{"id":80978,"date":"2025-01-18T15:33:18","date_gmt":"2025-01-18T14:33:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=80978"},"modified":"2025-01-20T15:33:38","modified_gmt":"2025-01-20T14:33:38","slug":"elberfelder-erbaute-erste-fabrik-auf-europaeischem-festland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/01\/18\/elberfelder-erbaute-erste-fabrik-auf-europaeischem-festland\/","title":{"rendered":"Elberfelder erbaute erste Fabrik auf europ\u00e4ischem Festland"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_80980\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1759px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80980 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Prof.-Christoph-Grafe-3.jpg\" alt=\"\" width=\"1749\" height=\"1201\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr.-Ing. Christoph Grafe, Leiter des Lehrstuhls f\u00fcr Architekturgeschichte und -theorie an der Bergischen Universit\u00e4t &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<p>\u201eDie Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr Industriebauten setzte in Deutschland erst nach dem Zweiten Weltkrieg ein\u201c, sagt Christoph Grafe. Und doch standen all diese Geb\u00e4ude im Zuge der fr\u00fchen Industrialisierung bereits seit Mitte des 18. Jahrhunderts im damaligen Gro\u00dfherzogtum Berg f\u00fcr das starke Unternehmertum im Bergischen Land.<\/p>\n<p>Einer der f\u00fchrenden K\u00f6pfe damals war der Elberfelder B\u00fcrgermeistersohn Johann Gottfried Br\u00fcgelmann (1750 \u2013 1802), der in Ratingen die erste Fabrik auf europ\u00e4ischem Festland baute.<\/p>\n<h4><strong>Wuppertaler Textilunternehmen hatten die Entwicklung in England im Auge<\/strong><\/h4>\n<p>Fast 100 Jahre vor der beginnenden Industrialisierung in Deutschland hatte der Prozess in England bereits begonnen. Die erste Fabrik der Welt entstand dort 1771, die sogenannte Cromford Mill in Derbyshire. \u201eDas ist sehr interessant, denn das englische Wort f\u00fcr Fabrik ist ja Mill (M\u00fchle). Der Hintergrund davon ist, dass die ersten Fabriken h\u00e4ufig Wasserkraft brauchten\u201c, erz\u00e4hlt Grafe. \u201eHier verlaufen mehrere Prozesse gleichzeitig. Wir haben eine Konzentration von bestimmten Entwicklungen, die man als Industrialisierung bezeichnen k\u00f6nnte, beginnend mit dem Schritt von der kleinen Handarbeit zu konzentrierten Prozessen mit Maschinen, unter Nutzung von Wasserkraft und dann, im Laufe der Zeit, auch unter Einsatz von Dampfmaschinen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_44822\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-44822\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Logo-Transfergeschichten.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p>Das Festland hing dieser Entwicklung ein bisschen hinterher, erste Industrialisierungen fanden in Belgien und Frankreich statt. Deutschland fiel &#8211; mit einer Ausnahme &#8211; dabei nicht ins Gewicht, erl\u00e4utert der Fachmann und erkl\u00e4rt: \u201eDie Wuppertaler Textilunternehmen aber, hatten schon sehr fr\u00fch die Entwicklung in England im Auge. Das ist auch einer der Gr\u00fcnde, warum Friedrich Engels dann sp\u00e4ter nach England ging. Br\u00fcgelmann wusste ganz offensichtlich sehr gut, was in England passierte und versuchte, einen Teil dieses Erfolges ins Bergische zu bringen.\u201c<\/p>\n<p>Vorteilhaft dabei sei die Tatsache gewesen, dass das Bergische damals noch eine territoriale, politische Einheit mit Gesetzen war, die die Gewerbet\u00e4tigkeit besonders bef\u00f6rdert habe. \u201eZu diesem Zeitpunkt war das Bergische Land noch Teil des Herzogtums Berg, und das war in Westeuropa wirklich eine Pionierregion f\u00fcr alle m\u00f6glichen Gewerbeansiedlungen, weil es eine erm\u00f6glichende Politik gab. Es war ein Territorium, in dem der Erfolg tats\u00e4chlich eher wirtschaftlich als milit\u00e4risch war und in dem sich eine b\u00fcrgerliche, sehr dichte Gewerbelandschaft entwickelt hatte. Die sogenannte Wuppertaler Garnnahrung ist ein sehr fr\u00fches Beispiel daf\u00fcr.