{"id":81764,"date":"2025-02-16T10:59:38","date_gmt":"2025-02-16T09:59:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=81764"},"modified":"2025-02-25T11:14:05","modified_gmt":"2025-02-25T10:14:05","slug":"neue-und-alte-ideen-fuer-das-unmoderne-stadion-am-zoo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/02\/16\/neue-und-alte-ideen-fuer-das-unmoderne-stadion-am-zoo\/","title":{"rendered":"Neue und alte Ideen f\u00fcr das unmoderne Stadion am Zoo"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_81767\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-81767 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_1963-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das ehrw\u00fcrdige Stadion am Zoo, eine Fu\u00dfball-Arena, die nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df ist &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Jetzt teilte der eigens mit diesem Ziel 2009 gegr\u00fcndete Verein \u201eEin Dach f\u00fcr die Nord e.V.\u201c mit, dass man schon kurz vor der Vereins-Aufl\u00f6sung stand, jetzt aber ohne Namens\u00e4nderung mit ver\u00e4nderter Zielsetzung weiter mache.<\/p>\n<p>Zu den neuen Zielen geh\u00f6rt die \u201eVerbesserung des Images der Stadt Wuppertal im Bergischen Land sowie die Unterst\u00fctzung von Sportvereinen und Randsportarten.\u201c Das Dach f\u00fcr die Nord-Trib\u00fcne spielt f\u00fcr den Verein nur noch eine untergeordnete Rolle. Es ist der (Teil-)Abschied von einer bemerkenswerten Idee, die wohl in ihrer zeitliche Abfolge nicht ganz zuf\u00e4llig sein d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Die \u00dcberdachung der Nordtrib\u00fcne w\u00e4re die konsequente Weiterentwicklung f\u00fcr eine zeitgem\u00e4\u00dfe Wuppertaler Sportst\u00e4tte, die einst vom damaligem Oberb\u00fcrgermeister Peter Jung ausdr\u00fccklich gutgehei\u00dfen wurde. Unter modernen Gesichtspunkten m\u00fcsste eine Sport-Arena heute tats\u00e4chlich zu zwei Drittel \u00fcberdacht sein, im Stadion am Zoo sind es gerade einmal ein Viertel. Die Stadt Wuppertal sieht sich indessen nicht im Zugzwang, erst recht nicht unter den gegebenen Bedingungen.<\/p>\n<h4>\u201eEin Dach f\u00fcr die Nord e.V.\u201c \u00e4ndert Zielsetzung<\/h4>\n<p>Wuppertals Sportamtsleiterin Alexandra Szlagowski erkl\u00e4rt: \u201eSo gut wie der Gedanke auch ist, hierf\u00fcr sehe ich aktuell keinen Etat und auch keinen politischen Willen. Au\u00dferdem sei die Stadt schon in Vorleistung und habe zuletzt mit der Erneuerung der Spielfl\u00e4che und aktuell mit der Erneuerung der Toiletten-Anlagen im Stadion bereits viel investiert\u201c. Im \u00fcbrigen sei bei ihr mit dieser Thematik auch noch niemand vom Verein \u201eDach f\u00fcr die Nord\u201c vorstellig geworden.<\/p>\n<div id=\"attachment_51271\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 595px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-51271\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/IMG_9789-2.jpg\" alt=\"\" width=\"585\" height=\"433\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Sportamtsleiterin Alexandra Szlagowski &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Nicht uninteressant sind die handelnden Personen des Vereins: Vorsitzender ist Stefan Schey, 2. Vorsitzender Jens Himmelreich. Dem Vorstand geh\u00f6ren daneben Jens R\u00f6misch und Melanie Drees an. Melanie Drees war von Februar 2019 bis 30.06.2021 Finanzvorstand des WSV und f\u00fchrte diesen erfolgreich durch die Insolvenz.