{"id":82270,"date":"2025-03-13T13:09:53","date_gmt":"2025-03-13T12:09:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=82270"},"modified":"2025-03-13T20:10:10","modified_gmt":"2025-03-13T19:10:10","slug":"else-lasker-schueler-kehrt-nach-amsterdam-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/03\/13\/else-lasker-schueler-kehrt-nach-amsterdam-zurueck\/","title":{"rendered":"Else Lasker-Sch\u00fcler kehrt nach Amsterdam zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_82279\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 810px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-82279\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/c6b276563aeea1c333f74a71794f6a96-2-1.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"520\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Hajo Jahn, der bekannte Wuppertaler TV- und Rundfunk-Journalist sowie Vorsitzender der Else-Lasker-Sch\u00fcler-Gesellschaft- \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>In den Niederlanden sind eine Ausstellung ihrer Bilder vorgesehen und Vertonungen ihrer Gedichte, komponiert von den deutschen Komponisten James Simon und Wilhelm Rettich im Amsterdamer Exil.<\/p>\n<p>Doch es gibt noch weitere Verbindungen der Dichterin zu den Niederlanden, wo 1934 ihr Exil-Gedicht \u201cDie Verscheuchte\u201d erstmals ver\u00f6ffentlicht wurde. Mit Nikolaas Johannes Beversen hatte sie einen Briefpartner in Arnheim, den sie ihren K\u00f6nig in Holland nannte.<\/p>\n<p>Deshalb auch lautet der Titel des \u201csilbernen\u201d Forums: \u201cPrinz Jussuf hatte einen K\u00f6nig in Holland\u201d. Das erste ELS-Forum \u201cDer blaue Jaguar\u201d fand 1993 in Wuppertal statt. Es folgten weitere Foren u.a. in Jerusalem, Z\u00fcrich, Wien, Prag, Preslau, Ascona und Sanary-sur-Mer &#8211; alles Orte, die direkt oder indirekt mit der deutschen j\u00fcngsten Geschichte verbunden sind.<\/p>\n<div id=\"attachment_82273\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-82273 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Magazincover_Idee_B.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"803\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Plakat zum Else-Lasker-Sch\u00fcler-Forum in Amsterdam (Niederlande) &#8211; \u00a9 ELS<\/span><\/div>\n<p>Die Wehrmacht war am 15. Mai 1945 in die Niederlande einmarschiert. Die Besatzung dauerte bis zum 5. Mai 1945. Dabei starben rund 280.000 Niederl\u00e4nder und 107.0000 Juden wurden deportiert. Nur 5.000 davon \u00fcberlebten. Auch deshalb hat die ELS-Gesellschaft dem Forum ein Motto gegeben: \u201cAufarbeitung. Ann\u00e4herung. Nachbarschaft\u201d.<\/p>\n<p>Dr. Antonius Weixler, Lehrkraft an der bergischen Universit\u00e4t, f\u00fchrt ab 7. April ein Seminar durch \u00fcber \u201cPop\/Musik als Pop\/Litetatur. Zu Vertonungen von Else Lasker-Sch\u00fclers-Lyrik\u201d. Das ist ebenfalls das Thema seines Vortrags in der Stadtbibliothek Amsterdam. Zu diesem Forum hat die Else Lasker-Sch\u00fcler-Gesellschaft auch 20 seiner Wuppertaler Studenten nach Holland eingeladen.<\/p>\n<p>Inzwischen haben sich bereits rund 70 Teilnehmer zum Forum angemeldet,\u00a0 dessen Schirmherr Nordrhein-Westfalens Ministerpr\u00e4sident Hendrik W\u00fcst ist. Denn das Forum findet aus mehrfachem Gedenkanlass statt, erkl\u00e4rt Hajo Jahn, der Vorsitzende der ELS-Gesellschaft: \u201cEs ist das 80. Jahr nach der Befreiung der Niederlande von der deutschen Besatzung und das 80. Todesjahr von Anne Frank und Else Lasker-Sch\u00fcler.\u201d<\/p>\n<div id=\"attachment_82274\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-82274 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Der-Schellentaenzer.