{"id":85179,"date":"2025-07-01T14:39:53","date_gmt":"2025-07-01T12:39:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=85179"},"modified":"2025-07-03T14:40:04","modified_gmt":"2025-07-03T12:40:04","slug":"thea-dorn-mich-packt-es-erst-wenn-mich-etwas-irritiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/07\/01\/thea-dorn-mich-packt-es-erst-wenn-mich-etwas-irritiert\/","title":{"rendered":"Thea Dorn: \u201eMich packt es erst, wenn mich etwas irritiert\u201c"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_85180\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 810px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85180 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/csm_Thea_Dorn_Poetikdozentur_29c2ca3ef0.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"556\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Uni-Rektorin Birgitta Wolff (l.) und der Initiator der Poetikdozentur Christian Klein (r.) begr\u00fc\u00dften Autorin Thea Dorn zum Auftakt ihrer dreiteiligen Veranstaltungsreihe in Wuppertal &#8211; \u00a9 Michael Mutzberg<\/span><\/div>\n<p>Zum Auftakt am 02.07. in der Sophienkirche las die Schriftstellerin und Publizistin aus ihren Romanen \u201eM\u00e4dchenm\u00f6rder\u201c und \u201eDie Ungl\u00fcckseligen\u201c, gab Einblicke in ihre Herangehens- und Denkweise beim Schreiben und diskutierte im Gespr\u00e4ch \u00fcber die Rolle von Literatur. Zwei weitere Veranstaltungen, die an der Universit\u00e4t stattfinden, folgen am 03. Juli, und am 10. Juli.<\/p>\n<p>In seiner Einf\u00fchrung betonte Prof. Christian Klein, Initiator der \u201ePoetikdozentur\u201c am Zentrum f\u00fcr Erz\u00e4hlforschung an der Bergischen Universit\u00e4t: \u201eEs ist in der aktuellen Zeit gebotener denn je, sich mit den M\u00f6glichkeiten und Grenzen von Erz\u00e4hlformen, mit denen wir die Wirklichkeit beschreiben, auseinander zu setzen und uns ihre Relevanz zu vergegenw\u00e4rtigen, da Fakten inzwischen, wie es scheint, zu einer Verhandlungsmasse geworden sind.\u201c<\/p>\n<h4>Deutschlandweit einzigartige Poetikdozentur<\/h4>\n<p>Wie gut die deutschlandweit einzigartige Poetikdozentur f\u00fcr faktuales Erz\u00e4hlen an die Bergische Universit\u00e4t passt, verdeutlichte Uni-Rektorin Prof. Dr. Birgitta Wolff in ihrer Begr\u00fc\u00dfung: Das Anliegen der Wissenschaft sei es, mit fundierten Erkenntnissen und L\u00f6sungsbeitr\u00e4gen f\u00fcr Herausforderungen Wirklichkeit konstruktiv mitzugestalten und so auch ein St\u00fcck weit zu verbessern. \u201eNicht alle erreichen wir, indem wir mit Statistiken und Fu\u00dfnoten kommunizieren; welche Arten es noch gibt, \u00fcber die Wirklichkeit zu berichten, das lernen wir jedes Jahr von der Poetikdozentur\u201c, so Birgitta Wolff.<\/p>\n<p>Wer genau mit Thea Dorn die diesj\u00e4hrige Poetikdozentur innehat, stellte Christian Klein im Anschluss an die Begr\u00fc\u00dfung pers\u00f6nlich vor. Die Schriftstellerin stehe f\u00fcr lebhafte Diskussionen und produktiven Streit: \u201eWie ihre T\u00e4tigkeiten beweisen, ist es nicht der Wunsch nach Harmonie, der sie bei deren Auswahl leitet\u201c, verwies Klein unter anderem auf die Funktionen der studierten Philosophin und Dramaturgin als TV-Moderatorin f\u00fcr \u201eDas literarische Quartett\u201c sowie als Co-Sprecherin der Autorenvereinigung PEN Berlin.<\/p>\n<div id=\"attachment_85183\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 560px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-85183 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Pressefoto-Klein.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"380\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Germanist Prof. Dr. Christian Klein von der Bergischen Universit\u00e4t \u2013 \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<h4><strong>Zu Dialog anregen<\/strong><\/h4>\n<p>Thea Dorn ginge es darum, ihren Leserinnen und Lesern \u201eauch mal etwas zuzumuten und den \u00f6ffentlichen Diskurs nicht weichzusp\u00fclen\u201c, so Christian Klein. Das best\u00e4tigte die Autorin im gemeinsamen Gespr\u00e4ch: \u201eDas Wichtigste ist, dass wir miteinander sprechen, und dazu soll Literatur anregen.\u201c So gebe sie in ihren Romanen als Autorin keinen moralischen Kompass vor. \u201eDie Gef\u00fchle, die durch eine Geschichte aufkommen, in der es nicht immer einfach ist, sich einen Reim auf Dinge zu machen, muss man beim Lesen aushalten k\u00f6nnen und mit sich sowie in der Diskussion dar\u00fcber ausmachen. Nicht ich als Autorin gebe ein Richtig oder Falsch vor.\u201c Das wiederum erwarte auch sie selbst von einem guten Buch: \u201eMich packt es erst, wenn mich etwas irritiert und wenn ich erstmal gegen etwas revoltiere und beginne nachzudenken.\u201c<\/p>\n<p>Genau solche Denkanst\u00f6\u00dfe will auch sie mit ihrem Schreiben liefern, im besten Sinne einer demokratief\u00f6rdernden Literatur, die der Gesellschaft einen Spiegel vorh\u00e4lt und zu Dialog und Reflexion der Wirklichkeit anregt. Das geschieht bei Thea Dorn nicht nur in Romanform. Bei Themen und Fragen, auf die sie f\u00fcr sich selbst klar Antworten findet, greift die Autorin gerne zum Essay und zu Sachtexten.<\/p>\n<p>Auf dieses Genre und seine Funktion im Rahmen von Wirklichkeitserz\u00e4hlungen will die Poetikdozentin in zwei weiteren Veranstaltungen an der Universit\u00e4t genauer eingehen.<\/p>\n<p>An den Donnerstagabenden 03. und 10. Juli finden ihre Vorlesungen im Rahmen der Poetikdozentur an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal auf dem Campus Grifflenberg in H\u00f6rsaal 14 (Geb\u00e4ude M, Ebene 10) statt.<\/p>\n<p>Der Eintritt ist kostenfrei. Beginn ist um 18 Uhr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie z\u00e4hlt zu den profiliertesten Pers\u00f6nlichkeiten der deutschsprachigen Kultur-\u00d6ffentlichkeit: Thea Dorn ist die diesj\u00e4hrige \u201ePoetikdozentin f\u00fcr faktuales Erz\u00e4hlen\u201c an der Bergischen Universit\u00e4t. F\u00fcr drei \u00f6ffentliche Veranstaltungen kommt sie dazu nach Wuppertal<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-85179","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-31 11:11:05","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85179","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85179"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85179\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85185,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85179\/revisions\/85185"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85179"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85179"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85179"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}