{"id":85061,"date":"2025-06-23T14:54:06","date_gmt":"2025-06-23T12:54:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=85061"},"modified":"2025-07-03T13:23:25","modified_gmt":"2025-07-03T11:23:25","slug":"offener-brief-freie-kultur-szene-wehrt-sich-gegen-kuerzungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/06\/23\/offener-brief-freie-kultur-szene-wehrt-sich-gegen-kuerzungen\/","title":{"rendered":"Offener Brief! Freie Kultur-Szene wehrt sich gegen K\u00fcrzungen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_75605\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2372px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-75605 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/ralfSilberkuhl1.jpg\" alt=\"\" width=\"2362\" height=\"1577\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Foto-K\u00fcnstler, Fotograf und Filmemacher und Vorsitzender des Neuen Kunst-Vereins Wuppertal, hat den &#8222;Offenen Brief&#8220; unterschrieben &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Denn haupts\u00e4chlich betroffen von drohenden Etat-K\u00fcrzungen ist ausgerechnet die Freie Kultur-Szene. Doch diese wendet sich jetzt mit einem offenen Brief und klaren Forderungen an Oberb\u00fcrgermeister, Stadtrat und Kulturausschuss.<\/p>\n<p>\u00dcber 320 Wuppertalerinnen und Wuppertaler erkl\u00e4ren sich mit der Freien Kultur-Szene solidarisch und haben den &#8222;Offenen Brief&#8220; unterzeichnet, darunter auch bekannte K\u00fcnstler und Pers\u00f6nlichkeiten wie Charles Petersohn (Musiker), Luise Kinner (Schauspielerin), Ute V\u00f6lker (Akkordeonistin), Ralf Silberkuhl (Foto-K\u00fcnstler), Armin Alic (Bassist), Ann-Kathrin Kramer (Schauspielerin), Andreas M. Wiese (Maler), JProf. Dr. Christoph Rodatz (Theaterwissenschaftler) Bj\u00f6rn Kr\u00fcger (Kinderlieder-Komponist), Gunda Gottschalk (Violinistin), Mark Tykwer (Veranstalter &#8222;Talflimmern&#8220;), Birgit Pardun (K\u00fcnstlerin), Christian\u00a0 Hampe (Utopia-Stadt), Ulrich Rasch (Musiker), Julia Wolff (Schauspielerin), Uta Atzpodien (Autorin), Frank N (K\u00fcnstler), Marcia Golgowsky (Schauspielerin) und viele mehr. Die komplette Liste finden Sie unten.<\/p>\n<p><strong>Hier der &#8222;Offene Brief&#8220; der Freien Kultur-Szene Wuppertal im Wortlaut:<\/strong><\/p>\n<h4>OFFENER BRIEF DER FREIEN KULTUR WUPPERTALS<\/h4>\n<p>An den Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Wuppertal, den Stadtrat, die Kulturverwaltung und die Fraktionen im Kulturausschuss<\/p>\n<p><strong>BURNOUT STATT BUDGET \u2013 DAUERKRISE STATT PERSPEKTIVE<\/strong><br \/>\nOffener Brief zur strukturellen Notlage der Freien Kultur in Wuppertal<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Oberb\u00fcrgermeister, sehr geehrte Mitglieder des Rates, sehr geehrte Mitglieder des Kulturausschusses,<\/p>\n<p>\u201eWir\u201c, ein Zusammenschluss verschiedener Akteurinnen und Akteure aus der Freien Kulturszene Wuppertals, wenden uns mit gro\u00dfer Sorge an Sie. Die Freie Szene steht aktuell unter erheblichem Druck. Ausschlaggebend hierf\u00fcr sind insbesondere die absehbaren K\u00fcrzungen von F\u00f6rderprogrammen auf Bundes- und Landesebene \u2013 bei gleichzeitig nicht gedeckten kommunalen Haushalten.<\/p>\n<p>Daraus entstehen gravierende F\u00f6rderl\u00fccken, die auf kommunaler Ebene kompensiert werden m\u00fcssen. Der Bedarf an lokaler Unterst\u00fctzung steigt erheblich, da Projekte, Einrichtungen und insbesondere einzelne Akteurinnen und Akteure andernfalls an ihre existenziellen Grenzen geraten. Zugleich versch\u00e4rft sich der Wettbewerb um die verbleibenden Mittel innerhalb der Freien Szene deutlich.