{"id":80394,"date":"2024-12-13T18:39:50","date_gmt":"2024-12-13T17:39:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=80394"},"modified":"2024-12-21T12:25:36","modified_gmt":"2024-12-21T11:25:36","slug":"rabenvoegel-die-schwarze-gesundheitspolizei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/12\/13\/rabenvoegel-die-schwarze-gesundheitspolizei\/","title":{"rendered":"Rabenv\u00f6gel, die schwarze Gesundheitspolizei"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_80404\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2010px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80404 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Portrait-Preisfeld-2.jpg\" alt=\"\" width=\"2000\" height=\"1524\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Gela Preisgeld, Biologin an der Bergischen Universit\u00e4t &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>\u00dcber die klugen, schwarzen Singv\u00f6gel hat sich Autor Uwe Blass im Rahmen der beliebten Uni-Reihe &#8222;Transfergeschichten&#8220; mit der Biologin Gela Preisfeld unterhalten.<\/p>\n<p>\u201eV\u00f6gel sind die rezenten Dinosaurier, sie sind die, die \u00fcberlebt haben\u201c, sagt Gela Preisfeld, Professorin f\u00fcr Zoologie und Didaktik der Biologie an der Bergischen Universit\u00e4t und zitiert zur Verdeutlichung einen Satz, der die V\u00f6gel als eine ganz besondere Wirbeltiergruppe hervorhebt: \u201eEs gibt keinen rezenten (in der heutigen Zeit lebenden, Anm. d. Red.) Vogel ohne Federn und es gibt kein Tier, das Federn hat und kein Vogel ist.\u201c<\/p>\n<p>Evolutionsbiologisch seien sie als eine Abstammungsgemeinschaft mit den Reptilien den Menschen n\u00e4her als z. B. die Amphibien. \u201eSie haben sich aus einer ganz bestimmten Dinosaurierlinie entwickelt, den Theropoden. Diese hatten auch schon Federn und waren auch schon gleichwarm, also homoiotherm. V\u00f6gel sind die einzige Tiergruppe neben uns S\u00e4ugetieren, die gleichwarm ist. Alle anderen Tiere sind wechselwarm, k\u00f6nnen also ihre Innentemperatur nicht unabh\u00e4ngig von der Au\u00dfentemperatur gestalten. V\u00f6gel haben wie ihre Vorfahren schon diese st\u00e4rker beweglichen Arme und H\u00e4nde, die gemeinsam mit der Entwicklung von Federn dazu f\u00fchren, dass sie die auch als Fl\u00fcgel benutzen k\u00f6nnen. Die Theropoden waren zwar flugunf\u00e4hig \u2013 manche konnten evtl. gleiten -, aber einige haben sich zu V\u00f6geln weiterentwickelt. D.h. V\u00f6gel sind lebende Dinosaurier!\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_44822\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 440px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-44822\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/Logo-Transfergeschichten.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"138\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Bergische Universit\u00e4t<\/span><\/div>\n<p>Interessant in diesem Zusammenhang sei auch die Tatsache, dass <em>Arch\u00e4opteryx<\/em>, der meist bekannte sogenannte Urvogel, nicht etwa riesengro\u00df gewesen sei, sondern lediglich die Ausma\u00dfe einer Taube erreicht h\u00e4tte.<\/p>\n<h4><strong>Heimat der Rabenv\u00f6gel<\/strong><\/h4>\n<p>Rabenv\u00f6gel kommen urspr\u00fcnglich aus dichten Bewaldungen der Tropenw\u00e4lder S\u00fcdostasiens und haben sich heute nahezu alle Habitate (Lebensr\u00e4ume) erobert. \u201eDie Trennlinie zwischen den Faunengebieten der Orientalis und der Australis ist die sogenannte Wallace-Linie (Die Wallace-Linie ist die biogeografische Linie, die die weiteste Ausbreitung australischer Fauna auf dem Malaiischen Archipel angibt, Anm. d. Red.)\u201c erkl\u00e4rt Preisfeld, \u201ediese Trennlinie stellt ein unglaublich artenreiches Gebiet mit hoher Biodiversit\u00e4t dar (ein Hotspot), das sich dann aber nord\u00f6stlich und s\u00fcdwestlich etwas aufteilt. \u00d6stlich davon kommen die bei uns existierenden Rabenv\u00f6gel au\u00dfer Kr\u00e4he und Rabe nicht vor, aber sonst haben sie sich bis auf S\u00fcdamerika, wo die Blauraben die \u00f6kologische Nische besetzen, weltweit durchgesetzt.