{"id":81649,"date":"2025-02-13T09:42:13","date_gmt":"2025-02-13T08:42:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=81649"},"modified":"2025-02-13T10:47:40","modified_gmt":"2025-02-13T09:47:40","slug":"herbert-bungard-zwei-meter-mann-chemiewerker-kuenstler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/02\/13\/herbert-bungard-zwei-meter-mann-chemiewerker-kuenstler\/","title":{"rendered":"Herbert Bungard: Zwei-Meter-Mann, Chemiewerker &#038; K\u00fcnstler"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_81654\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 760px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-81654\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/da47881ccc3962658a2567f9216356f4-2.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"502\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Von der Heydt-Museum beherbergt Herbert Bungards Kunst-Objekt &#8222;Jahresstangen&#8220; &#8211; \u00a9 Paul Coon<\/span><\/div>\n<p>Manche Protagonisten kennt man gut, andere weniger. Ob bekannt oder weniger bekannt: Wer ihre Portraits liest, m\u00f6chte vermutlich die eine oder den anderen pers\u00f6nlich kennenlernen oder kennengelernt haben. Bisher hat der Journalist und Autor Dr. Matthias Dohmen an gleicher Stelle Uwe Blass, Dorothea Brandt, Karin Brehm, Klaus Burandt, Christine Flunkert, Uwe Flunkert, Peter Klassen, Heidemarie Koch, Werner Kleine, Johannes Nattland, Josa Oehme, Hans Werner Otto, Willfried Penner, Reiner Rhefus, Klaus Saalmann, Erika Schneider, Ingrid Schuh, Hermann Schulz, Klaus Schumann, Wolfgang Suchner, Klaus Waller, Michael Walter und Wolf von Wedel Parlow vorgestellt.<\/p>\n<p>Gewerkschafter, Betriebsingenieur bei Bayer, stark engagiert im Leichlinger \u201eSinneswald\u201c und K\u00fcnstler: Der 1940 geborene und 2023 verstorbene Herbert Bungard war ein Kraftpaket und Zwei-Meter-Mann. 1954 nahm er die Ausbildung zum Maschinenschlosser auf, wurde Maschinenbau- und Verfahrenstechniker, arbeitete als Betriebsingenieur bei Bayer in Elberfeld.<\/p>\n<h4>Fr\u00fch die k\u00fcnstlerische Ader entdeckt<\/h4>\n<p>Fr\u00fch entdeckte er seine k\u00fcnstlerische Ader, besuchte seit 1970 Kreativit\u00e4tskurse an der Volkshochschule Wuppertal, hospitierte bei ortsans\u00e4ssigen K\u00fcnstlern und schrieb sich an der Bergischen Universit\u00e4t in der Fachrichtung Kunst und Design als Gasth\u00f6rer ein.<\/p>\n<p>Die Liste seiner Ausstellungen ist beachtlich (siehe etwa <a href=\"https:\/\/sinneswald.net\/kuenstler\/kuenstler-blog-2\/94-bungard-herbert.html\">https:\/\/sinneswald.net\/kuenstler\/kuenstler-blog-2\/94-bungard-herbert.html<\/a>). Sein Schwerpunkt war und blieb das Bergische Land, auch wenn der N\u00fctzenberger in der Landeshauptstadt D\u00fcsseldorf und bis nach Bitterfeld ausstellte. Eine Reihe von Werksanlagen der Bayer AG schm\u00fcckten und schm\u00fccken seine Exponate. 2002 schenkte er sein anl\u00e4sslich der Barmer Biennale geschaffenes Objekt \u201eJahresstangen\u201c (Holz, Stahl, Seide) dem Von-der-Heydt-Museum, wie man dessen gedrucktem \u201eJahresbericht\u201c entnehmen kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_81651\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 490px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-81651 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_1295.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"640\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Foto zeigt Herbert Bungard 2009 im Leichlinger &#8222;Sinneswald&#8220; &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Herbert Bungard lebte und arbeitete in gro\u00dfen Dimensionen: Seine \u201eJahresstangen\u201c, die wir beispielhaft anf\u00fchren wollen, ma\u00dfen im Durchmesser einen Meter und in der H\u00f6he 1,65. Zeugnis legt heute noch eine Postkarte des Museums ab, die anl\u00e4sslich der Biennale gedruckt wurde. Verzeichnet ist Bungard in dem beim Born-Verlag 1991 herausgekommenen Band \u201eDenkm\u00e4ler, Brunnen und Plastiken in Wuppertal\u201c von Ruth Meyer-Kahrweg (1991) oder dem von Udo Garweg verfassten \u201eWuppertaler K\u00fcnstlerverzeichnis\u201c des Von-der-Heydt-Museums (2000).<\/p>\n<p>Eines seiner spektakul\u00e4ren Sch\u00f6pfungen ist die einen Meter siebzig hohe Plastik \u201eSchult\u00fcte mit K\u00f6rpern und Fl\u00e4chen\u201c vom Beginn der 1990er-Jahre.<\/p>\n<p>Als seine \u201egr\u00f6\u00dfte und wichtigste Arbeit\u201c bezeichnete er selbst das Kunstwerk \u201eZwanziger\u201c, eine Plastik von 20 \u00fcberdimensionalen Aspirintabletten. Die Plastik ist 5,4 mal 2,25 mal 0,9 Meter gro\u00df, wiegt zwei Tonnen und steht im Bayer-Werk in Bitterfeld.<\/p>\n<p>Der K\u00fcnstler und chemische Ingenieur war auch in seiner unmittelbaren Umgebung aktiv und einer der treibenden Kr\u00e4fte beim privat betriebenen und gegen Widerst\u00e4nde gebauten \u2013 schon lange st\u00e4dtischen \u2013 Kinderspielplatzes am Rabenweg, der Herbert Bungard am N\u00fctzenberg sehr popul\u00e4r machte. Aufbau und Geschichte sind in einem Vorgang des Stadtarchivs am Haspel dokumentiert.<\/p>\n<h4>Engagierter Gewerkschafter<\/h4>\n<p>Verheiratet war Herbert Bungard, ein engagierter Gewerkschafter, der von 1987 bis 1994 dem Bayer-Betriebsrat angeh\u00f6rte, mit Ingrid, die im Pr\u00fcfungsamt der damaligen Bergischen Universit\u00e4t\/Gesamthochschule arbeitete. Zur Familie geh\u00f6ren zwei T\u00f6chter und drei Enkel.<\/p>\n<p>Ingrid Bungard verf\u00fcgt noch \u00fcber eine Reihe von Objekten, die ihr Mann geschaffen hat, und eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten aus seinem Leben, die die 83-J\u00e4hrige gern einer sachkundigen Institution \u00fcbergeben w\u00fcrde.<\/p>\n<p><strong>Dr. Matthias Dohmen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUpdate\u201c hei\u00dft unsere Serie, in der Matthias Dohmen, Journalist, Dozent und Historiker, Pers\u00f6nlichkeiten aus dem Bergischen Land vorstellt. Mit alten und neuen Texten. Mit Fotos und Dokumenten. Menschen, die ihm etwas bedeuten. Diesmal steht Herbert Bungard im Fokus.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-81649","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wuppertal"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-15 12:18:17","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81649","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=81649"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81649\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":81657,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/81649\/revisions\/81657"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=81649"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=81649"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=81649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}