{"id":8566,"date":"2020-03-02T08:13:16","date_gmt":"2020-03-02T07:13:16","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2016\/10\/10\/rtl-reporter-ulrich-klose-ich-habe-den-spannendsten-job-der-der-welt\/"},"modified":"2025-04-10T12:54:59","modified_gmt":"2025-04-10T10:54:59","slug":"rtl-reporter-ulrich-klose-ich-habe-den-spannendsten-job-der-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2020\/03\/02\/rtl-reporter-ulrich-klose-ich-habe-den-spannendsten-job-der-der-welt\/","title":{"rendered":"RTL-Reporter Ulrich Klose: \u201eHabe den spannendsten Job der Welt\u201c"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45690\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45690\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Uli-Klose-1-jpg-582-KB-2-1024x745.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"745\" \/><span class=\"wp-caption-text\">TV-Journalist Uli Klose berichtet von Krisen und von gesellschaftlichen Gro\u00df-Ereignissen &#8211; \u00a9 RTL<\/span><\/div>\n<p>Sachlich und kompetent lieferte er Fakten, Emotionen und Stimmungen frei Haus. Als Korrespondent in Israel bewegte er sich trittsicher und souver\u00e4n auf brisantem, politischem Parkett. Dass er aber auch ein H\u00e4ndchen f\u00fcr Lifestyle- und Gesellschafts-Themen hat, bewies er u.a. bei der Traumhochzeit von Prinz William mit der sch\u00f6nen Kate Middleton in London.<\/p>\n<p>Da gl\u00e4nzte er mit launig-unterhaltsamen Reporter-Live-Schalten und schaffte es sogar, sich bis auf einen Meter an Queen Elizabeth heran zu pirschen. Und auch die gro\u00dfen Sport-Ereignisse sind sein Ding. In einer schnelllebigen Branche, in der Reporter-Typen der Marke \u201eSchwiegermutters Liebling\u201c kommen und gehen, ist der geb\u00fcrtige Bielefelder eine Konstante, ein Fels in der TV-Brandung. Dabei spielen nicht nur sein Ehrgeiz, sondern sicher auch seine Verl\u00e4sslichkeit und seine Vielseitigkeit eine gro\u00dfe Rolle.<\/p>\n<p>Uli Klose ist ein &#8222;Hans Dampf in allen Gassen&#8220;. Ob er nun vom Weiberfastnachtstubel, von Fu\u00dfball-Fan-Skandalen, \u00fcber Coronavirus-F\u00e4lle oder vom dramatischen Brand des Affenhauses im Krefelder Zoo berichtet, der TV-Reporter mit der sonoren Stimme trifft immer den richtigen Ton.<\/p>\n<p>\u201eIch habe den spannendsten Beruf der Welt. Und ich bin immer noch motiviert wie am ersten Tag. Ich m\u00f6chte die Zuschauer bestm\u00f6glich informieren, egal ob ich jetzt vom Terror-Anschlag in Paris oder vom Vorgepl\u00e4nkel des Champions League-Schlagers Borussia Dortmund gegen Real Madrid berichte.\u201c Wer ihn kennt, nimmt ihm das ab.<\/p>\n<p>Ulrich Klose sieht sich nicht als Held, auch wenn er in seinem Job immer wieder gef\u00e4hrliche Situationen \u00fcberstehen musste. Als Perfektionist bereitet er sich auf seine Eins\u00e4tze immer akribisch vor, um das Risiko zu minimieren: \u201eIch \u00fcberlasse da nichts dem Zufall. Ich informiere intensiv \u00fcber das Einsatzgebiet. Die Ausr\u00fcstung muss top sein. Ich vertraue mich nur einem Kameramann an, auf den ich mich 1.000prozentig verlassen kann. Und ich erkundige mich auch genau auch \u00fcber den Fahrer, den wir vor Ort haben: Ist das ein ruhiger, besonnener Typ oder eher ein Draufg\u00e4nger?