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_80396\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 661px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80396\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/ravens-3221_640.jpg\" alt=\"\" width=\"651\" height=\"489\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Raben auf einem Zaun &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Bei den gegenw\u00e4rtig lebenden V\u00f6geln gehe die Wissenschaft von insgesamt ca. 11.000 Arten aus, berichtet die Biologin, davon seien alleine 5.000 Arten den Singv\u00f6geln zuzuordnen. \u201eRabenv\u00f6gel gibt es ungef\u00e4hr 120 bei uns. Aus der Gattung <em>Corvus<\/em>, das sind dann die Raben und Kr\u00e4hen, kommen davon neun vor. Das sind die Saatkr\u00e4hen, Nebelkr\u00e4hen und deren Bastarde, die Rabenkr\u00e4hen, Alpendohlen, Dohlen, Eichelh\u00e4her, Tannenh\u00e4her, Elstern und die mit 75 cm gr\u00f6\u00dften Vertreter dieser Arten, die verspielten Kolkraben.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Rabenv\u00f6gel geh\u00f6ren zu den Singv\u00f6geln<\/strong><\/h4>\n<p>\u201eDie Singv\u00f6gel sind eine gro\u00dfe Gruppe innerhalb der Neognathae (Neukieferv\u00f6gel) und erzeugen ihre T\u00f6ne im Syrinx, dem unteren Kehlkopf\u201c, erkl\u00e4rt Preisfeld. \u201eWir Menschen haben unsere Stimmb\u00e4nder ja im Kehlkopf, bei den V\u00f6geln liegt die Syrinx tiefer, und zwar an der Stelle, an der sich die Trachea (Luftr\u00f6hre) in die Bronchial\u00e4ste aufspaltet. Dort sitzen paarig rechts und links davon kleine Membranen. Wenn der Vogel einatmet und sich reckt, wird die Muskulatur angespannt und beim Ausatmen werden die Membranen dann in Schwingung versetzt und es erfolgt der Ton.\u201c<\/p>\n<p>Bis zu neun H\u00e4ute haben Singv\u00f6gel, die unabh\u00e4ngig voneinander angespannt werden k\u00f6nnten. Dadurch seien sie auch in der Lage, mehrstimmig zu singen. Nun w\u00fcrde der Laie das Kr\u00e4chzen und Schreien der Rabenv\u00f6gel nicht unbedingt mit der F\u00e4higkeit des Singens in Verbindung bringen, jedoch gehe es bei den V\u00f6geln meist um die verschiedenen Rufe, die sie stimmlich hervorbringen k\u00f6nnten.<\/p>\n<div id=\"attachment_80397\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 662px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80397\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Lebendrekonstruktion-eines-Changyuraptors-CC-BY-SA-4.0.jpg\" alt=\"\" width=\"652\" height=\"368\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Lebendrekonstruktion eines Changyurators, &#8211; \u00a9 CC BY-SA 4.0<\/span><\/div>\n<p>Dazu die Biologin: \u201eF\u00fcr den Kolkraben sind ca. 80 verschiedene Rufe bekannt. In der Regel sind das Alarmrufe f\u00fcr die anderen. Sie haben aber auch sogenannte Subsongs, so etwas wie Unterlieder. Das ist dann mehr so etwas wie das Geplapper von kleinen Kindern. Diese Subsongs bef\u00e4higen aber auch zum Nachahmen von anderen Tierlauten, Klingelt\u00f6nen oder menschlichen Stimmen. Man vermutet, dass mit den Subsongs der ganze Stimmerzeugungsapparat geschult werden soll. Das machen daher vorwiegend Jungtiere. Die Rufe der Tiere sind im Gegensatz zu den Subsongs strukturiert und haben eine Bedeutung. Bei diesen schreienden Lauten, die vor Feinden warnen, spricht die Ornithologie vom &#8218;Hassen&#8216;, und diese F\u00e4higkeit ist bei den Rabenv\u00f6geln sehr stark ausgepr\u00e4gt, d.h. sie schreien und fliegen auch gezielt in Richtung der Gefahr, k\u00f6nnen also beide Aktionen miteinander kombinieren. Das ist eine unglaubliche Intelligenzleistung.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Tumbe Galgenv\u00f6gel oder weise Orakel<\/strong><\/h4>\n<p>In fr\u00fcherer Zeit sprach man bei Rabenv\u00f6geln auch gerne von Hexentieren und Galgenv\u00f6geln, die oftmals f\u00fcr ein b\u00f6ses Omen standen. Das r\u00fchre daher, dass sie erst einmal schwarz seien und damit verband man oft das Negative, erkl\u00e4rt Gela Preisfeld, aber eigentlich sei der &#8218;Galgenvogel&#8216; ganz einfach zu erkl\u00e4ren: \u201eSie sind auch Aasfresser. Wenn Geh\u00e4ngte l\u00e4nger am Galgen baumelten, dann haben sie das Fleisch abgefressen. Auch in Zeiten schwerer Krankheiten haben sie das Fleisch der Toten gefressen. In fr\u00fcherer Zeit, wenn auf einem Schlachtfeld die Leichen lagen, kamen die Rabenv\u00f6gel und fra\u00dfen die Toten auf. Damit hatten sie eine wichtige \u00f6kologische Funktion \u2013 \u00e4hnlich wie die Totengr\u00e4ber -, denn das machen sie ja auch dort, wo Tiere verenden.