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Konkurrenz im Tal f\u00fchrt zur Firmengr\u00fcndung in Ratingen<\/strong><\/h4>\n<p>Br\u00fcgelmann wollte seine Erkenntnisse zwar im Tal ansiedeln, stie\u00df aber auf Widerst\u00e4nde durch die Konkurrenz in Elberfeld und verlagerte seine Pl\u00e4ne zum Bau einer Garnfabrik schlie\u00dflich nach Ratingen. Dazu Grafe: \u201eEs gab Leute, die vor Ort politisch einflussreich waren, und f\u00fcr die war er m\u00f6glicherweise zu innovativ. Dazu kam auch der Aspekt des gr\u00f6\u00dferen verf\u00fcgbaren Raumes, weg vom engen Tal.<\/p>\n<div id=\"attachment_80986\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80986 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Medaillon-mit-dem-Portrait-Bruegelmanns-gemeinfrei.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1040\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Medaillon: Johann Gottfried Br\u00fcgelmann &#8211; \u00a9 gemeinfrei<\/span><\/div>\n<p>Zudem war Ratingen damals eine verarmte Stadt, es hatte dort im Mittelalter zwar Fr\u00fchindustrie gegeben, das war aber alles im Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg verloren gegangen, obwohl die Stadt sogar Bezug zur Hanse hatte. Mit Unterst\u00fctzung des Herzogtums Berg war Ratingen f\u00fcr Br\u00fcgelmann interessant als Ansiedlungsort. Er machte eine Industriepolitik, die sozusagen \u2018von oben\u2018 unterst\u00fctzt wurde.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Industriespionage im englischen K\u00f6nigreich?<\/strong><\/h4>\n<p>In der Literatur wird davon gesprochen, dass Johann Gottfried Br\u00fcgelmann in England Industriespionage betrieben hat. \u201eDie exakten Gegebenheiten sind bis heute nicht hundertprozentig gekl\u00e4rt\u201c, antwortet Grafe. \u201eEs gibt wohl Hinweise darauf, dass er \u00fcber einen Freund Kontakte nach England hatte, aber ob es nun so war, dass er einen englischen Fabrikarbeiter hierhergeholt hat, der ihm Firmengeheimnisse anvertraute, das ist nicht herauszufinden.\u201c<\/p>\n<p>Sicher ist, dass Br\u00fcgelmann an Informationen \u00fcber die Anwendung der sogenannten \u00b4Waterframe`, einer Spinnmaschine mit unabh\u00e4ngigem Antrieb durch ein Wasserrad, herankam, die der Firmengr\u00fcnder der Spinnerei in Cromford, Richard Arkwright, unter strengem Verschluss hielt. Die von Br\u00fcgelmann in Ratingen gegr\u00fcndete Textilfabrik nannte er kurioserweise dann auch Cromford.<\/p>\n<div id=\"attachment_80982\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 571px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80982 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Die-Baumwollfabrik-Richard-Arkwrights-in-Cromford-England-CCBY25.jpg\" alt=\"\" width=\"561\" height=\"449\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Baumwollfabrik von Richard Arkwrights in Cromford (England) &#8211; \u00a9 CCBY2,5<\/span><\/div>\n<h4><strong>Fabriken lagen oft sehr einsam<\/strong><\/h4>\n<p>Die Cromford-Fabrik in Ratingen wurde bereits f\u00fcnfst\u00f6ckig konzipiert, so dass man auf mehreren Ebenen arbeiten konnte. \u201eMan darf nicht vergessen, dass die im Bergischen geleistete Heimarbeit oft auch in mehrst\u00f6ckigen H\u00e4usern stattfand\u201c, erkl\u00e4rt Grafe. \u201eWenn man die alten Spinnerei- und Webereigeb\u00e4ude aus der vorindustriellen Zeit sieht, dann sehen wir h\u00e4ufig, dass das Bearbeiten des Garns auf dem Dachboden stattfand. Das Mehrst\u00f6ckige geh\u00f6rte schon zur Textilfabrikation.\u201c<\/p>\n<p>Architektonisch und st\u00e4dtebaulich interessant sei dabei die Tatsache, dass diese Fabriken in der Regel nicht in St\u00e4dten, sondern sehr, sehr isoliert in abgelegenen D\u00f6rfern gebaut wurden, und das habe sicher auch mit der wichtigen Wasserkraft zu tun. \u201eTypisch f\u00fcr das Bergische ist, dass sich schon im sp\u00e4ten Mittelalter die Gewerbe nicht in den St\u00e4dten, sondern in der Landschaft verteilten, weil sie sich oft an kleinen Fl\u00fcssen und B\u00e4chen ansiedelten, wo die Nutzung von Wasserkraft m\u00f6glich war.\u201c<\/p>\n<p>Cromford in Ratingen sei in der internationalen Perspektive nicht au\u00dfergew\u00f6hnlich gewesen, aber f\u00fcr das europ\u00e4ische Festland und insbesondere das Rheinland sei die Fabrik besonders und habe Alleinstellungsmerkmal.<\/p>\n<h4><strong>Industriegeb\u00e4ude gelten als Vorreiter der modernen Architektur<\/strong><\/h4>\n<p>\u201eDie Geb\u00e4ude sind sehr stark von einem N\u00fctzlichkeitsdenken gepr\u00e4gt\u201c, sagt Grafe, \u201ewir haben hier eine Architektur, bei der in Position und Funktion alle Regeln \u00fcber Dekore, also das, was ein Geb\u00e4ude auszeichnen musste, nicht galten.