{"id":83136,"date":"2025-04-19T12:21:09","date_gmt":"2025-04-19T10:21:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=83136"},"modified":"2025-04-22T08:52:33","modified_gmt":"2025-04-22T06:52:33","slug":"wuppertaler-polizei-erfolgreich-gegen-die-cyber-kriminalitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/04\/19\/wuppertaler-polizei-erfolgreich-gegen-die-cyber-kriminalitaet\/","title":{"rendered":"Wuppertaler Polizei erfolgreich\u00a0gegen die Cyber-Kriminalit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_83139\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1208px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-83139 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/cybercrime-8878479_1280.png\" alt=\"\" width=\"1198\" height=\"717\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Cyber-Kriminalit\u00e4t nimmt \u00dcberhand. Man sollte bei Internet-Gesch\u00e4ften ganz genau hinschauen. \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Ein 50-j\u00e4hriger chinesischer Staatsb\u00fcrger wurde festgenommen, der im Verdacht steht, bei einem professionell betriebenen Anlagebetrug mitgewirkt zu haben. Der Festnahme vorausgegangen war die Anzeigenerstattung eines 46-j\u00e4hrigen Wuppertalers. Dieser gab an, seit Ende des vergangenen Jahres Opfer eines Betruges geworden zu sein. \u00dcber Instagram sei er auf eine Online-Plattform namens \u201eSnutx\u201c aufmerksam geworden, die suggerierte, mit einem geringen Startkapital gro\u00dfe Gewinne erzielen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4>Gewinne nur vorget\u00e4uscht<\/h4>\n<p>Der Gesch\u00e4digte \u00fcberwies zun\u00e4chst 500 Euro auf ein Konto in Italien, woraufhin ihm angeblich erwirtschaftete Gewinne mitgeteilt wurden. In der Folgezeit wurde er mehrfach \u00fcber einen Messenger-Dienst aufgefordert, noch weitere Gelder zu investieren. Hierzu sollte er Beauftragten der angeblichen Online-B\u00f6rse erhebliche Bargeldsummen \u00fcbergeben. In dem Glauben, eine gewinntr\u00e4chtige Geldanlage zu t\u00e4tigen, \u00fcbergab er im Dezember 2024 20.000 Euro und im Januar 2025 weitere 30.000 Euro an als Geldboten erscheinende Personen. Schlie\u00dflich wurde er doch misstrauisch und informierte die Polizei.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_83140\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1290px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-83140 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/hacker-4867349_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"800\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Kriminelle Hacker versuchen, mit Betrug das schnelle Geld zu verdienen &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Als er eine weitere Einzahlung in H\u00f6he von 30.000 Euro t\u00e4tigen sollte, erfolgte der Zugriff der Ermittler. Der als angeblicher Geldbote erscheinende Beschuldigte wurde vorl\u00e4ufig festgenommen.<\/p>\n<h4>\u201eDa sollte sich niemand in Sicherheit wiegen\u201c<\/h4>\n<p>Ermittlungen des Fachkommissariats ergaben den Verdacht, dass der Beschuldigte bei den Taten einer weltweit agierenden Bande mitgewirkt haben und mutma\u00dflich im gesamten Bundesgebiet t\u00e4tig gewesen sein d\u00fcrfte. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Tatverd\u00e4chtige am 22. Februar 2025 einem Haftrichter vorgef\u00fchrt, welcher antragsgem\u00e4\u00df Haftbefehl gegen ihn erlie\u00df.<\/p>\n<p>Im Zuge der Ermittlungen und durch Auswertung von Daten und Indizien konnten dem Chinesen inzwischen weitere Taten nachgewiesen werden.