<\/p>\n<p>Besonders besorgniserregend ist dar\u00fcber hinaus die wiederkehrend versp\u00e4tete Verabschiedung \u00f6ffentlicher Haushalte auf allen politischen Ebenen \u2013 so auch in der Stadt Wuppertal. Diese Verz\u00f6gerungen behindern die rechtzeitige Freigabe von F\u00f6rdermitteln, verhindern Planungssicherheit und setzen bestehende Strukturen zus\u00e4tzlich unter Druck.<\/p>\n<div id=\"attachment_45609\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2343px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-45609\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Marica-Golgowsky-2-Oliver-Nauditt-2.jpg\" alt=\"\" width=\"2333\" height=\"1859\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Schauspielerin und Autorin Marcia Golgowsky geh\u00f6rt auch zu den Unterzeichnerinnen &#8211; \u00a9 Oliver Nauditt<\/span><\/div>\n<p>Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Einf\u00fchrung verbindlicher Honoraruntergrenzen auf Landesebene ab 2026. Diese Ma\u00dfnahme begr\u00fc\u00dfen wir grunds\u00e4tzlich im Sinne fairer Arbeitsbedingungen. Allerdings fehlt derzeit eine entsprechende finanzielle Kompensation innerhalb der bestehenden F\u00f6rderinstrumente. Ohne Anpassung der F\u00f6rdersummen ist die Einhaltung der Honoraruntergrenzen in der Praxis nicht realisierbar.<\/p>\n<p>Die Folge: weniger Veranstaltungen, gestrichene Formate \u2013 und damit auch weniger Auftrittsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Freie Kultur. Dies wirkt sich erheblich auf die kulturelle Vielfalt der Stadt aus. Diese Herausforderungen treffen insbesondere die Freie Szene \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob Einzelperson oder Institution \u2013, da sie auf flexiblen und niedrigschwelligen Strukturen basiert und zugleich in besonderem Ma\u00dfe auf \u00f6ffentliche F\u00f6rderung angewiesen ist. Es fehlt bislang an einer klaren politischen R\u00fcckendeckung, die notwendig w\u00e4re, um diesen strukturellen Belastungen wirkungsvoll zu begegnen.<\/p>\n<p>Dabei \u00fcbernimmt die Freie Kultur in Wuppertal eine zentrale Rolle in der kulturellen Infrastruktur der Stadt. Sie umfasst sparten\u00fcbergreifend freischaffende, professionelle Akteurinnen und Akteure, Einrichtungen in nicht-\u00f6ffentlicher Tr\u00e4gerschaft sowie junge, neu ent-stehende Initiativen und Gruppen \u2013 die sich h\u00e4ufig zun\u00e4chst unabh\u00e4ngig und informell organisieren. Diese Akteurinnen und Akteure agieren zumeist unabh\u00e4ngig von gro\u00dfen Institutionen, entwickeln innovative Formate und bespielen unkonventionelle Orte.<\/p>\n<p>Insbesondere in den Quartieren schafft die Freie Szene niedrigschwellige und aufsuchende Angebote, die Menschen erreichen, f\u00fcr die der Zugang zu institutioneller Kultur nicht selbstverst\u00e4ndlich ist. Die Freie Kultur in Wuppertal leistet einen zentralen Beitrag zur kulturellen Bildung, f\u00f6rdert gesellschaftlichen Dialog und st\u00e4rkt das demokratische Miteinander. Angesichts aktueller politischer Entwicklungen und eines zunehmenden Rechtsrucks ist diese Arbeit von existenzieller Relevanz. Ein R\u00fcckgang kultureller Angebote f\u00fchrt zu einem Verlust von Dialogr\u00e4umen und gesellschaftlicher Resilienz gegen\u00fcber rechtsextremen Tendenzen.