\u201c Hinzu kam, dass im 18. Jahrhundert diese Industriegeb\u00e4ude auch nicht als Architektur anerkannt wurden. \u201eEs hat sehr lange gedauert, bis die Denkmalschutzw\u00fcrdigkeit, das Wertsch\u00e4tzen dieser Geb\u00e4ude \u00fcberhaupt Gemeingut geworden ist.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_80983\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80983 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Ratingen_industriemuseum_cromford_spinnerei-CC-BY-SA-3.0.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1009\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die alte Spinnerei in Ratingen, heute ein Industriemuseum &#8211; \u00a9 CC BY-SA 3.0<\/span><\/div>\n<p>Und auch da sei England seit den 1950er Jahren wieder Vorreiter. \u201eDort pr\u00e4gte man den Begriff der Industriearch\u00e4ologie, den die deutschen Denkmalsch\u00fctzer aber nicht sch\u00e4tzen\u201c, schmunzelt der Fachmann. In Deutschland habe es sogar bis in die 1980er Jahre gedauert, bis diese Art der Architektur wertgesch\u00e4tzt worden sei. Zwar sei man sich seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts bereits \u00fcber den N\u00fctzlichkeitsgedanken und die puristische \u00c4sthetik des schlichten Bauens bewusst gewesen, jedoch kam die Wertsch\u00e4tzung dieser Industriebauten, die Teil der Entwicklung der modernen Architektur seien, erst nach dem Zweiten Weltkrieg.<\/p>\n<p>\u201eDer Begriff der Denkmalpflege wurde auf einmal auf Industriegeb\u00e4ude oder Geb\u00e4ude aus der industriellen Revolution und die Gr\u00fcnderzeitbauten, erweitert. Diese Entwicklung der Wertsch\u00e4tzung sensibilisierte Architekten f\u00fcr die architektonischen Qualit\u00e4ten dieser Art der Alltagsarchitektur.\u201c<\/p>\n<p>Ein Problem ergab sich dahingehend, dass viele dieser gro\u00dfen Fabrikgeb\u00e4ude, die sehr abgelegen liegen, gegen Ende des 20. Jahrhunderts auch schon lange leer standen und eine andere Nutzung schwierig erschien. In Wuppertal und auch in Ratingen sei die Situation anders, da die Bauten im Ballungsraum liegen. In der fr\u00fcheren Br\u00fcgelmannspinnerei befindet sich heute das LVR-Industriemuseum.<\/p>\n<h4><strong>Fabrikensemble aus der fr\u00fchen Phase der Industrialisierung<\/strong><\/h4>\n<p>Die Spin\u00adne\u00adrei Crom\u00adford in Ra\u00adtin\u00adgen mit ih\u00adren Fa\u00adbrik\u00adge\u00adb\u00e4u\u00adden, den Ar\u00adbei\u00adter\u00adwoh\u00adnun\u00adgen, dem Her\u00adren\u00adhaus, dem da\u00advor lie\u00adgen\u00adden Park so\u00adwie dem da\u00adhin\u00adter lie\u00adgen\u00adden Ang\u00ader\u00adflu\u00df, ist ei\u00adnes der we\u00adni\u00adgen Fa\u00adbri\u00adk\u00aden\u00adsem\u00adbles aus der fr\u00fc\u00adhen Pha\u00adse der In\u00addus\u00adtria\u00adli\u00adsie\u00adrung, de\u00adren Ge\u00adb\u00e4u\u00adde der Nach\u00adwelt er\u00adhal\u00adten ge\u00adblie\u00adben sind. Br\u00fcgelmanns Herrenhaus mit der dazugeh\u00f6rigen Parkanlage galt als Schaltzentrale der Fabrik. Mit 14 R\u00e4umen auf drei Etagen und 320 Quadratmetern Fl\u00e4che fasziniert heute noch der kreisrunde Gartensaal die Besucher. Das Haus basiert auf Pl\u00e4nen des kurf\u00fcrstlichen Baumeisters Nicolas de Pigage, der einige Jahre zuvor bereits das kurf\u00fcrstliche Schloss in Benrath erbaut hatte, also ein barockes Geb\u00e4ude.<\/p>\n<div id=\"attachment_80984\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 710px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80984 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Waterframe-im-historischen-Zentrum-Wuppertal-CC-BY-SA-3.0.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"1000\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Waterframe im historischen Zentrum Wuppertal &#8211; \u00a9 CC BY-SA 3.0<\/span><\/div>\n<p>\u201eDer Vergleich zu Benrath wird h\u00e4ufig gemacht\u201c, sagt Grafe, \u201eaber im Prinzip geht es hier um ein durch und durch b\u00fcrgerliches Wohnhaus. Es ist zwar gr\u00f6\u00dfer als das B\u00fcrgerhaus einer industriellen Familie in Elberfeld, aber es ist ein Geb\u00e4ude, in dem eine gewisse n\u00fcchterne N\u00fctzlichkeit den Grundriss bestimmt. Es ist keine h\u00f6fische Kultur, sondern eine zutiefst b\u00fcrgerliche. Und das ist nicht entt\u00e4uschend, nein, hier ist ein Unternehmer, der seine eigene Wohnkultur realisiert, nur eben gr\u00f6\u00dfer.