{"id":85908,"date":"2025-08-05T18:11:02","date_gmt":"2025-08-05T16:11:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=85908"},"modified":"2025-08-05T22:22:08","modified_gmt":"2025-08-05T20:22:08","slug":"fussball-amateure-mit-der-jugend-raus-aus-dem-tiefpunkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/08\/05\/fussball-amateure-mit-der-jugend-raus-aus-dem-tiefpunkt\/","title":{"rendered":"Fu\u00dfball-Amateure: Mit der Jugend raus aus dem Tiefpunkt?"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_85911\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85911 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG_9405-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1831\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Jugend ist die Zukunft des Wuppertaler Fu\u00dfball-Klubs SV Sudberg &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Viele Klubs k\u00e4mpfen um Vereinsf\u00f6rderung sowie Gewinnung von Nachwuchs. Der SSV Sudberg aus der Wuppertaler S\u00fcdstadt bietet hier aktuell ein gutes Beispiel.<\/p>\n<h4>SSV Sudberg gibt ein Beispiel<\/h4>\n<p>Es gab Zeiten, da agierten die Wuppertaler Amateurvereine auf h\u00f6chsten Niveau. Der Cronenberger SC stand 1952 im Finale um die Deutsche Amateurmeisterschaft und wurde deutscher Amateur-Vizemeister. TuS Viktoria 96 Wuppertal hatte in den 60ger Jahren an der Barmer Rudolf-Strasse in der Verbandsliga bis zu 5.000 Zuschauer und damit sogar oft mehr als der damals eine Klasse h\u00f6her spielende sp\u00e4tere Bundesligist Wuppertaler SV.<\/p>\n<h4>Siebenklassige Aush\u00e4ngeschilder: FSV Vohwinkel und Cronenberger SC<\/h4>\n<p>Als Vizemeister der damaligen Verbandsliga Niederrhein qualifizierten sich die Viktoria-Spieler um Gerd B\u00f6nschen, Ernst Orthmann und Harry Tschiedel 1969 sogar f\u00fcr die deutsche Amateurmeisterschaft, in der man in der Vorrunde gegen die Akteure von Hannover 96 scheiterte. Aber auch SSVg Barmen und VfL Wuppertal (heute ASV bzw. Borussia Wuppertal) spielten in dieser Zeit eine gr\u00f6\u00dfere Rolle.<\/p>\n<div id=\"attachment_85912\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85912 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG_4190.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"737\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Felix Radecke, 2. Vorsitzender des SV Sudberg, pr\u00e4sentiert den schmucken Kunstrasenplatz &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Aktuell sind der FSV Vohwinkel und der Cronenberger SC die \u201eAush\u00e4ngeschilder\u201c des Wuppertaler Amateurfussballs. Sie sind in der Bezirksklasse (7. Ebene) zu Hause. Viele Fans sprachen nach dem aktuellen Landesliga-Abstieg der \u201eD\u00f6rper\u201c in der Saison 2024\/25 von einem \u201ebitteren Gang\u201c des CSC.\u00a0 Alle anderen Vereine findet man nur noch in den Kreisligen wieder, so auch den fr\u00fcheren Bezirksligisten (2019\/20) SSV Sudberg, der mittlerweile in der Kreisliga A kickt, wo er in der abgelaufenen Spielzeit den neunten Tabellenplatz erreichte.<\/p>\n<h4>Der bittere Abgang der Cronenberger<\/h4>\n<p>Einst w\u00e4hnte man sich in Sudberg sogar auf dem Sprung in die Landesliga. Insider wissen aber, dass schon die\u00a0 Bezirksklasse (6. Ebene)\u00a0 f\u00fcr die S\u00fcdst\u00e4dter nur aufgrund eines gro\u00dfen finanziellen Engagements von M\u00e4zenen wie dem 2008 verstorbenen Heinz Schwaffertz m\u00f6glich war. Ihm zu Ehren\u00a0 wurde die kleine Sportanlage Riedelstrasse dann auch umbenannt, in \u201eHeinz-Schwaffertz-Arena\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_85913\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2329px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85913 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG_2722.jpg\" alt=\"\" width=\"2319\" height=\"1437\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die F\u00f6rderung der Jugend liegt den Sudbergern besonders am Herzen. Dabei bauen sie auf die wertvolle Unterst\u00fctzung vieler Ehrenamtler &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Heute ist an der Riedelstrasse eine neue Generation mit neuer Philosophie am Ruder des 1907 gegr\u00fcndeten Traditionsvereins. An der Spitze steht Nicholas Rood, zugleich Kapit\u00e4n der ersten Mannschaft. Gearbeitet wird\u00a0 jetzt nach den Prinzipien eines mittelst\u00e4ndisches Unternehmens und m\u00f6chte Familien eine Wohlf\u00fchl-Atmosph\u00e4re bieten\u201c, erkl\u00e4rte Felix Radecke, 2. Vorsitzender des Vereins. Neben dem gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Vorstand erledigen jetzt Aussch\u00fcsse die wachsenden Aufgaben.<\/p>\n<h4>Neuzug\u00e4nge im Jugendbereich wichtiger als im Seniorenbereich<\/h4>\n<p>Zur\u00fcck zu den Wurzeln lautet die Devise. Flossen fr\u00fcher 90 Prozent der Einnahmen und Sponsoren-Beitr\u00e4ge in die erste Fu\u00dfballmannschaft, so denkt man heute anders und investiert\u00a0 lieber in die Jugendabteilung, wo man z.B. junge Trainer aus den eigenen Reihen heranbildet, sie finanziert und mit technischem Ger\u00e4te wie z.B. Laptops ausstattet.