{"id":79567,"date":"2024-11-12T19:08:01","date_gmt":"2024-11-12T18:08:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=79567"},"modified":"2024-11-12T19:08:01","modified_gmt":"2024-11-12T18:08:01","slug":"trendsport-gehfussball-in-wuppertal-auf-dem-vormarsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2024\/11\/12\/trendsport-gehfussball-in-wuppertal-auf-dem-vormarsch\/","title":{"rendered":"Trendsport Gehfu\u00dfball in Wuppertal auf dem Vormarsch"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_79571\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1045px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79571 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/220624-walkingfootball-01.jpg\" alt=\"\" width=\"1035\" height=\"688\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das &#8222;Walking Fu\u00dfball-Team&#8220; des SSV Germania vor dem &#8222;L\u00e4nderspiel in South Tyneside (England) &#8211; \u00a9 SSV Germania<\/span><\/div>\n<p>Was da aussieht wie \u201eStandfu\u00dfball\u201c und normalerweise harsche Kritik auf den R\u00e4ngen ausl\u00f6sen w\u00fcrde, ist in diesem Fall ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht. \u201eNicht laufen\u201c ist sogar eine Aufforderung, ja ein Muss und wird bei Nichtbeachtung mit einem Freisto\u00df f\u00fcr die gegnerische Mannschaft geahndet. Verr\u00fcckt? Nein, Laufen oder gar Sprinten &#8211; beim Walking Football sogar streng verboten. Kicken im Schritttempo ist angesagt.<\/p>\n<p>Mit geringer Verletzungsgefahr k\u00f6nnen damit auch \u00e4ltere Menschen Fu\u00dfball spielen. Angesprochen sind die betagten M\u00e4nner, die noch nicht auf den Ball verzichten m\u00f6chten und sich jenseits der 55 Lebensjahre befinden. Aber auch Frauen werden beteiligt, hier gilt das 45. Lebensjahr als Eintrittsaltersgrenze.<\/p>\n<p>\u201eWalking Football\u201c &#8211; Fu\u00dfball mit angezogener Handbrems! Die Idee stammt aus dem Mutterland des Fu\u00dfballes und wurde 2011 vom FC Chesterfield Community Trust in Gro\u00dfbritannien erstmals initiiert. Inzwischen bestreiten in England nahezu 1.000 Mannschaften dieses neuartige Spielart. Mehr noch, seit 2016 gibt es in England mit der Walking Football Association (WFA) einen eigenen Dachverband, in dem 366 Clubs organisiert sind.<\/p>\n<div id=\"attachment_79572\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 610px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79572\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/240323-wf-0997.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"800\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Im Signal-Iduna Park, die beiden Trainer Amand Theis (l.) und Friedhelm Bursian &#8211; \u00a9 privat:<\/span><\/div>\n<p>Die WFA etablierte 2018 ein Nationalteam und das erste Spiel fand im Mai 2018 gegen Italien statt. International ist Walking Football in der FIWFA organisiert, einem internationalen Dachverband, in dem 19 nationale Verb\u00e4nde registriert sind. \u00dcber die Niederlande gelang \u201eWalking Football\u201c nach Deutschland und etablierte sich schon in vielen namhaften Vereinen, wie dem Hamburger SV, FC Schalke 04 oder Bayer 04 Leverkusen. Allein im Landesverband Berlin wird dieser Sport inzwischen von zehn Vereinen ausge\u00fcbt.<\/p>\n<p>Rainer Stachelhaus (64) hat jetzt diese Idee des \u201eWalking Footballs\u201c auch zum Elberfelder Hardenberg getragen, wo er mit seinen Sport-Kameraden viele Jahre dem Fu\u00dfball hinterhergelaufen ist, sie aber inzwischen aus den Augen verloren hatte. Sein Gef\u00fchl beschreibt er mit einem L\u00e4cheln so: \u201eDie Ballfreude ist noch sehr ausgepr\u00e4gt und man freut sich \u00fcber jeden Ball, der einem aus welchem Grund auch immer vor die F\u00fc\u00dfe rollt. Ich denke, dass kennen die meisten Ballsportler im fortgeschrittenen Alter!\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_79573\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 609px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79573\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/IMG_8349-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"599\" height=\"588\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Gespannte Atmosph\u00e4re vor dem Spiel in der Union-Kabine &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Inzwischen hat er ein gutes Duzend interessierter ehemaliger Union-Spieler mit Hilfe von Vereins-Urgestein Harald Bingel und dessen Vereinsarchiv ausfindig machen und gewinnen k\u00f6nnen. Sie \u201egehen\u201c jetzt im wahrsten Sinne des Wortes mit ihm jeden Donnerstag Abend dem neuen Hobby nach.<\/p>\n<h4>Spielanleitungen vom FC Schalke 04<\/h4>\n<p>In Wuppertal fand \u201eWalking Football\u201c erstmals beim SSV Germania 1900 am Freudenberg statt. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Friedhelm Bursian (77) gr\u00fcndete 2018 eine entsprechende Abteilung, nachdem er sich beim FC Schalke 04 bei den ehemaligen Fu\u00dfballgr\u00f6\u00dfen Klaus Fischer und Matthias Herget in die Geheimnisse dieser Spielart hat einweihen lassen.