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_80398\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 659px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80398\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Kraehe-3.jpg\" alt=\"\" width=\"649\" height=\"507\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Eine Kr\u00e4he auf einem Zaun in Wuppertal &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<p>Auf der anderen Seite werden sie auch als weise bezeichnet und man habe fr\u00fcher gedacht, dass sie die Zukunft voraussagen k\u00f6nnten. Deswegen h\u00e4tten auch Frauen, die man als Hexen bezeichnete, oftmals Raben oder Kr\u00e4hen dabeigehabt. \u201eSelbst Aristoteles hat die Intelligenz der Tiere schon erkannt und dar\u00fcber auch geschrieben. Wenn man in andere Kulturkreise, wie z. B. bei nordamerikanischen indigenen Menschen schaut, dann sieht man, dass sie dort als gottes\u00e4hnliche Gesch\u00f6pfe verehrt werden.\u201c<\/p>\n<p>Auch in D\u00f6rfern und St\u00e4dten habe man sie fr\u00fcher gerne gehabt, weil sie &#8218;aufger\u00e4umt&#8216; h\u00e4tten. \u201eHeute brauchen wir das nicht mehr und empfinden sie eher als st\u00f6rend.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Vorurteile sind oft \u00fcberliefertes Wissen<\/strong><\/h4>\n<p>Bis 1940 wurden Rabenv\u00f6gel fast bis zur Ausrottung gejagt, stehen heute aber unter Naturschutz, was viele Bauern \u00e4rgert. \u201eDie Bauern sind der Meinung, dass sie gro\u00dfe Sch\u00e4den beim Ackerbau sowie Erntesch\u00e4den anrichten und den Bestand von Niederwild und kleineren V\u00f6geln st\u00f6ren. Ebenso besteht die Meinung, sie w\u00fcrden sich ungezielt und \u00fcberm\u00e4\u00dfig vermehren\u201c, sagt Gela Preisfeld, stimmt dieser Meinung aber nur bedingt zu.<\/p>\n<p>Fakt ist, dass die Tiere flach auf den Boden eingebrachte Saat, Aas und auch Kleintiere fressen w\u00fcrden, denn das sei nun mal ihre Nahrung. \u201eAber von diesem ganzen Aberglauben, diesen Vorurteilen und \u00c4ngsten ist wissenschaftlich nichts erwiesen. Es gibt keine belastbaren Evidenzen f\u00fcr irgendeine dieser Bef\u00fcrchtungen. Dass man auf diese Tiere so einen Hass hat, das ist eher ein \u00fcberliefertes Brauchtum.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_80399\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 660px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80399\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/bird-210097_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"650\" height=\"867\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Eine Kr\u00e4he, wie sie h\u00e4ufig in unseren Breitengeraden vorkommt &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>Elstern oder auch andere Rabenv\u00f6gel stehlen zwar Eier von anderen V\u00f6geln, aber das liege bei 1 % bis 10 % ihrer Gesamtnahrung, spiele also keine gro\u00dfe Rolle. Die Tiere, von denen sie die Eier stehlen w\u00fcrden, seien zudem im Bestand nicht gef\u00e4hrdete Tiere wie die Amsel oder die Ringeltaube. \u201eBeim Niederwild hat man herausgefunden, dass kurz nach der Geburt nat\u00fcrlich auch die Nachgeburt herauskommt und die Jungtiere sich zum ersten Mal l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Beides ist f\u00fcr Rabenv\u00f6gel sehr nahrhaft. Und da diese Tiere sehr schlau sind, bekommen sie das sehr schnell mit, fliegen dann dort hin und hassen dann das Neugeborene, welches dann aufsteht, so dass die V\u00f6gel sich an die Ausscheidungen machen k\u00f6nnen. Ohne Hintergrundwissen k\u00f6nnte man dann denken, sie wollten das Jungtier fressen.\u201c Es g\u00e4be Vergleichsstudien, in denen man Habitate gew\u00e4hlt habe, in denen die Rabenv\u00f6gel gesch\u00fctzt waren, also nicht geschossen werden durften und solche, wo sie geschossen werden durften. In den Schutzzonen konnte man im Vergleich mit den Jagdzonen keine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Vermehrung feststellen, die Populationsgr\u00f6\u00dfe sei gleichgeblieben.<\/p>\n<h4><strong>Rabenv\u00f6gel kommen n\u00e4her an Besiedlung<\/strong><\/h4>\n<p>\u201eEs gibt also nicht zu viele Kr\u00e4hen und Raben, der Bestand ist einigerma\u00dfen stabil\u201c, sagt die Wissenschaftlerin und erkl\u00e4rt, warum wir sie heute st\u00e4rker wahrnehmen. \u201eDer nat\u00fcrliche Lebensraum geht f\u00fcr die Tiere mehr und mehr verloren, sie kommen n\u00e4her an unsere Besiedlungen heran, und wir pr\u00e4sentieren ihnen alles, was sie brauchen.