<\/p>\n<div id=\"attachment_85914\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85914 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG_3925.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"506\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Diese Ehrentafel erinnert an den ehemaligen Vorsitzenden und M\u00e4zen Heinz Schwaffertz &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>\u201eBei uns ist jeder ohne Ausnahme willkommen, sofern er bereit ist, unsere Werte sowie die sportlichen Regeln zu respektieren. Randalierer lehnen wir ab\u201c, sagte uns Felix Radecke. Rund 600 Mitglieder z\u00e4hlt der SSV Sudberg mittlerweile. An der Riedelstrasse haben sechs Senioren-Teams und 12 Jugendmannschaften mit zunehmender Tendenz ihre Heimat.<\/p>\n<p>\u201eUns sind f\u00fcnf Neuzug\u00e4nge im Jugendbereich, wichtiger als ein einziger Zugang im Seniorenbereich\u201c, erkl\u00e4rte uns Vorstandsmitglied Christian Engelstadt und f\u00fcgte die Begr\u00fcndung gleich hinterher: &#8222;Legion\u00e4re kommen, kassieren und ziehen oft weiter zum n\u00e4chsten Geldgeber, ohne dass der Verein hiervon nachhaltig profitieren w\u00fcrde\u201c.<\/p>\n<p>Zum Thema Ziele au\u00dferhalb des Fu\u00dfballplatzes \u00e4u\u00dferte sich Felix Radecke, man wolle mittel-und langfristig das Vereinsheim mit Umkleidem\u00f6glichkeiten in zwei Stufen erweitern und auf zwei Ebenen bringen. Der mehr als knappe Parkraum k\u00f6nnte auf einem benachbarten Grundst\u00fcck erweitertet werden, sofern die Stadt Wuppertal sich in der Lage sieht oder Willens ist, das in Privatbesitz befindliche Nachbar-Grundst\u00fcck zu diesem Zwecke zu erwerben.<\/p>\n<h4>Stadt Wuppertal erkennt Zeichen der Zeit<\/h4>\n<div id=\"attachment_85916\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85916 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG_2701-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1650\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Sudberger Kids (M.) als Teilnehmer an einem Turnier in D\u00fcsseldorf &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Auch die Stadt Wuppertal hat jetzt die Zeichen der Zeit erkannt und versucht der Entwicklung im Rahmen ihrer finanziellen M\u00f6glichkeiten Rechnung zu tragen. F\u00fcr rund 350.000 Euro hat sie die 2002 gebaute Spielfl\u00e4che an der Riedelstrasse mit einer elastischen Trageschicht und neuem Kunstrasen aufwendig saniert. Am 13. August soll das Fu\u00fc\u00dfballfeld f\u00fcr den Spielbetrieb des SSV Sudberg freigegeben werden.<\/p>\n<p>\u00c4hnliche Investitionen hat die Stadt zuletzt f\u00fcr die Sportanlage Freudenberg mit 220.000 \u20ac get\u00e4tigt. Sportamtsleiterin Alexandra Szlagowski verriet, dass demn\u00e4chst auch noch die Ausschreibung eines Kunstrasens und einer LED-Flutlichtanlage f\u00fcr den Sportplatz Uellendahl f\u00fcr rund 280.000 \u20ac,\u00a0 der wettkampfgerechte Ausbau\u00a0 der Leichtathletikanlage am Gelben Sprung f\u00fcr 650.000 \u20ac sowie eine Dachsanierung des Sportplatz- und Vereinsheimes der Sportfreunde D\u00f6nberg vorgesehen sind.<\/p>\n<div id=\"attachment_85917\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85917 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/IMG_2804-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1605\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Vereinsleben beim familienfreundlichen Fu\u00dfballklub SV Sudberg &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Daneben stehe an der Cronenberg Hauptstrasse eine aufwendige Sanierung des Sportplatzes an. Weil hier ein Gew\u00e4sser-Verlauf tangiert ist, wird hier nicht das Sportamt, sondern das Gr\u00fcnfl\u00e4chen-Amt t\u00e4tig. Geplante Kosten 700.000 \u20ac. Da hierf\u00fcr eine viermonatige Bauzeit geplant ist, werden die Arbeiten in Absprache mit dem Cronenberger SC erst in der Spielpause 2026 durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><b>Text: Siegfried J\u00e4hne<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Wuppertaler Amateur-Fu\u00dfball wird nach Auswegen gesucht, sich aus ihrer Misere der Irrelevanz zu befreien. Die Vereine sind in den unteren Spielklassen an einem historischen Tiefpunkt angekommen und bem\u00fchen sich, den\u00a0 Spagat zwischen traditionellen Anspr\u00fcchen und neuen Realit\u00e4ten hinzubekommen.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-85908","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-13 08:08:39","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85908","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85908"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85908\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85931,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85908\/revisions\/85931"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85908"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85908"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85908"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}