\u00a0 Allein zwischen Mitte Januar und Mitte Februar hat er &#8211; so die Kripo &#8211; 265.000 \u20ac bei verschiedenen Gesch\u00e4digten in NRW in bar abgeholt. Dazu w\u00e4ren noch die 30.000 \u20ac gekommen, die er erhalten h\u00e4tte, w\u00e4re er nicht bei der \u00dcbergabe festgenommen worden. Ein sehr eintr\u00e4gliches, lukratives\u00a0 Gesch\u00e4ft also f\u00fcr die Internet-Betr\u00fcger!<\/p>\n<p>Welche Bedeutung hat dieser Fahndungserfolg?\u00a0 Ungeachtet der Tatsache, dass der Tatverd\u00e4chtige aus dem Verkehr gezogen werden konnte, landete auf dem Schreibtisch der Wuppertaler Kripo nur wenige Tage sp\u00e4ter ein \u00e4hnlicher, gleich gelagerter Fall.<\/p>\n<div id=\"attachment_83141\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1290px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-83141 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/ai-generated-8291000_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"854\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Im Darknet lauern gro\u00dfe Gefahren &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>F\u00fcr den Unbeteiligten stellt sich in diesen F\u00e4llen schnell die Frage, wie man als Gesch\u00e4digter so gutgl\u00e4ubig handeln konnte. Doch die erfahrenen Wuppertaler Kriminalisten warnen vor derlei Vorurteilen. Ein Sprecher: \u201eDie Verbrecher arbeiten mit immer wieder neuen, unglaublich raffinierten psychologischen Tricks und nutzen oft gezielt erkannte oder vermeintliche Schw\u00e4chen ihrer Opfer aus. Da sollte sich niemand in Sicherheit wiegen.\u201c<\/p>\n<h4>Stra\u00dfenkriminalit\u00e4t geht zur\u00fcck<\/h4>\n<p>Tats\u00e4chlich geht in Deutschland die Stra\u00dfenkriminalit\u00e4t inzwischen zur\u00fcck, daf\u00fcr steigt aber die Zahl der Betrugsdelikte, die mittlerweile haupts\u00e4chlich im Internet stattfinden. In einigen F\u00e4llen sind bei \u00dcberweisungs-Aufforderungen, die auf den ersten Blick v\u00f6llig korrekt erscheinen, nur die Konto-Nummern leicht ge\u00e4ndert. Auf diesem Weg landen die \u00dcberweisungssummen zun\u00e4chst meist v\u00f6llig unbemerkt auf einem Konto der Online-Betr\u00fcger.<\/p>\n<div id=\"attachment_83142\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1290px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-83142 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/crime-4512294_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"853\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Leider landen noch viel zu wenig Internet-Betr\u00fcger hinter Schloss und Riegel &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Sogenannte Phishing-Mails werden millionenfach versendet und landen beinahe t\u00e4glich in den elektronischen Briefk\u00e4sten. Phishing (ausgesprochen: \u201efishing\u201c) ist ein Angriff, bei dem versucht wird, Geld oder Identit\u00e4ten zu stehlen, indem man dazu gebracht werden soll, pers\u00f6nliche Informationen \u2013 wie Kreditkartennummern, Bankdaten oder Passw\u00f6rter \u2013 auf Websites preiszugeben, die mit gef\u00e4lschten, t\u00e4uschend echten Anfragen vorgeben, legitim zu sein.<\/p>\n<h4>Schwere Schicksalsschl\u00e4ge an der Tagesordnung<\/h4>\n<p>Die Praktiken der Kriminellen sind heute sehr vielschichtig. Zum Alltag geh\u00f6ren z.B. auch\u201c Love-Scamming\u201c, eine moderne Form des Heiratsschwindels. Oder schlicht falsche Angebote im Immobilien- oder Reisemarkt, um nur einige zu nennen. Manchmal gen\u00fcge ein einfaches \u201eJa\u201c am Telefon und schon k\u00f6nnen Cyber-Kriminelle daraus mit den heutigen technischen M\u00f6glichkeiten einen Kaufvertrag basteln, aus dem die Gesch\u00e4digten dann nicht so schnell wieder herauskommen.