\u201c<\/p>\n<p>Der angrenzende Garten birgt f\u00fcr den Wuppertaler Architekten einen Widerspruch in sich. \u201eIn dem Moment, wo er den Garten als Barockgarten gestaltet, ist das eigentlich schon etwas altmodisch, denn der englische Landschaftsgarten Mitte des 18. Jahrhunderts war bereits \u00fcberall in Deutschland eingef\u00fchrt. Der Garten steht in gewisser Weise dem entgegen, was er selber verk\u00f6rpert. Der barocke Garten wird im 18. Jahrhundert eher mit Frankreich assoziiert, mit Versailles, also mit aristokratischem Prinzip und Form. Der englische Garten wird eher assoziiert mit der Idee des Freihandels und des Unternehmertums. Br\u00fcgelmann war ja eigentlich ein Exponent der englischen unternehmerischen Kultur und nicht der aristokratischen Kultur des Brauchgartens. Das ist ein interessanter Widerspruch.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Br\u00fcgelmann, ein bedeutender Unternehmer aus Elberfeld<\/strong><\/h4>\n<p>In einem Brief schreibt Johann Gottfried Br\u00fcgelmann: \u201e\u2026nicht gewohnt, mich durch Schwierigkeiten abschrecken zu lassen, hoffe ich auch alle etwaigen Hindernisse aus dem Weg zu r\u00e4umen!\u201d Dieses Credo hat der erfolgreiche Unternehmer stets beherzigt. Seine Arbeit war sehr ertragreich und er galt damals als einer der reichsten M\u00e4nner des Rheinlandes. Er war ein Unternehmer durch und durch, expandierte in K\u00f6ln und Rheydt und kaufte Schl\u00f6sser im Umfeld von Ratingen, da diese damals steuerfrei waren.<\/p>\n<div id=\"attachment_80985\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1930px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80985 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Herrenhaus_Cromford_Bruegelmann-CC0-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1133\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Herrenhaus von Br\u00fcgelmann in Ratingen &#8211; \u00a9 CC 0<\/span><\/div>\n<p>Er gr\u00fcndete wohlt\u00e4tige Stiftungen und geh\u00f6rte als Feingeist auch der Ersten Elberfelder Lesegesellschaft an. \u201eEr war ein Vertreter einer in Deutschland zu diesem Zeitpunkt nicht so stark existierenden Kultur des Unternehmertums\u201c, sagt Grafe, \u201ehier im Bergischen passt er in die auf starke Familien gr\u00fcndende unternehmerische Kultur, die es wegen der aktiven Gewerbe- und sp\u00e4teren Industriepolitik im Gro\u00dfherzogtum Berg gab. Er war einer der abenteuerlustigsten Unternehmer in diesem Bereich.\u201c<\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_80987\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 210px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80987 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Prof.-Christoph-Grafe-3-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"299\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr.-Ing. Christoph Grafe &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<h4>Prof. Dr.-Ing. Christoph Grafe<\/h4>\n<p>Prof. Dr.-Ing. Christoph Grafe leitet seit 2013 den Lehrstuhl f\u00fcr Architekturgeschichte und -theorie an der Bergischen Universit\u00e4t.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste Fabrik auf europ\u00e4ischem Festland erbaute ein Elberfelder. Autor Uwe Blass hat sich im Rahmen der Uni-Reihe &#8222;Transfergeschichten mit Prof. Dr.-Ing. Christoph Grafe, seit 2013 Leiter des Lehrstuhls f\u00fcr Architekturgeschichte und -theorie an der Bergischen Universit\u00e4t,\u00a0\u00fcber den Fabrikanten Johann Gottfried Br\u00fcgelmann und die Bedeutung von Alltagsarchitektur unterhalten.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-80978","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-13 11:28:27","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80978","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=80978"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80978\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80989,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80978\/revisions\/80989"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80978"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=80978"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=80978"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}