{"id":85965,"date":"2025-08-07T16:04:20","date_gmt":"2025-08-07T14:04:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=85965"},"modified":"2025-08-07T17:47:51","modified_gmt":"2025-08-07T15:47:51","slug":"junge-spieler-kriegen-in-unserem-stadion-glaenzende-augen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/08\/07\/junge-spieler-kriegen-in-unserem-stadion-glaenzende-augen\/","title":{"rendered":"Junge Spieler kriegen in unserem Stadion gl\u00e4nzende Augen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_85968\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 860px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85968 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Manno-Gaetano-JC.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"598\" \/><span class=\"wp-caption-text\">WSV-Sportdirektor Gaetano kann sich jetzt etwas zur\u00fccklehen. Im Vorfeld hat er in Sachen Kaderumbau Schwerstarbeit verrichten m\u00fcssen &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Er\u00a0hat sowohl operative als auch strategische Verantwortung und ist insbesondere f\u00fcr sie Kaderplanung zust\u00e4ndig. Wir haben uns mit dem Mann unterhalten, der leidenschaftlich Werte und Visionen des Vereins pr\u00e4gt und einen Kaderumbau mit insgesamt 38 Spielern realisieren musste.<\/p>\n<p><strong>DS: Die kommende Spielzeit 2025\/26 verspricht in vielerlei Hinsicht, spannend zu werden. Anders als fr\u00fcher, ist ein klarer Favorit f\u00fcr Meisterschaft und Aufstieg nicht auszumachen. Der WSV hat einen der niedrigsten Etats und geht mit 18 neuen Spielern an den Start. Wie sch\u00e4tzen Sie die kommende Saison ein?<\/strong><\/p>\n<p>Gaetano Manno: \u201eMit einem Wort n\u00fcchtern. F\u00fcr uns galt es, einzusparen und mit geringen Mitteln eine Mannschaft aufzubauen, die sich in der Liga behaupten kann. Da darf man keine Wunder erwarten.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Und wer ist Ihr Favorit?<\/strong><\/p>\n<p>Gaetano Manno: \u201eDa gibt es gleich vier oder f\u00fcnf Teams, die f\u00fcr den Titel in Frage kommen. Fortuna K\u00f6ln, Borussia Dortmund II, RW Oberhausen und Borussia M\u00f6nchengladbach (U23) geh\u00f6ren sicher dazu. Hier konnte f\u00fcr Spieler-Eink\u00e4ufe sehr viel Geld in die Hand genommen werden, das wird nicht ohne Einfluss auf die Tabelle bleiben, auch wenn man hier \u00dcberraschungen nicht ausschlie\u00dfen kann, wie der Saisonstart mit \u00fcberraschenden Punktverlusten f\u00fcr Oberhausen und Dortmund zeigte. Zuletzt habe ich das Spiel Bocholt gegen G\u00fctersloh beobachtet, das der FC G\u00fctersloh mit 6:3 f\u00fcr sich entscheiden konnte. Die Ostwestfalen sind mit einem Torverh\u00e4ltnis von 8:3 schon ungeschlagener Tabellenf\u00fchrer und werden sicher noch von sich Reden machen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie haben in der letzten Spielzeit einmal zum Ausdruck gebracht, einen so gewaltigen Umbruch wie 2024\/25 nicht noch einmal erleben zu wollen. Damals gab es insgesamt 36 Transferbewegungen. In diesem Jahr waren es in ihrem Kaderumbau sogar 38 Spieler, die an dem B\u00e4umchen-Wechsel-Dich Spiel teilhatten. Eine respektable Mammut-Aufgabe, die Sie da bew\u00e4ltigt haben. Was war diesmal anders?<\/strong><\/p>\n<p>Gaetano Manno: \u201eWir hatten jetzt eine ganz andere Ausgangs-Situation. 2024 musste ich nicht nur neue Spieler gewinnen, sondern auch aufgrund der erheblichen Etatk\u00fcrzungen von einer Millionen Euro viele Vertr\u00e4ge erst aufl\u00f6sen, bevor wir uns Gedanken \u00fcber Neuverpflichtungen machen konnten. Es galt unter Budgetdruck kurzfristige L\u00f6sungen zu finden. Wir standen da pl\u00f6tzlich mit nur noch acht Spielern und einem Torwart da und mussten am Ende hektisch reagieren, um \u00fcberhaupt eine spielf\u00e4hige Mannschaft auf den Rasen schicken zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p><strong>SZ: Und das war diesmal grundlegend anders?<\/strong><\/p>\n<p>Gaetano Manno: \u201e Ja! Wir hatten zwar diesmal noch einmal viel weniger Geld zur Verf\u00fcgung. Aber es gab Klarheit, ich konnte rechtzeitig an die Planung gehen, nachdem ich am 27. April meinen Vertrag f\u00fcr ein weiteres Jahr verl\u00e4ngert hatte. Das war dann deutlich besser und einfacher.\u201c<\/p>\n<p><strong>SZ: Wo lagen diesmal die Schwerpunkte Ihrer\u00a0Spieler-Auswahl?