{"id":83577,"date":"2025-05-09T09:01:49","date_gmt":"2025-05-09T07:01:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=83577"},"modified":"2025-05-13T09:06:42","modified_gmt":"2025-05-13T07:06:42","slug":"die-erfolgs-geschichte-eines-tuerkischen-gastarbeiters","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/05\/09\/die-erfolgs-geschichte-eines-tuerkischen-gastarbeiters\/","title":{"rendered":"Die Erfolgs-Geschichte eines t\u00fcrkischen Gastarbeiters"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_83579\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-83579 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/IMG_1044-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"2066\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Viele Wuppertaler kennen den sympathischen Tahsin Yalcinkaya (64) und sch\u00e4tzen seine freundliche Art &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Tahsin Yalcinkaya kam 1980 als 19j\u00e4hriger aus dem anatolischen Kaisserie nach Deutschland &#8211; vor immerhin 45 Jahren. In Remscheid begann er eine Lehre als Dreher und besuchte hier zun\u00e4chst die Berufsschule, 1984 wechselte er zur Firma Linde nach Schwelm, wo er zuletzt als Schichtleiter t\u00e4tig war, ehe er 1991 nach Barmen zur Stra\u00dfenreinigung (ESW) und schlie\u00dflich zur M\u00fcllabfuhr (AWG) stie\u00df.<\/p>\n<h4>\u201eEin bisschen T\u00fcrkei und ein bisschen hier\u201c<\/h4>\n<p>Und: Will er wieder zur\u00fcck in die alte Heimat, wo ihm inzwischen eine Eigentumswohnung geh\u00f6rt? \u201eWir m\u00f6chten ein bisschen T\u00fcrkei und bisschen hier\u201c, antwortete er schmunzelnd und liefert den Grund sogleich nach.<\/p>\n<div id=\"attachment_83580\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-83580 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/IMG_1030-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"583\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Tahsin Yalcinkaya war immer hilfsbereit und packte mit an &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Tahsin Yalcinkaya hat sich mit seiner Familie hier etabliert, ist verheiratet, hat eine Tochter Jahrgang 87 und zwei S\u00f6hne, 36 und 25 j\u00e4hrig. Nicht ohne Stolz berichtet er von deren Ausbildungen in Studieng\u00e4ngen Wirtschaft, Arbeitsrecht und einer Meisterschule.<\/p>\n<h4>Dankbar auf ein gl\u00fcckliche Zeit<\/h4>\n<p>Aber der Hauptgrund Wuppertal nie ganz zu verlassen, sind die vier Enkelkinder, von denen hier eines noch im Kindergarten und drei in der Schule sind. \u201eDie w\u00fcrde meine Frau niemals verlassen wollen\u201c, strahlt er. R\u00fcckblickend blicke er dankbar auf ein gl\u00fcckliche Zeit in Deutschland, wo er nicht nur Arbeit und Ausbildung f\u00fcr seine Kinder, sondern auch viele Freunde gefunden habe. Eine Ausgrenzung als Ausl\u00e4nder oder gar Rassismus habe er hier nie erlebt.<\/p>\n<div id=\"attachment_83581\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-83581 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/IMG_1035-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"492\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Tahsin Yalcinkaya liebte seinen Job als Vorarbeiter auf dem Recyclinghof Korzert &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<h4>Faszination f\u00fcr alte Uhren aus dem M\u00fcll<\/h4>\n<p>Zu Tahsin Yalcinkayas Passionen geh\u00f6rt inzwischen auch die\u00a0 Faszination f\u00fcr alte Uhren. Eine au\u00dfergew\u00f6hnlich Sammlung von etwa 100 \u201eChronometern\u201c aus dem Fundus des M\u00fcllabfalles, die er selbst reparierte und vor der Vernichtung bewahrte, schm\u00fcckten einst die W\u00e4nde seines Containerb\u00fcros, bevor ihm dies wohl aus rechtlichen Gr\u00fcnden untersagt wurde.<\/p>\n<p>Es ist erstaunlich, was Leute alles so entsorgen, schmunzelte der f\u00fcr seine Kundenfreundlichkeit bekannte Sammler, in einem Bericht der \u201eStadtzeitung\u201c, den wir vor einigen Jahren gebracht hatten.<\/p>\n<div id=\"attachment_83583\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-83583 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/IMG_1049-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"560\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Tahsin Yalcinkaya (M) verabschiedet sich von den Arbeitskollegen, die ihn sicher vermissen werden &#8211; und umgekehrt &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Jetzt geht es f\u00fcr ihn erst einmal bis August in Urlaub und in die T\u00fcrkei. Sein Nachfolger J\u00fcrgen Hapel als Vorarbeiter im Korzerter Recyclinghof\u00a0 lobt die gute famili\u00e4re Atmosph\u00e4re und verspricht seinen Kunden, das es an dem gewohnten hohen Standards am Cronenberger Recyclinghof nichts \u00e4ndern soll.<\/p>\n<p><b>Text: Siegfried J\u00e4hne<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er war einer von \u00fcber 900.000 t\u00fcrkischen Gastarbeitern, die seit 1961 nach Deutschland kamen. Man kennt Tahsin Yalcinkaya (64) vom Wuppertaler AWG Recyclinghof Korzert, wo er von 2012 bis Ende April,\u00a0 zuletzt als Vorarbeiter t\u00e4tig war. Ende April ging das sympathische Gesicht vom Cronenberger Korzert in den Ruhestand.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-83577","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wuppertal"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-06-09 09:34:57","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=83577"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83577\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83586,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83577\/revisions\/83586"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=83577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=83577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=83577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}