\u00a0 Die Sachbearbeiter berichten von schweren Schicksalsschl\u00e4gen f\u00fcr ganze Familien, wenn n\u00e4mlich \u00fcber Jahre hart Erspartes in wenigen Sekunden f\u00fcr immer weg ist.<\/p>\n<p>Dabei gewinnt man den Eindruck, dass diesem Ph\u00e4nomen in Deutschland beh\u00f6rdlicherseits bislang zu wenig entgegengesetzt wird, weil man das Selbstverschulden im Vordergrund sieht.<\/p>\n<p><strong>Text: Siegfried J\u00e4hne<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_83146\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1290px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-83146 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/police-4408788_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"853\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Bei der Polizei gehen immer mehr Anzeigen wegen Cyberkriminalit\u00e4t ein &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<h4>Die Polizei r\u00e4t:<\/h4>\n<p>Beim Kapitalanlagebetrug handelt es sich um das derzeit geh\u00e4uft auftretende Ph\u00e4nomen des \u201eCybertrading\u201c, bei welchem die T\u00e4ter vorgeben, das Geld ihrer Opfer in ertragreiche Kapitalanlagen zu investieren. Dies geschieht in Wirklichkeit jedoch nie. Statt Gewinne zur\u00fcckzuzahlen, zielen die T\u00e4ter allein darauf ab, m\u00f6glichst viel Geld von den Gesch\u00e4digten zu ergaunern. Diesbez\u00fcglich arbeiten die weltweit organisierten T\u00e4tergruppierungen mit einer hohen kriminellen Energie und erscheinen demnach zun\u00e4chst glaubw\u00fcrdig und sind in ihren Vorgehensweisen sehr erfinderisch und \u00fcberzeugend.<\/p>\n<p>Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, Geld \u00fcber eine Internet- oder Crypto-Plattform zu investieren, informieren Sie sich vorher ausgiebig, ob es sich um eine vertrauensw\u00fcrdige Plattform handelt. Hier helfen zum Beispiel der Internetauftritt der BaFin (<a href=\"https:\/\/urldefense.com\/v3\/__http:\/www.bafin.de\/__;!!CDEAlwT0NrXt4OelCOfxs2xJ_dQ7U9AwkbIcE2Y3!taqBhtqGmAhgxU7NTBEzeTcnnc2JhIErPaNIxQ17ifIGLWJC13l53keUxtjPPvmOMVKJ3KRPbxgjHQu_Iy44BquOsA$\">www.bafin.de [bafin.de]<\/a> &lt;<a href=\"https:\/\/urldefense.com\/v3\/__http:\/www.bafin.de\/__;!!CDEAlwT0NrXt4OelCOfxs2xJ_dQ7U9AwkbIcE2Y3!taqBhtqGmAhgxU7NTBEzeTcnnc2JhIErPaNIxQ17ifIGLWJC13l53keUxtjPPvmOMVKJ3KRPbxgjHQu_Iy44BquOsA$\">http:\/\/www.bafin.de [bafin.de]<\/a>&gt; ), aber auch allgemeine eigene Recherchen im Internet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es vergeht kaum ein Tag, an dem auf den Schreibtischen der Wuppertaler Polizei keine Betrugs-Anzeige von Opfern der Online-Plattformen eingehen. Da diese Kriminellen oft international h\u00f6chst professionell arbeiten, ist die Verfolgung und Aufkl\u00e4rung meist sehr problematisch. Umso erstaunlicher, dass es der Wuppertaler Polizei in den letzten Wochen gelungen ist, einen solchen T\u00e4ter bei der Geldabholung\u00a0auf frischer Tat zu ertappen.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-83136","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wuppertal"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-07 04:08:04","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83136","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=83136"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83136\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83222,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/83136\/revisions\/83222"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=83136"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=83136"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=83136"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}