getroffen, die ihre Gro\u00dftante Magdalena Iglesias Esteban auf dem Titelbild einer der damaligen Illustrierten \u00fcber die Gastarbeiterinnen-Kultur entdeckt hatte. Der Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine, wo viele Nachkommen aktiv sind, in Remscheid, ist ein wichtiger Kooperationspartner f\u00fcr das Projekt.<\/p>\n<div id=\"attachment_88288\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-88288 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Werkszeitung-Firma-Wuelfing-1.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"815\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Werkzeitung Firma W\u00fclfing &#8211; \u00a9 Foto: UniService Third Mission<\/span><\/div>\n<h4><strong>Ausstellung, Animationsfilm und internationale Tagung<\/strong><\/h4>\n<p>Bis zum Herbst n\u00e4chsten Jahres wollen sich die beiden Initiatoren des Projektes \u00b4Erinnerungsfaden`, P\u00e9rez Gonz\u00e1lez und Chihaia, dem Thema mit neuen Elementen widmen. \u201eEinmal ist nat\u00fcrlich eine Ausstellung geplant\u201c, sagt die Fotohistorikerin, \u201callerdings keine reine Fotoausstellung. Wir wollen auch andere Materialien benutzen, wie z. B. diese Zeitschriften und auch Textilien, also das Material, womit sich die Frauen t\u00e4glich besch\u00e4ftigt haben.\u201c<\/p>\n<p>Realisiert werde die gesamte Ausstellung von Studierenden der Bergischen Universit\u00e4t. Dazu bietet P\u00e9rez Gonz\u00e1lez ein Seminar f\u00fcr Masterstudierende an, die auf hohem Niveau Spanisch sprechen. Diese Ausstellung soll dann im Johannes-Rau-Zentrum auf dem Campus Freudenberg in Wuppertal pr\u00e4sentiert werden. \u201eWir m\u00f6chten aber nat\u00fcrlich diese Ausstellung in der Region zeigen, das k\u00f6nnte sogar eine Dauerausstellung werden\u201c, sagt sie und f\u00e4hrt begeistert fort, \u201eund dann planen wir, diese Ausstellung auch nach Madrid und schlie\u00dflich nach B\u00e9jar zu bringen. Es soll eine Wanderausstellung werden, die aber, im Gegensatz zu den Arbeiterinnen, diesmal in umgekehrter Richtung, von Nordrhein-Westfalen nach Spanien, reisen wird.\u201c<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich soll ein Animationsfilm entstehen, f\u00fcr den ein renommierter K\u00fcnstler gewonnen werden konnte: der in K\u00f6ln lebende Alireza Darvish, dessen Beitrag zum Dokumentarfilm \u00b4<em>Fritz Litzmann, mein Vater und ich`<\/em> gerade in den Kinos ist. \u201eDie Idee dabei ist, dass diese erste historische Reise 1960 mit 41 Gastarbeiterinnen, diese Odyssee, filmisch umgesetzt wird.\u201c Die Fotos dienen sozusagen als Meilensteine. Sie zeigen das Verlassen der Heimat, den Grenz\u00fcbertritt nach Frankreich, das Leben im Bus und das Ankommen im Bergischen Land. \u201eAber das, was man nicht dort sehen kann, weil von dieser Reise keine Filme existieren, wird in Zwischenschritten mit Zeichnungen vervollst\u00e4ndigt\u201c, erkl\u00e4rt sie. \u201eDas wird dann das Herzst\u00fcck der Ausstellung\u201c, erg\u00e4nzt Chihaia, \u201euns ist wichtig, dass wir damit gerade im Zuge von KI, wo man alles generieren kann, durch Zeichnungen deutlich machen, dass es sich um eine Rekonstruktion von Erinnerung handelt.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_88289\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-88289 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Anzuege-in-der-Museumsausstellung.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"441\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Anz\u00fcge in der Museumsausstellung &#8211; \u00a9 Foto UniService Third Mission<\/span><\/div>\n<p>Eine Fachtagung im Deutschen Werkzeugmuseum in Remscheid, an der Historiker:innen und K\u00fcnstler:innen aus Deutschland und Spanien teilnehmen, rundet das Projekt im Oktober 2026 ab. Dazu Chihaia: \u201eDas Historische Zentrum in Remscheid ist ein Museum, wo die internationale Vernetzung des Bergischen Landes und das innovative Potential der Region so deutlich werden, wie nirgendwo anders, und das wollen wir auch ausn\u00fctzen und verst\u00e4rken.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Interessante Fragmente der spanischen Kultur sind bis heute geblieben<\/strong><\/h4>\n<p>Auf die Frage, was denn von den spanischen Arbeiterinnen heute im Bergischen Land geblieben ist, antwortet der Romanist spontan: \u201eDie Enkelinnen studieren bei uns das Fach Spanisch.\u201c Die Ausstellung werde viele Fotos zeigen und auch heute noch k\u00f6nne man beispielsweise das Traditionsrestaurant \u00b4Meson Alegria` in Wuppertal Elberfeld besuchen, welches noch aus dieser Generation stamme. \u201eUnd auch die katholische Sonntagsmesse in Lennep findet nach wie vor auf Spanisch statt\u201c, erg\u00e4nzt P\u00e9rez Gonz\u00e1lez.<\/p>\n<p>Das gesamte Projekt wird gef\u00f6rdert vom Spanischen Kulturministerium durch das Programm Hispanex und von den Freunden und Alumni der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal. Weitere Sponsoren sind willkommen.<\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_88290\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 310px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-88290 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/Gonzalez-Chihaia-4-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"189\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Carmen P\u00e9rez Gonz\u00e1lez und Matei Chiaia &#8211; \u00a9 Foto: UniService Third Mission<\/span><\/div>\n<h4><em>\u00dcber Dr. Carmen P\u00e9rez Gonz\u00e1lez <\/em><\/h4>\n<p><em>Dr. Carmen P\u00e9rez Gonz\u00e1lez ist Astrophysikerin, Fotohistorikerin und Lehrbeauftragte im Fach Geschichte der Fakult\u00e4t f\u00fcr Geistes- und Kulturwissenschaften an der Bergischen Universit\u00e4t. Sie ist die Gr\u00fcnderin des Projektes \u201eGolden Memories\u201c.<\/em><\/p>\n<h4><em>\u00dcber Prof. Dr. Matei Chihaia<\/em><\/h4>\n<p><em>Prof. Dr. Matei Chihaia studierte Komparatistik, Romanistik und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen und an der University of Oxford. Seit 2010 lehrt er Franz\u00f6sische und Spanische Literaturwissenschaft an der Bergischen Universit\u00e4t.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Geschichte spanischer Gastarbeiterinnen im Bergischen Land begann am 19.3.1960 mit 41 Frauen aus dem spanischen B\u00e9jar und zweien aus Salamanca, die mit einem Reisebus nach fast drei Tagen und 2000 Kilometern Strecke in Remscheid-Lennep ankamen, begleitet vom Personalchef des Unternehmens Johann W\u00fclfing &#038; Sohn, Horst Kubiak.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-88269","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-31 11:27:15","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88269","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88269"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88269\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":88297,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88269\/revisions\/88297"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88269"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88269"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88269"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}