{"id":86357,"date":"2025-08-30T10:00:02","date_gmt":"2025-08-30T08:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=86357"},"modified":"2025-09-03T20:27:29","modified_gmt":"2025-09-03T18:27:29","slug":"oberbuergermeister-amt-vieles-spricht-fuer-eine-stichwahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/08\/30\/oberbuergermeister-amt-vieles-spricht-fuer-eine-stichwahl\/","title":{"rendered":"Oberb\u00fcrgermeister-Amt: Vieles spricht f\u00fcr eine Stichwahl"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_86359\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-86359 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG_5264-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1666\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Gruppenbild der OB-Kandidatinnen und Kandidaten mit den Gastgebern bei der Podiumsdiskussion auf Einladung der Bergischen IHK &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Sollte keiner der Kandidaten 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, kommen die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen in die Endausscheidung. Moderatorin Angela Wegener, stellvertretende Chefredakteurin von Radio Wuppertal, f\u00fchrte strukturiert durch das\u00a0Programm, spannte einen gro\u00dfen Bogen und setzte mit den Themen Bildung, Kultur, Verkehr\/Mobilit\u00e4t, Wirtschaft, Sicherheit und Ordnung sowie Digitalisierung die thematischen Schwerpunkte.<\/p>\n<h4>In der Priorit\u00e4t zeigen sich die Unterschiede<\/h4>\n<p>Alle betonten die Bedeutung der Themen. Erst in der gew\u00fcnschten Priorisierung wurden unterschiedliche Ans\u00e4tze erkennbar. So stand f\u00fcr den Juristen, Stadtdirektor Matthias Nocke (CDU), die notwendige Haushaltskonsolidierung an erster Stelle, Wirtschaft, Arbeit und Bildung folgten. Er will, dass Wuppertal mit klaren Entscheidungen, verl\u00e4sslicher Verwaltung und sichtbaren Fortschritten wieder handlungsf\u00e4hig wird und nicht f\u00fcr Schlagzeilen, sondern f\u00fcr Ergebnisse sorgt. Sein Slogan \u201eIch kann Wuppertal &#8211; und Wuppertal kann mehr\u201c.<\/p>\n<p>Auch Rechtsanwalt Dr. Hartmut Beucker (AfD) nennt die Sanierung der Stadtfinanzen und setzt auf eine starke Wirtschaft, nannte aber auch zuvorderst Mobilit\u00e4t, bezahlbaren Wohnraum und Digitalisierung. Sein Slogan: \u201eWuppertal braucht eine Ver\u00e4nderung\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_86360\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2509px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-86360 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG_5275.jpg\" alt=\"\" width=\"2499\" height=\"1625\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Z\u00e4hlen sicher zu den Favoriten bei der OB-Wahl: Miriam Scherff (SPD) und der Stadtverordnete Matthias Nocke (CDU) &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Miriam Scherff (SPD), ehemalige Versicherungs-Betriebswirtin, ist in der IT-Branche zu Hause. Sie will einen \u201eWuppertal-Plan\u201c f\u00fcr gezielte Projekte, um Vertrauen zur\u00fcck zu gewinnen sowie mehr Bildungsangebote f\u00fcr Kita und Beruf. Sie m\u00f6chte frischen Wind in die Politik bringen und soziale Ungerechtigkeiten beseitigen.<\/p>\n<p>Ihr Focus: \u201eKompetenz, Digitaliserung, Nahversorgung.\u201c Dr. Salvador Oberhaus (Die Linke), Referent f\u00fcr kommunalpolitische Bildung bei der Rosa Luxemburg Stiftung, sieht seinen Schwerpunkt in der Bildung und setzt auf gerechtere Infrastruktur, Verkehr und Wohnraum. Sein Slogan: \u201eSolidarisch, sozial und klimagerecht &#8211; wir handeln danach.\u201c<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeisterin Dagmar Liste-Frinker (Gr\u00fcne), Gleichstellungsbeauftragte bei BEV, nannte an erster Stelle die Stadtentwicklung sowie die Beseitigung von Engp\u00e4ssen in der Verwaltung, wenn es um Termine oder Baugenehmigungen gehe. Motto: \u201ePolitik des Miteinanders &#8211; Blasen zusammenbringen\u201c.<\/p>\n<p>Henrik Dahlmann (Freie W\u00e4hler) hat den Schwerpunkt B\u00fcrgergesp\u00e4che, er will eine B\u00fcrgerkonferenz, m\u00f6chte\u00a0 Wohnen und Nachbarschaften f\u00f6rdern und damit Sicherheit erh\u00f6hen. Slogan: \u00c4rmel hoch statt Zeigefinger, einfach machen\u2026\u201c.<\/p>\n<h4>Geteilte Meinung bei den Leuchturm-Projekten<\/h4>\n<p>Marcel Hafke, Parlamentarischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der FDP-Landtagsfraktion, Dipl.-Versicherungskaufmann, gibt Wirtschaft, Bildung und Bildungschancen den Vorrang. Ein Drittel der Mitb\u00fcrger seien ohne Berufsabschluss und leben in Armut. Er setzt seinen Schwerpunkt auf Kinder und Jugendliche. Die Aufenthaltsqualit\u00e4t soll sich verbessern. Motto: \u201eWuppertal kann mehr\u201c<\/p>\n<p>In der Folge wurden einzelne Stadt-Projekte angesprochen, wie die Bundesgartenschau (BUGA). Hier gehen die Meinungen auseinander.