\u201c<\/p>\n<p>Mit seinen schrecklichen Erlebnissen w\u00e4hrend seiner Kriegseins\u00e4tze will er ausschlie\u00dflich mit Hilfe seiner Freundin Friede fertig werden: \u201eGerade beim letzten Golfkrieg habe ich sehr viele Tote gesehen. Auch die Amerikaner, die ich ja bis Bagdad begleitet habe, mussten gro\u00dfe Verluste hinnehmen. Da helfen mir Gespr\u00e4che mit meiner Freundin Friede. Aber die schrecklichen Bilder, die immer wieder mal in meinem Kopf auftauchen, werden ich zeitlebens nicht vergessen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Aber selbst im Krieg gibt es kleine Geschichten, \u00fcber die Ulrich Klose heute schmunzeln muss: \u201eWir lagen im Irak in einer Stellung, hatten kaum noch Proviant und Wasser. Da habe ich an den Kn\u00f6pfen meines Welt-Empf\u00e4ngers gedreht und pl\u00f6tzlich h\u00f6rte ich die vertraute Stimme meines Freundes Manni Breuckmann, Sportreporter beim WDR. Er kommentierte da ausgerechnet ein Bundesliga-Spiel meines Heimat-Klubs Arminia Bielefeld. Da war ich dann eine Halbzeit lang quasi mit dem Ohr Zuhause.\u201c<\/p>\n<p>Ans Aufh\u00f6ren denkt der Vollblut-Reporter nicht, der tagt\u00e4glich als Studioleiter NRW f\u00fcr RTL und n-tv auf Sendung ist.<\/p>\n<div id=\"attachment_45690\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 318px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-45690\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Uli-Klose-1-jpg-582-KB-2-1024x745.jpg\" alt=\"\" width=\"308\" height=\"224\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Uli Klose &#8211; \u00a9 RTL<\/span><\/div>\n<p><strong>Ulrich Kloses gesammelte Anekdoten:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Jassir Arafat:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIch hatte monatelang auf ein Interview mit Pal\u00e4stinenser-F\u00fchrer Jassir Arafat gewartet, der in seiner Residenz Mukata in Ramallah von den Israelis eingekesselt war und ohne Strom und Wasser dar stand. Eines nachts um 3 Uhr bekam ich einen Anruf. Arafat wolle mir ein Interview geben, ich m\u00fcsse aber sofort kommen. Mein Kameramann und ich sind sofort aufgebrochen. Wir wurden von Jassir Arafat und seinem Pressereferenten empfangen. Arafat dr\u00fcckte mir freundlich die Hand und verschwand im Nebenzimmer. Der Pressereferent fragte mich, welche Fragen ich denn stellen wolle. Ich sagte: \u201eAlles ganz easy, zum Beispiel w\u00fcrde ich ihn fragen, wie lange er denn noch als Geisel Israels durchhalten k\u00f6nne, ohne Strom, ohne Wasser. Der sagte der Pressereferent: \u201aJassir Arafat war nie eine Geisel Israels und wird auch nie eine Geisel Israels sein. Sie k\u00f6nnen jetzt gehen!\u2018 Und das meinte er wirklich ernst.\u201c<\/p>\n<p><strong>Usain Bolt:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eBei den Olympischen Spielen in London 2012 stand pl\u00f6tzlich Wunder-Sprinter Usain Bolt vor mir. Er war vom M\u00fcnchener Sportarzt Dr. Wilhelm M\u00fcller-Wohlfahrt f\u00fcr Olympia wieder fit gemacht worden. Spontan fragte ich ihn, was er denn von Dr. M\u00fcller-Wohlfahrt halten w\u00fcrde. Er antwortete auch brav: \u2018A very great doctor!\u2019 Ich war so \u00fcberrascht, dass diese lebende Legende pl\u00f6tzlich vor mir stand, dass ich alle Fragen, die ich ihm eigentlich stellen wollten, von jetzt auf gleich vergessen habe. Das ist mir zum Gl\u00fcck ganz selten passiert. Ein paar Tage sp\u00e4ter habe ich ihn dann nochmal vor mein Mikrofon bekommen. Und da hat er mir ganz freundlich sechs Fragen beantwortet und ich hatte ein tolles Interview.