<\/p>\n<p>Mitbegr\u00fcnder Stefan Schey hatte sich auch lange um die Frauen-Abteilung und den Fan-Shop gek\u00fcmmert, trat aber vor einem Jahr zur\u00fcck. Jens Himmelreich geh\u00f6rte bis zu seinem R\u00fccktritt 2015 dem WSV-Verwaltungsrat an. Der Verein soll inzwischen mehr als 100.000 Euro f\u00fcr das Stadiondach eingesammelt haben, ger\u00e4t wegen angeblich fehlender Transparenz aber schon in die Kritik.<\/p>\n<h4>Wilfried Penners Traum von einer Stadion-\u00dcberdachung<\/h4>\n<p>Der Traum von einem zeitgem\u00e4\u00dfen Wuppertaler Stadion war bereits in der Vergangenheit mehrfach Thema. Bei den \u201eWuppertaler Sportgespr\u00e4chen\u201c der AOK hatte der damalige SPD-Bundestagsabgeordnete und Staatssekret\u00e4r unter Bundeskanzler Helmut Schmidt, Dr. Wilfried Penner, schon in den 1980ger Jahren die Idee einer totalen \u00dcberdachung nach dem Vorbilder der heutigen Schalker Veltins Arena erstmals ins Gespr\u00e4ch gebracht.<\/p>\n<p>2017 war es der Wuppertaler Investor Thilo K\u00fcpper, der unter dem Titel \u201eVision 2020\u201c seine Pl\u00e4ne f\u00fcr das Stadion am Zoo pr\u00e4sentierte und von einem \u201eSchmuckk\u00e4stchen\u201c f\u00fcr 18 Mio. Euro sprach. Es war die Weiterentwicklung eines Konzeptes des st\u00e4dtischen Geb\u00e4udemanagements unter Federf\u00fchrung von Hans-Uwe Flunkert aus dem Jahr 2005 und sollte zu einem der \u201esch\u00f6nsten Stadien Deutschlands\u201c f\u00fchren.<\/p>\n<div id=\"attachment_81768\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-81768 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_3801-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1920\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Eine Choregografie im Stadion am Zoo &#8211; zuletzt verloren sich dort bei WSV-Spielen oft weniger als 2.000 Zuschauer &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>400 geladenen Zuh\u00f6rer lauschten im Barmer Bahnhof dem den Worten des Bauunternehmers, bei dem auch \u00fcber \u00e4hnliche nicht verwirklichte gro\u00dfe Pl\u00e4ne von Friedhelm Runge zum Ausbau der Gegengrade die Rede war. Geworden ist indessen aus all diesen Pl\u00e4nen nie etwas!<\/p>\n<p>Wie es anders gehen kann, zeigte man in D\u00fcsseldorf, wo das Rheinstadion anl\u00e4sslich der Fu\u00dfball WM 1974 zun\u00e4chst f\u00fcr 46 Mio. DM umgebaut und modernisiert wurde, bis es dann im Herbst 2002 gesprengt und abgerissen wurde. An gleicher Stelle entstand zwischen 2002 und 2004, rechtzeitig zur Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft 2006, anstelle des bis dahin bestehenden Rheinstadion die heutige \u201eMerkur Spiel-Arena\u201c mit verschlie\u00dfbarem Dach und einem Fassungsverm\u00f6gen von \u00fcber 54.600 Zuschauern.<\/p>\n<p>Eine Besonderheit ist die Stadionheizung. Mit einer Luftheizung, Gasstrahlern und einer Fu\u00dfbodenheizung wird der Innenraum im Winter auf mindestens 15 \u00b0C erw\u00e4rmt. Auch angesichts \u00e4hnlicher, wenn auch nicht ganz so opulenter Entwicklungen anderorts, muss man schlussendlich nicht lange dar\u00fcber nachdenken, warum sich der Profi-Fu\u00dfball in Wuppertal in der Zwischenzeit \u00fcberwiegend nur noch in eine Richtung entwickeln konnte, n\u00e4mlich nach unten.