{"id":86686,"date":"2025-09-10T12:24:56","date_gmt":"2025-09-10T10:24:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=86686"},"modified":"2025-09-15T12:25:12","modified_gmt":"2025-09-15T10:25:12","slug":"musikalischer-protest-singen-statt-hetze-und-hass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/09\/10\/musikalischer-protest-singen-statt-hetze-und-hass\/","title":{"rendered":"Musikalischer Protest: Singen statt Hetze und Hass"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_86687\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-86687 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/IMG_0570-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1808\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Beim kultur-politischen Projekt \u201eSingen statt Hetze\u201c in der Schlosskirche in D\u00fcsseldorf &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Unter der Leitung von Ulrich Klan und Ulla Niemann-Delius waren Lieder zu h\u00f6ren, die ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen wollen und die Stimme f\u00fcr Vielfalt, Demokratie und Solidarit\u00e4t erheben. Um ihre Stimme zu erheben, haben sich im Projektchor des Kommunikationszentrums \u201eDie B\u00f6rse\u201c S\u00e4nger und S\u00e4ngerinnen aus Wuppertal und den umliegenden St\u00e4dten zusammengefunden und unter der Leitung des Musikers, Komponisten und Arrangeurs Ulrich Klan mit dem\u00a0 gemeinsamen Singen eine besondere Form ihres politischen Engagements entwickelt.<\/p>\n<p>Er\u00f6ffnet wurde das Konzert mit einem Kanon, der auf einem Text von Dietrich Bonhoeffer basiert: \u201eWenn man in einen falschen Zug einsteigt, n\u00fctzt es nichts, wenn man im Gang gegen die Fahrtrichtung l\u00e4uft und l\u00e4uft und l\u00e4uft \u2026\u201c Und weiter ging es mit der von Bertolt Brecht und von Hanns Eisler vertonten Kinderhymne, die j\u00fcngst als Alternative f\u00fcr das Deutschlandlied vorgeschlagen wurde: \u201eAnmut sparet nicht noch M\u00fche, Leidenschaft nicht noch Verstand, dass ein gutes Deutschland\u00a0 bl\u00fche wie ein andres gutes Land. Dass die V\u00f6lker nicht erbleichen wie vor einer R\u00e4uberin, sondern ihre H\u00e4nde reichen uns wie anderen V\u00f6lkern hin.\u201c\u00a0 Weitere Lieder wie das von John Lennon und Yoko Ono \u201eImagine there\u2019s no heaven\u201c wurden in verschiedenen Sprachen gesungen.<\/p>\n<h4>Von John Lennon bis Konstantin Wecker<\/h4>\n<p>In einer Zeit, in der \u2013 so die Initiatoren &#8211; demokratische Strukturen mehr denn je bedroht seien und der Widerstand gegen diesen Abbau zu erlahmen drohe, habe das Singen eine besondere Qualit\u00e4t: \u201eDarum lasst uns laut sein, erst wenn man uns h\u00f6rt, werden wir gesehen. Lasst uns laut sein, damit niemand sagen kann, er h\u00e4tt\u2018 uns nicht geh\u00f6rt.\u201c Oder mit dem Lied von Konstantin Wecker, das aktueller denn je erklingt: \u201eWenn sie jetzt ganz unverhohlen wieder Nazilieder johlen, \u00fcber Juden Witze machen, \u00fcber Menschenrechte lachen \u2026 dann steh auf und misch\u2018 dich ein! Sage Nein!\u201c<\/p>\n<p>Die Initiatoren sehen das Singen f\u00fcr Menschen, die vielleicht eher zur\u00fcckhaltend sind und nicht so schnell bereit sind, sich in einer politischen Gruppe zu engagieren, als eine ideale M\u00f6glichkeit, aus sich herauszugehen und das nicht allein, sondern im Chor ihre Stimme zu erheben und sich gegenseitig zu ermutigen.<\/p>\n<p>Dass man durch das Singen nicht nur der Aufregung \u00fcber die politische Situation Ausdruck verleihen kann, sondern die Musik auch Zuversicht, Kraft und Ermutigung vermitteln kann, daf\u00fcr sorgte in dem Konzert die D\u00fcsseldorfer \u201eChorsingfonie\u201c mit Ausz\u00fcgen aus ihrem Liebeslieder-Programm.<\/p>\n<p><strong>Text: Prof. Dr. Helmut Baisch<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Motto \u201eSingen statt Hetze\u201c haben in der Schlosskirche in D\u00fcsseldorf der Projektchor der B\u00f6rse Wuppertal in Verbindung mit der \u201eSingfonie\u201c Lieder pr\u00e4sentiert, die Mut machen und Zeichen setzen wollen. \u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-86686","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-13 11:22:52","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86686","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=86686"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86686\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":86688,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86686\/revisions\/86688"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=86686"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=86686"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=86686"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}