<\/p>\n<div id=\"attachment_75613\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-75613 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/AndreasM.Wiese_-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1664\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der K\u00fcnstler Andreas M. Wiese ist auch ein Unterzeichner &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Die Freie Kultur Wuppertals darf kein Sparmodell sein \u2013 mit Einsparungen in den vergleichsweise verschwindend kleinen Kulturbudgets l\u00e4sst sich kein Haushalt sanieren. Der gesellschaftliche Schaden jedoch ist immens. Vor diesem Hintergrund fordern wir die Stadt Wuppertal nachdr\u00fccklich auf, sich der beschriebenen Problemlagen anzunehmen und tragf\u00e4hige, zukunftsf\u00e4hige L\u00f6sungen zu entwickeln und umzusetzen, um Planungssicherheit und strukturelle Stabilit\u00e4t f\u00fcr die Freie Kulturszene ab dem Jahr 2026 sicherzustellen.<\/p>\n<p><strong>HERAUSFORDERUNGEN UND FORDERUNGEN<\/strong><br \/>\nIm Namen der Freien Szene Wuppertals m\u00f6chten wir mit diesem Brief auf akute und existenzielle Herausforderungen hinweisen und unsere Forderungen an die kommunale Politik und Verwaltung formulieren.<\/p>\n<p><strong>1. EXISTENZSICHERUNG STATT ERSCH\u00d6PFUNG<\/strong><br \/>\nDie Freie Kultur steht unter massivem wirtschaftlichem Druck. Steigende Lebens- und Betriebskosten, Inflation sowie gesetzlich verankerte Honoraruntergrenzen ohne entsprechende Gegenfinanzierung treffen auf stagnierende oder r\u00fcckl\u00e4ufige F\u00f6rdermittel. Projektf\u00f6rderungen orientieren sich h\u00e4ufig nicht an realen Kostenstrukturen. Teams arbeiten unterhalb tariflicher Standards; qualifizierte Fachkr\u00e4fte verlassen die Szene aus wirtschaftlicher Notwendigkeit. Die Folgen sind strukturelle \u00dcberlastung und ein zunehmender Verlust an Professionalisierung.<\/p>\n<p><strong>2. PLANUNGSSICHERHEIT STATT PROJEKTLOGIK<\/strong><br \/>\nProjektf\u00f6rderung ersetzt zunehmend strukturelle Absicherung. Ein Gro\u00dfteil der Ressourcen flie\u00dft in Antr\u00e4ge und Verwaltung statt in k\u00fcnstlerische Entwicklung. Die fehlende Planungssicherheit behindert Innovation und Qualit\u00e4t. Insbesondere kleinere Einrichtungen sowie junge, noch nicht etablierte Akteurinnen und Akteure stehen dabei vor besonderen Herausforderungen. Sie agieren oft autonom, au\u00dferhalb etablierter Strukturen, und verf\u00fcgen nicht \u00fcber ausreichende personelle oder finanzielle Ressourcen zur Bew\u00e4ltigung der komplexen F\u00f6rderlogik. Die Unsicherheit \u00fcber die Anschlussfinanzierung belastet zus\u00e4tzlich \u2013 auch in Bezug auf die eigene soziale Absicherung.<\/p>\n<div id=\"attachment_76058\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1473px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-76058 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Charles-Petersohn-@-Anita-Muminovic.jpg\" alt=\"\" width=\"1463\" height=\"1096\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Musiker, Komponist und DJ Charles Petersohn ist eauch ein engagierter Unterst\u00fctzer der Freien Kultur-Szene &#8211; \u00a9<span class=\"wp-caption-text\"> Anita Muminovic<\/span><\/span><\/div>\n<p><strong>3.POLITISCHE R\u00dcCKENDECKUNG STATT VERGEUDETEM POTENZIAL<\/strong><br \/>\nDie Freie Szene hat bewiesen, dass sie Verantwortung \u00fcbernehmen kann \u2013 in Bildung, Teilhabe, Stadtentwicklung und demokratischer Arbeit. Dabei entwickelt sie nicht nur relevante Inhalte, sondern erzielt zugleich eine \u00fcberregionale Strahlkraft. Zahlreiche Initiativen und Projekte wurden mehrfach ausgezeichnet und generieren regelm\u00e4\u00dfig Drittmittel, die weit \u00fcber die st\u00e4dtischen Investitionen hinausgehen. Doch ohne angemessene strukturelle Unterst\u00fctzung wird dieses Potenzial nicht ausgesch\u00f6pft. Die bisher ausbleibende politische R\u00fcckendeckung verhindert notwendige Entwicklungen und schw\u00e4cht langfristig die Kulturlandschaft der Stadt.