{"id":87001,"date":"2025-09-24T10:21:23","date_gmt":"2025-09-24T08:21:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=87001"},"modified":"2025-10-02T22:02:51","modified_gmt":"2025-10-02T20:02:51","slug":"wsv-wie-phoenix-aus-der-asche-toller-sieg-in-lotte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/09\/24\/wsv-wie-phoenix-aus-der-asche-toller-sieg-in-lotte\/","title":{"rendered":"WSV wie \u201ePh\u00f6nix aus der Asche\u201c: Toller Sieg in Lotte"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_87003\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-87003 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Schaub-Vincent-3-JC-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Vincent Schaub (r.) erzielte dein Traumtor beim 2:1-Erfolg bei den Sportfreunden Lotte &#8211; \u00a9 Archivfoto Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Die Bergischen entfernten sich damit erst mal wieder von den Abstiegsr\u00e4ngen und befinden sich auf Rang 13 mit Anschlu\u00df an das Mittelfeld.\u00a0Nach der desastr\u00f6sen Paderborner 6:1-Niederlage am 17. September im letzten Ausw\u00e4rtsspiel erschien der WSV jetzt in Lotte wie \u201ePh\u00f6nix aus der Asche\u201c.<\/p>\n<p>Man sah hier ein Team, das vor allem in der Abwehr diszipliniert und konsequent zur Sache ging, aber auch eine Mannschaft, die endlich auch einmal nicht vom Pech verfolgt war. Drei gelbe Karten, und zwar f\u00fcr Hartmann, Dervisevic und Rebronja zeugen von harter Arbeit.<\/p>\n<h4>Traumtor von Vincent Schaub<\/h4>\n<p>F\u00fcr den WSV gab es in dieser Begegnung vier spielentscheidende Minuten. So als in der 68. Minute der im Mittelfeld \u00fcberragende Vincent Schaub nach einer Flanke von Alessio Arabaci das Leder in einer akrobatischen Aktion mit dem Seitenriss zum 1:0 ins Tor bef\u00f6rderte.\u00a0 Ein echtes \u201eTraumtor&#8220;!<\/p>\n<p>Schon vier Minuten sp\u00e4ter gelang dem agilen rechten Au\u00dfenverteidiger Levin M\u00fcller nach Vorarbeit des eingewechselten Daiki Kamo das 2:0, als er einen Abpraller von Lotte-Torwart Laurenz Beckemeyer blitzschnell aufnahm und ungemein geschickt aus spitzem Winkel in den rechten oberen Torwinkel platzierte. Derlei professionelle St\u00fcrmer-Aktionen waren beim WSV in dieser Saison so bisher noch nicht zu sehen.<\/p>\n<div id=\"attachment_87004\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-87004 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Kamo-Daiki-2-JC-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1706\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Daiko Kamo (blaues Trikot) brachte nach seiner Einwechslung frischen Wind ins WSV-Spiel &#8211; \u00a9 Archivfoto Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Die Rotblauen wollten erkennbar nicht die gleichen taktischen Fehler wie zuletzt bei der 6:1-Niederlage in Paderborn machen und konzentrierten sich im Tecklenburger Land in der ersten Spielh\u00e4lfte prim\u00e4r auf die eigene Torsicherheit. Sie \u00fcberlie\u00dfen den Gastgebern weitgehend das Geschehen. Nur einmal sah man eine wirklich gef\u00e4hrliche torreife WSV-Aktion, die Jeff-Denis Fehr in Minute 28 aber vergab.<\/p>\n<p>Lotte hatte bis dahin gute Chancen in F\u00fchrung zu gehen, zeigte aber auch erstaunliche Abschlussschw\u00e4chen. In einer Drangperiode\u00a0 erarbeiten sie sich drei\u00a0 ihrer insgesamt sechs Ecken in Folge, ohne hieraus Kapital zu schlagen. Lottes Trainer Fabian L\u00fctters sp\u00e4ter resigniert: \u201eKampf und Einsatz haben uns heute gefehlt. Wir hatten maximal zehn gute Minuten, so kann man nicht gewinnen\u201c.