{"id":80047,"date":"2024-11-28T09:40:17","date_gmt":"2024-11-28T08:40:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=80047"},"modified":"2024-12-05T21:31:09","modified_gmt":"2024-12-05T20:31:09","slug":"wsv-ganz-im-sinne-und-im-geist-von-friedhelm-runge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/11\/28\/wsv-ganz-im-sinne-und-im-geist-von-friedhelm-runge\/","title":{"rendered":"WSV: Ganz im Sinne und im\u00a0Geist von Friedhelm Runge"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_80050\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80050 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Classen-30-11-2024-063-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1706\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Mannschaft des Wuppertaler SV w\u00e4hrend der Gedenkminute f\u00fcr den verstorbenen Ex-Vereinspr\u00e4sidenten Friedhelm Runge &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Ein rot-blaues Blumen Bouquet schm\u00fcckte den Trib\u00fcnenplatz, von dem der Pr\u00e4sident und Anker-Sponsor viele Jahre seinen WSV spielen und gewinnen sehen wollte. Es gab eine Schweigeminute. Stadionsprecher Jonas P\u00fctz verlas eine mit Beifall bedachte Trauer- und Ehrenbekundung des Vereins. Eine tiefe Verbundenheit brachte auch Vorstand Dr. Jochen Leonhardt in einer kurzen Ansprache vor Spielbeginn \u00fcber den Stadion-Lautsprecher zum Ausdruck.<\/p>\n<p>Er hat mit Runge einen langj\u00e4hrigen Freund und Weggef\u00e4hrten verloren. Die Mannschaft spielte mit Trauerflor. \u201eAuch wenn die meisten Spieler mit Runge kaum noch Kontakt hatten, hatte die allgemeine Betroffenheit doch Einflu\u00df auf unser Spiel\u201c, erkl\u00e4rte WSV-Trainer Sebastian Tyrala. WSV-Sportchef Manno pathetisch: \u201eDer Sieg ist nur f\u00fcr Friedhelm\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_80051\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 611px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80051\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/IMG_9389-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"601\" height=\"801\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Mit einem Blumengesteck geschm\u00fcckt, der Trib\u00fcnenplatz von Friedhelm Runge &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<h4>Tyrala gab dem Team wieder Stabilit\u00e4t<\/h4>\n<p>Zwei Siege in Folge, dazu auch noch ohne Gegentor, lassen in seinem vierten Punkt-Spiel bei den Wuppertalern schon die Handschrift des neuen Chef-Coaches und einen deutlichen Aufw\u00e4rtstrend erkennen. Hatte der WSV bis dahin mit die meisten Gegentore der Liga kassiert, gibt es jetzt erste Lichtblicke. Den Abstiegsr\u00e4ngen entronnen, belegt man heute zum Abschluss der Hinrunde den elften Rang und befindet sich im Mittelfeld der Tabelle. Es ist Tyrala gelungen dem Team wieder Stabilit\u00e4t zu geben.<\/p>\n<p>Nach dem Ausfall seiner Abwehr-Routiniers Niklas Dams und Vincents Gembalies, war die Defensive neu zu formatieren. Weil er hinten keinen \u201eKindergarten\u201c haben wollte, griff er nicht auf sich anbietende junge Spieler zur\u00fcck, sondern setzte im Zentrum auf den 28j\u00e4hrigen, erfahrenen Oktay Dal. Ansonsten blieb die Start-Elf gegen\u00fcber dem in Lotte gewonnen Spiel mit einer weiteren Ausnahme unver\u00e4ndert. Da sich Krystian Wozniak\u00a0 beim Aufw\u00e4rmtraining verletzte, kam Torw\u00e4chter Michael Ngemba Luyambula wieder in den Kasten.