\u201c So beleuchten wir beispielsweise gerne unsere G\u00e4rten am Abend und liefern den Tieren die Helligkeit, die sie lieben.<\/p>\n<div id=\"attachment_80400\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 661px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80400\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/crow-7326564_1280.jpg\" alt=\"\" width=\"651\" height=\"434\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Eine Dohle auf Futtersuche &#8211; \u00a9 Pixabay<\/span><\/div>\n<p>\u201eZudem sorgen wir f\u00fcr viel Abfall, den sie fressen, wenn z. B. die M\u00fclltonnen nicht verschlossen sind, der Kompost nicht abgedeckt ist oder Fallobst zu lange auf dem Boden liegt. Wenn man f\u00fcttert, sollte man das nur f\u00fcr kleine V\u00f6gel zug\u00e4nglich machen, das, was auf den Boden f\u00e4llt, sollte man besser wegnehmen, also keine Bodenstreuf\u00fctterung anbieten, das lockt die Rabenv\u00f6gel an. Es gibt auch Figuren oder Modelle, die man kaufen kann, die man dann an Z\u00e4unen oder Fensterb\u00e4nken anbringt, die st\u00f6ren sie auch. Auch Hunde und Katzen verscheuchen ungebetene G\u00e4ste aus dem Garten.\u201c<\/p>\n<p>Manchmal habe man den Eindruck einer \u00dcberpopulation, wenn man B\u00e4ume mit bis zu 1.000 Tieren erblicke, aber die schl\u00f6ssen sich nur in der Nacht zusammen, um st\u00e4rker zu sein, eigentlich seien es einzelne Scharen, die sich in der Regel am Folgetag wieder trennten. \u201eEin weiterer Eindruck der \u00dcberpopulation entsteht auch bei den Elstern, weil die bis zu 10 Scheinnester bauen und oftmals nur eines benutzen.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Rabenv\u00f6gel regulieren unser \u00d6kosystem<\/strong><\/h4>\n<p>Rabenv\u00f6gel sind ein wichtiger Bestandteil unseres \u00d6kosystems. \u201eSie sind Allesfresser\u201c, fasst Gela Preisfeld noch einmal zusammen, \u201efressen also auch Sch\u00e4dlinge wie den Drahtwurm, den wir nicht so gerne im Garten haben, Insekten und Kleintiere und regulieren damit das Ganze. R\u00e4uber und Beute stehen in einem ausgewogenen Verh\u00e4ltnis. Dadurch werden Krankheiten relativ geringgehalten. Sie fressen alles, was tot ist, verdauen, scheiden es wieder aus und f\u00fchren es dadurch wieder in den Kreislauf zur\u00fcck.\u201c<\/p>\n<p><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_80406\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 210px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80406 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Portrait-Preisfeld-privat.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"256\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Gela Preisfeld &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<h4>\u00dcber Prof. Gela Preisfeld<\/h4>\n<p>Professorin Dr. Gela Preisfeld studierte, promovierte und habilitierte an der Universit\u00e4t in Bielefeld. Nach kurzen Forschungsaufenthalten in Australien und einer Vertretung an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt\/Main nahm sie 2006 den Ruf auf den Lehrstuhl Biologie und ihre Didaktik, Zoologie an der Bergischen Universit\u00e4t an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer im Wuppertaler Naherholungsgebiet Scharpenacken spazieren geht, dem fallen besonders die vielen Kr\u00e4hen und Dohlen auf, die in Scharen Z\u00e4une und Wiesen belagern. Die Wuppertaler Biologin Gela Preisfeld kennt die Geschichte der sowohl verhassten als auch angebeteten, meist schwarzen Singv\u00f6gel und deren Bedeutung f\u00fcr das \u00d6kosystem.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-80394","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-13 11:29:09","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80394","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=80394"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80394\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80413,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80394\/revisions\/80413"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80394"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=80394"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=80394"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}