<\/p>\n<h4>Tyrala: \u201eIch wollte nicht mehr hinschauen\u201c<\/h4>\n<p>In der 2. H\u00e4lfte ein v\u00f6llig anderes Bild. Trainer Tyrala setzte jetzt mehr auf Angriff und nahm den diesmal eher schwachen Torj\u00e4ger Amin Bouzraa\u00a0 (bisher 4 Tore) aus dem Spiel. Mit der Einwechselung von Daiki Kamo bekam das Spiel ganz neue Impulse. Als dann auch noch Alessio Arababaci f\u00fcr Jeff-Denis Fehr kam, gewann der WSV mit gef\u00e4hrlichen Attacken zunehmend an Torgef\u00e4hrlichkeit.<\/p>\n<p>Dem 2:0\u00a0 bis zur 72. Spielminute h\u00e4tte leicht auch noch das 3:0 folgen k\u00f6nnen. Schaub hatte es in der Folge schon vor den F\u00fc\u00dfen, verzog aber aus\u00a0 aussichtsreicher Position. Es sollte aber noch spannend werden, denn die SF Lotte gaben nicht auf und dr\u00e4ngten mit Vehemenz auf dem Anschlusstreffer, der ihnen dann in der 78. Minute auch tats\u00e4chlich gelang. Ein scharf geschossenen Freisto\u00df von Krasniqi wurde von dem starken Toshiaki Miyamoto ins eigene Tor abgef\u00e4lscht, unhaltbar f\u00fcr WSV-Keeper Michael Luyambula.<\/p>\n<h4>\u201eDie letzten Minuten haben Nerven gekostet\u201c<\/h4>\n<p>Was danach kam, beschrieb Trainer Tyrala sp\u00e4ter so: \u201eDie letzten Minuten konnte ich gar nicht mehr hinschauen, ich wollte, dass der Schiri endlich abpfeift. Das hat Nerven gekostet.\u201c Tats\u00e4chlich aber war der WSV auch einem weiteren Treffer n\u00e4her, als die Gastgeber dem Ausgleich. Ronay Arabaci, der nach seiner Einwechselung auf der linken Seite f\u00fcr erheblichen Druck sorgte, schob\u00a0 den Ball am langen Eck vorbei (81.) und als Lottes Verteidiger Fabian R\u00fcth stolperte, konnte Daiki Kamo in den Schlussminuten f\u00fcr den WSV keinen Nutzen mehr generieren. Schiedsrichter\u00a0 Fabian Kiehl (FC Hilchenbach) hatte\u00a0 f\u00fcnf Minuten nachspielen lassen, die aus WSV-Sicht nicht zu Ende gehen wollten\u2026<\/p>\n<div id=\"attachment_87005\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2509px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-87005 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Tyrala-S.-12-JC.jpg\" alt=\"\" width=\"2499\" height=\"1666\" \/><span class=\"wp-caption-text\">WSV-Cheftrainer Sebastian Tyrala war stolz auf seine Mannschaft, auch wenn die letzten Minuten Nervern kosteten &#8211; \u00a9 Archivfoto Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Die WSV-Spieler lagen sich in den Armen und die Fans sangen. Sie hatten die weite Reise ins Tecklenburger Land nicht umsonst angetreten. Coach Tyrala war ein Stein vom Herzen gefallen: \u201eIn der 2. Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht und hatten die besseren Chancen. Am Ende ein verdienter Sieg, wir haben aber auch noch zwei, drei M\u00f6glichkeiten liegen gelassen. Nach den letzten Ausw\u00e4rtsspielen bin ich gl\u00fccklich, Stand heute ein toller Sieg\u201c.<\/p>\n<p>Zeit zum Verschnaufen bleibt indes nicht. Schon n\u00e4chste Woche mu\u00df sich das Team um Trainer Tyrala erneut beweisen, wenn es am 11. Spieltag wieder ausw\u00e4rts antritt, und zwar beim titelambitionierten Tabellenf\u00fcnften FC Bocholt. Am 15. Oktober steigt das Pokalspiel bei der SpVg Schonnebeck in Essen. Danach (18.10.) empfangen die Bergischen im Stadion am Zoo Aufsteiger VfL Bochum II, der, wie der WSV auch, zum erweiterten Kreis der abstiegsgef\u00e4hrdeten Teams geh\u00f6rt.