<\/p>\n<h4>Verm\u00e4chtnis von Friedhelm Runge<\/h4>\n<p>Bei n\u00fcchterner Betrachtung d\u00fcrfte sich hieran solange nichts \u00e4ndern, wie keine neuen Geldquellen erschlossen sind, decken doch die aktuellen Zuschauer-Einnahmen kaum noch die nicht unerheblichen Kosten. Wenn unsere Informationen stimmen, wird die Geldquelle \u201eEMKA\u201c k\u00fcnftig noch mehr versiegen. Entgegen anderen Verlautbarungen sind die Vorstellungen der Firma \u201eEMKA\u201c und deren jetzigen Inhabern nach unserem Informationsstand mit den W\u00fcnschen des WSV wohl nicht mehr ganz kompatibel.<\/p>\n<div id=\"attachment_80029\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80029 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/cropped-cropped-runge3.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"341\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Friedhelm Runge, der im November 2024 verstorbene M\u00e4zen und Ex-Pr\u00e4sident des Wuppertaler SV &#8211; \u00a9 Archivfoto Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Zwar steht nach wie vor eine sechsstellige Summe als Unterst\u00fctzung im Raum, doch w\u00e4re sie gemessen an den bisherigen Zahlungen erheblich reduziert. Es gibt hier aber so etwas wie eine \u201eNachrichtensperre\u201c. Laut WSV-Vorstand Marwin Klotzklowski laufen die Gespr\u00e4che indessen noch. Vielleicht erinnert man sich hier doch noch einmal an das Verm\u00e4chtnis von Friedhelm Runge.<\/p>\n<h4>Neuer Stadion-Name ein Ausweg?<\/h4>\n<p>An Ideen und auch an Aktivit\u00e4ten des Vereins fehlt es nicht. Da ist die neue LED-Bande ein gutes Beispiel, stellt sie doch eine ganz neue Einnahme-Quelle dar. Vielleicht greift auch eine Idee aus Kreisen des WSV, dem Stadion am Zoo nach dem Vorbild anderer Sport-Arenen einen neuen Namen zu geben, den eines Sponsors, etwa nach den Mustern des Dortmunder \u201eSignal Iduna Park\u201c, der Gelsenkirchener Veltins-Arena, der M\u00fcnchener Allianz-Arena oder vieler anderer Stadien.<\/p>\n<p>So k\u00f6nnte auch das traditionsreiche Zoo-Stadion, etwa mit einem der zahlreichen Bergischen oder Wuppertaler Weltmarktf\u00fchrer, nicht zuletzt zum Wohle des WSV, vermarktet werden. \u201eDar\u00fcber m\u00fc\u00dfte der Stadtrat entscheiden. Ich denke, wir w\u00fcrden uns nicht in den Weg stellen, wenn da ein anderer Name prangen sollte.\u201c erkl\u00e4rte uns Sportamts-Leiterin Alexandra Szlagowski. Und augenzwinkernd f\u00fcgte sie hinzu: \u201eDas haben wir bei der \u201eHeinz-Schwaffertz-Arena\u201c in Sudberg auch nicht getan\u201c.<\/p>\n<p><b>Text: Siegfried J\u00e4hne<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDamit die treuesten Fans des Vereins nicht weiterhin buchst\u00e4blich im Regen stehen m\u00fcssen, w\u00e4re ich gern bereit, jede Initiativen in dieser Richtung zu f\u00f6rdern\u201c. Das sagte uns der im November verstorbene M\u00e4zen und ehemalige WSV-Pr\u00e4sident Friedhelm Runge vor 18 Monaten zu den \u00dcberlegungen, die Nord-Trib\u00fcne im Stadion am Zoo zu \u00fcberdachen.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-81764","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-14 15:08:08","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81764","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=81764"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81764\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81771,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81764\/revisions\/81771"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=81764"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=81764"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=81764"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}