<\/p>\n<p><strong>UNSERE FORDERUNGEN: EIN KLARES ZEICHEN F\u00dcR DIE FREIE SZENE<\/strong><br \/>\nWir fordern die Stadt Wuppertal auf, der Freien Szene jetzt den R\u00fccken zu st\u00e4rken. Es braucht klare strukturelle Entscheidungen.<\/p>\n<p><strong>1. Planungssicherheit und Verl\u00e4sslichkeit<\/strong><\/p>\n<p>Fr\u00fchzeitige Kommunikation: Die Stadtverwaltung soll den institutionell gef\u00f6rderten Einrichtungen der Freien Szene bis sp\u00e4testens Anfang September 2025 mitteilen, mit welchen Zusch\u00fcssen sie im ersten Halbjahr 2026 rechnen k\u00f6nnen. Verbindliche Umsetzung der Empfehlungen: Wir erwarten, dass die kulturpolitischen Vertreterinnen und Vertreter in den Ratsfraktionen sich f\u00fcr die vollst\u00e4ndige Umsetzung der F\u00f6rderempfehlungen f\u00fcr die institutionelle F\u00f6rderung der Arbeitsgruppe Kultur sowie des Kulturausschusses einsetzen. Die beantragten Mittel sind nachweislich notwendig. Abweichungen gef\u00e4hrden den Fortbestand bestehender Strukturen \u2013 mit m\u00f6glichen Schlie\u00dfungen und Stellenverlusten. Stabilisierung der F\u00f6rderpraxis: Die allgemeine Projekt- und Jahresf\u00f6rderung des Kulturb\u00fcros muss gesichert und an steigende Antragszahlen sowie realistische Projektkosten angepasst werden.<\/p>\n<p><strong>2. Politische R\u00fcckendeckung und kulturpolitisches Bekenntnis<\/strong><br \/>\nKulturpolitische Haltung: Wir fordern ein klares, \u00f6ffentlich sichtbares Bekenntnis zur gesellschaftlichen Relevanz der Freien Kultur \u2013 insbesondere von den politischen Entscheidungstr\u00e4gerinnen und Entscheidungstr\u00e4ger vor der Kommunalwahl 2025. Gleichwertige Anerkennung: Die Freie Szene muss als elementarer Teil des st\u00e4dtischen Kulturangebots wahrgenommen und gef\u00f6rdert werden \u2013 gleichrangig mit anderen Kulturinstitutionen. Ziel ist keine Konkurrenz, sondern eine faire Verteilung und sichtbare Anerkennung der jeweiligen Rollen.Vermeidung struktureller Benachteiligung: Es darf nicht zu einseitigen K\u00fcrzungen bei der Freien Szene kommen. Wir fordern eine solidarische Kulturpolitik, die Vielfalt sichert.<\/p>\n<div id=\"attachment_42803\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1942px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-42803\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Gunda_Presse\u00a9Marc-Strunz-Michels-2.jpg\" alt=\"\" width=\"1932\" height=\"1933\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Gunda Gottschalk setzt sich auch f\u00fcr die Freie Kultur-Szene Wuppertal ein &#8211; \u00a9 Marc Strunz-Michels<\/span><\/div>\n<p><strong>3. Strukturelle Rahmenbedingungen und faire Arbeitsverh\u00e4ltnisse<\/strong><br \/>\nFaire Besch\u00e4ftigung: Es braucht verbindliche Schritte zur Umsetzung tarifnaher Bezahlung, fairer und langfristiger Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse sowie eines Inflationsausgleichs. Erhalt und Entwicklung von Produktionsr\u00e4umen: Die Stadt muss bestehende R\u00e4ume f\u00fcr freie Kulturarbeit erhalten und zus\u00e4tzliche nutzbare Infrastrukturen schaffen \u2013 r\u00e4umlich, personell und finanziell. Nur so bleibt Wuppertal als Standort f\u00fcr freie k\u00fcnstlerische Arbeit zukunftsf\u00e4hig.