{"id":87547,"date":"2025-10-18T15:00:31","date_gmt":"2025-10-18T13:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=87547"},"modified":"2025-10-20T11:42:51","modified_gmt":"2025-10-20T09:42:51","slug":"sichtbarkeit-ist-beim-vertrieb-von-buechern-ein-erfolgs-hebel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/10\/18\/sichtbarkeit-ist-beim-vertrieb-von-buechern-ein-erfolgs-hebel\/","title":{"rendered":"Sichtbarkeit ist beim Vertrieb von B\u00fcchern ein Erfolgs-Hebel\u00a0"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_87552\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-87552 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG_5943-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1805\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der sp\u00e4tberufene Buchautor Norbert M\u00fcller sorgt f\u00fcr Gespr\u00e4chsstoff &#8211; hier bei einer Lesung im Bandwirker-Musem &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Die Vorlesungen wurden an verschiedenen Ronsdorfer Schaupl\u00e4tzen ausgetragen und gelten\u00a0 als Erfolgshebel. \u201eDurch das gr\u00fcne Ronsdorf\u201c war eine kulinarische Wanderung zum Auftakt der Literaturtage (LIT.ronsdorf), zu der Michael Dietz, Heike Teller und Susanne Giskes vom Heimat- und B\u00fcrgerverein e.V. eingeladen hatten.<\/p>\n<p>Die Naturfreunde waren bei \u201eNatur und Liebe\u201c federf\u00fchrend, einer Matinee mit G\u00fcnter W\u00fclfrath und Willi Tr\u00f6sten (Gitarre). Carsten Koch entf\u00fchrte mit Spiel und Stimme seine Zuh\u00f6rer mit \u201eGebratene Ente\u201c auf fr\u00f6hliche Weise zum H\u00f6hepunkt.<\/p>\n<h4>Autor Norbert M\u00fcller sieht sich als &#8222;Au\u00dfenstehender&#8220;<\/h4>\n<p>An dieser traditionellen Veranstaltung zum ersten Mal dabei, Neu-Autor Norbert M\u00fcller (73). Er sieht sich nicht als Ausseneiter, eher als \u201eAu\u00dfenstehender\u201c, der in seinen Darstellungen nicht durch\u00a0 Gruppenzwang geleitet wird. In seinem, im Bandwirker-Museum vorgestellten zweiten Buch \u201eKein Rentner-Blues in Wuppertal\u201c berichtet er \u00fcber seine \u00c4ngste, die ihm vor dem drohenden Renteneintritt plagten und erm\u00f6glichten einen Blick hinter die Kulissen seiner verschiedenen Ehren\u00e4mter.<\/p>\n<p>Seine vielschichtigen Erfahrungen kamen ihm nicht nur als Dozent, als Pr\u00fcfer bei der IHK und als Sch\u00f6ffe bei der Strafkammer zugute. Er will Hilfestellungen in der besonderen Lebenssituation des Rentnerdarseins geben. Da war seine Beirats-T\u00e4tigkeit bei einer Wohnungs-Eigent\u00fcmergemeinschaft, in der er unter dem Untertitel \u201eWohnungseigent\u00fcmer &#8211; Freiwild f\u00fcr Verwalter?\u201c eine inzwischen viel beachtete, erlebte Geschichte detailliert erz\u00e4hlt.<\/p>\n<div id=\"attachment_87553\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-87553 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG_5950.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"500\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Autor Norbert M\u00fcller (M.) mit Nils-Christopher Weiland, S\u00e4nger, Musiker und P\u00e4dagoge (l.) &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Es ging um eine Hausverwaltung, die den Eigent\u00fcmern eine teure Dachsanierung aufdr\u00fccken wollte, obwohl das Dach noch v\u00f6llig in Ordnung war. Hierbei wurde mit betr\u00fcgerischen Mitteln gearbeitet. Zwar hatte man nach mehreren Jahren vor Gericht Erfolg, doch, oh Wunder, der Verwalter sei heute noch auf dem Markt t\u00e4tig.<\/p>\n<h4>WSV: Erst zur Kreuzfahrt eingeladen, aber dann\u2026<\/h4>\n<p>Autor Norbert M\u00fcller war auch bis zum seinem R\u00fccktritt am 08. August 2023 vier Jahre im Verwaltungsrat des Wuppertaler SV t\u00e4tig und setzte sich schlie\u00dflich in seinem Buch kritisch mit den vermeintlichen Unzul\u00e4nglichkeiten dieses Aufsichtsorgans auseinander. Sein erkl\u00e4rtes Ziel: Noch rechtzeitig Schaden vom Verein abzuwenden. Die Reaktionen darauf waren sowohl positiv als auch kritisch. Es war sogar von vereinssch\u00e4digendem Verhalten die Rede.