{"id":83920,"date":"2025-05-13T10:02:49","date_gmt":"2025-05-13T08:02:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=83920"},"modified":"2025-05-15T09:47:09","modified_gmt":"2025-05-15T07:47:09","slug":"uni-zeigt-ausstellung-durch-die-linse-von-kurt-keil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/05\/13\/uni-zeigt-ausstellung-durch-die-linse-von-kurt-keil\/","title":{"rendered":"Uni zeigt Ausstellung \u201eDurch die Linse von Kurt Keil\u201c"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_72179\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-72179 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/kurtkeilfoto1112-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1778\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der bekannte Wuppertaler Presse-Fotograf Kurt Keil (r.), der 2020 verstarb, mit dem ehemaligen IBF-Box-Weltmeister Arthur Abraham &#8211; \u00a9 Manfred Osenberg<\/span><\/div>\n<p>\u00dcber einen Zeitraum von knapp 50 Jahre fotografierte Kurt Keil (1940-2020) das Geschehen in Wuppertal. Die daraus resultierende Sammlung umfasst heute mehr als 500.000 Negative sowie zahllose Abz\u00fcge und Zeitungsausschnitte. Die Bilder zeigen sowohl besondere Ereignisse als auch Szenen aus dem allt\u00e4glichen Leben und aus der Stadtgeschichte Wuppertals. Im Jahr 2021 landete Keils Nachlass ins Universit\u00e4tsarchiv Wuppertal.<\/p>\n<p>Studierende der Bergischen Universit\u00e4t besch\u00e4ftigen sich seit dem Wintersemester 2023\/24 mit dieser Sammlung. In verschiedenen Lehrveranstaltungen lernen sie praxisorientiert das Erschlie\u00dfen solch umfangreichen Materials \u2013 vom ersten Sichten \u00fcber das Katalogisieren und Archivieren bis hin zum Kuratieren von Ausstellungen. Ziel ist, Studierende mit Archivarbeit und speziell der Arbeit mit und dem Erforschen von Fotomaterial vertraut zu machen.<\/p>\n<p>Die Ausstellung \u201eDurch die Linse von Kurt Keil. Revisiting Johannes Rau\u201c ist die erste in einer Reihe von vielen. Dabei wurden die Exponate schon einmal gezeigt: 1992 pr\u00e4sentierte Keil einen Teil seiner seit 1967 geschossenen Bilder in der Sparkasse Wuppertal. Unter neuen Gesichtspunkten werden die dort gezeigten Exponate nun neu zusammengestellt und pr\u00e4sentiert \u2013 eben\u00a0revisited (erneut besucht).<\/p>\n<div id=\"attachment_83921\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 612px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-83921 \" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/csm_Kurt_Keil_Sammlung_06f8d39a32.png\" alt=\"\" width=\"602\" height=\"496\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Studierende der Bergischen Universit\u00e4t besch\u00e4ftigen sich seit dem Wintersemester 2023\/24 mit dem Nachlass von Kurt Keil. Die Sammlung umfasst mehr als 500.000 Negative sowie zahllose Abz\u00fcge und Zeitungsausschnitte &#8211; \u00a9 Universit\u00e4tsarchiv<\/span><\/div>\n<p>Im Fokus der aktuellen Ausstellung steht Johannes Rau (1931-2006). Die meisten Wuppertaler kennen Johannes Rau \u2013 als Oberb\u00fcrgermeister, als Ministerpr\u00e4sident, als Bundespr\u00e4sidenten oder wegen seiner religi\u00f6sen \u00dcberzeugungen als \u201eBruder Johannes\u201c.<\/p>\n<p>Raus Spuren in Wuppertal sind bis heute an vielen Orten sichtbar. W\u00e4hrend seiner Amtszeit als Wissenschaftsminister des Landes NRW hat er 1972 unter anderem den Grundstein f\u00fcr den Bau der heutigen Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal gelegt. Johannes Raus Wirken in Wuppertal hielt Kurt Keil w\u00e4hrend seiner Karriere fotografisch fest.<\/p>\n<h4>Die Ausstellung<\/h4>\n<p>\u201eDurch die Linse von Kurt Keil. Revisiting Johannes Rau\u201c ist vom 21. Mai bis 11. Juli im Johannes-Rau-Zentrum auf dem Campus Freudenberg (Rainer-Gruenter-Stra\u00dfe 5, 42119 Wuppertal) zu sehen. \u00d6ffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.