<\/p>\n<p>Beim SSV1900 hat man die Spiel-Idee schon weiter entwickelt, stellt rund 25 Spieler und hat bereits internationale Kontakte gekn\u00fcpft. Zuletzt gab es Hin-und R\u00fcckspiele mit Wuppertals englischer Partnerstadt South Tyneside. Beim SSV freut man sich \u00fcber den Zuwachs im Bergischen Raum, womit sich die Chance auf einen geplanten Ligabetrieb deutlich erh\u00f6ht. Friedhelm Bursian: \u201eIch sehe in Wuppertal noch Luft nach oben, im Ruhrgebiet gibt es schon bald an jeder Milchkanne ein Walking Football-Team.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_79574\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 2570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79574 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/IMG_8376-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1409\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Geh-Fu\u00dfballer von Union Wuppertal unter Flutlicht in Aktion &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<p>Gespielt werden in der Regel vier Mal zehn Minuten mit einer Pause von jeweils f\u00fcnf Minuten. Der Spa\u00df, Fair Play und gesunde Bewegung in Gemeinschaft stehen im Vordergrund. Gespielt wird in zwei Mannschaften grunds\u00e4tzlich mit je sechs Spielern. Die Spieler sollten mindestens 55 Jahre alt sein, nach oben ohne Begrenzung. Das Spielfeld hat etwa die Ma\u00dfe 20 x 40 Meter. Damit bietet sich Walking Football sowohl f\u00fcr den Freiluftbetrieb als auch f\u00fcr die Sporthalle an. Die Tore sollten ein Meter hoch und drei Meter breit sein; es k\u00f6nnen aber auch Minitore verwendet werden.<\/p>\n<h4>Ein Fu\u00df geh\u00f6rt auf den Boden<\/h4>\n<p>Jeder Spieler muss w\u00e4hrend der Bewegung immer einen Teil eines Fu\u00dfes auf dem Boden haben. Die Spieler d\u00fcrfen den Ball maximal h\u00fcfthoch spielen. Einen Torwart gibt es nicht. Die \u201eStrafr\u00e4ume\u201c d\u00fcrfen betreten werden, das Abseits ist also aufgehoben. Gr\u00e4tschen, Tacklings, harter K\u00f6rperkontakt und Kopfball sind indessen untersagt.<\/p>\n<p>&#8222;Walking Football&#8220; ist so gesehen die neue \u201egesunde\u201c, gelenkschonende\u00a0 Variante des Fu\u00dfballs, insbesondere f\u00fcr Senioren. Geeignet besonders auch f\u00fcr Personen, die gesundheitliche Probleme mit Muskeln oder sogar dem Herzen haben oder hatten, aber weiterhin oder erneut mit der Kugel aktiv sein m\u00f6chten. Fachleute betonen die unbestritten gesundheitsf\u00f6rdernden positiven Effekte, als da sind Herz-und Kreislaufsystem, Stabilisierung des Immunsystems sowie Vorbeugung, etwa bei Arteriosklerose und Diabetes.<\/p>\n<div id=\"attachment_79575\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1462px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-79575 size-full\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/PHOTO-2024-10-28-21-24-27.jpg\" alt=\"\" width=\"1452\" height=\"1030\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die neuen &#8222;Walking Footballer&#8220; des TSV Union, vor einem Flutlichtspiel auf dem Hardenberg. (O.v.l.) Thilo Popp, Bernd Preuss, Frank Amende, Jens Masurat, Frank Stachelhaus. (U.v.l.):Stefan Kalms, Reiner Stachelhaus, Frank Gold, Dirk Reith &#8211; \u00a9 Siegfried J\u00e4hne<\/span><\/div>\n<h4>Geselligkeit: Die \u201edritte Halbzeit\u201c geh\u00f6rt dazu<\/h4>\n<p>Fu\u00dfballspezifisch kommen sogar noch die St\u00e4rkung von Kraft- und Balancetraining hinzu, wodurch auch das Sturzrisiko vermindert wird. Besonders wichtig f\u00fcr Reiner Stachelhaus: \u201eDie Verbesserung der geistigen Fitness und soziale Kontakte\u201c. Schlie\u00dflich findet nach dem Spiel auch immer noch, wie bei den richtigen Fu\u00dfballern fr\u00fcher, die dritte Halbzeit statt. Ein geselliges Beisammensein, zu dem herzlich eingeladen wird.<\/p>\n<p><b>Text: Siegfried J\u00e4hne<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist das der Fu\u00dfball der Zukunft? Wer sich die gesellschaftliche Alterspyramide anschaut, k\u00f6nnte zu diesem Ergebnis kommen. \u201eWalking Football\u201c, das \u201eFu\u00dfballspiel im Gehen\u201c, eine neue Trendsportart, wie sie jetzt auch mit zunehmender Akzeptanz in Wuppertal ausge\u00fcbt wird. Der SSV 1900 Germania war der Vorreiter, erst folgte der SSV Sudberg und jetzt zieht auch der TSV Union nach.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"class_list":["post-79567","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-24 10:16:31","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79567","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=79567"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79567\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":79584,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/79567\/revisions\/79584"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=79567"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=79567"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=79567"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}