{"id":85766,"date":"2025-07-31T11:59:19","date_gmt":"2025-07-31T09:59:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=85766"},"modified":"2025-07-31T13:58:03","modified_gmt":"2025-07-31T11:58:03","slug":"pelzverbot-greifbar-nah-systematische-tierquaelerei-bestaetigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/07\/31\/pelzverbot-greifbar-nah-systematische-tierquaelerei-bestaetigt\/","title":{"rendered":"Pelzverbot greifbar nah: Systematische Tierqu\u00e4lerei best\u00e4tigt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_85771\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1082px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85771 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/DSC_6905-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1072\" height=\"668\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der hoffnungslose Blick geht ins Leere: Ein Maderhund im engen Gitterk\u00e4fig einer Pelztierfarm, der wegen seines Fells grausam sterben muss &#8211; \u00a9 ANINOVA<\/span><\/div>\n<p>ANINOVA begr\u00fc\u00dft ebenso wie die Tierschutzorganisation &#8222;Humane World for Animals Europe&#8220; diesen Schritt und erinnert an das eigene Engagement im Rahmen der europaweiten Kampagne gegen Pelz: Damals (noch unter dem Namen Deutsches Tierschutzb\u00fcro) hatte ANINOVA gemeinsam mit dem Meeresbiologen Robert Marc Lehmann ersch\u00fctterndes Bildmaterial aus polnischen Pelzfarmen ver\u00f6ffentlicht und damit hunderttausende Menschen zur Unterzeichnung der Petition gegen die Pelztierzucht bewegt.<\/p>\n<p>Ein EU-weites Verbot kann jetzt endlich Realit\u00e4t werden. Nach einem neuen Bericht der Europ\u00e4ischen Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA) will die Europ\u00e4ische Kommission bis M\u00e4rz 2026 gesetzgeberisch aktiv werden. Der Bericht stellt fest, dass die Haltung von F\u00fcchsen, Nerzen und Marderhunden zur Pelzgewinnung mit gravierenden Tierschutzproblemen einhergeht \u2013 von Verhaltensst\u00f6rungen \u00fcber schwere Verletzungen bis hin zu chronischem Stress.<\/p>\n<h4>Derzeit in Europa: 6 Millionen Tiere in fast 1.200 Pelzfarmen<\/h4>\n<div>\n<p>Dr. Joanna Swabe, Senior Director Public Affairs bei &#8222;Humane World for Animals Europe&#8220;, sagt: \u201eDas Gutachten der EFSA best\u00e4tigt, was Tiersch\u00fctzerinnen Tiersch\u00fctzer sowie und Tiermediziner seit Jahrzehnten sagen: Die Haltung von Tieren wie Nerzen, F\u00fcchsen, Marderhunden und Chinchillas f\u00fcr Pelzmode in kleinen, kargen K\u00e4figen f\u00fchrt zu schweren, chronischen Tierwohlproblemen. Dazu geh\u00f6ren die Unterdr\u00fcckung lebenswichtiger Verhaltensweisen, Stress, Verletzungen und gesundheitliche Beschwerden. Das erhebliche k\u00f6rperliche und psychische Leid, das das multinationale EFSA-Expertengremium im beschreibt, ist mit modernen ethischen Tierschutzstandards v\u00f6llig unvereinbar. Es kommt zu dem Schluss, dass dieses Leid in den Pelztierfarmen weder verhindert noch wesentlich gemildert werden kann. Ein vernichtendes Urteil, das der Pelztierindustrie jede Zukunftsperspektive nimmt.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"attachment_85781\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85781 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/9d50f78c-0e7c-4657-9456-b14e007e2e39_31c1f2a2-666d-4709-9756-73306efac21e_Prev.webp\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"433\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Total niedlich, aber das sch\u00fctzt diesen Nerz in einer finnischen Pelztierfarm nicht davor, f\u00fcr die Mode get\u00f6tet zu werden &#8211; \u00a9 Kristo Muurimaa \/ Humane World For Animals<\/span><\/div>\n<p>Derzeit werden in Europa auf fast 1.200 Pelztierfarmen \u00fcber 6 Millionen Nerze, Marderhunde, F\u00fcchse und Chinchillas gehalten \u2013 unter anderem in Finnland, Polen, D\u00e4nemark, Spanien und Griechenland. Inzwischen ist die Pelztierzucht in 22 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, darunter 16 EU-Mitgliedstaaten, bereits verboten \u2013 zuletzt in Estland, Lettland, Litauen und Rum\u00e4nien. In Deutschland gibt es seit 2019 aufgrund hoher Tierschutzstandards keine Pelztierfarmen mehr, ein offizielles Verbot gibt es aber nicht. \u00c4hnlich ist die Situation in Bulgarien und Schweden.