{"id":85461,"date":"2025-07-22T18:32:23","date_gmt":"2025-07-22T16:32:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=85461"},"modified":"2025-07-26T11:55:28","modified_gmt":"2025-07-26T09:55:28","slug":"ulrich-kuehnel-verhalf-boris-becker-zu-grossen-erfolgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/07\/22\/ulrich-kuehnel-verhalf-boris-becker-zu-grossen-erfolgen\/","title":{"rendered":"Ulrich K\u00fchnel verhalf Boris Becker zu gro\u00dfen Erfolgen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_85479\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1530px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85479 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/KGTT_U_Kuehnel.jpg\" alt=\"\" width=\"1520\" height=\"950\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ulrich K\u00fchnel bespannte 15 Jahre lang die Tennisschl\u00e4ger von Boris Becker und war massgeblich an seinem Erfolg beteiligt &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Der wichtige Service-Mann sa\u00df w\u00e4hrend der Matches immer mit dem Trainer und dem Psysio in der Box von Boris Becker. Seine Pr\u00e4zisions-Arbeit hatte er bereits vorher erledigt. \u201eBei Rasenplatz-Turnieren wie in Wimbledon ging Boris immer mit acht gleich bespannten Schl\u00e4gern auf den Platz, wenn auf Asche gespielt wurde, nahm er sogar 10 Rackets mit \u2013 weil dort die Saiten besonders beansprucht werden\u201c, erinnert sich Ulli K\u00fchnel (70).<\/p>\n<p>Die langj\u00e4hrige Erfahrung brachte Ulli K\u00fchnel zu der \u00dcberzeugung, dass eine optimale Bespannung einem talentierten Tenniscrack das erfolgreiche Spielen bis zu 30 Prozent leichter macht. Er ist mit Tennis-Superstar Boris Becker rund um die Welt geflogen \u2013 reiste mit ihm von Turnier zu Turnier. Der Deutsche schwang nie ein Racket einer der bekannten Hersteller-Marken wie Wilson, Yonex, Prince oder Head. Ulrich K\u00fchnel verr\u00e4t: \u201eEr hat immer mit einem exklusiven Boris-Becker-Schl\u00e4ger gespielt, der nach unseren Vorgaben entwickelt wurde. Head hat davon dann in unserem Auftrag allein f\u00fcr Boris 500 Rackets hergestellt.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_85470\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 236px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85470 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Buch-1-17.jpeg\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"305\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein echtes Dokument: Ein junger Ulrich K\u00fchnel (l.) mit einem noch j\u00fcngeren Boris Becker &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Mit \u201eBobbele\u201c hat der geb\u00fcrtige Ruhrgebietler, der jetzt in der N\u00e4he von Z\u00fcrich in der Schweiz wohnt, mehr Zeit verbracht, als mit seinen Lieben zu Hause. Sieht er Boris heute als Freund? Ulli K\u00fchnel offen und ehrlich: \u201eBoris hat mich in Interviews zwar als Freund bezeichnet, was mich geehrt hat. Wir haben uns auch wirklich gut verstanden und waren ein veingeschworenes Team. Ich w\u00fcrde ihn aber nicht als Freund bezeichnen, sondern habe mich mehr als sein vertrauensvoller Dienstleister gesehen.\u201c<\/p>\n<p>Bei der ersten Hochzeit von Boris Becker mit Barbara Feltus war Ulli Kuehnel noch als Gast dabei. F\u00fcr dessen glamour\u00f6sen Eheschlie\u00dfungen zwei und drei bekam er aber keine Einladung mehr. Ulli K\u00fchnel kann damit sehr gut leben. Er hat den Trubel rund um den Tennis-Zirkus ohnehin nie sonderlich gemocht. Dem wei\u00dfen Sport an sich ist er bis heute treu geblieben \u2013 als aktiver Spieler in unteren Tennis-Klassen und auch als Coach. Und erst recht l\u00e4sst ihn das Thema Besaitung mit 15 Jahren Erfahrung als Bespanner in der Tennis-Weltspitze nicht mehr los.<\/p>\n<p>Und da sieht er im Gegenteil zur Entwicklung bei Rackets keinerlei Fortschritte. Im Gegenteil. Von der Arbeit der aktuellen Bespanner auf der Tour ist er nicht sonderlich \u00fcberzeugt. Seiner Ansicht nach w\u00e4re Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev viel erfolgreicher, wenn sein Schl\u00e4ger optimal bespannt w\u00e4re.