<\/p>\n<p>Oktay Dal lieferte ebenso wie Torwart Luyambula eine nahezu fehlerlose Partie ab. Der farbige Keeper wurde am Ende f\u00fcr den WSV wegen seines gekonnten, wenn auch oft risikoreichen Strafraumspiels, eine gesuchte Anspielstation und f\u00fcr das WSV-Team so etwas wie der 12. Akteur auf dem Platz.<\/p>\n<div id=\"attachment_80052\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80052 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Classen-30-11-2024-119-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1706\" \/><span class=\"wp-caption-text\">WSV-St\u00fcrmer Niek Munsters (r.) auf dem Weg zum 2:0 &#8211; sein erster Treffer f\u00fcr den Wuppertaler SV &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Man sah einen WSV mit einer K\u00f6rpersprache, wie sie sich Sportdirektor Gaetano Manno immer gew\u00fcnscht hatte. Mit hohem Einsatz und viel Tempo, agierte das Team \u00e4u\u00dferst flexibel und meist von hinten heraus, oft sogar recht giftig. Es gab Situationen, bei denen sich die gesamte Mannschaft in den eigene Strafraum zur\u00fcckzog und selbst die Sturmspitzen Niek Munster und Kevin Hagemann vor der\u00a0 eigenen Strafraumgrenze Position bezogen. \u201cSafety first\u201c lautete die Devise!<\/p>\n<h4>Schuld war die tief stehende Sonne<\/h4>\n<p>Der WSV kam gut ins Spiel. Zwei blitzartig vorgetragene Angriffe f\u00fchrten in der ersten Spielh\u00e4lfte zur 2:0-F\u00fchrung. Semir Saric zog in der 11. Minute vor dem Strafraum ab und traf ins rechte Eck. Ein haltbarer Schuss, aber Torwart Jarno Peters l\u00e4sst den Ball passieren, die Sonne hatte ihn geblendet. WSV-Kapit\u00e4n Kevin Hagemann traf bei der Seitenwahl vorher ganz bewusst die richtige Entscheidung.<\/p>\n<p>Gerade als die G\u00fctersloher wieder Kontrolle \u00fcber das Spiel zu bekommen schienen, ging eine schnelle Kombination von Bilogrevic mit Demir auf\u00a0 den wieder sehr agilen Hagemann, welcher die Sturmspitze Niek Munsters bediente, der im Fallen das 2:0 (32.) erzielte. Es war das erste WSV-Tor des sympathischen 22j\u00e4hrigen Holl\u00e4nders, der sich mit seinem Zwillingsbruder Joep Munsters inzwischen pr\u00e4chtig eingefunden hat.<\/p>\n<div id=\"attachment_80053\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80053 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Classen-30-11-2024-110-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Jubel nach dem F\u00fchrungstreffer durch Semir Saric (Nr. 7). Auch Trainer Sebastian Tyrala (r.) st\u00fcrmte auf den Platz &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>In der zweiten h\u00e4lfte verflachte das Spiel. G\u00fctersloh war \u00fcberlegen, der WSV wirkte eher zur\u00fcckhaltend, was der Trainer \u201emutlos\u201c nannte. Sportchef Manno: \u201eVielleicht fehlte etwas die Kraft. Wir haben aber alles wegverteidigt\u201c.\u00a0 Von einem Tor waren die G\u00e4ste allerdings weit entfernt, auch weil die WSV-Abwehr tats\u00e4chlich gut stand.<\/p>\n<p>G\u00fcterslohs Trainer Julian Hesse: \u201eWir h\u00e4tten noch eine Stunde spielen k\u00f6nnen und h\u00e4tten das Tor nicht gemacht\u201c. Sein Mittelfeld-As und Torj\u00e4ger Patrik Twardzik war meist vorn Oktay Dal bestens abgeschirmt. Aber auch das geh\u00f6rt zur Wahrheit: Bei G\u00fctersloh wurden Torj\u00e4ger Phil Beckhoff und Spielmacher Bj\u00f6rn Rother schmerzlich vermisst. Beide fehlten, weil sie sich nach Platzverweisen zuletzt\u00a0 Sperren eingehandelt hatten.