\u00a0 Im finalen Stadium habe er\u00a0 &#8211; wie Norbert M\u00fcller in seinem Buch schildert &#8211; das Gef\u00fchl gehabt, man sei als Verein zu einer Kreuzfahrt eingeladen gewesen, um dann auf hoher See die Rechnung pr\u00e4sentiert zu bekommen.<\/p>\n<p>Die aktuelle Entwicklungen beim WSV, wie der schnelle Abgang von Vorstandsmitglied Marvin Klotzkowsky, sieht er in einem jetzigen Statement als Best\u00e4tigung seiner Bef\u00fcrchtungen. Aber er konstatierte auch Zukunftschancen, wenn eine Weichenstellung \u00fcber die Spielzeit hinaus gel\u00e4nge. Hier gelte es kreative M\u00f6glichkeiten zu entwickeln, um neu gewachsene Potentiale zu halten und nicht bereits nach einer Spielzeit wieder zu verlieren.<\/p>\n<p>Ebenfalls im Bandwirkermuseum an der Remscheider Strasse 50 \u201eNeues von Regine Radermacher&#8220;. In der Stadtbibliothek am Bandwirkerplatz \u201eDie arme Poetin &#8211; Geschichten und B\u00fchnentexte mit einer Lesung von Marina Jenkner. Einen Hundebesitzerin ohne Hund und Angst vor Gewitter, Themen aus einer bunten Mischung ihrer besten Geschichten.<\/p>\n<h4>Stefan K\u00fchn und Andreas Mucke mit\u00a0\u201eK\u00e4nguru-Chroniken\u201c<\/h4>\n<p>Zu den Highlights der Ronsdorfer Literaturtage z\u00e4hlten auch die Vorlesung der ehemaliger Stadtgr\u00f6\u00dfen Dr. Stefan K\u00fchn und Andreas Mucke. Die trugen die \u201eK\u00e4nguru-Chroniken\u201c aus dem Leben eines kommunistischen Beuteltiers vor. Die Moderation hatte Michael Schumacher von Heimat und B\u00fcrgerverein \u00fcbernommen. In den \u201eK\u00e4nguru-Chroniken\u201c geht es um ein Gespenst in Europa, dass in der Stadt von Friedrich Engels ein Zwischenstopp machte.<\/p>\n<div id=\"attachment_87555\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-87555 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG_5945-1.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"384\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Heike Teller vom Arbeitskreis &#8222;LIT.Ronsdorf&#8220; bei der Begr\u00fc\u00dfung im Ronsdorfer Bandwirker Museum. In der Mitte Autor Norbert M\u00fcller, links der Musiker Nils-Christopher Weiland &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Aus seinem Leben als Gemeindepfarrer trug Eckehard Fr\u00f6hmelt\u00a0 (1975-2011) Allt\u00e4gliches und Au\u00dfergew\u00f6hnliches, Heiteres und Ernstes vor. Wolfgang Voosen, ehemaliger Mitarbeiter der Rechtsabteilung eines gro\u00dfen hiesigen Versicherers beschrieb in \u201eDas Dossier\u201c spannend, f\u00fcr seinen Roman verfremdet, Kapitaldelikte, die sich im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts in verschiednen L\u00e4ndern ereigneten.<\/p>\n<p>Um Kriminelles ging es auch bei \u201eLenya lebt los\u201c von Maria Soula, ein aufregender Roman, in dem es um einen Unfall mit eines mysteri\u00f6sen Anhalter ging. Der Sonnborner Michael Lutz hatte Kurzgeschichten aus seinem Buch \u201eTwin Town Blues &#8211; Mit Fahrrad von Wuppertal nach South Tyneside&#8220; im Programm.<\/p>\n<h4>Krimis mal blutig, mal hinterh\u00e4ltig, mal clever<\/h4>\n<p>Und mit \u201eKrimis aus dem Bergischen\u201c vom Bergischen KrimiKartell wurde noch einer drauf gesetzt, mal blutig, mal hinterh\u00e4ltig, mal clever. Manuela Sanne und Michael Itschert lasen aus ihrem neuen Roman &#8222;K\u00fcstenkrimi&#8220;. Dieser\u00a0 spielte an der Nordsee und hatte mit Drohnen \u00fcber einem Marinest\u00fctzpunkt zu tun.<\/p>\n<p>Um \u201eArbeiterfrauen. Engagiert im Alltag. Couragiert im Gegenwind.\u201cging es bei der Lesung mit Linda Wei\u00dfgerber: Sie schildert in ihren Geschichten pers\u00f6nliche Erfahrungen. Die Lesung in der Ronsdorfer B\u00fccherstube mit Dr. Sibyl Quinke und Brigitte Lamberts war dem Thema \u201eGift\u201c gewidmet. Ganz anders \u201eJazz und Texte &#8211; ein Crossover\u201c, wo sich Sonja Jungmann, Michael Schumacher und Christian Ose &#8222;Im Vogelsholz 40&#8220; gegenseitig inspirierten.<\/p>\n<h4>Depressionen zwangen TV Journalisten zur Auszeit<\/h4>\n<p>Eine Depression zwang TV-Journalist Georg Lobos vor 25 Jahren eine Auszeit zu nehmen. Er zog sich nach S\u00fcdfrankreich in das buddhistische Kloster Plum Village, einer M\u00f6nchsgemeinschaft, zur\u00fcck. Seit seiner R\u00fcckkehr vermittelt er die Themen Achtsamkeit und Meditation, z.B. in B\u00fcchern. Titel seiner Lesung: \u201eHalt finden &#8211; in sich selbst\u201c.