{"id":80587,"date":"2025-01-01T06:12:12","date_gmt":"2025-01-01T05:12:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=80587"},"modified":"2025-01-06T12:26:08","modified_gmt":"2025-01-06T11:26:08","slug":"das-traurige-schicksal-der-judas-schafe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2025\/01\/01\/das-traurige-schicksal-der-judas-schafe\/","title":{"rendered":"Das traurige Schicksal der \u201eJudas-Schafe\u201c"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_80591\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1411px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80591 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/54224303405_88a35fc4f4_o.jpg\" alt=\"\" width=\"1401\" height=\"942\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die L\u00e4mmer suchen instinktiv beim &#8222;Leit-Schaf&#8220; Schutz und folgen ihm ahnungslos in den Tod &#8211; \u00a9 Animal Equality<\/span><\/div>\n<p>Seit 2008 hat die internationale Tierrechtsorganisation \u201eAnimal Equality\u201c weltweit in mehr als 1.000 Tierhaltungsbetrieben und Schlachth\u00e4usern recherchiert und dabei zahlreiche F\u00e4lle von Misshandlungen gegen\u00fcber Schafen und L\u00e4mmern in Spanien, Mexiko, Italien sowie dem Vereinigten K\u00f6nigreich dokumentiert.<\/p>\n<p>Vanessa Raith, Directorin bei \u201eAnimal Equality\u201c: \u201eWir dachten, wir h\u00e4tten schon alle grausamen Praktiken, die von der Industrie gegen\u00fcber Schafen angewendet werden, gesehen. Doch es kam anders. Schafe sind Tiere, die sich in der Herde am sichersten f\u00fchlen, deshalb suchen sie die N\u00e4he ihrer Artgenossen. In den aktuellen Aufnahmen aus einem Schlachtbetrieb in Spanien haben wir dokumentiert, wie dieser nat\u00fcrliche Instinkt durch die Menschen gnadenlos ausgenutzt wird. Ein im Schlachthaus gehaltenes \u201eLeitschaf\u201c wird eigens daf\u00fcr trainiert, die L\u00e4mmer zur Schlachtbank zu f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_80593\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80593 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/54224306320_bcdc7cce3c_o-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1708\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die L\u00e4mmer in der Box vor dem Schlachtraum. Sie ahnen noch nichts von ihrem traurigen Schicksal &#8211; \u00a9 Animal Equality<\/span><\/div>\n<p>Fakt ist: Wenn die ver\u00e4ngstigten L\u00e4mmer nach dem stressigen Transport im Schlachthaus ankommen, versammeln sie sich bei dem weiblichen Schaf und folgen ihm dann in dem Gef\u00fchl, sicher und geborgen zu sein, bis zum Schlachtraum.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu anderen Schafen, die direkt geschlachtet werden, ist es das\u00a0 Schicksal des \u201eLeitschafs\u201c, daf\u00fcr ausgenutzt zu werden, die im Schlachthaus ankommenden L\u00e4mmer in den Tod zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>In Schafzucht-Fachkreisen werden diese Muttertiere \u201eJudas-Schafe\u201c genannt. Das ist ein Zynismus nicht zu \u00fcberbieten. Das klingt so, als w\u00fcrden sie ganz bewusst ihre Artgenossen in dem sicheren Tod f\u00fchren. Und das f\u00fcr den fragw\u00fcrdigen \u201eLohn\u201c, dass sie so einige Monate oder wenige Jahre weiterleben d\u00fcrfen. Am Ende wartet auch auf sie der Schlachter.<\/p>\n<div id=\"attachment_80594\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80594 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/54224145393_e4ef9634b5_o-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1709\" \/><span class=\"wp-caption-text\">So jung und m\u00fcssen schon sterben, weil die Nachfrage nach Lammfleisch so gro\u00df ist &#8211; \u00a9 Animal Equality<\/span><\/div>\n<p>Vanessa Raith: \u201eDieses Beispiel aus Spanien steht stellvertretend f\u00fcr die skrupellosen Methoden der Fleischindustrie weltweit: Tierische Instinkte und Bed\u00fcrfnisse werden ausgenutzt, um den Arbeitsaufwand zu verringern und Profite zu maximieren. Auch in Deutschland verfolgt die Industrie prim\u00e4r wirtschaftliche Interessen \u2013 stets auf Kosten der Tiere.\u201c<\/p>\n<p>Ein schwacher Trost: In Deutschland werden keine \u201eLeit-Schafe\u201c mehr eingesetzt, um ihre ahnungslosen Artgenossen in den Tod zu f\u00fchren.<\/p>\n<p><strong>Link zur Webseite von \u201eAnimal Equality&#8220;:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.animalequality.de\">http:\/\/www.animalequality.de<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_80592\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1930px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80592 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/54222996177_e4ccd4cdda_o.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1080\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Um das &#8222;Leit-Schaf&#8220; versammelt warten die Schafe ahnungslos auf ihren Schl\u00e4chter &#8211; \u00a9 Animal Equality<\/span><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jedes Jahr werden in der EU mehr als 66 Millionen L\u00e4mmer geschlachtet. Allein 800.000 in Deutschland. Die Tiere sind dann je nach Mastverfahren zwischen vier und 12 Monate alt. Wie in vielen Schlachth\u00e4usern der Instinkt der sogenannten \u201eJudas-Schafe\u201c gnadenlos ausgenutzt wird, lesen Sie hier. \u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-80587","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weitblick"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-13 07:28:01","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80587","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=80587"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80587\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80595,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80587\/revisions\/80595"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80587"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=80587"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=80587"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}