{"id":85373,"date":"2025-07-15T07:11:26","date_gmt":"2025-07-15T05:11:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=85373"},"modified":"2025-07-15T07:11:50","modified_gmt":"2025-07-15T05:11:50","slug":"parklets-in-vohwinkel-nur-provisorisch-oder-nun-dauerhaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/07\/15\/parklets-in-vohwinkel-nur-provisorisch-oder-nun-dauerhaft\/","title":{"rendered":"Parklets in Vohwinkel \u2013 nur provisorisch oder nun dauerhaft?"},"content":{"rendered":"<p>Was hier aussieht, als sei ein kleines Stadtentwicklungsprojekt am Werk, trifft auf ein wachsendes Bed\u00fcrfnis nach Sichtbarkeit \u2013 nicht nur in der Stadt, sondern auch im Internet. In den sozialen Medien schaffen neue Formate Aufmerksamkeit, etwa durch Konzepte wie bei der <a href=\"https:\/\/followerfabrik.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Followerfabrik<\/a> &#8211; dieses Konzept erweist sich auch in den St\u00e4dten: Wer hier Aufmerksamkeit bekommen will, muss kreativ sein und sich neue R\u00e4ume schaffen.<\/p>\n<p>Die Parklets in Vohwinkel sind zun\u00e4chst auf mindestens f\u00fcnf Jahre angedacht \u2013 ein deutlicher Unterschied zu den sonst oft nur f\u00fcr sechs Wochen \u201eProbe gestellten\u201c in Elberfeld. Finanziert werden sie im Rahmen des F\u00f6rderprogramms \u201eZukunftsf\u00e4hige Innenst\u00e4dte und Zentren von Nordrhein-Westfalen\u201c. Insgesamt 264.000\u202fEuro stehen daf\u00fcr bereit \u2013 200.000\u202fEuro Landesmittel und 64.000\u202fEuro Eigenmittel der Stadt Wuppertal (laut <a href=\"http:\/\/radiowuppertal.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">radiowuppertal.de<\/a>).<\/p>\n<h2>B\u00fcrger:innen gestalten mit<\/h2>\n<p>Im November 2024 fand am B\u00fcrgerbahnhof Vohwinkel eine Infoveranstaltung statt. Anwohner:innen, Gewerbetreibende sowie Eigent\u00fcmer:innen waren zusammengekommen, um \u00fcber m\u00f6gliche Standorte, Designs und wichtige Anforderungen wie Barrierefreiheit und Verkehrssicherheit der neuen Parklets zu diskutieren (<a href=\"http:\/\/wuppertal.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wuppertal.de<\/a>). Alle waren sich einig: Mehr Gr\u00fcnfl\u00e4chen und Sitzgelegenheiten w\u00fcrden das Leben im Viertel sehr viel attraktiver machen.<\/p>\n<p>Und viele kreative Ideen sind zusammen gekommen &#8211; zum Beispiel mobile B\u00fccherschr\u00e4nke, Fahrradst\u00e4nder oder solarbetrieben Lampen.<br \/>\nDas zeigt, wie sehr sich viele Menschen zu ihrem Kiez zugeh\u00f6rig f\u00fchlen &#8211; und wie gern sie mitgestalten m\u00f6chten.<\/p>\n<h2>Ziel und Wirkung<\/h2>\n<p>Gunnar Ohrndorf, der Dezernent f\u00fcr Stadtentwicklung, hat betont: \u201eDie tempor\u00e4ren Parklets sind nur der Anfang. Es ist wichtig, dass wir R\u00fcckmeldungen von B\u00fcrgern, Anwohnern und Gesch\u00e4ftsleuten erhalten.\u201c Die Stadt m\u00f6chte herausfinden, wie sich diese Ver\u00e4nderungen auf das Verhalten der Passant:innen auswirken und ob dieses Modell auch in anderen Stadtteilen funktionieren kann. Langfristige Ideen im Rahmen der geplanten ISEK-Umgestaltung werden ebenfalls in Betracht gezogen (<a href=\"http:\/\/wuppertal-total.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wuppertal-total.de<\/a>).<\/p>\n<p>Auch andere St\u00e4dte wie K\u00f6ln, M\u00fcnchen oder Berlin haben in den letzten Jahren mit Parklet-Konzepten experimentiert. Studien zeigen, dass solche Stadtm\u00f6bel die soziale Interaktion f\u00f6rdern, die lokale Wirtschaft st\u00e4rken und das Mikroklima verbessern. Besonders in dicht bebauten Stadtteilen wie Vohwinkel k\u00f6nnten sie dauerhaft Teil des Stadtbildes werden \u2013 vorausgesetzt, Wartung und Akzeptanz funktionieren in der Praxis.<\/p>\n<h2>Chancen und Herausforderungen<\/h2>\n<p>Die F\u00f6rdermittel setzen voraus, dass die Parklets mindestens f\u00fcnf Jahre bestehen bleiben. Ob es eine dauerhafte L\u00f6sung sein wird, h\u00e4ngt von verschiedenen Faktoren ab:<\/p>\n<h3>Chancen:<\/h3>\n<ul>\n<li>St\u00e4rkung des Einzelhandels durch l\u00e4ngere Verweildauer<\/li>\n<li>Belebung des \u00f6ffentlichen Raums<\/li>\n<li>F\u00f6rderung einer klimafreundlichen Stadtgestaltung<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Risiken:<\/h3>\n<ul>\n<li>Verkehrliche Einschr\u00e4nkungen bei Lieferzonen oder Bushaltestellen<\/li>\n<li>Vandalismus und Pflegeaufwand<\/li>\n<li>Abh\u00e4ngigkeit von F\u00f6rdermitteln ohne langfristige Anschlussfinanzierung<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Der Ausblick ist vielversprechend! Nachdem die Parklets fertig sind, startet eine Phase der Beobachtung, in der Feedback gesammelt und Online-Befragungen durchgef\u00fchrt werden. Erste Auswertungen werden im Herbst erwartet \u2013 vielleicht sogar im Rahmen der Europ\u00e4ischen Mobilit\u00e4tswoche. Das Ziel ist klar: Es soll herausgefunden werden, ob das Konzept in die dauerhafte Stadtgestaltung integriert werden kann.<\/p>\n<p>Eines steht schon jetzt fest: Die Parklets sind weit mehr als nur ein paar M\u00f6belst\u00fccke auf dem Asphalt \u2013 sie sind ein Experiment f\u00fcr Mitbestimmung, Umweltbewusstsein und modernes Stadtleben. Wenn Vohwinkel den Mut hat, weiterzumachen, k\u00f6nnte das ein langfristiger Gewinn f\u00fcr den gesamten Stadtteil werden.<\/p>\n<p>[#nlsperre]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bild der Kaiserstra\u00dfe in Vohwinkel wandelt sich: Seit dem 10. Juli werden f\u00fcnf Parkpl\u00e4tze zu gr\u00fcnen Oasen \u2013 sogenannten \u201eParklets\u201c. Die Stellfl\u00e4chen verwandeln sich zu Holzinseln mit B\u00e4nken und Pflanzen. Sie sollen nicht nur zum Ausruhen, sondern auch f\u00fcr mehr Aufenthaltsqualit\u00e4t im Stadtteil sorgen.<\/p>\n","protected":false},"author":35,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-85373","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wuppertal"],"publishpress_future_action":{"enabled":true,"date":"2027-07-22 07:05:00","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[0],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85373","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/35"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85373"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85373\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85375,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85373\/revisions\/85375"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85373"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85373"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85373"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}