\u201c<\/p>\n<p><strong>Sarajevo 1:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eMein Kameramann und ich waren w\u00e4hrend des Bosnien-Krieges in Zagreb und wollten von da aus unbedingt in die bosnische Hautstadt Sarajevo. Wir brauchten einen Mietwagen. Aber wir konnten dem Autoverleiher nicht sagen, dass wir ins Kriegsgebiet wollten. Der h\u00e4tte uns einen Vogel gezeigt. Also erz\u00e4hlten wir ihm, wir wollten eine Rundfahrt durch \u00d6sterreich und Slowenien machen. Der Trick klappte, und wir fuhren mit einem gemieteten, blauen Kastenwagen nach Sarajevo. Als wir nach Wochen wieder nach Zagreb zur\u00fcckkamen, fragte uns der Autoverleiher, wie denn unser \u00d6sterreich-Trip gewesen sei. Als ich so herumdruckste, fiel er mir ins Wort und sagte grinsend: \u201aReden Sie keinen Unsinn! Sie sind der Reporter Ulrich Klose. Ich habe Sie jeden Abend \u00fcber Satelliten-Fernsehen bei RTL gesehen. Mein Auto hatte ich eigentlich schon abgeschrieben.\u2018\u201c<\/p>\n<p><strong>Sarajevo 2:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eMeine Lebensgef\u00e4hrtin Friede hatte mir Jahre nach Ende des Bosnien-Krieges eine Reise nach Sarajevo geschenkt. Auf der Stra\u00dfe wurde ich dort immer wieder von wildfremden Menschen angesprochen. Es waren Leute, die w\u00e4hrend des Bosnien-Krieges nach Deutschland gefl\u00fcchtet waren und dort in den Lagern die Berichterstattung \u00fcber ihre Heimat verfolgt haben. Der Tenor: \u201aSie waren f\u00fcr uns der Strohhalm &#8211; solange Sie aus Sarajevo berichtet haben, konnten auch wir Hoffnung haben, irgendwann einmal nach Hause zur\u00fcckkehren zu k\u00f6nnen.\u2018 Diese Begegnungen haben mich sehr ber\u00fchrt.\u201c<\/p>\n<p><strong>Golf-Krieg:<\/strong><\/p>\n<p>\u201eMein Kameramann und ich hatten im Golfkrieg die amerikanischen Soldaten in den Irak bis nach Bagdad begleitet und sechs Wochen lang unter Panzern geschlafen. Weit und breit keine Dusche. Wir stellten uns vor: \u201aWenn wir wieder in unser Basis in Kuwait sind, dann legen wir uns erst einmal drei Stunden in die Badewanne\u2018. Als wir dann aber fr\u00fchmorgens in Kuwait in unserem 5-Sterne-Hotel ankamen, hatten wir so einen Hunger, dass wir gleich zum Fr\u00fchst\u00fccken ins Restaurant gegangen sind \u2013 so wie wir waren: Mit verdreckten Klamotten und stinkend. Wir wurden genau beobachtet. Doch niemand hat etwas gesagt, geschweige denn die Nase \u00fcber uns ger\u00fcmpft&#8230;\u201c<\/p>\n<p><strong>Text: Peter Pionke<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ulrich Klose ist das markante Reporter-Gesicht von RTL schlechthin. Seit 1988 berichtet er hautnah von Krisen, Kriegen und Katastrophen. Bei beiden Golf-Kriegen und auch bei den blutigen K\u00e4mpfen in Bosnien und in Ruanda war Ulrich Klose als RTL-Chefreporter mit Kamera und Mikrofon dabei.<\/p>\n","protected":false},"author":17,"featured_media":8564,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-8566","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weitblick"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-07 19:06:20","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8566","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/17"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8566"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8566\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82936,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8566\/revisions\/82936"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8564"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8566"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8566"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8566"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}