<\/p>\n<h4>Europ\u00e4ische B\u00fcrgerinitiative \u201eFur Free Europe\u201c \u00fcber 1,5 Mio. Unterschriften<\/h4>\n<p>\u201eDieser Bericht markiert eine entscheidende Z\u00e4sur. Was Tierrechtsorganisationen seit Jahren aufdecken, wird nun auch wissenschaftlich best\u00e4tigt: Pelzfarmen bedeuten systematisches Leid\u201c, erkl\u00e4rt Jan Peifer. \u201eDie EU muss daraus Konsequenzen ziehen und die Pelztierzucht endlich verbieten.\u201c<\/p>\n<p>Bereits 2023 hatte die Europ\u00e4ische B\u00fcrgerinitiative \u201eFur Free Europe\u201c \u00fcber 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt. Auch ANINOVA (damals noch unter dem Namen Deutsches Tierschutzb\u00fcro) war ein Teil dieser Bewegung: Gemeinsam mit dem Meeresbiologen und Aktivisten Robert Marc Lehmann ver\u00f6ffentlichte die Organisation ersch\u00fctternde Bilder aus polnischen Pelzfarmen \u2013 und mobilisierte hunderttausende Unterst\u00fctzerinnen und Unterst\u00fctzer gegen das System Pelz.<\/p>\n<div id=\"attachment_85782\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85782 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/f9d04c48-0b39-49ec-b036-b14e00aff64b_3dea3ef1-8954-4e27-a5f5-c3e5a54a8090_Prev.webp\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"366\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dieser Chinchilla fristete sein kurzes, trauriges Leben in einer Pelszfarm in Rum\u00e4nen &#8211; \u00a9 N\/A Humane World For Animals<\/span><\/div>\n<p>Der EFSA-Bericht best\u00e4tigt nun nicht nur die enormen Tierschutzprobleme, sondern warnt auch vor Risiken f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit, etwa durch zoonotische Erreger wie SARS-CoV-2. Zudem stellt die Branche eine Gefahr f\u00fcr die Biodiversit\u00e4t dar: Entkommene Tiere gelten in vielen Regionen als invasive Arten, die heimische \u00d6kosysteme bedrohen.<\/p>\n<p>ANINOVA fordert ein sofortiges EU-weites Verbot der Pelztierzucht sowie ein Importverbot f\u00fcr Pelzprodukte aus Drittl\u00e4ndern. Nur durch ein vollst\u00e4ndiges Ende der Pelzproduktion und des Pelzhandels kann verhindert werden, dass weiterhin Tiere f\u00fcr Luxusartikel leiden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>\u201eDie Zeiten \u00e4ndern sich \u2013 und mit ihnen das Bewusstsein der Gesellschaft. Tiere f\u00fcr Mode zu qu\u00e4len, ist nicht mehr zu rechtfertigen\u201c, so Peifer abschlie\u00dfend. \u201eDie EU muss nun konsequent handeln \u2013 die wissenschaftliche Grundlage liegt auf dem Tisch.\u201c<\/p>\n<h4>Immer mehr Modelabels verzichten auf Pelz<\/h4>\n<p>mmer mehr f\u00fchrende Modemarken verzichten auf Pelz \u2013 darunter Max Mara, Saint Laurent, Gucci, Alexander McQueen, Balenciaga, Valentino, Prada, Armani, Versace, Michael Kors, Jimmy Choo, DKNY, Burberry und Chanel. Weltweit haben sich bereits \u00fcber 1.600 Marken und Einzelh\u00e4ndler zu einer pelzfreien Unternehmenskultur verpflichtet. Pelz wird zunehmend als nicht mehr verk\u00e4uflich und ethisch nicht vertretbar wahrgenommen \u2013 viele Modeh\u00e4user setzen daher heute auf innovative, tierfreundliche Alternativen.<\/p>\n<p><strong>Linz zur Webseite der Tierrechtsorganisation ANINOVA:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.aninova.org\">http:\/\/www.aninova.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Link zur Webseite von &#8222;Humane World For Animals&#8220;:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.humaneworld.org\/germany\/de\">https:\/\/www.humaneworld.org\/germany\/de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Verbot der Pelztierzucht innerhalb der EU ist in greifbarer N\u00e4he. So sch\u00e4tzt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA, zumindest die Entwicklung ein. Ein neuer Bericht der Europ\u00e4ischen Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA) kommt zu einem vernichtenden Urteil: Die Haltung von Pelztieren ist mit dem EU-Tierschutzrecht nicht vereinbar.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-85766","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weitblick"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-07 19:57:06","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85766","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85766"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85766\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85784,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85766\/revisions\/85784"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85766"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85766"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85766"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}