<\/p>\n<h4>Zuschauer sollen verhindert werden<\/h4>\n<p>Wer erwartet hatte, dass dieses Spiel mit Lokalcharakter gegen Bochum dem WSV wieder einmal etwas Geld in die klammen Kassen sp\u00fclen k\u00f6nnte, sieht sich get\u00e4uscht. Der Anpfiff dieser Partie wurde aus Sicherheitsgr\u00fcnden auf 18 Uhr um vier Stunden nach hinten verlegt. Der Grund: Die Wuppertaler Ordnungsbeh\u00f6rden f\u00fcrchten offenkundig Ausschreitungen der Fangruppen und m\u00f6chten die Anreise der Bochumer soweit wie m\u00f6glich unterbinden.<\/p>\n<p>Bochums erste Garnitur tritt n\u00e4mlich um 20:30 Uhr in Bochum zum Spiel der 2. Bundesliga gegen Hertha BSC an und die Bochumer Fans werden, so das Kalk\u00fcl, die Fahrt nach Wuppertal dann aus Zeitgr\u00fcnden nicht mehr antreten. Da taucht schon die Frage auf, wie es in anderem St\u00e4dte gelingt, mit viel gr\u00f6\u00dferen Zuschauerstr\u00f6men f\u00fcr Sicherheit zu sorgen?<\/p>\n<p>W\u00e4hrend man etwa in D\u00fcsseldorf, Gelsenkirchen oder Dortmund Zuschauermengen in zehnfacher Gr\u00f6\u00dfenordnung beherrscht, traut man sich heute in Wuppertal nicht mehr zu, bei vielleicht 5.000 Zuschauern f\u00fcr Sicherheit zu sorgen. Wie hat man das in letzten Jahren geschafft, als z.B. zuletzt noch 2024 der MSV Duisburg zu Gast war und 9.400 Zuschauer gez\u00e4hlt wurden? Ein fachkundiger Beobachter zu dieser Entwicklung: \u201eSo bekommt man die Regionalliga auch kaputt\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_86797\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-86797 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Fehr-Jeff-Denis-1-JC-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der sonst so gef\u00e4hrliche St\u00fcrmer Jeff-Denis Fehr (r.) hatte in Lotte nicht seinen besten Tag erwischt und wurde vorzeitig ausgewechselt &#8211; \u00a9 Archivfoto Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p><b>Text: SIEGFRIED J\u00c4HNE<\/b><\/p>\n<h4>Sportfreunde Lotte &#8211; Wuppertaler SV 1:2 (0:0)<\/h4>\n<p><strong>Aufstellung Sportfreunde Lotte:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Beckemeyer &#8211; Kehl, R\u00fcth, Uzelac, Ciccarelli (59. Nwachukwu), Krasniqi, Heider, Kerkemeyer, Demaj (59. Doumbouya), Kurt (64. Stubbla), Horn (64. Klefisch, 73. Pabon Angarita)<\/p>\n<p><strong>Aufstellung Wuppertaler SV:<\/strong><\/p>\n<p>Luyambula &#8211; Miyamoto, Rebronja, Dervisevic, Duncan (75. Wagemann), Aydogan, Schaub (83. Kleiner), Hartmann, Fehr (64. Arabaci), M\u00fcller, Bouzraa (46. Kamo)<\/p>\n<p><strong>Schiedsrichter:<\/strong> Fabian Kiehl<\/p>\n<p><strong>Tore:<\/strong> 0:1 Schaub (68.), 0:2 M\u00fcller (72.), 1:2 Krasniqi (77.)<\/p>\n<p><strong>Gelbe Karten:<\/strong>\u00a0 Hartmann, Dervisevic, Rebronja<\/p>\n<p><strong>Zuschauer:<\/strong> 796<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt ihn noch, den unbedingten Siegeswillen beim Wuppertaler SV. Das Team von Sebastian Tyrala gewann nach grossem Kampf und einer taktischen Meisterleistung ausw\u00e4rts bei den SF Lotte vor 796 Zuschauern in einer spannenden Partie durchaus \u00fcberraschend mit 2:1 (0:0) Toren.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-87001","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-26 15:22:55","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87001","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=87001"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87001\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":87019,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87001\/revisions\/87019"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=87001"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=87001"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=87001"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}