<\/p>\n<p>Die Ausstellung wurde kuratiert von den Studierenden Thea Schneider, Jako Pla\u00df, Philipp Roling, Pia Stoffels, Helene Hecker, Berfin Bayin, Jan Emmerich, Christos Rodouniklis und Barbara Brandau unter der Leitung von Dr. Carmen P\u00e9rez Gonz\u00e1lez, Lehrbeauftragte in der Wissenschafts- und Technikgeschichte.<\/p>\n<div id=\"attachment_72156\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 611px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-72156 \" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Auszug-Sammlung-Kurt-Keil-im-Uniarchiv.jpg\" alt=\"\" width=\"601\" height=\"451\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein Teil der Foto-Sammlung des verstorbenen Pressefotografen Kurt Keil im Archiv der Bergischen Universit\u00e4t &#8211; \u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Kurt Keil<\/h4>\n<p>Kurt Keile wurde 1940 im heutigen Tschechien geboren. 1949 zog er mit seiner Familie ins Ruhrgebiet. Im Alter von 15 Jahren begann er dort seine Ausbildung zum Installateur und kaufte sich noch w\u00e4hrend seiner Lehrzeit die erste Kamera. Seitdem widmete er sich als Autodidakt enthusiastisch dem Fotografieren.<\/p>\n<p>Ab 1963 arbeitete er zun\u00e4chst als freier Fotograf f\u00fcr die Ruhr Nachrichten und die (heutige) Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Als ihm dann vier Jahre sp\u00e4ter eine Festanstellung von der Westdeutschen Zeitung angeboten wurde, griff er zu und zog mit seiner Frau und den zwei T\u00f6chtern nach Wuppertal-Vohwinkel.<\/p>\n<div id=\"attachment_45675\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 611px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-45675\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Nordbahntrasse-KKfoto004-2.jpg\" alt=\"\" width=\"601\" height=\"591\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein Foto von Kurt Keil: Schwimm-Legende Peter Nocke (r.) mit Fu\u00dfball-Legende G\u00fcnter Pr\u00f6pper auf der Nordbahntrasse &#8211; \u00a9 Kurt Keil<\/span><\/div>\n<p>Von da an dokumentierte er das Wuppertaler Tagesgeschehen. Er begleitete beispielsweise 1972 die Jungfernfahrt der Schwebebahnwagen der Baureihe 72 und fotografierte 1987 die Einweihung der Unihalle. Aufnahmen von Menschen geh\u00f6rten zu Kurt Keils besonderen St\u00e4rken. Kurt Keil gelang es sogar, die kamerascheue Pina Bausch (1940-2009) mehrfach vor seine Linse zu bekommen.<\/p>\n<p>Keils besondere Liebe galt der Sportfotografie. So verfolgte er die Entwicklung des Wuppertaler SV \u00fcber die Jahre hinweg. Auch nach seinem Renteneintritt ging er seiner Passion weiter nach, verbrachte viel Zeit in verschiedenen Stadien und dokumentierte Sportveranstaltungen.<\/p>\n<p>Kurt Keil starb 2020 in Wuppertal. Bis kurz vor seinem Tod arbeitete er an weiteren B\u00fcchern und Projekten. Nachdem w\u00e4hrend des Hochwassers 2021 der Keller des Hauses der Familie Keil \u00fcberschwemmt wurde, fand seine fotografische Sammlung ihren Weg ins Universit\u00e4tsarchiv, wo sie aktuell wieder neu entdeckt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurt Keil war eine Legende in der Wuppertaler Medien-Landschaft. Studierende der Bergischen Universit\u00e4t erschlie\u00dfen seit 2023 den Nachlass des 2020 verstorbenen Pressefotografen. Erste Ergebnisse werden ab dem 21. Mai in einer Ausstellung pr\u00e4sentiert, um so die Forschung zur Stadtgeschichte der Wuppertaler \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich zu machen. Im Fokus steht der Politiker Johannes Rau.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-83920","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-31 11:11:22","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83920","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=83920"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83920\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83958,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83920\/revisions\/83958"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=83920"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=83920"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=83920"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}