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"762\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ist in der Ausstellung zu sehen: Die Zeichnung &#8222;Der Schellent\u00e4nzer&#8220; von Else Lasker-Sch\u00fcler &#8211; \u00a9 ELS<\/span><\/div>\n<p>Die beiden J\u00fcdinnen vereint der Wuppertaler Autor Heiner Bontrup in dem Theaterst\u00fcck \u201dSchreiben um zu leben\u201d, das als szenische Lesung in Amsterdam mit von Herbert Mitschke vertonten ELS-Gedichten uraufgef\u00fchrt wird. In niederl\u00e4ndischer Sprache, weil Anne Frank ihr Tagebuch auf Holl\u00e4ndisch geschrieben hat.<\/p>\n<p>Das Forum wartet in Deutsch mit interessanten Vortr\u00e4gen auf sowie mit zwei Kabarettprogrammen: eines zur Klimaver\u00e4nderung mit Patrick Nederkoorn und eines \u00fcber die Kabarettisten der Weimarer Republik, bewahrt und vorgetragen vom niederl\u00e4ndischen Entertainer Robert Kreis. Es folgt eine Lesung des niederl\u00e4ndischen Autors Cherry Duyns aus seinem auf Deutsch erschienenen Roman \u201cAbschied\u201d. Er ist der Sohn eines niederl\u00e4ndischen Zwangsarbeiters und einer Elberfelder Mutter.<\/p>\n<p>Finanziert wird das Forum u.a. von der Bethe-Stiftung. Sie vedoppelt den Betrag von 4.000 Euro, wenn diese Summe durch Spenden auf das ELSG-Konto DE03 3305 0000 0000 9687 68 zustrande kommt. Spender sind gebeten, dabei den Hinweis \u201cSpendenverdoppleung Bethe-Stiftung\u201d nicht zu vergessen.<\/p>\n<p>Kooperationspartner der Else Lasker-Sch\u00fcler-Gesellschaft sind neben der OBA das Goethe-Institut Amsterdam und die Stadtbibliothek Wuppertal. Mitwirkende sind niederl\u00e4ndische und deutsche K\u00fcnstler, Autoren und Musiker wie der auch in Wuppertal bekannte Jazzpianist Jasper van\u2019t Hof und die Antisemitismusbeauftragte der EU, Dr. Katharina von Schnurbein.<\/p>\n<div id=\"attachment_82275\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-82275 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Eigentum-Nicodemus.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"1007\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Wird auch in der Ausstellung gezeigt: Die Zeichnung &#8222;Eigentum &#8211; Nicodemus&#8220; von Else Lasker-Sch\u00fcler &#8211; \u00a9 ELS<\/span><\/div>\n<p>Der Eintritt ist frei. Auch gibt es noch gen\u00fcgend Pl\u00e4tze. Interessenten melden sich bitte per Mail: <a href=\"mailto:vorstand@else-lasker-schueler-gesellschaft.de\">vorstand@else-lasker-schueler-gesellschaft.de<\/a>, wo auch das Programm angefordert werden kann.<\/p>\n<p>Gef\u00f6rdert von: Stiftung Bethe, K\u00f6ln; Arbeitsgemeinschaft Literarischer Verb\u00e4nde und Gedenkst\u00e4tten\u00a0 aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr Kultur und Medien (ALG); Bezirksregierung D\u00fcsseldorf, der Liebelt-Stiftung, Hamburg; Martina Steimer und B\u00fcrger f\u00fcr Kultur gGmbH, Wuppertal; Veit Feger, Ehingen; Stiftung Kalkwerke Oetelshofen, Wuppertal.<\/p>\n<p><strong>Link zur Webseite der Else-Lasker-Sch\u00fcler-Gesellschaft (ELS):<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.else-lasker-Schueler-gesellschaft.de\">http:\/\/www.else-lasker-Schueler-gesellschaft.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im November 1928 war Else Lasker-Sch\u00fcler zu Dichterlesungen in Den Haag und Amsterdam eingeladen. Jetzt kehrt sie symbolisch in die niederl\u00e4ndische Hauptstadt zur\u00fcck: Mit dem inzwischen bereits 25. Else Lasker-Sch\u00fcler-Forum, das vom 8. \u2013 11. Mai 2025 in der OBA stattfindet, der Stadtbibliothek von Amsterdam.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-82270","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-09 09:59:42","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82270","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=82270"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82270\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82284,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/82270\/revisions\/82284"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=82270"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=82270"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=82270"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}