<\/p>\n<div id=\"attachment_86362\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-86362 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG_5277-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1712\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ihnen werden h\u00f6chstens Au\u00dfenseiterchancen einger\u00e4umt: Dr. Salvador Oberhaus (Die Linke &#8211; l.) und Henrik Dahlmann (Freie W\u00e4hler) &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Marcel Hafke (FDP) positioniert sich eindeutig zur BUGA, sie sei mehr als ein Gartenfest, sie sei Motor f\u00fcr nachhaltige Stadtentwicklung, schaffe Arbeitspl\u00e4tze und erh\u00f6he Lebensqualit\u00e4t. Anders Salvador Oberhaus (Linke), der die BUGA kategorisch ablehnt, nannte sie unverantwortlich und fahrl\u00e4ssig. Auch Henri Dahlmann sieht die BUGA nicht finanzierbar, er vermisse eine Ausstiegs-Klausel.<\/p>\n<p>Das Pina-Bausch-Zentrum findet eine eindeutige Zustimmung bei der \u201eLinken\u201c, es sei dauerhaft und einzigartig. Eine\u00a0 Bergische Event-Halle auf dem Varresbecker Schaeffler Gel\u00e4nde findet bei Marcel Hafke uneingeschr\u00e4nkte Zustimmung, sie sei Meilenstein f\u00fcr den Profisport und auch von wirtschaftlicher Bedeutung. Kritisch die Haltung der Linken, die Bedenken wegen Gewerbefl\u00e4chen-Verlust \u00e4u\u00dferten. Auch Henrik Dahlmann lehnt die Leuchtturm-Projekte ab und fordert den Focus auf die Kernaufgaben.<\/p>\n<h4>\u201eStadtverwaltung ist keine Pommes-Bude\u201c<\/h4>\n<p>Erhellende Zahlen gab es auch. Stadtdirektor Matthias Nocke (Gesch\u00e4ftsbereich Kultur und Sport &amp; Sicherheit und Ordnung) verwies auf das geplante Haushaltsdefizit der Stadt Wuppertal f\u00fcr das Jahr 2025, wahrlich eine Herausforderung. Es betr\u00e4gt rund 117 Millionen Euro. Dieses Defizit ist auf erheblich verschlechterte Einnahmeerwartungen, gesunkene Schl\u00fcsselzuweisungen und Kostensteigerungen, insbesondere im Sozialbereich, zur\u00fcckzuf\u00fchren.\u00a0 Die \u00fcberproportionalen Belastung der Sozialkassen in Wuppertal wurde von Henrik Dahlmann angerissen, ein vertiefende Betrachtung gab es nicht.<\/p>\n<h4>Dramatische Stellenverluste bei der Stadt<\/h4>\n<p>Die Stadt Wuppertal hat rund 7.000 Mitarbeiter, von denen bis zum Jahre 2030 nahezu die H\u00e4lfte ausscheiden. Der Fokus f\u00fcr L\u00f6sungen liege aktuell auf \u201eIT\u201c, von der man sich L\u00f6sungen erhofft. Vereinzelt sehen sie Kandidaten aber auch M\u00f6glichkeiten, durch Beratungsfirmen Schulungen und verbesserte Motivation erfolgreicher (Scherff\/Dahlmann) zu werden. An einer Stelle wurde es munter, als Mattias Nocke bemerkte, eine Stadtverwaltung sei doch keine &#8222;Pommes Bude&#8220; und sich prompt den Einwand einhandelte, diese funktionierten aber oft besser.<\/p>\n<div id=\"attachment_86363\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-86363 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG_5303-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1713\" \/><span class=\"wp-caption-text\">IHK-Pr\u00e4sident Henner Pasch war souver\u00e4ner, charmanter Gastgeber der spannenden Kommunalwahl-Veranstaltung &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>IHK-Pr\u00e4sident Henner Pasch brachte in die Diskussion den schon anderorts ins Gespr\u00e4ch gebrachten Gedanken ein, im Bergischen St\u00e4dtedreieck bestimmte und gleiche Aufgaben nur noch an einer Stelle zu erf\u00fcllen. In den Wortbeitr\u00e4gen kam zum Ausdruck, dass dies bereits geschehe, fl\u00e4chendeckend aber aus vielerlei, auch rechtlichen Gr\u00fcnden, nicht immer umsetzbar sei.<\/p>\n<p>Der verbale Schlagabtausch im Vorfeld der OB-Wahl am 14 September war alles in allem dennoch ein Abend mit viel Harmonie ohne jede Brandmauer, den Angela Wegener mangels klar erkennbaren Favoriten mit der Erwartung auf die Stichwahl und einer dann denkbaren Fortsetzung der Veranstaltung schlo\u00df.<\/p>\n<p><b>Text: Siegfried J\u00e4hne\u00a0<\/b><\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kommunalwahl geht in die hei\u00dfe Phase. Gut zwei Wochen vor dem Wahltag stellten sich jetzt\u00a0 sieben Kandidaten f\u00fcr das Amt des Oberb\u00fcrgermeisters bei den Mitgliedern der Bergischen IHK in einer Podiumsdiskussion kritischen Fragen. Einiges deutet indessen schon jetzt darauf hin, dass es nach der Kummunalwahl am 14. September zu einer Stichwahl kommt. Zu dicht liegen die vertretenen Positionen beieinander. Termin f\u00fcr den &#8222;Nachschlag&#8220; w\u00e4re dann der 28. September.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"class_list":["post-86357","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-24 09:19:32","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86357","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=86357"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86357\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":86467,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/86357\/revisions\/86467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=86357"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=86357"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=86357"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}