<\/p>\n<p>Einen satirischen Einschlag hatte \u201eFlash-Fiction und Lieder\u201c. Es gab Texte mit und ohne Bezug zur Wuppertaler Lokalpolitik von und mit Georg Wilke. Gerhard von der Heyden bestritt den zweiten Teil des Abends am 15. Oktober mit vertonten Geschichten von Reinhard Mey. Unterhaltsam auch \u201eAfrika &#8211; Leben, lachen, frei sein\u201c. Der \u201eFeldf\u00fchrer und Geschichtenerz\u00e4hler\u201c Silas J\u00e4kel erz\u00e4hlte \u00fcber seine Erlebnisse in Afrika und las aus seinem Buch vor. Das Kuratorium \u201eLiedgut\u2026\u201c bot dazu \u00a0erhaltenswerte Musik zum Mitsingen und Zuh\u00f6ren.<\/p>\n<div id=\"attachment_87556\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-87556 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/IMG_5958.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"508\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Autor Norbert M\u00fcller (r.) und die G\u00e4ste der Lesung geniessen die Musik von Nils-Christopher Weiland &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>\u201eAlltag &#8211; humoristische Aufheiterungs-VERSuche\u201c machte erfolgreich Wolfgang Luchtenberg, der seit 50 Jahren in Ronsdorf lebende Hobbydichter. \u201cAlles Liebe oder was?&#8220; fragten Anne Fisch und E.U.Walter. Zum Thema machten sie die verschm\u00e4hte Liebe und deren oft langzeitige Schmerzen.<\/p>\n<p>Uta Plehwe, Wuppertaler Dipl. Legasthenie-und Dyskalkulie-Trainerin (Schreib und Rechenschw\u00e4che), las interaktiv aus ihrem Buch \u201eDie Buchdetektive\u201c.\u00a0 Nicht Rechtschreibung, die Liebe zum Inhalt stand f\u00fcr Kinder ab 8 Jahren und \u201eihre\u201c Erwachsenen\u00a0 im Vordergrund.<\/p>\n<h4>Randthemen sind nicht tot, aber schwierig<\/h4>\n<p>Beobachtungen auf der Frankfurter Buchmesse 2025 zeigen,\u00a0 dass Randthemen nicht tot sind, aber tats\u00e4chlich oft Schwierigkeiten, sich auf dem B\u00fcchermarkt durchzusetzen. Einzelverlage und spezialisierte Verlage geraten zunehmend unter Druck. Finanzierungsprobleme, Sichtbarkeit und Distribution sind Herausforderungen, die nicht kleingeredet werden k\u00f6nnen. Logistik und Produktion werden immer teurer. Immer mehr B\u00fccher erscheinen heute im Selbstverlag.<\/p>\n<p>Dennoch l\u00e4\u00dft es sich auch sagen, dass Randthemen und Aussenseiter-Literatur heute in der Branche mehr Chancen als fr\u00fcher haben, weil die Frankfurter Buchmesse bewu\u00dft Platz f\u00fcr Nischen, Spezialgenres und experimentelle Literaturformen l\u00e4\u00dft. Sichtbarkeit ist f\u00fcr den Erfolg einer der gr\u00f6\u00dften Hebel, neue Chancen bietet da insbesondere Social Media. Auch Veranstaltungen wie die \u201eRonsdorfer Literaturtage\u201c sind deshalb f\u00fcr Autoren von besonderer Bedeutung.<\/p>\n<p><b>Text: Siegfried\u00a0 J\u00e4hne<\/b><\/p>\n<pre class=\"moz-quote-pre\"><\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Haben Aussenseiter-,\u00a0Rand- oder lokale Themen auf dem Buch-Markt \u00fcberhaupt noch eine Chance? Bejahende Antworten hierauf gaben die vom b\u00fcrgerlichem Engagement getragenen 18. Ronsdorfer Literaturtage.\u00a0 Das Programm war vielf\u00e4ltig. Im Mittelpunkt standen literarische Lesungen von regionalen Autoren mit musikalischer Begleitung.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-87547","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-25 15:01:50","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87547","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=87547"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87547\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":88022,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87547\/revisions\/88022"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=87547"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=87547"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=87547"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}