<\/p>\n<h4>Dann kam doch noch der \u201eKindergarten\u201c<\/h4>\n<p>Sebastian Tyrala\u00a0 war mit dem Sieg \u00fcbergl\u00fccklich. \u201cWir haben das zweite Spiel in Folge zu Null gewonnen. Unsere Jungs haben in der schwierigen Situationen, in der wir uns befinden, Herz und Leidenschaft gezeigt\u201c. Angesichts der F\u00fchrung konnte sich der Coach in der Schlussphase dann doch noch erlauben, einen Teil seines \u201eKindergartens\u201c einlaufen zum lassen. Yousef Quasi (19), von Bayern M\u00fcnchen ausgeliehen, kam in der 64. Minute. Kilian Cedric Beliza (19) und Levin M\u00fcller (21) liefen in der 83. Minute ein.<\/p>\n<div id=\"attachment_80054\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-80054 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Classen-30-11-2024-280-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1707\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Trotz des zweiten Sieges in Folge wirkte WSV-Trainer Sebastian Tyrala (r.) in der Pressekonferenz nach dem Spiel recht nachdenklich &#8211; \u00a9 Jochen Classen<\/span><\/div>\n<p>Beinahe w\u00e4re auch noch der 19j\u00e4hrige Ersatztorwart Emil Metz zum Einsatz gekommen, weil Michael Lyambula sich erheblich verletzte und zweimal behandelt werden musste. W\u00e4hrend\u00a0 Marco Terrazzinoi wieder im Aufgebot war und\u00a0 auf der Ersatzbank sa\u00df, war der zuletzt auch aussortierte Oguzhan Kefkir auch diesmal nicht im Aufgebot.<\/p>\n<p>Konnte man beim WSV mit dem Spiel und dem Ergebnis zufrieden sein, so lie\u00df der Besuch bei nur 1.547 Zuschauern doch zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Schon am kommenden Samstag zum Auftakt der R\u00fcckrunde im Heimspiel gegen das Schlusslicht T\u00fcrkspor Dortmund hofft man beim WSV wieder auf eine bessere Einnahme. Schlie\u00dflich hat sich tags zuvor der Nikolaus angesagt.<\/p>\n<p><b>Text: Siegfried J\u00e4hne<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Wuppertaler SV \u2013 FC G\u00fctersloh 2:0 (2:0)<\/h4>\n<p><strong>Aufstellung des Wuppertaler SV:<\/strong><\/p>\n<p>Luyambula \u2013 Dal \u2013 Hagemann (83. Bielitza) \u2013 Nishimura (83. M\u00fcller ) \u2013 Wimmer \u2013 Bilogrevic (64. Ametov) \u2013 Grym \u2013 J. Munsters \u2013 N. Munsters (58. Bornemann) \u2013 Saric (64. Qashi) \u2013 Demir &#8211; Trainer: Sebastian Tyrala<\/p>\n<p><strong>Tore:<\/strong> 1:0 Saric (10.) \u2013 2:0 Niek Munsters (30.)<\/p>\n<p><strong>Zuschauer:<\/strong> 1.547<\/p>\n<p><strong>Stadion:<\/strong> Stadion am Zoo<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWir haben heute f\u00fcr Friedhelm Runge gespielt\u201c, so der einhellige Tenor beim Wuppertaler SV. Der Tod des langj\u00e4hrigen WSV-Pr\u00e4sidenten geriet in den Mittelpunkt des Geschehens im Stadion am Zoo. Der 2:0 (2:0)Heim-Erfolg gegen den SV G\u00fctersloh wurde allgemein als Omen, als positives Zeichen daf\u00fcr gewertet, dass man wieder aus der Misere herauskommen wird, und zwar ganz im Sinne und im Geist von Friedhelm Runge.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-80047","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-20 12:48:05","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80047","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=80047"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80047\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80056,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/80047\/revisions\/80056"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=80047"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=80047"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=80047"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}