<\/p>\n<p><strong>KULTURELLE INFRASTRUKTUR ST\u00c4RKEN \u2013 DEMOKRATISCHE RESILIENZ SICHERN<\/strong><br \/>\nKulturelle Vielfalt braucht politische Klarheit. Die Freie Szene ist ein Reichtum, kein Risiko. Die Kommunalwahl 2025 kommt \u2013 nutzen Sie die verbleibende Zeit, um kulturpolitisch Haltung zu zeigen. Wir sind bereit, die Zukunft mitzugestalten. Aber wir brauchen eine Stadt, die mit uns geht \u2013 und das vorhandene Potenzial zu nutzen wei\u00df.<\/p>\n<p>\u201eGerade in Zeiten eines erstarkenden rechtsextremen Spektrums in Deutschland ist der Beitrag der Kultur zur St\u00e4rkung der Demokratie unverzichtbar. Wir brauchen R\u00e4ume f\u00fcr Diskurse, kritische Auseinandersetzungen, demokratische Prozesse und kulturelle Bildung. Besonders die Freie Kultur hat das Potenzial, vielf\u00e4ltige Communities zu erreichen und aktiv einzubeziehen. Unsere Gesellschaft kann es sich schlicht nicht leisten, an Kultur zu sparen.\u201c Dieses Zitat stammt aus dem Offenen Brief kommunaler Netzwerke der Freien Kultur.<\/p>\n<p>Es bringt unsere Haltung treffend auf den Punkt \u2013 und verweist zugleich auf bereits bestehende kulturpolitische Positionierungen, die wir ausdr\u00fccklich unterst\u00fctzen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Die Freie Kultur-Szene Wuppertal<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_38181\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 595px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-38181\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/b4ba34cb798f8c19d948a1148175f85f-2.jpg\" alt=\"\" width=\"585\" height=\"368\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der K\u00fcnstler Frank N alias Frank Niermann ist auch Unterzeichner &#8211; \u00a9 Frank N<\/span><\/div>\n<p><strong>Hier die Liste der bisherigen Unterzeichnerinnen und Unterzeichner:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Mitzeichnung-Offener-Brief-\u2013-Freie-Szene-Wuppertal-Antworten-Formularantworten-1.pdf\">Mitzeichnung Offener Brief \u2013 Freie Szene Wuppertal (Antworten) &#8211; Formularantworten 1<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die freie Kultur-Szene sorgt f\u00fcr rund 80 Prozent des bunten, breiten Kulturangebots der Stadt Wuppertal. Doch gerade ihr droht wegen Einsparungen in den Kultur-Etats von Land und Kommunen schmerzhafte Einbu\u00dfen. Alles begann mit einer lapidaren Erkl\u00e4rung aus dem St\u00e4dttischen Kulturb\u00fcro, &#8222;dass die kurzfristige Projektf\u00f6rderung von Summen bis 500 \u20ac vor\u00fcbergehend ausgesetzt werden m\u00fcsse&#8220;. Ein Satz mit Sprengstoff! <\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-85061","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-30 20:00:30","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85061","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=85061"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85061\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":85080,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/85061\/revisions\/85080"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=85061"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=85061"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=85061"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}