<\/strong><\/p>\n<p>Gaetano Manno: \u201eDa gibt es einige Aspekte, die es zu ber\u00fccksichtigen galt. Die Spieler sollten zum System des Trainers passen, f\u00fcr den notwenigen Neuaufbau jung und ehrgeizig sein und doch schon genug Erfahrungen gesammelt haben, um in der Regionalliga bestehen zu k\u00f6nnen. Und sie sollten auch von ihrem Charakter her zum Team passen. Meine Erfahrung ist, dass Spieler, die schon einmal vor einer gr\u00f6\u00dferen Kulisse von etwa 20.000 oder 30.000 Zuschauern gespielt haben, oft nicht mehr so gut zu motivieren sind.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_85848\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2410px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85848 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/Tyrala-Manno-JC.jpg\" alt=\"\" width=\"2400\" height=\"1600\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Funken auf einer Wellenl\u00e4nge: WSV-Cheftrainer Sevastian Tyrala und Sportdirektor Gaetano Manno &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p><strong>SZ:\u00a0 Der Etat ist schmal. Warum kommen die Spieler trotzdem nach Wuppertal?<\/strong><\/p>\n<p>Gaetano: Manno: \u201e Sie werden es nicht glauben, aber ich hatte Spieler, die sich f\u00fcr uns\u00a0 entschieden haben, obwohl unser finanzielles Vertragsangebot schlechter war, als das anderer Vereine. Ich hatte Spieler dabei, die gl\u00e4nzende Augen bekamen, als sie in unser Stadion kamen und die tolle Atmosph\u00e4re erlebten. Wuppertal hat nach wie vor einen gro\u00dfen Namen im deutschen Fu\u00dfball und genie\u00dft immer noch gro\u00dfe Aufmerksamkeit.\u00a0 Da erhoffen sich die Spieler nat\u00fcrlich auch noch eine eigene positive Entwicklung.\u201c<\/p>\n<p><strong>SZ: Wie beschreiben Sie ihr Verh\u00e4ltnis zu Trainer Sebastian Tyrala?<\/strong><\/p>\n<p>Gaetano Manno: \u201eEs ist optimal. Wir beide sind Team-Player und wissen, dass wir nur gemeinsam Erfolg haben werden. Das hei\u00dft nicht, dass wir immer der gleichen Meinung sind. So liebe ich beispielsweise das offensive Spiel, den langen Ball, der Trainer aber muss da vorsichtiger agieren und auch oft den k\u00fcrzeren Ball, sprich die Defensive favorisieren. Dar\u00fcber tauschen wir uns aber aus. Und es entscheidet am Ende der Trainer, wie und mit wem wir spielen\u201c.<\/p>\n<p><strong>SZ: Was erwarten Sie von den Zuschauern, von der Stadt und von der Presse?<\/strong><\/p>\n<p>Gaetano Manno:\u00a0 \u201eIch denke, unsere Fans wollen engagierten und ehrlichen Fu\u00dfball erleben, den wollen wir ihnen bieten. So k\u00f6nnen wir auch R\u00fcckschl\u00e4ge verkraften. Unruhe von au\u00dfen k\u00f6nnen wir nichts gebrauchen, sie schadet nur. Ich denke an unser letztes Spiel in Velbert, es war einfach geil, was unsere Fans da an Unterst\u00fctzung und Performance geboten haben. Ich erlebe das seit etwa April diesen Jahres, als wir zusammen gewachsen sind und uns mit unglaublichem Kampfgeist aus der Abstiegsgefahr befreit hatten. Ich denke, wenn alle den Wert eines erfolgreichen Fu\u00dfballvereins f\u00fcr eine Stadt erkennen, da l\u00f6sen sich alle anderen Frage kurz- oder mittelfristig auch noch von selbst.\u201c<\/p>\n<p><strong>SZ: Wir danken Ihnen f\u00fcr dieses offene\u00a0 und interessante Gespr\u00e4ch und w\u00fcnschen Ihnen und dem WSV eine spannende und erfolgreiche Saison 2025\/26.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Interview f\u00fchrte Siegfried J\u00e4hne<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist eine Sport-Ikone. Gaetano Manno (45) hatte in seiner aktiven Zeit 250 Eins\u00e4tze im Profifu\u00dfball und ist aufgrund seiner Identifikation mit dem Wuppertaler SV bei den Fans sehr beliebt. Der ehemalige Kapit\u00e4n und F\u00fchrungsspieler mit italienischen Wurzeln ist nach Ende seiner Karriere 2019 beim WSV hier im Management t\u00e4tig, seit 2023 als sportlicher Leiter.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-85965","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-06 21:57:56","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85965","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85965"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85965\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85977,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85965\/revisions\/85977"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85965"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85965"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85965"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}