<\/p>\n<div id=\"attachment_85473\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 223px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85473 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/PHOTO-2025-07-01-13-16-29-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"213\" height=\"320\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ulli K\u00fchnel im Magazin &#8222;GQ&#8220; &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Viele Spieler schlagen heute mit einem Racket auf, das mit einem Mix aus Natur- und Kunstsaiten bespannt ist. Ulli K\u00fchnel: \u201eDa kann nicht funktionieren, schon aus physikalischer Sicht nicht. Natursaiten schnellen nach dem Schlag wieder in ihre Ausgangsposition zur\u00fcck. Kunstsaiten k\u00f6nnen das nicht, sie bleiben verformt und verlieren sehr schnell ihre Elastizit\u00e4t. Genau das ist das gro\u00dfe Problem.\u201c<\/p>\n<p>Er wei\u00df, wovon er spricht, schlie\u00dflich hat Ulrich K\u00fchnel Bauingenieurwissenschaften an der Uni Essen studiert und bekam dabei Einsicht in Mechanik, Physik und Mathematik. Er selbst arbeitet seit Jahren auf dieser Grundlage an einer L\u00f6sung des Problems und ist sich sicher, diese jetzt gefunden zu haben. Er nennt die von ihm entwickelte, spezielle Besaitungs-Maschine \u201eIPDS\u201c. Der Tennis-T\u00fcftler erkl\u00e4rt: \u201cEs ist ein standardisiertes, berechenbares System zur Optimierung der Besaitung, das auf objektiven, messbaren Parametern basiert und in der Lage ist, jeden Tennisschl\u00e4ger zu einem pr\u00e4zise abgestimmten, individualisierten Sportger\u00e4t zu machen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_85474\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 246px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85474 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Scan.jpeg\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"320\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Boris Becker, wie ihn Millionen liebten &#8211; \u00a9 Ulrich K\u00fchnel<\/span><\/div>\n<p>Das Prinzip im Groben: Jede L\u00e4ngssaite erh\u00e4lt f\u00fcr ihre individuell gemessene L\u00e4nge und \u201eBesaitungsrate\u201c nach einer mathematischen Gleichung, abh\u00e4ngig von ihrer Position und dem Racketkopf ihren \u201eBespannungswert\u201c. Die Quersaiten werden prozentual in Abh\u00e4ngigkeit der l\u00e4ngsten L\u00e4ngssaite dimensioniert. Durchschnittlich betr\u00e4gt die L\u00e4nge ca. 70 Prozent\u00a0 der l\u00e4ngsten L\u00e4ngssaite, abnehmend zu den \u00e4u\u00dferen Quersaiten nach oben und unten. Die Quersaiten werden w\u00e4hrend des Zugvorgangs mit einem Werkzeug \u201eInverseur\u201c an den Kreuzungspunkten reibungsfrei eingezogen und erhalten genau wie die Quersaiten keinen Spannungsverlust.<\/p>\n<p>Verstanden? Spezieller und detaillierter soll Ulli K\u00fchnels geniale Erfindung an dieser Stelle erst gar nicht erkl\u00e4rt werden. Am Ende befassen sich ohnehin Spezialisten damit. Der Besaitungs-Papst h\u00e4lt jetzt Ausschau nach einem Investor, um sein Optimierungs-System auf dem Tennis-Markt zu etablieren. Es winkt am Ende ein sehr eintr\u00e4gliches Gesch\u00e4ft. Immerhin ben\u00f6tigen Profi-, Amateur- und Hobby-Tennisspieler pro Jahr rund 150 Millionen (!) Besaitungen.<\/p>\n<p>Spannend wie ein Wimbledon-Finale im f\u00fcnften Satz ist, wer jetzt als erster zahlungskr\u00e4ftiger Interessent und Investor beim Tennisschl\u00e4ger-Experten Ulrich K\u00fchnel aufschl\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>Text: Peter Pionke<\/strong><\/p>\n<p><strong>Link zum White Paper:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/White-Paper.pdf\">White Paper<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tennis-Hero Boris Becker (57) gewann in seiner Traum-Karriere 59 Turniere, darunter sechs Grand Slam-Titel: Dreimal Wimbledon, zweimal die Australien Open und einmal die US Open. Und immer dabei und nicht unerheblich am Erfolg beteiligt: Ulrich K\u00fchnel, sein Bespanner.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[],"class_list":["post-85461","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wirtschaft"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-12 17:45:17","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85461","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85461"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85461\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85488,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85461\/revisions\/85488"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85461"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85461"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85461"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}